Newsticker

    
September 26
                         
Cantstatter Wasen
               
   
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  KURZNACHRICHTEN  

           
   
Bergisch Raptors
(LLW)  Mit Lucas Goebels kommt ein neuer Goalie zum EC Bergisch Land. Der 24-Jährige wechselt von den inslakener Kobras nach Solingen
  
Red Dragons Regen
(BBZL)  Verteidiger Artur Schwarz wechselt aus der Bayernliga vom EV Dingolfing zum ERC. Der 26-Jährige absolvierte in der letzten Saison 34 Partien für seinen Heimatverein und konnte dabei einen Assist beisteuern
  
Passau Black Hawks
(OLS)  Angreifer David Seidl laboriert an einer Oberkörperverletzung, die ihn zu einer Pause von etwa vier Wochen zwingt
  
Nürnberg Ice Tigers
(DEL)  Verteidiger Jakob Weber muss wegen einer Fußverletzung für mindestens vier Wochen aussetzen
  
Münchner Luchse
(BBZL)  Mit Nico Zimemrmann gibt es beim MEK einen weiteren Neuzugang im team. Der 23-Jährige war zuletzt inaktiv und spielte davor im Fürstenfeldbrucker und Dachauer Nachwuchs
  
Salzgitter Icefighters
(RLNO)  Bei den Icefighters kommt es nochmal zu Veränderungen im Kader. Verteidiger Vladyslav Shyrin wechselt zu Energija Elektrnai und Stürmer Stefan Traut wird wegen privater Veränderungen nun doch nicht nach Salzgitter kommen
  
Weserstars Bremen
(RLNO)  Die Stürmer Michael Wagner, Matej Sadecky und Maxim Gramatik werden genauso bei den Weserstars bleiben wie die Verteidiger Joshua Hezel und Malte Maasböl
  
Fischtown Pinguins
(DEL)  Stürmer Lenny Boos musste wegen einer schwerwiegenden Verletzung operiert werden und wird langfristig ausfallen. Bennet Rosmy, der schon länger verletzt fehlt, erkitt einen Rückschlag, so dass er wohl die komplette Saison nciht zur Verfügung stehen wird
  
Red Bull München
(DEL)  Stürmer Chris DeSousa laboriert an einer Oberkörperverletzung und wird für mehrere Wochen pausieren müssen. Ausserdem fehlt auch noch Stürmer Philipp Krening wegen einer Unterkörperverletzung bis vorraussichtlich Mitte November
  
EC Bad Nauheim
(DEL2)  Die Roten Teufel müssen mindestens vier Monate auf ihren Mannschaftskapitän verzichten. Jordan Hickmott hat sich im Training eine schwere Armverletzung zugezogen und muss sich einer Operation unterziehen
  
Black Dragons Erfurt
(OLN)  Stürmer Alex Berger konnte im Tryout überzeugen und hat bei den TecArt Black Dragons einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten. Der 23-Jährige spielte in den letzten drei Jahren für den Rivalen Saale Bulls Halle. In zuletzt 46 Partien blieb er punktlos
  
Eisbären Eppelheim
(BWL)  Zur neuen Saison wurden mehrere Spieler nicht mehr berücksichtigt, oder stehen aus privaten Gründen nicht weter zur Verfügung. Demnach werden Elias Becker, Philippe Beisel, Kevin Herbel, Konstantin Ivanov, Luc Jann, Patrick Luo, Marius Metzner und Max Weber den ECE verlassen
  
EV Füssen
(OLS)  Stürmer Julian Straub hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und miss für mindestens sechs Wochen pausieren
  
Falken Inzell
(BBZL)  Vom Nachbarrivalen EV Berchtesgaden wechselt der 41-jährige Torhüter Steve Förster zum DEC. Ausserdem kehren Maximilian Balthasar und Andreas Graf ins Aufgebot zurück
  
ERSC Ottobrunn
(BLL)  Filippo Crivellari verstärkt künftig die Defensive. Der 21-jährige Italiener kommt vom HCMV Varese zum ERSC. Ausserdem wechselt der junge ukrainische Stürmer Arsen Korol aus dem Münchner Nachwuchs nach Ottobrunn
  
Lindau Islanders
(OLS)  Stürmer Valentin Busch hat sich eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird längerfrstig und aus unbestimmte Zeit ausfallen
  
Crocodiles Hamburg
(RLNO)  Torhüter Lucas Di Berardo kehrt zu den Hanseaten zurück. Der 31-Jährige spielte bereits in der Saison 2017/18 für die Crocodiles in der Oberliga. In den vergangenen zwei Jahren ging er für den ERSC Amberg in der Bayernliga aufs Eis
  

   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten
Sonntag 13.Oktober 2019

(IHP)  Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen, Spieltags-Vorberichte und Spielberichte des gestrigen Abends und heutigen Tages mit insgesamt 19 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West, Regionalliga Nord, Regionalliga Ost und Landesliga Sachsen.

 
   
Deutsche Eishockey Liga 2
    
EC Bad Nauheim
Verletzung Cody Sylvester
(DEL2)  Nachdem Cody Sylvester gestern nach 40 Minuten die Partie gegen die Heilbronner Falken vorzeitig beenden musste, herrscht nach einer ärztlichen Untersuchungen heute Klarheit.
Der kanadische Stürmer hat einen Muskelbündelriss und fällt somit mindestens sechs bis acht Wochen aus.
Wir wünschen Cody eine möglichst schnelle, komplikationslose Genesung!
Die sportliche Leitung des EC Bad Nauheim sondiert bereits den aktuellen Transfer- und Spielermarkt, um einen Ersatz zu finden
  
    
Löwen Frankfurt
Löwen zu Gast bei Freiburger Überraschungsteam
(DEL2)  Am Sonntag, den 13. Oktober reisen die Frankfurter Löwen in den Breisgau zum EHC Freiburg. Die Wölfe stehen nach ihrem überraschend starken Saisonstart in der Tabelle nur drei Punkte hinter den Löwen. Spielbeginn in der Franz-Siegel-Halle ist um 18:30 Uhr.
In einem hart umkämpften Spiel sicherten sich die Löwen am Freitagabend den nächsten Heimsieg und sind zuhause weiterhin ungeschlagen. Allerdings war der 4:3-Sieg nach Penaltyschießen ein hartes Stück Arbeit. Trotz eines überdeutlichen Chancenplus lagen die Löwen 15 Minuten vor Ende des 3. Drittels 1:3 in Rückstand. Doch dank ihrer Moral und ihres Charakters kamen die Hessen zurückgestürmt und siegten schließlich.
Top-Scorer der Frankfurter ist weiterhin Eduard Lewandowski, der mit 13 Punkten die meisten Löwen Torbeteiligungen beigetragen hat. Ihm dicht auf den Fersen ist Roope Ranta (12 Punkte). Adam Mitchell und Stephen MacAulay stehen bei jeweils elf Zählern.
Die Wölfe, die letzte Saison noch in den Playdowns antreten mussten, haben einen starken Start in die Saison hingelegt und stehen nach neun Spielen mit 15 Punkten auf einem guten Mittelfeldplatz. Vor allem die gute Powerplay-Statistik sticht bei den Freiburgern heraus. Mit 28,9% Powerplay-Effizienz hat man eines der besten Überzahlspielen der ganzen Liga.
Top-Scorer des EHC ist Cam Spiro. Der US-Amerikaner konnte bisher neun Tore vorlegen und fünf Tore selbst schießen. Damit steht er bei insgesamt 14 Scorerpunkten. Mehr Tore schoss für die Freiburger diese Saison nur der Kanadier Luke Pither, der sechs Mal ins Netz des Gegners traf.
Seitdem die Löwen und die Freiburger Wölfe in der DEL2 spielen, gab es 20 Duelle zwischen den beiden Kontrahenten. Nur fünf der 20 Spiele gingen dabei an die Breisgauer. 15 Mal verließen die Löwen das Eis siegreich. Vergangene Saison gewannen die Löwen drei der vier Aufeinandertreffen.
Hinweise und Besonderheiten:
Adresse: Franz-Siegel-Halle, Ensisheimer Str. 1, 79110 Freiburg im Breisgau.
Tickets: Karten für die Partie können im Online-Ticketshop und an der Abendkasse gekauft werden.
  
