IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, und Spielberichte von Sonntag 5.November 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga West, Landesliga Nordrhein-Westfalen, Verbandsliga Nord und Regionalliga Ost.
Red Bull München (DEL)
Drei Punkte und ein Shutout für die Red Bulls
Das bayerische Derby gegen die Augsburger Panther gewann der EHC Red Bull München mit 3:0 (1:0|1:0 |1:0) und sicherte sich damit das erste Spiel ohne Gegentor in der laufenden Saison. Im mit 6.139 Zuschauern ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion trafen für den amtierenden Deutschen Meister Daryl Boyle, Yannic Seidenberg und Maximilian Kastner.
Die ersten zehn Minuten der Partie waren ausgeglichen und beide Teams kamen zu guten Torchancen. Vor allem Münchens Goalie David Leggio konnte sich häufig auszeichnen. In der 14. Minute schlugen die Red Bulls zu: Daryl Boyle traf gegen sein Ex-Team von der blauen Linie genau neben den Pfosten zum 1:0 und markierte damit sein erstes Saisontor.
Der EHC Red Bull München kontrollierte in der Folge die Partie immer besser und ließ die Gastgeber kaum mehr gefährlich vor das eigene Tor kommen. Als die Augsburger Panther nach knapp der Hälfte der Spielzeit mit einem Mann weniger spielen mussten, nutzte Yannic Seidenberg das Überzahlspiel zum zweiten Treffer für München.
Sehr ähnlich verlief die Begegnung im letzten Abschnitt: München stand hinten sicher und nutzte vorne die wenigen Großchancen eiskalt. Erneut in Überzahl zog Patrick Hager aus dem Bullykreis ab, den Abpraller vom Pfosten traf Maximilian Kastner mit dem Schläger in der Luft und erzielte damit das vorentscheidende 3:0 (50.). Genauso wichtig: Keeper David Leggio sicherte den Red Bulls den ersten Shutout der Saison.
Straubing Tigers (DEL)
Kieferbruch – Steven Zalewski fällt länger aus
Steven Zalewski hat sich vor zwei Tagen im Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven einen Kieferbruch zugezogen. Das Unglück ereignete sich in der Verlängerung, als er einen Schuss von Gästespieler Chris Rumble blocken wollte und dabei den Puck aus nächster Nähe ins Gesicht bekam.
Derzeit befindet sich der 31-jährige in Regensburg bei Spezialisten in Behandlung und wird demnächst operiert. Die Ausfalldauer des Angreifers ist nicht absehbar.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Überzeugende Tigers sichern sich völlig verdient drei wichtige Punkte
Diese, für beide Teams, wichtige Partie hatte keine lange Startphase sondern es ging gleich von Beginn an munter los. Besonders die Hausherren waren sofort engagiert und erspielten sich leichte Vorteile. Erstes Highlight war ein Pfostenschuss von Gerstung den einige Zuschauer sogar im Tor vermuteten aber die Scheibe knallte klar ans Gestänge. Die Oberfranken blieben danach weiter dran und nach gut sechs Minuten traf Gastspieler Tomanek zum perfekten Einstand für ihn, zum 1-0. Zusammen mit dem agilen Drews blieb er in dieser Szene hartnäckig im Spiel und belohnte seine insgesamt technisch versierte und couragierte Vorstellung. Danach bewegten sich beide Mannschaften ziemlich auf Augenhöhe, nur bei den Torchancen behielten die Gastgeber ein leichtes Übergewicht und so ging man mit dem knappen 1-0 zur ersten Pause.
Nach Wiederbeginn legten die Gäste einen Zahn zu und drängten die Wagnerstädter in die Defensive. Der starke Vosvrda und seine Vorderleute bekamen nun mehr zu tun und bei einem schnellen Gegenzug gelang dem energischen Babka auch der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Ausgleich. Die Tigers brauchten einige Minuten um sich davon wieder zu erholen und schafften erst langsam wieder öfters den Vorwärtsgang einzulegen. „Dosenöffner“ war dann die erneute Führung im Powerplay. Gläser schaffte sich mit gutem Positionsspiel Platz im Halbfeld, nachdem die Scheibe flüssig über einige Stationen lief, schoss aus der Drehung und von Kolozvary im Zentrum noch abgefälscht fand der Puck den Weg ins Netz. Das wirkte wie ein „Jungbrunnen“ für Bayreuth, denn nun zog man das Momentum erneut auf seine Seite. Überragendes Highlight dieses Spieles waren die gut zwei Minuten zwischen der 38. Spielminute und der zweiten Pause. Bei 4 gegen 4 spielten sich fast unglaubliche Szenen ab. Gleich mehrere Breakchancen auf beiden Seiten im Sekundentakt mit Prachtparaden beider Torhüter und zum Abschluss dieser turbulenten Aktionen ein „Strahl“ von Sebastian Busch in den “Giebel“ Dieses „offene Visier“ nutzten die Bayreuther effektiver und so ging man mit 3-1 zum zweiten Mal in die Kabine.
Eigentlich erwartete man die Gäste nun nochmals druckvoll, doch den Tigers gelang es die Angriffsversuche schon früh abzufangen und selbst aktiv zu werden. Eine unglückliche Aktion des nicht immer sicher wirkenden Goalies Hanuljak hinter dem eigenen Tor brachte die KGB-Linie in Scheibenbesitz. Wie in besten Tagen wirbelte dieses Trio über Kolozvary und Bartosch in „tic-tac-toe-Manier“ zum sehr spielfreudigen Geigenmüller und der netzte gegen die nun völlig ausmanövrierte Wölfe-Abwehr zum Vorentscheidenden 4-1 ein. Gästecoach Sulak war damit natürlich nicht zufrieden, nahm eine Auszeit um sein Team nochmals aufzurütteln, doch dies fanden diesmal keine Mittel, da auch einige Leistungsträger unter ihren Möglichkeiten blieben. Die Tigers jederzeit souverän und Kapitän Potac setzte mit dem zweiten Überzahltreffer des Abends mit einem fulminanten „onetimer“ den völlig verdienten Schlusspunkt. Defensiv sicher und vorwärts flüssig, buchte man so drei Zähler auf die Habenseite mit einem gelungenen Debüt vom neuen Slowaken Tomanek in einer geschlossen starken Mannschaftsleistung.
Das nächste Tigers-Heimspiel steigt nach der Länderspielpause am Freitag, 17.11. um 20 Uhr gegen den EC Bad Nauheim.