   
Oberliga Süd / Oberliga Nord
    
EV Füssen
EVF begeistert trotz Penalty-Niederlage gegen Rosenheim
(OLS)  Ein Duell der besonderen Art lieferten sich der EV Füssen und die Starbulls Rosenheim, bei dem es am Ende fast nur zufriedene Gesichter gab. Die klar favorisierten Gäste holten sich bei ihrem 4:3-Sieg (0:0, 1:0, 2:3, 0:0, 1:0) mit dem 24. Penalty zwei Auswärtspunkte, Aufsteiger EV Füssen war ob der gezeigten Leistung aber der moralische Gewinner. Großes Kampfspiel mit Leidenschaft, heiße Endphase, Penaltykrimi – alles trifft auf diese besondere Partie zu.
Der EVF war diesmal von Anfang an voll auf Augenhöhe und lieferte sich mit Rosenheim im ersten Vergleich seit fast acht Jahren einen heißen Kampf. Im ersten Abschnitt, der in hohem Tempo geführt wurde, hatten die Schwarz-Gelben dabei sogar ein Chancenplus. Tobias Meier scheiterte mit einem Alleingang, Dejan Vogl konnte frei vor dem Tor den Abpraller nicht unter Kontrolle bringen. Auch bei einem Überzahlspiel hatte das Heimteam gute Chancen zur Führung. Die beste hatten aber bereits zuvor die Oberbayern, als Bucheli in der 9. Minute das freie Toreck verfehlte.
Im zweiten Drittel wurde die Partie nochmals intensiver, beide Mannschaften ließen fast keine Möglichkeiten zu. Der Abschnitt ging knapp mit 1:0 an die Starbulls, weil sie eins von zwei Powerplays per Abstauber zur 1:0-Führung durch Michael Baindl nutzen konnten. Fünf Minuten später verhinderte Benedikt Hötzinger einen zweiten Treffer, auf der anderen Seite wurden die gefährlichen Angriffe der Füssener meistens noch vor dem Tor gestoppt. Trotzdem zeigte sich der Aufsteiger weiter als absolut ebenbürtig.
Der Schlussabschnitt begann zunächst recht unglücklich für den EVF. Ein abgefälschter Weitschuss landete am Innenpfosten des Rosenheimer Gehäuses, im Gegenzug wurde eine Strafe gegen Florian Simon angezeigt, mit sechstem Mann erzielte Josh Mitchell das 0:2. In Überzahl prüfte danach Lubos Velebny den gegnerischen Torhüter mit einem Weitschuss, die Scheibe ging durch, blieb aber kurz vor der Torlinie liegen. Danach mussten die Ostallgäuer zweimal in Unterzahl ran, ließen mit großem Kampf aber keinen weiteren Gegentreffer zu. Bereits fünf Minuten vor Spielende nahm Trainer Andreas Becherer dann seinen fehlerfreien Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, um nochmals Druck zu machen. Und tatsächlich gelang Samuel Payeur gut drei Minuten vor Spielende der Anschlusstreffer zum 1:2. Auch danach setzte Füssens Coach alles auf eine Karte und probierte es erneut ohne Torhüter, diesmal ging der Schuss aber nach hinten los und Alexander Höller besorgte bei einem Konter die vermeintliche Vorentscheidung mit dem 1:3 ins verlassene Tor.
Doch Füssen gab sich nicht geschlagen. Nach einer Auszeit machte der EVF nochmals Druck, und wieder mit sechstem Feldspieler netzte Lubos Velebny eineinhalb Minuten vor Ende zum 2:3 ein. Es kam aber noch besser für die heimische Vertretung. Nach einer Strafzeit gegen Rosenheim und mit 6 gegen 4 Überzahl erzielte Kapitän Eric Nadeau 53 Sekunden vor der Sirene sogar den viel umjubelten und auch verdienten Ausgleich. Als danach ein klarer Cross-Check der Gäste nicht geahndet wurde, Nadeau wegen Spielverzögerung aber auf die Strafbank musste, ging es für Füssen in Unterzahl in die Verlängerung. Aber auch diese Situation wurde mit großem Einsatz und Leidenschaft gemeistert, und nach 65 Minuten musste das Penaltyschießen entscheiden.
Sage und schreibe 24 Versuche waren hier nötig, um den Gewinner des zweiten Punktes zu ermitteln. Füssen hatte dabei gleich acht Mal! den gewinnbringenden Versuch auf dem Schläger, konnte diese Möglichkeiten aber nicht nutzen. Am Ende war Rosenheim einmal mehr erfolgreich, erzielte drei Tore durch Slezak (2) und Höller, während für den EVF Tobias Meier und Lubos Velebny trafen. Die Art und Weise des verwandelten Penaltys durch den Füssener Verteidiger dürfte am Kobelhang nach dem denkwürdigen Abend noch länger Gesprächsthema sein.
Trainer John Sicinski (Rosenheim): „Großer Respekt vor Füssen. Sie haben heute so gespielt wie wir es vor hatten. Läuferisch stark und mit Kampf. Am Ende dürfen wir die Führung eigentlich nicht mehr hergeben. Penaltyschießen ist dann immer Glückssache. Füssen war heute für mich die bessere Mannschaft.“
Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Was für ein Spiel. Wir haben das heute sehr gut gemacht. Rosenheim hat sehr eng verteidigt, da müssen wir noch daran arbeiten, dass da bei unserem Druck mehr dabei heraus kommt. Wir haben einen verdienten Punkt geholt, das ist aber nicht so wichtig, die Art und Weise war wichtig.“ (MiL)
  
   
ECDC Memmingen
Starker Auftritt – Indians holen Punkt in Deggendorf
(OLS)  Eine starke Leistung beim Spitzenreiter beschert dem ECDC Memmingen einen Zähler in Deggendorf. Beim ungeschlagenen Top-Favoriten der Oberliga-Süd drehen die Indians einen 3:1 Rückstand und werden erst im Penaltyschießen bezwungen. Am Sonntag (18:45 Uhr) kommen die Selber Wölfe an den Hühnerberg.
Völlig ohne Erwartungen reisten die Memminger am Freitag zum noch ungeschlagenen Spitzenreiter der Oberliga-Süd. Der letztjährige Zweitligist aus Niederbayern verfügt über einen starken Kader und hat, mit Thomas Greilinger, auch den wohl stärksten Spieler in seinen Reihen. Die Indianer zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und gingen durch Samir Kharboutli gleich in der 2. Minute in Führung. Rund 100 Sekunden später sorgte der ehemalige DEL-Star und Nationalspieler Greilinger dann bereits für den Ausgleich und der Spitzenreiter konnte noch vor der Pause durch Curtis Leinweber (10.) nachlegen. Mit einem engen Spielstand von 2:1 für Deggendorf ging es für beide Teams in die Kabine.
Kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts dann Treffer Nummer 3 für den DSC, wieder war Greilinger erfolgreich und sorgte für die vermeintliche Vorentscheidung. Doch die Deggendorfer mussten um jeden Zentimeter kämpfen, denn die Indians gaben nicht auf. Bis zur 40. Minute schafften sie es, sich den Ausgleich zu erarbeiten. Förderlizenzspieler Dennis Miller und wenig später auch Dennis Neal trafen jeweils im Powerplay und brachten die Rot-Weißen zurück ins Spiel.
Die Indians, die von Trainer Waßmiller hervorragend eingestellt wurden, machten weiterhin ein sehr starkes Auswärtsspiel. Milan Pfalzer belohnte sein Team mit der Führung zum 3:4 aus Memminger Sicht. Die Indians spielten weiterhin sehr konzentriert, machten sich das Leben aber teilweise durch unnötige Strafzeiten selber schwer. Erneut war es Topspieler Greilinger, der den abermaligen Ausgleich besorgen konnte und die Partie damit in die Overtime schickte.
Hier fielen keine Treffer, die Indians verteidigten das Ergebnis, auch mit einem Mann weniger hervorragend. So musste das Penaltyschießen entschieden, hier hatte der Spitzenreiter das bessere Ende für sich. Die Indians konnten sich aber über einen unerwarteten, aber verdienten Punkt freuen.
Bereits am Sonntag kommt nun mit den Selber Wölfen ein direkter Konkurrent an den Hühnerberg (18:45 Uhr). Die Memminger wollen den ersten Heimsieg der Saison einfahren, auch wenn mit Lubor Pokovic, Marc Stotz, Sven Schirrmacher und Daniel Huhn wichtige Akteure weiter ausfallen. Am nächsten Freitag kommt dann mit dem Höchstadter EC der Vorletzte der Tabelle nach Memmingen.
  
    
ERC Sonthofen
Spielbericht Hauptrunde: 06. Spieltag EV Lindau Islanders gegen ERC Sonthofen
(OLS)  Überzeugender 7:2-Erfolg der Bulls im Derby gegen die EV Lindau Islanders.
Die ersten beiden Gelegenheiten gehörten noch den Islanders, bevor dann der ERC Sonthofen das Spiel im Griff haben sollte. In der siebten Minute das erste Powerplay für die Bulls und dieses nutzten sie auch gleich zur 1:0-Führung. Edgars Homjakovs war der Torschütze. Kurz darauf erneut Überzahl für Sonthofen. Und auch dieses nutzte Ondrej Havlicek zum 2:0 in der 10. Minute. Danach blieben die Bulls weiter klar spielbestimmend, aber ohne weitere Treffer. Lindau nur mit vereinzelten Torchancen. Damit ging es in die erste Drittelpause.
Im zweiten Drittel machten die Bulls da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. So war es Vladimir Kames, der mit einem satten Schuss von der Blauen in den Winkel zum 3:0 treffen konnte (23. Minute). Nur zwei Minuten später der nächste Treffer für die Oberallgäuer. Erneut war es Edgars Homjakovs, der zum 4:0 traf. Lindau zu dieser Zeit nur noch im eigenen Drittel. Der ERC drückte aber weiter und konnte in der 35. Minute das 5:0 markieren. Kurz nachdem die Bulls die dritte Überzahlgelegenheit ungenutzt ließen, war es Santeri Ovaska, der gegen seinen ehemaligen Verein einschieben konnte. Doch damit nicht genug: Selbst in eigener Unterzahl sollte den Bulls an diesem Abend alles gelingen. So war es Lukas Slavetinsky, der das 6:0 machte.
Im letzten Drittel schalteten die Bulls einen Gang zurück und Lindau war etwas besser im Spiel. Dies nutzten die Islanders direkt mit einem Doppelschlag: Innerhalb von dreizehn Sekunden verkürzten Chaumont und Hammerbauer auf 2:6 aus Sicht Lindaus. Daraufhin nahm Martin Ekrt direkt eine Auszeit und die Bulls standen fortan sicher. Lukas Slavetinsky konnte in der 59. Minute mit seinem zweiten Treffer und insgesamt vierten Scorer-Punkt an diesem Abend, seine starke Leistung zum 7:2 krönen.
Nach dem Spiel war Martin Ekrt sehr stolz auf sein Team: „Die Jungs haben sich heute für ihre starken Leistungen in den ersten Saisonspielen endlich auch belohnt. Wir waren heute immer einen Schritt schneller und auch die aktivere Mannschaft und haben somit, auch in dieser Höhe, verdient gewonnen.“
Für die Bulls geht es Sonntag Abend um 18:00 Uhr gegen die Eisbären Regensburg weiter.
  
    
Herner EV
Spiel fünf - Sieg fünf!
(OLN)  Es war in jeglicher Hinsicht ein wunderbarer Abend am Herner Gysenberg. Der HEV setzte sich in einer rasanten Partie vor 1607 Zuschauern mit 4:3 (0:1, 3:0, 1:2) gegen die Tilburg Trappers durch und steht nach fünf Siegen aus fünf Spielen mit der Maximalpunktzahl an der Tabellenspitze.
In den ersten 20 Minuten setzten die Trappers den HEV schon in der eigenen Zone unter Druck und sorgten so dafür, dass die Herner im kompletten Drittel nur wenige eigene Torchancen erspielen konnten. Die größte Möglichkeit hatte Dennis Thielsch, der mit seinem Schlenzer an der Schulter von Ian Meierdres scheiterte. Auf der anderen Seite musste sich der HEV bei Goalie Björn Linda bedanken, der dafür sorgte, dass sein Team nur mit einem Rückstand von 0:1 in die Kabine ging. Unter anderem überstand der HEV dabei eine fast anderthalbminütige 3-5-Unterzahlsituation. "Björn hat uns da im Spiel gehalten", sagte auch HEV-Coach Danny Albrecht nach der Partie. 
Im zweiten Drittel änderte sich das Bild dann etwas. Zwar hatten die Trappers weiterhin mehr vom Spiel, doch der HEV war in der Offensive gefährlicher. Der Ausgleich durch Denis Fominych kam jedoch aus dem Nichts, wie auch Tilburg-Coach Bo Subr auf der anschließenden Pressekonferenz sagte. Dieses Tor gab den Gastgebern Auftrieb. Anderthalb Minuten nach dem Ausgleich vollendete Christoph Ziolkowski eine schöne Kombination über Anthony Calabrese und Dennis Palka zum 2:1, in Spielminute 32 blieb Nils Liesegang bei einem Penalty eiskalt und sorgte für die 3:1-Pausenführung seiner Mannschaft. 
Doch wer dachte, die Trappers wären geschlagen, der irrte. Sechs Minuten vor Schluss hatte Tilburg ausgeglichen, doch auch der HEV hatte an diesem Abend große Comeback-Qualitäten. Nur 27 Sekunden nach dem Ausgleich erzielte Patrick Asselin den 4:3-Siegtreffer, nach wunderbarer Vorarbeit von Nils Liesegang, der zurecht zum Spieler der Partie auf Herner Seite gewählt wurde. "Die Reihe, die den Ausgleich schlucken musste, erzielte nur wenig später den Siegtreffer. Das zeugt schon von einer wirklich guten Moral", freute sich Danny Albrecht. 
Nach dem Spiel versammelten sich beide Mannschaften dann für ein Gemeinschaftsbild vor der neuen HEV-Bande, die für Kameradschaft und Toleranz steht. So setzten sie ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus und für Demokratie, Toleranz, Respekt und Miteinander. 
Am Sonntag geht es für den HEV dann zu den IceFighters nach Leipzig. Bully im Kohlrabizirkus ist dann um 18 Uhr.
  
   
Bayernliga / Landesliga Sachsen
    
ESC River Rats Geretsried
ESC wartet weiter auf den ersten Sieg
(BYL)  Eine schwere Aufgabe erwartete die Rats bei ihrem Auswärtsspiel in Waldkraiburg. Der Oberligaabsteiger legte einen perfekten Start in die neue Saison hin und führt die Tabelle mit sechs Punkten nach zwei Spielen an. Neben Ondrej Horvath musste Trainer Sebastian Wanner auf den gesperrten Stephan Englbrecht sowie die U20-Spieler verzichten.
Der ESC begann die Partie wie die beiden letzten Spiele: engagiert, offensiv und mit viel Schwung. EHC-Torwart Yeingst war gleich gefordert, beim 0:1 durch Strobl war er allerdings machtlos. Reiter kam mit viel Speed über die linke Seite hinter das Waldkraiburger Tor, legte per Tschechenpass traumhaft auf Strobl ab, der die Scheibe nur noch einschieben musste (12.). Fast hätte May in Unterzahl noch das 0:2 nachgeschoben, doch Yeingst parierte den Alleingang mit der Stockhand. Die Löwen wollten nun unbedingt den Ausgleich, scheiterten aber vorerst an einem wieder gut aufgelegten Albanese oder der Torlatte. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Match mit guten Chancen auf beiden Seiten, vorerst sollte aber kein weiterer Treffer mehr fallen.
Im zweiten Spielabschnitt ließen es die Mannschaften zunächst etwas ruhiger angehen. Bei einem Konter waren die Rats dann etwas unsortiert, doch Albanese reagiert glänzend mit dem Schoner und war auch beim anschließenden Rebound zur Stelle. Die Löwen bekamen, bedingt durch einige Strafzeiten gegen den ESC, immer mehr Oberwasser. Albanese stand hinten wie eine Wand und auch seine Vorderleute zeigten vollen Einsatz, selbst mit zwei Mann mehr brachte der EHC die Scheibe nicht über die Linie. Kurz vor der zweiten Pause klingelte es dann doch im Gästetor und der Ausgleich war mittlerweile überfällig, hätte aufgrund einer Abseitsposition allerdings nicht zählen dürfen. Vogl steuerte alleine auf Albanese zu, der Schlussmann war noch mit der Fanghand dran doch der Puck senkte sich hinter ihn zum 1:1 in das Tor (39.).
Im letzten Drittel war nochmal eine Energieleistung nötig um hier etwas Zählbares mitzunehmen, so viel war klar. Berger hatte den zweiten Treffer auf dem Schläger, doch Yeingst parierte glänzend mit dem Schoner. Auf der anderen Seite gingen die Löwen erstmalig in Führung, Rousek stocherte die Scheibe zum 2:1 an Albanese vorbei (44.). Die Rats steckten den Kopf aber nicht in den Sand und suchten wieder vermehrt den Abschluss. Riesiges Pech hatte Fuchs, der nach einem Tänzchen durch das gegnerische Drittel haarscharf an der Latte scheiterte. In doppelter Überzahl war es dann Stefano Rizzo, der im Nachschuss zum 2:2 einnetzen konnte und für die schnelle Antwort sorgte (49.). Kurz darauf hätte Waldkraiburg wieder in Führung gehen müssen, doch Albanese kratzte die Scheibe mit einem unfassbaren Save von der Linie. Den Schuss hatte wirklich jeder im Stadion schon im Tor gesehen. Das Ende rückte langsam näher und die Hausherren wollten hier eine Punkteteilung vermeiden. Knappe fünf Minuten vor Schluss war es dann soweit. Vogl wurde vor dem Tor mustergültig von Wagner bedient, zuvor hatte der ESC die Scheibe leichtfertig im eigenen Drittel verloren (55.). Fast hätte sich Yeingst nur wenige Augenblicke später selbst noch ein Ei ins Nest gelegt, doch nachdem er die Scheibe vor dem eigenen Tor vertändelte, warf sich der Torwart im allerletzten Moment auf den Puck. Sebastian Wanner probierte kurz vor Schluss nochmal alles und holte den Torwart vom Eis, doch auch mit sechs Spieler wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen.
Fazit: Betrachtet man in den bisherigen drei Punktspielen nur die Leistung, gibt es wenig zu beanstanden. Die Rats spielen mutiges, offensives Eishockey und gehen in jedes Match mit dem Anspruch, das Eis als Sieger zu verlassen. Am Ende aber geht es um Punkte und mit nur einem Zähler auf dem eigenen Konto, kann niemand zufrieden sein. Es muss eigentlich nicht viel geändert werden, lediglich eine bessere Chancenverwertung und ein wenig mehr Cleverness in der ein oder anderen Situation und schon kann das Pendel wieder in die richtige Richtung ausschlagen. 
  