Dresdner Eislöwen (DEL2)
Sonderzug nach Bad Tölz rollt
Gute Nachrichten: Der Eislöwen-Sonderzug 2017 am 30. Dezember rollt! Zum gestrigen Heimspiel der Dresdner Eislöwen gegen die Kassel Huskies konnten ausreichend Mitfahrer gefunden werden, um den Sonderzug fahren zu lassen. Das Organisationsteam nimmt natürlich auch weiterhin Bestellungen entgegen.
Karten für den Zug gibt es in allen bekannten Preisstufen (ab 85,00 € normal bis 150,00 € Liegewagen). Ebenso können noch größere Gruppen zusammenhängend platziert werden. Anmeldungen nehmen im Rahmen der Heimspiele der Dresdner Eislöwen Robert und Lars vom Sonderzug-Organisationsteam in den Drittelpausen am Fanstand zentral hinter der Nordkurve entgegen. Weiterhin ist die Anmeldung online unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und in der Geschäftsstelle der Dresdner Eislöwen möglich.
Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel: "Wir sind stolz und froh verkünden zu können, dass der Sonderzug am 30. Dezember nach Bad Tölz fahren wird. Ein herzlicher Dank geht an alle Mitfahrer und auch das Organisationsteam, ohne das ein solches Projekt nicht zu realisieren wäre."
Ravensburg Towerstars (DEL2)
Towerstars bieten starke Leistung aller Mannschaftsteile
Die Ravensburg Towerstars haben sich für eine geschlossene Teamleistung und attraktives Eishockey mit drei Punkten belohnt. Das Team von Trainer Jiri Ehrenberger bezwang den SC Riessersee mit 5:2.
Die Führung nach sieben Minuten war das Resultat einer druckvollen und konzentrierten Startphase. Vincenz Mayer wurde im Slot freigespielt und der Ravensburger Kapitän hatte alle Zeit der Welt, sich die Ecke auszusuchen. Die Gäste kamen kurz danach in numerischer Überzahl zu einer Druckphase, doch die Towerstars Defensive samt Torhüter Jonas Langmann hielt stand. Marc Schmidpeter erhöhte in der 16. Minute auf 2:0, der druckvolle Angriff rollte zuvor schnörkellos durch die neutrale Zone. Auffallend war auch die stetige Bewegung im Angriffsdrittel, fast 2900 Zuschauer honorierten die Kombinationen immer wieder mit Szenenapplaus.
Im zweiten Spielabschnitt war die Übermacht der Towerstars noch deutlicher. Zwar suchten die Gäste mit höherem Tempo den Weg ins Spiel, doch die Towerstars hatten immer die passende Antwort und wirkten auch gedanklich immer einen Schritt schneller an Mann und Puck. Gleich mehrfach nutzten sie die überraschende Offenheit der Gäste zu weiten Pässen durch die neutrale Zone. In der 27. Minute scheiterte zwar Robin Just an SCR-Keeper Matthias Nemec, nur 17 Sekunden später verwandelte Kollege Daniel Pfaffengut ebenfalls per Allleingang aber eiskalt zum 3:0.
Auch im zweiten Spielabschnitt waren die Towerstars klar die tonangebende Mannschaft. Gänzlich arbeitslos war Torhüter Jonas Langmann freilich nicht, doch mit schönen Kombinationen spielte sich die Begegnung verstärkt in der Zone des SC Riessersee ab. Dass David Zucker nach 34 Minuten auf 4:0 erhöhte, war die logische Konsequenz. Damit waren die Gäste sicherlich noch gut bedient.
Im Schlussdrittel musste der SC Riessersee verständlicherweise kommen, wollte man im Kampf um die Punkte noch mitmischen. Die Towerstars sahen sich verstärktem Druck der Weiß-Blauen gegenüber. Als Kilian Keller in der 49. Minute vor dem Tor die Notbremse ziehen musste, verwandelte Jared Gomes den fälligen Penalty sicher zum 4:1 Anschlusstreffer. Sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit musste David Zucker dann auf die Strafbank und es dauerte nicht allzu lange, ehe Nemec einem weiteren Feldspieler Platz machte. Der Druck war letztlich zu groß und Louke Oakley traf im Slot freistehend zum 4:2.
Es sollte noch einmal spannend werden, denn prompt nahmen die Gäste das Ravensburger Tor aus allen Lagen unter Beschuss. Als nur noch 90 Sekunden auf der Uhr standen, machte Nemec erneut einem zusätzlichen Feldspieler Platz. Brian Roloff konnte mit dem Schuss ins leere Tor eineinhalb Minuten aber alsbald den vielzitierten Fangschuss setzen.
Deggendorfer SC (OLS)
Arbeitssieg gegen den TEV Miesbach
Der Deggendorfer SC bleibt auf heimischen Eis weiterhin ungeschlagen.
Mit 4:3 setzte sich die Sicinski-Truppe am Freitagabend gegen
Aufsteiger Miesbach durch, tat sich dabei allerdings lange schwer.
Von Beginn an versuchten die Deggendorfer Druck auf das von Anian
Geratsdorfer gehütete Tor auszuüben, jedoch scheiterte man ein ums
andere Mal am Miesbacher Keeper, als auch mehrmals am Torgestänge.
Somit ging es mit einem 0:0 in die erste Pause. Und wie es dann so oft
ist im Sport, ist es dann plötzlich der spielerisch unterlegene
Gegner, der in Führung geht. James Hall war es, der in der 27. Minute
nach einem Konter das 0:1 für den TEV markierte. Diesen Weckruf
schienen die Mannen von Trainer John Sicinski jedoch zu brauchen, denn
von nun an bauten sie immer mehr Druck auf. Schließlich war es dann in
der 37. Minute so weit. Ales Jirik packte im Powerplay den Hammer aus
und erzielte den verdienten Ausgleich. Doch damit nicht genug, nun
schien der Bann gebrochen, denn noch vor der zweiten Drittelpause
erhöhte der DSC durch Treffer von Robert Peleikis und Sergej Janzen
gar auf 3:1. Nun schienen die 1156 Zuschauer im Deggendorfer
Eisstadion wieder beruhigt, aufgrund der vermeintlich sicheren
Führung. Doch die Gäste, die letzte Woche die Starbulls Rosenheim
bereits am Rande des Punktverlustes hatten, steckten nicht auf. Durch
Treffer von Tom-Patric Kimmel und Peter Kathan glichen die Miesbacher
im letzten Abschnitt tatsächlich noch einmal aus, sodass auf den
Rängen noch einmal das große Zittern begann. Kurz vor Ende der Partie
war es dann allerdings Andrew Schembri, der seine Mannschaft und auch
die Fans erlöste. Mit seinem Treffer im Powerplay sicherte er dem DSC
den Sieg und die nächsten drei Punkte auf heimischem Eis. Zwar war es
am Ende ein hartes Stück Arbeit gegen den Tabellenletzten, jedoch war
das Ergebnis nicht unverdient. Damit festigen die Deggendorfer den
zweiten Tabellenplatz weiterhin und reisen nun am morgigen Sonntag
nach Waldkraiburg, wo sie auf die heimischen Löwen treffen.