    
TEV Miesbach
TEV mit zweitem Saisonsieg ! 
(BYL)  Am gestrigen Abend traf unser TEV Miesbach auf die Pinguine aus Königsbrunn. Das Spiel konnte nach tollem Comeback und trotz 3:0 Rückstand noch mit 3:5 (3:1, 0:1, 0:3) gewonnen werden. Headcoach Kathan musste auf den Verletzten Stiebinger sowie auf Thomas Amann verzichten, hingegen kehrte Filip Kokoska nach Erkrankung ins Line up zurück. 
Im ersten Spielabschnitt waren 2 Minuten gespielt, da kam der TEV durch einen Wechselfehler in Unterzahl. Und prompt feierten die Pinguine den Führungstreffer. Die Scheibe kam von Sramek an die blaue Linie zu Kapitän Rau und der schloß zum 1:0 für die Gastgeber ab. Nur weitere 2 Minuten später entwischte Sramek der TEV Defensive zum Alleingang und erzielte trocken das 0:2. Nach diesem Doppelschlag, kam der TEV besser ins Spiel und erkämpfte sich erste Chance jedoch ohne Torerfolg. So waren es wieder die Königsbrunner die vor der Pause im Powerplay durch Hermann auf 3:0 stellten. Diesmal hatte der die Antwort parat, eine Minute später, ergab sich eine Überzahlsituation für unsere Mannschaft. Rückkehrer Filip Kokoska und Beppo Frank assistierten zum 1:3 Anschlusstreffer durch Bobby Slavicek. So ging es zum ersten mal in die Kabinen. Im 2. Drittel hatte der TEV diesmal sofort die Kontrolle über das Spiel und konnte direkt in der 3 Minute zuschlagen. In Unterzahl entwische der Pfeilschnelle Filip Koksoka den Pinguinen, der die Scheibe vor das Tor zu Slavicek bringt und den Shorthander zum 2:3 erzielen kann. Im weiteren Verlauf des 2. Drittels wurde nun Chance um Chance erspielt. Bei 20 zu 5 Schüssen zu Gunsten des TEV konnte jedoch kein Treffer mehr im 2 Spielabschnitt erzielt werden. Jedoch kam es in der 39. Spielminute zum Schockmoment für unsere Mannschaft. TEV-Spieler Nico Fissekis erwischte einen hohen Stock im Gesicht und konnte das Spiel nicht mehr beenden. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden bzw war gestern noch in einer Spezialklinik und auch huet noch beim zahnärztlichen Notdienst. Gute Besserung Nice an dieser Stelle!! Im letzten Spielabschnitt kontrollierte der TEV weiter das Spiel und drückte auf den Ausgleich. In der 50. Minute war es dann soweit, nach Zusammenspiel von Stefan Mechel und Dusan Frosch, versenkte Felix Feurreiter das Spielgerät zum 3:3 Ausgleich. Praktisch im Gegenzug waren die Königsbrunner nur durch ein Foul zu stoppen und der Referee gab Penalty. Der gefoulte Sramek trat an doch unsere Nummer 30 Anian Geratsdorfer im Tor hielt gekonnt den Ausgleich fest. Nun ging es Schlag auf Schlag und 4 Minuten später war dann die erstmalige Führung für unsere Mannschaft fällig. Beppo Frank und wiederum Dusan Frosch der einen herrlichen Querpass auf Max Hüsken legte, drückte den Puck zur 3:4 Führung in die Maschen. Zum Ende des Spiels versuchten die Königsbrunner noch einmal alles und nahmen den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Dies nutze Franz Mangold zum Empty Net Tor und zugleich zum Endstand von 3:5 für den TEV Miesbach. Nach wieder einmal Anfänglichen Problemen, brachte unsere Mannschaft mit Siegeswille die Qualität aufs Eis um dieses Spiel zu gewinnen.
Hier gilt es am morgigen Sonntag anzuschließen, wenn der TEV Miesbach den EHC Waldkraiburg in der Miesbacher Eissporthalle begrüßt. Die „Löwen“ mussten nach drei Jahren Oberliga in der vergangenen Saison wieder den Weg in die Bayernliga antreten. Keine Frage, dass die Löwen um das Trainergespann Sergej und Alexej Piskunov, hochmotiviert sind und wieder zurück in die Erfolgsspur finden wollen. Die Vorbereitungsspiele brachten folgende Ergebnisse: TSV Erding - EHC 3:4 / EHC - TSV Erding 4:3 n. P. / Starbulls Rosenheim - EHC 9:0 / EHC – Starbulls 1:4 und EHC - EV Dingolfing 13:3. Als besonderes Ausrufezeichen wird der 9:3 Sieg gegen unseren TEV gewertet. Großer Rückhalt beim EHC im Tor sind die erfahrenen Kevin Yeingst und Fabian Brink. Im Sturm setzen die Industriestädter auf tschechische Kontingentspieler. Aus Schweinfurt kam Routinier Josef Straka an den Inn und sein Landsmann Tomas Rousek stand in der vergangenen Saison auch in Miesbach kurz auf dem Eis. Der Kapitän Michael Trox gilt ebenfalls als absoluter Leistungsträger. Für seine harten Schüsse von der blauen Linie ist Verteidiger Mathias Jeske bekannt, der vom TSV Erding zu den Löwen kam. Gezielt verstärkt und mit hungrigen Spielern ergänzt, möchte der EHC Waldkraiburg seine Ambitionen untermauern. Zum Saisonauftakt am vergangenen Wochenende konnten die Löwen volle Punktzahl einbuchen. Im Heimspiel gegen den EHF Passau, der ebenfalls zu den heißen Favoriten gezählt wird, behielt man mit 5:4 die Oberhand und beim EA Schongau konnte ein 2:7 Auswärtserfolg gefeiert werden. Zudem besiegten die Löwen am Freitag den TUS Geretsried mit 3:2 und grüßen momentan von der der Tabellenspitze. Ein richtiger Gradmesser für den TEV also. „ Waldkraiburg hat eine gute Mannschaft. Den Eigengewächsen merkt man die drei Jahre Oberliga deutlich an, sie sind gereift. Aber insbesondere daheim wollen wir die drei Punkte hierbehalten,“ berichtet Trainer Peter Kathan. Verzichten muss er verletzungsbedingt auf Stephan Stiebinger und Nico Fissekis.
Spielbeginn in der Miesbacher Eissporthalle ist am Sonntag um 18:00 Uhr.
  
    
EHC Waldkraiburg Löwen
EHC Waldkraiburg kämpft ESC Geretsried nieder
(BYL)  Keine Galavorstellung, sondern puren Kampf durften die Zuschauer in der Waldkraiburger Raiffeisen-Arena heute drei Drittel lang sehen. Um im folgenden Artikel nicht zu sehr alle möglichen Sportphrasen bemühen zu müssen, erledigen wir dies gleich hier: Kampf, Wille, Entschlossenheit und das Quäntchen Glück, dies sind die Faktoren, die das heutige Spiel entschieden haben.
Ein bisschen zu leichtfüßig startete der EHC Waldkraiburg an diesem Abend in die Partei gegen die River Rats aus Geretsried. Ob es an der Tabellenführung lag oder an der überschaubaren Tabellensituation der Geretsrieder Mannschaft lässt sich nicht sagen, jedoch konnte man sich dem Eindruck nicht erwehren, dieses Spiel zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Nicht verwunderlich, dass die River Rats im ersten Drittel ordentlich aufspielten. Zum einen natürlich, weil man auch in Geretsried weiß wie man Eishockey spielt, zum anderen, weil die Löwen die Geretsrieder immer wieder abschließen ließen. Aber auch vor dem gegnerischen Tor scheint es, als hätten die Löwen die Kaltschnäuzigkeit in der Kabine gelassen. So schafft es Lukas Wagner beispielsweise in der zehnten Minute nicht, den freiliegenden Puck über die Linie zu bringen. Nach knapp 12 gespielten Minuten kam es dann wie es kommen musste, Geretsried ging, nach einem hervorragend abgeschlossenen Konter mit ebenso glänzender Vorbereitung durch Josef Reiter, durch einen Treffer von Florian Strobl in Führung. Dieses Zwischenergebnis markierte auch den Pausenstand.
Wie Trainer Alex Piskunov es auch auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte, wenn man ein solches Spiel anfängt zu locker zu nehmen, dann kommt man nur schwer aus diesem Denken wieder raus. Ähnlich gestalteten sich auch große Teile des zweiten Drittels. Geretsried durfte streckenweise weiterhin zu guten Chancen kommen und selbst kam man nicht am hervorragend haltenden David Albanese auf der Seite der River Rats vorbei. Auch wir haben aber einen hervorragenden Mann zwischen den Pfosten: Kevin Yeingst hielt im zweiten Durchgang alles was er halten musste und beinahe fanden sich die Zuschauer auch schon mit dem torlosen Durchgang ab, bis Nico Vogl, auf Zuspiel von Patrick Zimmermann und Philipp Seifert alleine vor dem Tor auftauchte und abzog. Bezeichnend dabei ist, dass auch an diesem Schuss der Geretsrieder Schlussmann noch dran war, die Scheibe aber unglücklich von seinem Fanghandschuh abprallte und im steilen Bogen in seinem Tor einschlug.
In Durchgang Nummer drei startete die Mannschaft besser in das Spiel und wirkte entschlossener es noch zu gewinnen. So dauerte es gerade mal 3:52 Minuten, bis der Puck zum 2:1 im Netz der River Rats zappelte. Tomas Rousek war es, der einen zuvor bereits geblockten Schuss als Rebound, auf Zuspiel von Josef Straka und Lukas Wagner im Tor unterbrachte. Nicht einmal fünf Minuten später, Waldkraiburg saß gerade in Form von Mathias Jeske eine zweiminütige Strafe ab, da brach Josef Straka bei der Verteidigung des eigenen Tores der Stock. Nachdem er versuchte mit den kümmerlichen Überresten seines Schlägers in der Hand den Puck zumindest noch zu klären, schickte ihn der Schiedsrichter ebenfalls auf die Strafbank, Grund: Unkorrekte Ausrüstung. Diese 5-zu-3-Überzahl nutzten die River Rats um einen Schuss, den Kevin Yeingst nicht gänzlich unter Kontrolle bringen konnte, im Nachschuss zum Ausgleich einzuschieben. In der 55. Minute dann dieser eine spitzbübische Moment der das Spiel letztlich entscheidet. Lukas Wagner schafft es im Drittel der Geretsrieder Mannschaft die Scheibe zu erobern. Was folgt ist ein schneller Pass auf den heranstürmenden Nico Vogl, der das Spielgerät fachgerecht im Tor platziert. Gäbe es die Möglichkeit, ginge dieses Tor zu gleichen Teilen an Lukas Wagner wie an Nico Vogl. Letzterer wusste auch genau bei wem er sich bedanken muss.
Waldkraiburg gewinnt also dieses kampfbetonte Spiel gegen eine starke Geretsrieder Mannschaft mit 3:2 und erhielt vielleicht zum richtigen Zeitpunkt eine wichtige Lektion: Kein Gegner ist in der Bayernliga ein leichter Gegner. Die „Men oft he Match“ wurden, absolut zu Recht, die beiden Torhüter David Albanese und Kevin Yeingst.
  
    
EV Pfronten
Erwartete Niederlage für die Falcons
(BLL)  Am Ende hieß es am Freitag Abend 0:6 (0:1/0:1/0:4) aus Sicht der Falcons und somit ging der Sieg, wie zu erwarten war an den Favoriten aus Kempten. Doch auch wenn es angesichts der doch deutlichen Niederlage ein wenig befremdlich klingen mag, so zeigten die Pfrontener eine gute Leistung und konnten die Begegnung auch begünstigt durch viele Strafzeiten der Gäste, zwei Drittel lang offen halten. Ein Treffer gelang den Hausherren trotz vieler guter Möglichkeiten in dieser Phase allerdings nicht, Kemptens Torhüter Danny Schubert gelang es mit sehenswerten Paraden seinen Kasten sauber zu halten. Bis zur zweiten Pause gelang den Sharks relativ wenig, die Führung fiel bezeichnenderweise erst durch eine Überzahlsituation in der 10. Minute durch Neuzugang Markus Vaitl (Matejka/Oppenberger). Im zweiten Drittel ein ähnliches Bild, die Gäste agierten, bedingt durch viele Strafzeiten meist in Unterzahl, die Pfronten jedoch nicht zu nutzen wusste. Somit dauerte es bis zur 30. Minute, als Kemptens Rückkehrer Adrian Kastel-Dahl (Oppenberger) erneut in Überzahl den zweiten Treffer für die Illerstädter erzielen konnte. Als sich die Hausherren im Abschlussdrittel nun wiederrum des Öfteren auf der Strafbank wiederfanden, fielen die weiteren Treffer der Gäste, zunächst traf erneut Adrian Kastel-Dahl auf Zuspiel von Patrick Weigant und Ron Newhook in der 52. Minute zur Vorentscheidung, ehe im Anschluss Nicolas Oppenberger (Vaitl), Michel Maaßen (Kastel-Dahl/Magg) und Markus Vaitl (Oppenberger/Kastel-Dahl) in den letzten 136 Sekunden der Begegnung das Ergebnis von 0:3 auf 0:6 schraubten. Erwähnenswert ist an dieser Stelle sicherlich, dass auch diese Treffer ebenfalls alle in Überzahl erzielt worden sind. Am Ende stand fest, dass die Neuzugänge der Sharks, sollte man auch Rückkehrer Adrian Kastel-Dahl hinzuzählen, insgesamt fünf der sechs Treffer der Sharks erzielten. Eine Tatsache, für die man zum einen den Kemptenern für ihre gelungene Einkaufspolitik fast schon geneigt ist zu gratulieren, die jedoch auch auf der anderen Seite zeigt, dass Erfolg zumindest sofern einem die dafür benötigten Mittel zur Verfügung stehen, planbar scheint. Für die Pfrontener, die sich nach ihren Möglichkeiten trotz der Niederlage achtbar aus der Affäre zogen, heißt es nun diese Niederlage abzuhaken und sich auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren. Das sah am Ende auch Pfrontens Trainer Gerhard Koziol so, der seiner Mannschaft, allen voran Torhüter Fabian Mölle ein starke Leistung bescheinigte, auf die es aufzubauen gilt. Für die Kemptener bleibt zu wünschen, dass sich ihr Aufstiegsziel am Ende der Saison erfüllt.
  
   
Regionalliga Südwest
    
EC Eisbären Eppelheim
Eisbären erobern Tabellenführung
(RLSW)  Durch den 5:2-Derbysieg über die Mad Dogs sind die Eisbären mindestens über Nacht neuer Tabellenführer. Doch erst spät konnten sich die Eisbären den Sieg sichern, für den Marco Haas, Cedric Striepeke, Lukas Sawicki, Marcus Semlow und Aiden Wagner die Treffer beisteuerten.
Mit Neuzugang Viktor Lust im Tor, der erst kurzfristig vom MERC per Doppellizenz spielberechtigt wurde, begann der ECE äußerst unkonzentriert und fehleranfällig, so dass der verletzte Marcel Kappes viel Arbeit auf seinen Vertreter zukommen sah, der seinen Kasten jedoch lange sauber halten konnte. Der ECE im ersten Drittel nahezu chancenlos, während die Mannheimer vermehrt zu Chancen kamen und so auch völlig verdient drei Minuten vor Drittelende in Führung gingen, die durchaus hätte noch höher ausfallen können.
Die Kabinenpredigt von Coach Kraiss hatte seine Wirkung offensichtlich nicht verfehlt, denn die Eisbären waren im zweiten Abschnitt wie ausgewechselt. Folgerichtig der frühe Ausgleich (25.) durch Haas, der mustergültig vor dem Tor bedient wurde. Der Druck der Eisbären verfehlte seine Wirkung nicht, die Mad Dogs fanden nun deutlich weniger statt und fanden sich ein ums andere Mal auf der Strafbank wieder, doch der ECE konnte seine Überlegenheit nun nicht zu weiteren Treffern nutzen.
Dank des knappen Spielstandes mussten beide Teams im Schlussabschnitt nochmal Gas geben und ein offener Schlagabtausch entstand. Nach überstandener Unterzahl dann der erste Führungstreffer (47.) durch Striepeke, die Sawicki nur 37 Sekunden später ausbauen konnte. Eine Auszeit brachte die Mad Dogs jedoch wieder auf Kurs und ein schneller Konter führte zum erneuten Anschlusstreffer (50.). Erinnerungen aus der Vorwoche wurden wach, doch der ECE schwamm nur kurz und machte dann durch Semlow (55.) alles klar. Als die Gastgeber kurz vor Schluss alles auf eine Karte setzen, gelang 2 Sekunden vor Schluss Wagner noch der Empty-Net treffer zum 5:2-Endstand.
Durch die Leistungssteigerung nach dem ersten Drittel geht der Sieg alles in allem zwar in Ordnung, doch hätten sich die Eisbären nicht beschweren dürfen, wenn hier und heute nicht die volle Punktebeute hätte eingefahren werden können. Nun gilt es das Spiel schnell abzuhaken und konzentriert in die Vorbereitung auf das kommende Wochenende zu gehen, wenn Vizemeister Zweibrücken zu Gast im Icehouse ist.
  
    
EHC Zweibrücken Hornets
Heimspiel gegen den Tabellenführer EV Ravensburg zu Gast in Zweibrücken
(RLSW)  Am morgigen Sonntag gibt der bisherige Tabellenführer (nach dem 2. Spieltag) seine Visitenkarte in der Peter Cunningham Memorial Arena ab. Mit zwei Siegen gegen die Mannschaften aus Mannheim (4:1) und Eppelheim (5:4 n.P.) sind die Towerstädter sehr gut in die Saison gestartet.
Gerade der Sieg gegen die Eisbären Eppelheim, hat der jungen Ravensburger Truppe, die fast nur aus einheimischen Spielern besteht, Auftrieb gegeben. Neun Minuten vor Ende der Partie, führten die Eisbären noch mit 4:2. Doch der Mannschaft von Trainer Martin Masak gelang noch der Ausgleich und im Penaltyschießen der Sieg.
Die Mannschaft aus Oberschwaben hat sich zur vorherigen Saison nicht viel verändert.
Neu zum EVR gekommen sind vom EV Lindau, aus der Oberliga, Verteidiger Martin Wenter und Allrounder Adrian Kirsch. Von den eigenen Junioren sind Daniel Achberger und Felix Ertl ins Team aufgerückt. Nicht einsetzen kann der EVR seinen schwer verunglückten Stürmer Maximilian Lenuweit.
Die letztjährigen Topscorer sind der Mannschaft ebenfalls treu geblieben. Steffen Kirsch, Johann Katjuschenko, Andre Martine und Simon Heckenberger haben zusammen über 127 Scorerpunkte erzielt. Auf diese Spieler muss die Verteidigung der Hornets also besonders aufpassen.
Nach der unglücklichen Penalty Niederlage in Stuttgart, sieht es im Kader der Hornets wieder besser aus.
Bis auf Calvin Engel, Marcel Ehrhardt und Sebastian Trenholm hat Hornets Coach Terry Trenholm den kompletten Kader zur Verfügung. Besonders heiß ist Neuzugang Claudio Schreyer, der nach seiner Sperre aus dem Heimspiel gegen Heilbronn wieder einsatzbereit ist und dabei helfen will die nächsten drei Punkte einzufahren, gerade vor heimischem Publikum.
Bereits gestern endete die Partie Heilbronner EC – ESC Hügelsheim 5:2. Heute spielen um 19.45 die Maddogs Mannheim – EC Eppelheim. Am Sonntag findet noch die Begegnung Bietigheim – Stuttgart statt.
Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel und ein interessantes Eishockey Wochenende.
  