Spielbeginn ist um 17:15 Uhr.
Lindau Islanders (OLS)
Großer Kampf der EV Lindau Islanders wird belohnt
So wollen die Fans ihre EV Lindau Islanders sehen. Mit großem Kampf rangen die ersatzgeschwächten Lindauer den EC Peiting nieder und sicherten sich beim 2:1 (0:1, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen zwei wichtige Punkte.
„Das war vor allem für unser Selbstvertrauen wichtig, vor allem haben wir den Willen gezeigt und den Sieg förmlich erzwungen“, sagte EVL- Vorsitzender Bernd Wucher nach dem packenden Kampfspiel vor 557 Zuschauern. Auch Lindaus Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker, der den Islanders mit seinem Besuch in der Eissportarena einmal mehr Glück brachte, jubelte mit.
Vor allem taten die Lindauer genau das, was eine Mannschaft im Idealfall macht, die auf vier Stammspieler verzichten muss: Zusammenrücken nämlich und sich gegen Niederlagen wehren. Jeff Smith (gesperrt), Zdenek Cech, Miroslav Jenka (angeschlagen) und Marco Miller (krank) standen nicht auf dem Spielberichtsbogen, was Dustin Whitecotton zu einigen Umstellungen zwang, die sich allerdings leistungsfördernd auswirkten. „Wir haben einen großen Kader und immer gesagt, dass wir jeden Spieler brauchen. Heute war so ein Zeitpunkt, wo sich alle beweisen konnten und dies auch getan haben.“
Nicht einmal ein frühes Gegentor warf die Islanders um. Obwohl es wieder einmal bei eigener Unterzahl fiel und die Gäste durch Ty Morris schon die erste Lindauer Strafe nutzten (4.). Zwar war das Team des ehemaligen Lindauer Trainers Sebastian Buchwieser in der Folge weiter feldüberlegen und kam häufiger zum Abschluss, aber EVL- Goalie David Zabolotny zeigte sein bisher bestes Spiel im Islanders Trikot und ließ sich nicht mehr überwinden.
Im zweiten Durchgang fanden die Lindauer dann besser ins Spiel und erspielten sich einige gute Möglichkeiten, von denen Florian Lüsch schon eine der ersten im Drittel nutzte und nach 23 Minuten ausglich. In der Folge war es ein Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem die Islanders die starke Peitinger Offensive weitgehend in Schach hielten, aber auch selbst nicht mehr so häufig zum Abschluss kamen, wie sonst. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass die letzten Spiele ihre Wirkung gezeigt hatten und verlieren mehr oder weniger verboten war.
Chancen, die Partie zu entscheiden, waren für beide Teams in der Schlussphase noch einmal da, wobei ECP- Torjäger Ty Morris die beste hatte, aber an einem grandiosen Reflex Zabolotnys scheiterte. Das gab dem Lindauer Torhüter weiteres Selbstvertrauen, was er auch im Penaltyschießen zeigte. Während der 23jährige nicht zu überwinden war, sorgte Michal Mlynek mit seinem erfolgreichen Schuss für den Siegtreffer und einen ganz wichtigen Erfolg für die Islanders im letzten Heimspiel vor der Deutschland- Cup Pause.
Memmingen Indians (OLS)
Nächster Sieg: Indians gewinnen gegen Waldkraiburg
Der ECDC Memmingen hat auch sein Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg gewinnen können. Vor 1850 Zuschauern setzten sich die Memminger mit 4:1 durch. Die Treffer erzielten Patrik Beck, Daniel Huhn, Gregor Kubail und Petr Haluza.
Blaulichttag am Hühnerberg und die Indians legten los wie die Feuerwehr. Vor rund 400 freiwilligen Helfern verschiedener Hilfsdienste erwischten die Memminger einen starken Start. Das Tor von Korbinian Sertl wurde unter Dauerbeschuss genommen. Bereits früh fiel dann auch die Führung für die Hausherren, als Patrik Beck nach knapp sechs Minuten zum 1:0 einschob. Und die Indians drückten weiter, die Chancen häuften sich, doch nur Daniel Huhn konnte per Schlagschuss in der 7. Minute einen weiteren Treffer erzielen. Anstatt Tor Nummer 3 oder 4 nachzulegen scheiterten die Indians regelmäßig am Gästetorhüter oder ihrer mangelnden Chancenauswertung und so konnte Christoph Hradek sogar noch vor der Pause auf 2:1 verkürzen.
Im Mitteldrittel wurde das Spiel nun ausgeglichener, beide Torhüter bekamen viel zu tun. Florian Neumann, der wiederum Joey Vollmer vertrat, machte im Memminger Gehäuse aber eine tolle Figur. So ging der zweite Abschnitt torlos zu Ende, trotz teils hochwertiger Chancen auf beiden Seiten.
In den letzten zwanzig Minuten musste dann die Entscheidung fallen. Die Indians kamen besser aus der Kabine, verpassten es aber wiederum die Vorentscheidung zu erzielen. Erst in der 56. Minute erlöste Gregor Kubail die Fans, als er Korbinian Sertl im Löwen-Tor keine Chance ließ und das dritte Memminger Tor erzielte. Die Gäste aus Oberbayern nahmen im Anschluss eine Auszeit und ihren Torhüter vom Eis. Dies brachte aber nicht den erhofften Erfolg. Antti Miettinen erkämpfte sich die Scheibe, passte zu Petr Haluza und dieser versenkte den Puck im verwaisten Gästetor.
Mit dem Endstand von 4:1 sicherten sich die Memminger den 8. Tabellenplatz. Am Sonntag geht es zum Traditionsverein aus Landshut, ehe dann im Anschluss eine Woche Länderspielpause ist. Für den Fanbus nach Landshut sind noch ein paar Plätze frei, für die man sich auf der Homepage der Indians anmelden kann.
TEV Miesbach (OLS)
Aufopferungsvoller Kampf wieder nicht belohnt
Mit 4:3 (0:0,3:1,1:2) unterliegt der TEV beim Tabellenzweiten Deggendorfer SC vor 1159 Zuschauern. Mit 14 Feldspielern angetreten hat das Team von Trainer Markus Wieland lange Zeit an der Sensation geschnuppert. Stephan Krumbiegel wurde kurzfristig noch von der 1b hochgezogen, sodass 5 Verteidiger und 9 Stürmer zur Verfügung standen, die im ersten Drittel sehr diszipliniert im eigenen Dritten gearbeitet haben und wenig Schüsse aus dem Slot zugelassen haben. Kam doch mal ein Schuss durch wurde er zur sicheren Beute des stark haltenden Anian Geratsdorfer. So ging es mit 0:0 in die Drittelpause. Im 2. Drittel das gleiche Bild, Deggendorf entwickelte viel Druck, doch es war Hall, der auf Zuspiel von Kimmel und Fissekis den TEV in Führung brachte. Diese hielt bis zur 36. Minute als Jirik in Überzahl nach strittiger Schiedsrichterentdcheidung das 1:1 erzielte. Mit 2 Schüssen von der blauen Linie, durch Peleikis und Jansen S. zum 3:1 drehte Deggendorf innerhalb von 150 Sekunden das Spiel. Niemand im Stadion hätte in der 2. Drittelpause noch auf den TEV gewettet. Doch es folgte das beste Drittel der Saison. Kimmel nach schönen Zuspiel von Hall und Fissekis, sowie Kathan nach Vorarbeit von Reiter und Feuerreiter Felix glichen aus und Deggendorf schien müder als die wackeren Mannen in Rot-Weiß. Allerdings traf ausgerechnet der Ex-Miesbacher Schembri mit einem Kreuzeckschuss aus spitzen Winkel in Überzahl zum 4:3 für die Hausherren. Davon unbeeindruckt mobilisierte der TEV nochmal die letzten Kräfte und hatte die letzten beide Minuten noch 4 gute Einschussmöglichkeiten, darunter eine vor dem leeren Tor frei liegende Scheibe, die nicht über die Linie gedrückt werden konnte. So gab es wieder nur Lob von Gästetrainer John Sicinski für den aufopferungsvoll kämpfenden Außenseiter, die laut Sicinski allein aufgrund des letzten Drittel mehr verdient hätte. Diesen Schwung gilt es mitzunehmen und nochmal alle Kräfte zu bündeln um sich mit Punkten im Heimspiel gegen Sonthofen in die Deutschland-Cup-Pause zu verabschieden.
Eisbären Regensburg (OLS)
Eisbären holen den Derbysieg in Weiden
Die Eisbären Regensburg konnten am Freitagabend das erste Oberpfalz-Derby der Saison bei den Blue Devils Weiden mit 4:1 (0:0, 1:1, 3:0) gewinnen.
Peppi Heiß musste im Duell gegen den Rivalen aus der nördlichen Oberpfalz auf die verletzten Leopold Tausch und Lukas Heger verzichten. Zudem stand Alexander Eckl krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Für Lukas Heger rückte Franz Mangold in die zweite Angriffsformation. Außerdem spielten die Verteidiger Xaver Tippmann sowie Philipp Vogel wieder in der Offensive. Wieder mit an Bord war der zuletzt gesperrte Top-Torjäger Arnoldas Bosas. Im Tor startete Peter Holmgren.
In einem torlosen ersten Drittel hatten die Gastgeber aus Weiden bereits nach wenigen Sekunden in Überzahl die Chance einen Treffer zu erzielen, allerdings zeigten die Eisbären ein starkes Penaltykilling und ließen nicht viel zu. Auch nach der überstandenen Strafzeit waren die Blue Devils zunächst druckvoller. Matt Abercombie scheiterte in der 5. Spielminute an Eisbären-Torsteher Peter Holmgren. Regensburg zeigte im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts mehr Offensivaktionen und kam zu guten Einschussmöglichkeiten. Sebastian Wolsch (6.), Benjamin Kronawitter (7.) sowie Nikola Gajovsky (7.) konnten die Scheibe nicht im Tor der Hausherren unterbringen. Bei Weiden fand Marcel Waldowsky in Holmgren seinen Meister. Benjamin Kronawitter auf Seite der Eisbären (15.) sowie Josef Straka auf Seite der Blue Devils (15.) hatten beide mit dicken Chancen den Führungstreffer auf dem Schläger, welcher allerdings verwehrt wurde.
Zu Beginn des zweiten Drittels überstand das Team von Peppi Heiß zunächst noch eine vier-minütige Unterzahlsituation ehe die Gäste in eigener Überzahl zuschlugen. Tomas Gulda brachte die Eisbären mit seinem Schuss ins Glück in Minute 24 mit 0:1 in Führung. Allerdings war die Freude auf Regensburger Seite nicht von langer Dauer, denn bereits in der 27. Minute gelang Vitali Stähle per Rebound der Ausgleich in der Hans-Schröpf-Arena. In den letzten zehn Minuten des Mitteldrittels agierten beide Teams eher vorsichtig und so ging es mit dem Spielstand von 1:1 in die zweite Pause.
Die Eisbären erwischten einen guten Start in den Schlussabschnitt und konnten in der 43. Spielminute ein Überzahlspiel in den Führungstreffer ummünzen. Arnoldas Bosas bekam nach dem Bully die Scheibe und bugsierte diese trocken zum 1:2 in die Maschen. Durch den Treffer bekamen die Domstädter Oberwasser in der Partie und bauten die Führung drei Minuten später weiter aus. Diesmal war Top-Scorer Nikola Gajovsky zur Stelle und erzielte das 1:3 in Minute 47. Wiederum nur drei Minuten später sorgte Jason Pinizzotto mit dem 1:4 für die Vorentscheidung in diesem Spiel (49.). Regensburg ließ in den Schlussminuten nicht mehr viel anbrennen und sicherte sich den ersten Saisonsieg im ersten Vergleich gegen die Blue Devils Weiden.