    
Regionalliga West
   
EG Diez-Limburg
Kevin Lavallee schießt Rockets zum Derbysieg in Neuwied
(RLW)  Die Rockets bleiben in der Regionalliga West das Maß aller Dinge: Die EG Diez-Limburg gewinnt vor der Saison-Rekordkulisse von 1247 Zuschauern das Derby beim EHC Neuwied verdient mit 4:2 (1:1, 2:0, 1:1). Es war der vierte Sieg im vierten Spiel für die Mannschaft von EGDL-Trainer Frank Petrozza, die damit das Spitzenspiel der bisher ungeschlagenen Teams für sich entschied.
1247 Zuschauer. Schnell und intensiv. Hart, aber nie unfair. Stimmungsvoll und packend. Das erste Derby der noch jungen Saison hatte all das zu bieten, was man sich von einem Eishockeyspiel wünscht. Und wenn man mit der EG Diez-Limburg fiebert, dann hatte die Partie sogar das richtige Ergebnis parat. Dabei hatte der Abend nicht so begonnen, wie sich Frank Petrozza das vorgestellt hatte.
„Wir müssen die ersten zehn Minuten überstehen“, hatte der Trainer gefordert. Das sollte nicht gelingen, weil Bären-Kapitän Stephan Fröhlich schon nach 37 Sekunden seine Mannschaft in Führung schoss. Vor dieser Kulisse natürlich der „Worst Case“ für die Raketen, denen es jedoch gelang, den Sturmlauf schnell in den Griff zu bekommen. Ausgerechnet in Unterzahl besorgte Routinier Kevin Lavallee den wichtigen Ausgleich (10.). Der Rockets-Kapitän sollte dem Spiel noch deutlich seinen Stempel aufdrücken.
Und er begann damit gleich zu Beginn des zweiten Drittels, denn der Blitzstart ging dieses Mal auf das Konto der Gäste: Nach 38 Sekunden brachte Lavallee seine Mannschaft erstmals in Führung (21.). Und nach 30 Minuten legte er mit seinem zweiten Unterzahltreffer auch noch das 3:1 nach. „Das war für mich der erste von zwei Knackpunkten im Spiel zu unseren Gunsten“, sagte Petrozza. „Beide Teams hatten gute Chancen. Macht Neuwied da den Ausgleich, sieht das Spiel schon wieder anders aus.“
Auffällig war ohnehin das starke Unterzahlspiel der Raketen, die gleich sieben Situationen - eine davon phasenweise in doppelter Unterzahl - schadlos überstanden. Dem stand jedoch auch Neuwied in nichts nach, die Bären hielten die Rockets bei fünf Powerplay-Situationen - davon ebenfalls einmal mit zwei Mann weniger auf dem Eis - ebenfalls erfolgreich vom eigenen Tor fern. So ging es mit einer 3:1-Führung in das letzte Drittel.
Und das Spiel blieb seiner Linie der schnellen Tore treu: 19 Sekunden nach Wiederbeginn hatte der Ex-Diezer Jeff Smith zum 2:3-Anschluss getroffen (41.). Die Antwort der Rockets? Nur 21 Sekunden später stellte Tobias Schwab mit seinem 4:2 den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (41.). „Das war dann der zweite und entscheidende Knackpunkt“, sagte Petrozza, dessen Team fortan besonders in der Defensive eine ganz starke Leistung zeigte und sich zudem auf den erneut extrem gut aufgelegten Keeper Jan Guryca verlassen konnte.
„Insgesamt ein tolles Spiel und eine klasse Stimmung auf der Tribüne von beiden Fanlagern“, zeigte sich Petrozza vom Derby begeistert. „Wir haben heute gegen eine Topmannschaft der Liga gespielt und eine sehr gute Leistung gezeigt. Das zweite Drittel haben wir über weite Strecken dominiert, da müssen wir eigentlich deutlicher führen. Aber wir haben immer weiter gekämpft und am Ende verdient gewonnen. Einen großen Dank auch an unsere Fans, die uns super unterstützt haben.“
  
    
Dinslakener EC Kobras
Der erste Sieg ist eingefahren
(RLW)  Für die Dinslakener Kobras gab’s im dritten Spiel den ersten Dreier, denn der Neusser EV konnte am gestrigen Abend mit 3:2 bezwungen werden. Dabei wird man den Sieg im Nachhinein sicherlich als Arbeitssieg einstufen müssen. In der Tabelle verbesserte man sich damit auf Rang 4.
Beide Mannschaften waren zwar gewillt ein gutes Spiel abzuliefern, doch auf keiner Seite war eine Dominanz zu erkennen. Auch spielerisch hatte die Begegnung beidseitig noch reichlich Potential nach oben, sodass die Partie bis 10 Minuten vor dem Ende arm an Höhepunkten war. Und sollte doch einmal ein Schuss in Richtung Torlinie gegangen sein, waren die Schlussleute Passmann für Neuss und Eckardt für Dinslaken jeweils zur Stelle.
So plätscherte die Begegnung bis zur 50. Minute dahin. Was ihr fehlte war ein Treffer, denn beide Teams schienen unbedingt den ersten großen Fehler vermeiden zu wollen.
Dieser sollte dann aber bei 49:46 zum ersten Treffer führen und zum „Dosenöffner“ für den weiteren Verlauf der Begegnung werden. Nach einem Bullygewinn im Dinslakener Verteidigungsdrittel sorgten 2 kleine Pässe für freie Bahn für den am linken Pfosten völlig freistehenden Maximilian Bleyer, der wenig Mühe hatte, das Spielgerät an Lucas Eckardt vorbei zum 0:1 einzuschieben.
Nun waren die Kobras am Zug und deren erste Reihe übernahm jetzt Verantwortung. Denn knapp 5 Minuten später ließ Philipp Heffler nach Zuspiel von Martin Beneš und Jesse Parker Ken Passmann im Tor des NEV keine Chance.
Glücklicherweise schalteten die Dinslakener jetzt nicht wieder in den „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ – Modus zurück, sondern wollten nun den nächsten Treffer nachlegen. Dies gelang dann Jerome Baum mit einem abgefälschten Schlagschuss bei 58:25 von der blauen Linie. Neuer Spielstand 2:1.
Nur 17 Sekunden später nutzte Jesse Parker einen individuellen Fehler der Neusser Verteidigung und verlud den Gäste – Goalie zum 3:1.
Doch wer glaubte, dass die Partie nun „durch“ sei, musste sich eines Besseren belehren lassen. Scheinbar waren die Hausherren gedanklich schon in der Kabine, denn eine kaum stattgefundene Gegenwehr ermöglichte den Gästen noch den 3:2 – Anschlusstreffer, wiederum durch Maximilian Bleyer. NEV – Coach Benske nahm daraufhin Ken Passmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch weder hüben noch drüben ergaben sich daraus weitere zwingende Torchancen.
Der derzeit verletzte Assistant – Captain Pascal Behlau analysierte die Partie wie folgt: „Es war ein typisches Spiel gegen Neuss. Auch als ich noch für Ratingen spielte, gestalteten sich diese Begegnungen genau in dieser Art und Weise. Man fühlt sich überlegen, Neuss stellt sich hinten rein und lauert auf Konter. Trotzdem haben wir phasenweise nicht gut gespielt, Pucks zu leicht hergeschenkt, unsere Chancen vor dem gegnerischen Tor nicht konsequent genutzt. Damit war es nahezu folgerichtig, dass wir zunächst in Rückstand gerieten. Aber wir haben Moral bewiesen, haben nicht nur ausgeglichen, sondern sogar das 2:1 geschossen. Das 3:1 war ein individueller Fehler von Neuss, den Jesse super ausgenutzt hat. Trotzdem müssen wir uns am Sonntag deutlich steigern. Dass wir das können, hat man vor allem bei der Partie gegen Herford gesehen. Da hatten wir meiner Meinung nach eigentlich alle 3 Punkte verdient“.
Die Vergangenheit gezeigt, dass den Kobras die Außenseiterrolle deutlich besser steht. Das macht Mut für morgen.
  