Die Eisbären Regensburg behaupten durch den Sieg in Weiden mit 24 Punkten weiter den dritten Platz in der Eishockey Oberliga Süd. Am Sonntag erwartet das Team von Peppi Heiß die punktgleichen Selber Wölfe zum Schlagerspiel um 18:00 Uhr in der Donau-Arena.
Löwen Waldkraiburg (OLS)
FRÜHER TIEFSCHLAF SORGT FÜR NIEDERLAGE IN MEMMINGEN
Eine nicht nur in der Höhe unnötige Niederlage kassierten die Löwen am Freitagabend beim ECDC Memmingen. Gegen den Oberliga-Aufsteiger unterlag das Team von Trainer Sergej Hatkevitch mit 1:4 nachdem man die Anfangsphase der Partie komplett verschlafen hatte. Den einzigen Treffer für die Industriestädter erzielte Christof Hradek.
Personell reiste der EHC Waldkraiburg abermals dezimiert zum Sieger der Bayernliga Vorrunde der letzten Saison, gegen den man damals im BEV-Playoff-Halbfinale mit 3:1 Siegen in der Serie noch erfolgreich gewesen war. Den Löwen fehlten nach wie vor der Langzeitverletzte Tobias Thalhammer in der Defensive, sowie die Stürmer Max Kaltenhauser und Ken Neil. Letzterer wurde jedoch erneut von Tomas Vrba vertreten.
Die Anfangsphase am Memminger Hühnerberg vor über 1800 Zuschauern ging komplett an die Gastgeber, der EHC schien sich samt seiner Form noch im Bus auf der A96 zu befinden. Michael Trox verzeichnete zwar eine frühe Chance, doch statt dem Pass versuchte er es selbst und Florian Neumann im Tor der Indians konnte parieren. Kurz drauf die Führung für den Aufsteiger: Über Jan Benda und Antti-Jussi Miettinen kam der Puck schnell vors EHC-Tor und Patrik Beck konnte Korbinian Sertl überwinden (05:32). Bei angezeigter Strafe und vier Mann vor dem Tor fiel keine zwei Minuten später bereits das 2:0 für die Memminger und nun war es Daniel Huhn, der sich als Torschütze feiern lassen durfte (06:51). Nachdem die Indians einen Penalty gegen Sertl nicht zum 3:0 verwerten konnten, wachten die Löwen langsam auf aus dem frühen Tiefschlaf und Christof Hradek verwertete einen Versuch von Brent Norris im Nachschuss zum 1:2-Anschlusstreffer (16:07). Norris und Michail Sokolov hatten in Waldkraiburger Unterzahl zwei Minuten drauf sogar den Ausgleich auf dem Schläger, doch Neumann machte dem Versuch einen Strich durch die Rechnung. Dennoch, die Löwen waren jetzt dran und man konnte mit etwas Optimismus auf die zweiten 20 Minuten blicken.
Tore sollten in diesem Abschnitt aber keine fallen, obwohl sich der EHC einige Chancen erspielte. Allerdings konnte weder der sehr aktive Brent Norris, noch Lukas Wagner im Alleingang (30.Minute) zählbares herausholen, vom zweiten Kontingentspieler Tomas Vrba war in dieser Partie auch überraschend wenig zu sehen. Die EHC-Abwehr hatte sich inzwischen dagegen gefunden, stand gut und machte Memmingen vermehrt das Leben schwer, besonders Florian Ullmann machte ein gutes Spiel und deutete an, dass die Rückennummer 11 vielleicht doch nicht so schwer wiegt, wie man bisher vermuten konnte.
Im Schlussabschnitt setzte Memmingen verstärkt aufs Kontern, das Tempo der Gastgeber ließ nach. Die Löwen schlugen aber kein Kapital daraus und das ist ein Vorwurf, den sich Waldkraiburg gefallen lassen muss. Mit einem Tor ein Eishockeyspiel zu gewinnen ist ziemlich unwahrscheinlich und man schießt insgesamt auch einfach zu wenige Tore: 27 Treffer stehen nach 12 Spieltagen zu Buche, selbst der Tabellenletzte Miesbach hat sieben Mal häufiger jubeln dürfen. Die Abwehrleistung lässt mit 54 Gegentoren aber auch zu wünschen übrig und ist ebenfalls die zweitschwächste der Oberliga. Und bei den 54 Gegentoren blieb es auch nicht in Memmingen, denn aus dem Nichts traf erst Gregor Kubail zum 3:1 (55:13) und damit nicht genug. Kurz drauf nahmen die Löwen nämlich ihre Auszeit, Keeper Sertl ging vom Eis und wurde durch einen weiteren Feldspieler ersetzt. Doch auch dieser Schuss ging nach hinten los und Petr Haluza traf ins verwaiste Gehäuse zum 4:1-Endstand.
Saale Bulls Halle (OLN)
"Englische Woche" Nur zwei Punkte auf der Habenseite!
Freitag, 27.10., Sonntag 29.10., Dienstag 31.10., Freitag 03.11. ... Ein heftiges Programm lag vor allen Teams der Oberliga Nord. Und die Saale Bulls hatten einige hochklassige Gegner vor der Nase: erst ging es auswärts gegen Essen zur Sache, dann empfing man Herne in Halle bevor man am Dienstag nach Hamburg zu den Crocodiles fuhr und gestern dann erneut eine lange Reise zu den Füchsen nach Duisburg.
Leider machten sich bei den Bulls nun langsam die Folgen des permanent dezimierten Kaders bemerkbar, da nützt dann manchmal auch aller Kampfgeist nichts mehr. Außerdem machte man sich zusätzlich das Leben selber schwer und schenkte so manchen Punkt auf der Strafbank her.
EV Moosburg (BYL)
Spitzenreiter sorgt in fulminanter Anfangsphase für klare Verhältnisse
Wären die ersten zwölf Minuten nicht gewesen, hätte der EVM den souveränen Bayernliga-Spitzenreiter aus Höchstadt vielleicht sogar in Verlegenheit bringen können. Doch gerade da fielen sieben der insgesamt acht Treffer der Partie - und die Alligatoren konnten so den Grundstock für den am Ende ungefährdeten 2:6 (2:5, 0:0, 0:1)-Erfolg in der Sparkassen-Arena legen.
Regelrecht überrollt wurden die Moosburger in der Anfangsphase von den stark aufspielenden Gästen: Bereits nach viereinhalb Minuten lag der HEC mit 0:3 in Führung. Technische Klasse kennt man von den Franken. Aber das hohe Tempo, mit dem sie die heimische Defensive unter Druck setzten, war neu. Die zuletzt ohnehin leidgeprüften Anhänger des EVM mussten Schlimmes befürchten. Doch die Grün-Gelben wehrten sich, kamen im Powerplay durch eine schöne Kombination der neu zusammengestellten ersten Sturmreihe (Patrice Dlugos und Daniel Schander rückten für die verletzten Tobias Hanöffner und Daniel Möhle nach), die Schander vollendete, zum ersten Treffer. Keine zwei Minuten später - es war eine Strafe gegen Höchstadt angezeigt - gelang Dlugos gar der 2:3-Anschluss. Aber die Gäste antworteten prompt. Ein Doppelschlag bescherte dem Oberliga-Absteiger, der sich vor der Saison unter anderem mit dem 584-fachen DEL-Spieler Vitalij Aab verstärkt hatte (er blieb gegen Moosburg aber ohne Punkte), erneut einen Drei-Tore-Vorspung, mit dem man auch in die erste Pause ging.
Wie verwandelt kam der EVM danach aus der Kabine und bot dem HEC richtig Paroli. Der Weg zum Tor war für die Alligators nun deutlich länger, bereits früh wurden sie im Angriffsaufbau gestört. Und wenn doch einmal ein Schuss durchging, war Thomas Hingel da, der wie seine Vorderleute nun deutlich sicherer wirkte. Keine Tore auf beiden Seiten - aus Moosburger Sicht schon ein Achtungserfolg. In den letzten 20 Minuten wollten die Hausherren dann noch mehr und verstärkten ihre Offensivbemühungen. "Da hatte der EVM einige richtig gute Chancen", gab auch HEC-Spielertrainer Daniel Jun bei der Pressekonferenz zu. Rein ging zwar nichts, "aber in unserer aktuellen Situation als Schlusslicht müssen wir auch kleine Erfolgserlebnisse wie diese Phasen mitnehmen", sagte Moosburgs Kapitän Mathias Jeske, der Trainer Dimitri Startschew im Eisstüberl vertrat. Wie auch immer: Jubeln durften im finalen Durchgang nur die Gastgeber. Mitten in einer Sturm- und Drangphase der Dreirosenstädter setzten sie den Schlusspunkt zum 2:6.
Pfaffenhofen Ice Hogs (BYL)
Ein Drittel zum Vergessen - IceHogs geben Spiel gegen Erding im Mitteldrittel aus der Hand
Zwanzig Minuten lang sah es sehr gut aus für den EC Pfaffenhofen am Freitag in der Partie gegen den TSV Erding. Mit 1:0 führten die Gastgeber hochverdient zur ersten Pause und hatten bis dahin das Spiel weitgehend unter Kontrolle. Doch gleich nach dem Wechsel nahm das Unheil seinen Lauf. Nur gut zwei Minuten brauchte Erding, um mit zwei Treffern die Partie zu drehen und nachdem die IceHogs in den folgenden 10 Minuten einige Großchancen zum Ausgleich vergeben hatten, sorgten die routinierten Gäste mit drei weiteren Toren bis zur zweiten Pause bereits für die Entscheidung. Am Ende stand eine ernüchternde 1:6 (1:0; 0:5; 0:1) Niederlage für die Pfaffenhofener zu Buche. „Wir haben im ersten Drittel viel richtig gemacht, ließen Erding kaum zur Entfaltung kommen und hätten sogar noch höher führen. Doch dann lief überhaupt nichts mehr zusammen,“ sagte ein sichtlich enttäuschter ECP-Coach Gregor Tomasik nach dem Spiel. Anders natürlich die Gemütslage bei seinem Erdinger Kollegen Thomas Vogl. „In der ersten Pause habe ich nach unserem schwachen ersten Drittel offenbar die richtigen Worte gefunden,“ freute der sich, nachdem seine läuferisch starke Mannschaft, die Räume, die ihnen die IceHogs ließen, gnadenlos ausnutzten. „Da waren wir einfach zu weit weg vom Gegner,“ stellte Gregor Tomasik fest. Dabei deutete zunächst alles auf eine ganz enge Partie hin. Von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, in dem sich die IceHogs ein Übergewicht erarbeiteten und auch die besseren Möglichkeiten besaßen. In der 10. Minute wurden sie für Engagement belohnt, als der mit nach vorne geeilte Jake Fardoe seinen Schläger in einen Querpass von Christian Birk hielt und damit TSV-Torhüter Andreas Gerlspeck düpierte. In der Folgezeit hätten die jetzt dominierenden Hausherren ihren Vorsprung sogar noch ausbauen können, doch es blieb bis zur Pause bei der knappen Führung. Dann allerdings schien es, als hätten die IceHogs alle bisher gezeigten Tugenden in der Kabine gelassen. Nur 21 Sekunden nach Wiederbeginn hatten die Gladiators durch Lars Bernhardt ausgeglichen und nur zwei Minuten später durch ihren Torjäger Daniel Krizok in Überzahl das Spiel gedreht. Danach schienen sich die IceHogs aber wieder zu fangen, machten Druck und kamen in der Folge zu mehreren guten Chancen, die aber allesamt vergeben wurden. Stattdessen traf in der 34. Minute auf der Gegenseite ausgerechnet der Ex-Pfaffenhofener Marco Deubler mit viel Dusel zum 1:3. Dieses unglückliche Gegentor zeigte Wirkung bei den Gastgebern, was von den erfahrenen Gästen sofort genutzt wurde. Mit dem 1:4 durch Philipp Spindler, einem weiteren früheren IceHog, in der 36. Minute und dem 1:5 durch Dominik Retzer nur zwei Minuten später, war die Partie praktisch gelaufenn. So plätscherte die Begegnung im Schlussabschnitt mehr oder weniger nur noch dahin, weil die Hausherren die Hoffnung auf eine Wende bereits aufgegeben hatten und die Gäste souverän ihren Vorsprung verwalteten. Der Treffer zum 1:6, kurz vor dem Ende von Rudi Lorenz in Überzahl erzielt, hatte damit auch nur mehr statistischen Wert.