    
EHC Neuwied Bären
Nuancen entscheiden das Derby
(RLW)  Das Über- beziehungsweise Unterzahlspiel hat das erste von wahrscheinlich mindestens sechs Derbys in der Eishockey-Regionalliga West zwischen dem EHC „Die Bären“ 2016 und der EG Diez-Limburg entschieden. Diesmal aber nicht in klassischer, sondern in untypischer Art und Weise, denn zwei Tore erzielten die Gäste bei ihrem 4:2-Sieg in Unterzahl, als sie die Neuwieder auskonterten. „95 Prozent haben wir heute richtig gemacht“, zeigte sich Bären-Trainer Carsten Billigmann vor der bisherigen ligaweiten Saisonrekordkulisse von 1247 Zuschauern im Icehouse nicht unzufrieden. Aber die fünf Prozent, die er zu bemängeln hatte, führten schließlich doch zur ersten Saisonniederlage. Die Rückwärtsbewegung in den Powerplaysituationen zählte genauso dazu wie der kurze Black-out nach dem 2:3-Anschlusstreffer, den die EGDL postwendend bestrafte. „Nuancen machten heute den Unterschied“, so Billigmann. EGDL-Trainer Frank Petrozza nannte konkret zwei Situationen: „Unser 3:1 und das 4:2 waren die Schlüsselsituationen zum Sieg in einem von beiden Seiten guten, intensiven Spiel.“
Das traditionell umkämpfte und wohltuend fair geführte Derby war das Spiel der „Frühaufsteher“. In allen drei Abschnitten dauerte es keine Minute bis zum ersten Treffer. Im dritten Drittel fielen in den ersten 60 Sekunden sogar zwei Tore. Kapitel eins: Neuwied setzt sich nach dem Eröffnungsbully mit seiner ersten Reihe in der EGDL-Zone fest und Kapitän Stephan Fröhlich lässt die Bärenhöhle beben. Gespielt: 37 Sekunden. „Wir haben stark angefangen, sind dann aber teilweise etwas unkonzentriert geworden“, so der Neuwieder Coach. Eine 3:5-Situation überstanden die Gastgeber noch, aber gerade als sie sich mit einem Mann mehr auf dem Eis Hoffnungen machten, vielleicht draufsatteln zu können, jubelten die Raketen. Kevin Lavallee, in der Saison 2018/19 noch Leistungsträger bei DEL2-Ligist Heilbronn, glich aus (11.). „Wir hätten das zweite und dritte Tor nachlegen können“, bezog sich Petrozza unter anderem auf eine Möglichkeit von Pierre Wex, die Neuwieds Schlussmann Justin Schrörs mit der Fanghand vereitelte (12.). „Diez-Limburg hätte das eine oder andere Tor mehr erzielen können, was Justin stark verhinderte, aber auch wir ließen viele Möglichkeiten aus“, fehlte Billigmann die Kaltschnäuzigkeit, die der abgezockte Lavallee nach seinem Ausgleich noch zwei weitere Male unter Beweis stellte. Blitzstart Nummer zwei: Die Gäste eröffnen den Mittelabschnitt über die linke Seite, und Lavallee markiert aus spitzem Winkel das 1:2. Gespielt diesmal: 38 Sekunden. Ein Tor, das zumindest umstritten war. Die Neuwieder sahen das Gehäuse vor dem Einschlag des Pucks im Netz aus der Verankerung geschoben. Blitzsauber hingegen das 1:3. Ross John Reed und Kevin Lavallee nutzten einen Zwei-gegen-eins-Konter in EGDL-Unterzahl (30.). Der Hattrick des Deutsch-Kanadiers stellte die Weichen.
37 Sekunden im ersten, 38 Sekunden im zweiten Drittel – da konnte Jeff Smith nur lachen. 19 Sekunden brauchte der US-Amerikaner im Schlussabschnitt für den Anschluss. Neuwied hoffte, durfte das allerdings nicht lange, denn nur 21 Sekunden später stellte Tobias Schwab den alten Abstand wieder her. Gegen diesen kämpfte die Heimmannschaft an. Sie übernahm bis zum Ende die Initiative, aber das letzte Fortune fehlte den Bären vor dem Tor von Jan Guryca. Auch in Überzahl, auch bei sechs gegen vier, als Justin Schrörs in den letzten knapp zwei Minuten einem weiteren Feldspieler Platz machte.
„Glückwünsch an die EGDL zum Sieg“, gratulierte Carsten Billigmann dem Gegner, verließ das Icehouse am späten Freitagabend aber trotzdem mit erhobenem Haupt: „Wir können stolz auf das sein, was wir heute gezeigt haben. Die Saison ist noch früh, und wir sind und sicher, dass wir die Kleinigkeiten, die heute das Spiel entschieden haben, noch abstellen können.“ Begeistert sein Kollege Frank Petrozza. Wegen der drei Punkte, aber auch wegen der Atmosphäre in Neuwied: „Ich habe lange nicht mehr so eine Stimmung erlebt“, zückte der EGDL-Coach den Hut vor den Zuschauern. Die werden noch reichlich Derby-Nachschlag in dieser Saison bekommen. Drei weitere Duelle auf jeden Fall in der Hauptrunde, noch einmal höchstwahrscheinlich zwei obendrauf in der Zwischenrunde, und so wie beide Teams am Freitagabend auftraten gut und gerne auch zu einem weit vorangeschrittenen Zeitpunkt in den Play-offs.
  
    
Ratinger Ice Aliens
Deutliche Niederlage und zwei Spieler verloren
(RLW)  Eine in dieser Höhe nicht erwartete Niederlage kassierten die Aliens bei den bisher punktlosen Hammer Eisbären. Dabei hielten sich die Gäste über lange Strecken an den Matchplan von Trainer Sven Gotzsch, der den erkrankten Andrej Fuchs vertrat, und bereiteten den Gastgebern etliche Probleme. Dann verloren sie ihre spielerische Linie, Thomas Dreischer und Tim Brazda erhielten nach Boxeinlagen jeweils Spieldauerstrafen und die Eisbären nutzten die numerische Überlegenheit aus.
Die Aliens begannen das Spiel hoch konzentriert und beschäftigten die Eisbären in deren Drittel. Als Tim Brazda noch zwei Sekunden auf der Strafbank saß, nutzte Scharfenort ein schönes Zuspiel von Zeitler zur überraschenden Führung. Leider trafen die Eisbären schon mit dem nächsten Angriff, als Zerbe einen Schlagschuss passieren lassen musste. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause und eigentlich konnten die Hammer Spieler mit diesem Spielstand sehr zufrieden sein.
Wie schnell ein Eishockey Spiel kippen kann, machte die 32. Spielminute deutlich. Da gelang den Eisbären während einer Strafzeit von Scharfenort die Führung. Von diesem Moment an übernahmen die Gastgeber die Regie und fanden zu ihrem druckvollen Angriffsspiel mit hohem Tempo und vielen Schüssen auf das Tor von Zerbe, der sich mehrfach auszeichnen konnte. Als es in die zweite Pause ging, waren die Aliens mit dem knappen Rückstand gut bedient.
Auch zu Beginn des letzten Abschnitts dominierten die Eisbären und der Ratinger Torhüter Zerbe konnte sich mehrfach auszeichnen. Immer tiefer wurden die Aliens in ihr Drittel gedrückt und die Entscheidung schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Umso überraschender der Ausgleich für die Aliens, als Tim Brazda einen Schuss von Kessinger abfälschen konnte. Dumm für die Gäste, dass Hamm postwendend nach einem Konter die erneute Führung erzielte. Das Spiel wurde nun immer hitziger, Diskussionen der Spieler mit dem Schiedsrichter gab es bei fast jeder Entscheidung. Eine weitere Strafzeit gegen Migas nutzten die Eisbären zur Vorentscheidung. Und als kurz danach ein weiterer Treffer der Hausherren fiel, gab es die erste „Entladung“ – Thomas Dreischer kassierte für seine Rauferei mit Weißleder eine Spieldauerstrafe. Sein Gegenüber erhielt dabei lediglich zwei Minuten. Und als kurz darauf Tobias Brazda einen Check an der Bande erhielt, meinte sein Bruder Tim, dieses Vergehen persönlich bestrafen zu müssen. Eine weitere einseitige Spieldauerstrafe folgte seiner Aktion, der Spieler der Eisbären erhielt lediglich eine 10 Minuten Strafe. Die Gastgeber nutzten nun diese doppelte Überlegenheit eiskalt aus und schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Zum Schluss konnten die Aliens froh sein, dass es nur bei einer 2:7 Niederlage blieb.
  