Kempten Sharks (BLL)
Spitzenspiel hält was es verspricht. Erste Niederlage für die Sharks
Die Tabellenplätze 2 und 3 für die Teams aus Bad Wörishofen und Kempten versprachen auf dem Papier ein Topspiel. Und die Partie wurde dem auch absolut gerecht, Vom ersten Bully an entwickelte sich ein sehr schnelles und spannendes Spiel. Die Wölfe begannen druckvoll und bissen sich sofort im Kemptener Drittel fest. Doch recht schnell stellten sich die Sharks auf das hohe Tempo und das starke Forechecking ein und gestalteten das Spiel offener.
Trotzdem mussten sie in der 7 min. den 0:1 Rückstand hinnehmen.
Doch bereits in der 10 min. ließ Andreas Ziegler die zahlreichen Kemptener Zuschauer zum ersten Mal jubeln in dem er die Scheibe an Wölfe Torhüter Nick zum Ausgleich vorbeimogelte. Und nur weitere 3 min. später erzielte Patrick Weigant nach einem sehenswerten Solo zum ersten Mal die Führung für das Team von Andreas Becherer. Bad Wörishofen spielte weiter schnell und offensiv, Kempten suchte sein Glück mit gefährlichen Kontern. Es fielen jedoch bis zur Pause keine weiteren Treffer.
Im zweiten Drittel legten die Wölfe nochmal eine Schippe drauf und belagerten das Sharks Gehäuse zeitweise regelrecht. Doch Martin Niemz hielt sein Tor mit starken Paraden sauber und vorne kamen die schnellen Stürmer immer wieder selbst zu guten Chancen.
Als dann 5 min vor Drittelende doch noch der Ausgleich fiel musste also der letzte Abschnitt die Entscheidung bringen. Dieser war wieder wesentlich offener, und so erzielte Alexander von Sigriz in der 45 min. erneut die Führung für den ESC. Leider hatte diese nicht mal eine Minute Bestand, die Kurstädter konnten umgehend wieder ausgleichen. Das Spiel ging weiter mit hohem Tempo auf beiden Seiten hin und her, die Spannung stieg. Schließlich brachte ein trockener Handgelenkschuss ins lange Eck die Entscheidung zum Sieg der Wölfe. Kempten drängte nochmals massiv auf den Ausgleich, doch eine eigene Strafzeit 2 min vor Schluss nahm den Sharks die Möglichkeit den Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen. Somit setzt es also die erste Saisonniederlage für Kempten, die Sharks behalten aber weiterhin Platz drei, den es nun zuerst einmal am Sonntag gegen Bad Aibling zu festigen gilt.
Coach Becherer nach dem Spiel: Es war eine Partie auf hohem Landesliganiveau von zwei starken Teams. Bad Wörishofen war sehr schnell, hat aber nicht unbedingt verdient gewonnen, sie waren letztendlich den Tick konsequenter der zum Sieg gereicht hat.
ESV Bad Bayersoien (BBZL)
Wahnsinn! Wahnsinn! Wahnsinn!
So kann man das Spiel vom Freitag beschreiben. Es war wirklich der Wahnsinn was der ESV am Abend ablieferte. Erst sind sie überfordert. Fangen sich, holen in den letzten beiden Minuten einen 2:5 Rückstand auf und Florian Ferkau entscheidet das Penaltyschießen für die Soier. Dieses Spiel wird noch lange in den Köpfen derjenigen sein, die dabei waren. Irre!
Wie erwartet kam der ESC Holzkirchen gut besetzt nach Peiting. 17 Feldspieler hatte Christian Frütel im Aufgebot. Hans Schmaußer hingegen nur 14, fast die komplette zweite Reihe fehlte bei den Soiern und das merkte man gerade im ersten Drittel. Holzkirchen agierte, Bayersoien reagierte aber das meistens mit etwas Zeitverzögerung. So war es auch nicht verwunderlich dass gerade mal eine Minute gespielt war und die Gäste jubeln durfte. Das schlimme dabei, es war nicht die erste Chance von Holzkirchen. Martin Ullsperger vereitelte bis dahin schon einige Möglichkeiten. Ein Weckruf für den ESV war das allerdings nicht. Es sah aus als würden sie zum ersten mal gemeinsam auf den Eis stehen und so war der zweite Treffer durch Abeltshauser auch nicht besonders verwunderlich. Dann wurde es zum Glück etwas besser. Ab und zu wurde Markus Veicht im Holzkirchner Tor auch geprüft. Feldüberlegenheit hatten allerdings ganz klar die Gäste. Als dann Abeltshauser in der 18. Spielminute im eigenen Drittel startete und die Soier Spieler reihenweise wie Pylonen stehen ließ, zum Schluss noch gekonnt zum 0:3 abschloss, schwante man schlimmeres. Zum Glück kam die Drittelpause. Zeit um sich zu sortieren! Und es half. Die Soier Defensive war im zweiten Drittel wesentlich stabiler und nach 15 Minuten im Mittelabschnitt durfte endlich Bayersoien, durch Thomas Maier, jubeln. Dabei blieb es erst mal. Ein bisschen Hoffnung für die zweite Drittelpause. Diese wurde nach 4 Minuten im letzten Drittel je gedämpft. Sebastian Geltinger erhöhte in Überzahl auf 1:4. Neun Minuten später, ebenfalls in Überzahl war Andreas Saal erfolgreich. 2:4. Wieder Hoffnung aber wenig Zeit. Als dann in der 57. Spielminute Daniel Mötsch auch noch zum 2:5 traf war für die meisten das Spiel schon entschieden. Keiner rechnete mehr mit dem ESV. Nur der ESV. Der ums verrecken nicht aufgeben wollte. Plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Zwei Minuten vor Schluss fälsche Martin Maier einen Schuss unhaltbar ab. 3:5. Dann eine Bankstrafe gegen Bayersoien. Hans Schmaußer war nicht lieb zu den Schiedsrichtern. Denkbar ungelegen möchte man meinen, aber da lag man falsch. Timmo Weindl schnappte sich die Scheibe in Unterzahl, spielte einen Holzkirchner nach den anderen aus und versenkte den Puck zum 4:5. Noch 48 Sekunden zum spielen. Schmaußer nahm Ullsperger für einen 5. Mann vom Eis. Martin Maier ja immer noch auf der Strafbank. Dann Strafe gegen Holzkirchen. Ullmann musste in die Kühlbox. 4 gegen 4 und Bayersoien ohne Torwart. 23 Sekunden zu spielen. Die Zeit lief gegen Bayersoien. 10, 9 TOOOR.. der Wahnsinn. Thomas Maier netzte das Zuspiel von Andreas Saal und Florian Ferkau zum 5:5 ein. 8 Sekunden auf der Uhr. Grenzenloser Jubel. Der absolute Wahnsinn. Beim Holzkirchen betretene Gesichter. Noch vor 2 Minuten ein breites Grinsen dann das.