   
Regionalliga Nord
    
Salzgitter Icefighters
Ligauftakt am Sonntag - Weserstars bringen NHL-Flair mit
(RLN)  Am morgigen Sonntag um 18 Uhr ist es so weit. Die TAG Salzgitter Icefighters starten, genau wie im Vorjahr, gegen die Weserstars Bremen in die neue Spielzeit. Nach einer schwachen Saison möchte der dreifache Nordmeister wieder angreifen und hat sich verstärkt – mit dabei: Der Sohn eines Stanley Cup-Siegers!
Es war ein Traumstart in die vergangene Spielzeit. Mit einem 3:2 setzten sich die Stahlstädter am ersten Spieltag des vergangenen Jahres gegen den damaligen Titelverteidiger durch und erklommen sofort die Tabellenspitze. Für die Bremer sollte es eine schwere Saison werden. Das Team des Sportlichen Leiters Andreas Niwiera verpasste am Ende der Hauptrunde mit Platz fünf die Playoffs und möchte in dieser Spielzeit wieder angreifen. Dafür hat man sich an der Weser verstärkt. Neben Konstantin Ljuboratets und Anton Gluchich vom EC Nordhorn, holte man den Letten Silvestrs Selickis, der schon in diversen europäischen Ländern auf Puckjagd ging. Eine besondere Verstärkung könnte Chase Hatcher sein, zumindest bringt dieser NHL-Flair mit. Der US-Stürmer ist Sohn des Ex-NHL-Stars Derian Hatcher, der 1999 mit den Dallas Stars den Stanley Cup gewann. Für den 25-jährigen ist es der erste Auftritt in einer europäischen Liga. Gegen Salzgitter erwartet Niwiera ein Spiel auf Augenhöhe: "Morgen erwarte ich ein enges Spiel. Beide Teams kommen direkt aus den letzten Saisonvorbereitungen. Salzgitter hat sich qualitativ verbessert. Ähnlich wie bei uns, blieb ein Groß der Spieler und es wurden punktuelle Transfers getätigt."
Demnach geht Vits Mannschaft mit dem gehörigen Respekt auf das Eis. Der Ex-DEL-Spieler weiß, dass es keine Geschenke geben wird: "Bremen hatte in der vergangenen Saison sehr viel Verletzungspech. Diese Spieler sind nun zurück und die Weserstars haben sich auch die eine oder andere Verstärkung geholt. Es wird wieder auf eine konzentrierte Abwehrarbeit und Effektivität im Abschluß ankommen." Besonders in der Defensive müssen die Icefighters wachsam sein, denn in diesem Punkt sieht Salzgitters Cheftrainer noch etwas Nachholbedarf bei seinem Team.
Personell sieht es sehr gut aus. "Uns stehen achtzehn Spieler zur Verfügung und wir können somit aus dem vollen schöpfen. Wir freuen uns auf das erste Heimspiel und auf unsere Fans in der neuen Saison", so der Übungsleiter.
Nachdem der Adendorfer EC aufgrund von Hallenproblemen erst verspätet in die Saison starten kann und sich auch mit finanziellen Problemen konfrontiert sieht, startet die Salzgitteraner Fanszene im Rahmen des Spiels einen wohltätige Aktion. Dabei wird ein Spielertrikot versteigert, darüberhinaus wird eine Spendendose herum gegeben. Stark!
  
   
Regionalliga Ost / Landesliga Sachsen
    
FASS Berlin
Überzeugender Sieg gegen Niesky
(RLO)  Es gibt nicht viel zu meckern über die Leistung, die das Team von FASS Berlin beim 5:1 (2:1, 2:0, 1:0) gegen Tornado Niesky abgeliefert hat. Headcoach Oliver Miethke zeigte sich in der Pressekonferenz noch etwas unzufrieden mit der Chancenverwertung, aber das unterstrich nur den überzeugenden Sieg gegen eine der Spitzenmannschaften der Regionalliga Ost.
Schon seit Beginn der Vorbereitung ist FASS durch Verletzungen und Krankheit in der Verteidigung gebeutelt. Das war auch gegen Niesky wieder so, als sich in den 24 Stunden vor Spielbeginn nacheinander Joe Timm, Fabian Wagner und Hannes Ulitschka abmeldeten. So lief Marvin Miethke erstmals in seiner FASS-Karriere als Defender auf – und machte seine Sache ausgezeichnet. Die Abwehr stand insgesamt über 60 Minuten gut, was auch an der disziplinierten Defensivarbeit der Angreifer lag. Und wenn die schnellen Nieskyer Angreifer doch einmal durchkamen, war fast immer Endstation beim gut aufgelegten Keeper Patrick Hoffmann.
Zu Beginn zeigte sich insbesondere der erste Angriffsblock in Spiellaune. Tom Fiedler (7.) und Nico Jentzsch (19.) trafen nach schnellen Kombinationen zur Pausenführung. Zwischenzeitlich hatte Riedel in Überzahl den Nieskyer Ausgleich markiert (15.).
Das zweite Drittel stuften die meisten Besucher als den bisher besten Abschnitt der noch jungen Saison ein. Patrick Czajka (32.) und Luis Noack (36.) schraubten das Resultat auf 4:1 und sorgten für einen beruhigenden Zwischenstand. Als der starke Dennis Merk den Nieskyer Torhüter Handrick verlud und zum 5:1 einschob (43.), war die Begegnung gelaufen. Insbesondere in den Schlussminuten schonten die Weddinger “Körner” für den schweren Gang am Sonntag Nachmittag in den Wellblechpalast, wo ausgeruhte Eisbären Juniors um 16:00 Uhr warten.
FASS hat jetzt sechs Punkte aus drei Spielen geholt und liegt auf Rang drei. Niesky bleibt nach zwei Spielen punktlos auf Rang acht. Allerdings hob Trainer Schwabe in der Pressekonferenz hervor, dass Tornado erst ab der kommenden Woche im heimischen Stadion trainieren kann. Bestimmt werden die Lausitzer rasch ihre Form finden und zur Ligaspitze aufschließen.
  
    
FASS Berlin 1d
Zur Premiere gut verkauft
(LLS)  Es war das erste Spiel der U20 von FASS Berlin in der neuen Landesliga Sachsen und trotz einer 3:15-Niederlage (1:5/2:2/0:7) lieferte das Team eine gute Leistung ab.
Der Kader dieser Mannschaft besteht im Moment aus 29 Spielerinnen und Spielern. Neben dem eigentlich für den U20 Spielbetrieb angedachten Kader bringen einige Spieler der Teams aus der Landesliga Berlin ein wenig Erfahrung in das Team.
Mit den Black Panther aus Jonsdorf kam gleich ein Favorit auf den Titel in den Wedding. Zum Auftakt gewannen sie bei den Dresden Devils mit 4:1. Mit 13 Feldspielern und einem Torhüter reiste Jonsdorf an, FASS trat mit 15 Feldspielern und zwei Torhütern an.
Der Start in das Abenteuer Landesliga Sachsen verzögerte sich ein wenig, die rechtzeitig bestellte Sanitätsdienstmitarbeiterin ließ auf sich warten. Dann ging es gleich in Richtung Weddinger Gehäuse und nach 63 Sekunden hatte FASS-Torhüter Maximilian Lorenz den ersten Gegentreffer kassiert. Pieter Kohls war der erste Torschütze dieses Spiels. Die Gäste griffen weiter an, von FASS kamen nur gelegentliche  Angriffe. Die 8. Minute brachte Jonsdorf zwei weitere Treffer, Michal Pesek schraubte das Ergebnis innerhalb von 20 Sekunden auf 0:3. Dann aber gelang den Weddingern der erste Treffer der Saison. Nachsetzen vor dem Tor brachte das 1:3 durch  Baran Fonte Venegas(10.). Es folgte eine gute Phase der Gastgeber, die einige gute Chancen brachte. Ein weiterer Treffer gelang aber nicht. Den machten dafür die Gäste, die die erste Strafe des Spiels ausnutzten. Felix Reinelt zog ab und es stand nach 15 Minuten 1:4. Erneut Felix Reinelt sorgte 106 Sekunden vor der Pause noch für das 1:5.
Jonsdorf griff weiter an, aber auch FASS versteckte sich nicht. Ihnen gelang auch der nächste Treffer der Partie. Kevin Pfennig wurde auf die Reise geschickt und er überwand Jonsdorfs Torhüter Ferry Kohl zum 2:5 (23.). Der Einsatz stimmte bei den Weddingern weiter, dennoch konnten David Völkel (32.) und Dominique Müller (34.) das Ergebnis auf 2:6 schrauben. 38 Sekunden vor der 2. Pause konnte Gerolf Holstein einen Konter zum 3:6 nutzen.
Im letzten Drittel ging Christopher Stewart ins Tor der U20 und er kassierte nach 34 Sekunden das 3:8. Torschütze war Felix Reinelt, der damit seinen dritten Treffer in diesem Spiel erzielte. Zwei Minuten später hatte auch Michal Pesek drei Treffer auf dem Konto. Weitere zwei Minuten später traf Dominique Müller zum 3:10. FASS hatte im letzten Drittel durchaus gute Chancen, nutzte diese im Gegensatz zu Jonsdorf nicht aus. So trafen Michal Pesek (48.), in Überzahl und ebenfalls mit seinem dritten Treffer, Dominique Müller (52), erneut Michal Pesek (57.), Pieter Kohls (58.) und wieder Michal Pesek (60.) für die Gäste zum Endstand von 3:15.
Jonsdorf ging hier verdient als Sieger vom Eis, die Leistung der Weddinger macht aber trotzdem Spaß auf mehr. Sicherlich werden noch Spiele folgen, in denen das Team sich mit Punkten belohnen kann, es müssen dann aber auch die vorhandenen Torchancen besser ausgenutzt werden. Weiter geht es für das Team am 27.10., dann kommt mit den Bombers Bad Muskau der nächste Favorit ins Erika-Hess-Eisstadion.
(Norbert Stramm)
  


 Sonntag 13.Oktober 2019 www.icehockeypage.de 
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