Penaltyschießen! Und irgendwie wusste wohl jeder im Stadion dass das der ESV für sich entscheiden würde. Danner scheiterte an Ullsperger. Weindl jubelte, Geltinger vergab für Holzkirchen. Tobi Maier hätte den Sack zumachen können, scheiterte aber. Abeltshauser brachte Holzkirchen wieder ran. Jetzt lag es an Florian Ferkau, aber er ist genau der Typ für solche Spiele. Nervenstark und gnadenlos versenkte er die Scheibe hinter Markus Veicht. Unglaublich. Was für ein Spiel. Ferkau setzte damit nicht nur dem Spiel die Krone auf sondern feierte auch noch die Geburt seiner Tochter die am Tag zuvor das Licht der Welt erblickte. Spannender kann man es nicht machen und Holzkirchen kam sich nach dem Spiel wohl auch vor wie im falschen Film. Was für eine Leistung des ESV. Nie aufgeben und ein Spiel dauert 60 Minuten! Hut ab!
Diez-Limburg Rockets (RLW)
Rockets lassen Diezer Eissporthalle mit Kantersieg gegen Neuwieder Bären erbeben
Derbysieg mit Ausrufezeichen: Die EG Diez-Limburg dominiert in der Regionalliga West das Heimspiel gegen die Neuwieder Bären in allen Belangen und setzt sich am Ende auch in der Höhe verdient mit 7:2 (1:1, 4:0, 2:1) durch. Im bisher besten Saisonspiel entzauberten die Gastgeber nicht nur einen spielstarken Gegner, sie begeisterten auch die Fans in der Diezer Eissporthalle, die noch lange nach Spielende ihre Mannschaft lautstark feierten. Dieser Abend war sportlich wie stimmungstechnisch ein starkes Signal - mit den Rockets ist wieder zu rechnen! Auf und neben dem Eis!
Von der ersten Minute an stellte die EGDL die Gäste vom Rhein mit hohem Tempo besonders defensiv vor Probleme. Die Gastgeber, bei denen Roman Löwing (verletzt) und Julian Grund (gesperrt) fehlten, kombinierten sich schnell ins gegnerische Drittel und wurden früh durch das 1:0 von Matt Fischer (4.) belohnt. Doch die Bären fanden über den Kampf zurück ins Spiel, überstanden eine doppelte Unterzahlsituation unbeschadet und stürmten von der Strafbank weg zum Ausgleich: Ex-Rakete Marco Herbel legte vor, Ex-Rakete Martin Brabec vollendete zum 1:1 (8.) - ein Gegentor, bei dem EGDL-Keeper Constantin Schönfelder chancenlos war. Der 19-Jährige ersetzte auch am Freitagabend den angeschlagenen Steve Themm zwischen den Pfosten und machte erneut einen unglaublich abgeklärten Job.
Während der Sturm der Gäste und auch die Importspieler Brabec und Jamieson ansonsten kaum zur Entfaltung kamen, erspielten sich die Gastgeber auf der Gegenseite Chance um Chance. Dass es dennoch nur 1:1 stand nach 20 Minuten lag unter anderem am Torpfosten, den Joey Davies im ersten Drittel gleich zwei Mal traf. Am Ende des Abends standen insgesamt vier Mal Torgestänge zu Buche.
Als im zweiten Drittel Pierre Wex nach einem Check von Dennis Schlicht regungslos auf dem Eis liegenblieb und anschließend minutenlang in den Katakomben behandelt werden musste, entbrannte eine von Neuwieder Seite hitzig geführte Diskussion auf dem Eis und auf der Spielerbank. Schlicht in der Szene Absicht zu unterstellen wäre ebenso falsch wie die Szene einfach zu übergehen. Wex führt die Scheibe, hält den Kopf tief, wird von Schlichts Schulter am Kopf getroffen und in die Bande gedrückt. Der Stürmer ist kurzzeitig weggetreten, muss zunächst mit einer Trage vom Eis gebracht werden. Dass er einige Spielminuten später wieder auf das Eis zurückkehren kann ist die gute Nachricht. Dennis Schlicht wurde von Schiedsrichter Marc Stromberg mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt, Teammanager Carsten Billigmann zudem der Spielerbank verwiesen. Dass die Bärenfans den Einsatz der Trage mit höhnischem Applaus und Gelächter quittierten ist im Eishockey eher untypisch.
Dass der Unparteiische Marc Stromberg eine große Strafe ausspricht, wenn ein Spieler nach einem Check offensichtlich verletzt auf dem Eis liegt, ist abseits jeder Regelspitzfindigkeit die einzig richtige Lösung. In der Regionalliga, der vierthöchsten Liga des Landes, sind Akteure aktiv, die zu 95 Prozent am nächsten Morgen wieder ihrem Beruf nachgehen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist auch die Aufgabe der Unparteiischen, die Spieler zu schützen in Situationen, in denen - egal ob gewollt oder in diesem Falle sicherlich ungewollt - ein Check im Ergebnis über das Ziel hinausschießt. Mit ein bisschen Abstand werden auch die Gäste zu der Einsicht gelangen, dass sie in der gleichen Szene mit vertauschen Rollen sich über eine Spieldauerstrafe für Diez-Limburg nicht beschwert hätten. Und so war es auch die einzig richtige Entscheidung, in der 46. Minute auch Rockets-Stürmer Marijus Maier mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen zu schicken. Sein Check gegen Sven Schlicht, der nur von Mitspielern gestützt das Eis verlassen konnte, hatte wie zuvor die Szene gegen Wex eine offensichtliche Verletzung zur Folge. Erfreulich: Auch Sven Schlicht konnte wenige Minuten später wieder mitwirken.
Zurück ins zweite Drittel, in dem die Rockets auch Scheibenglück hatten - etwa in den ersten drei Minuten des zweiten Drittels, als man mit drei schnellen Toren auf 4:1 davonzog. Matt Fischer hatte die Scheibe von hinter der Torlinie stehend scharf nach innen gegeben, dort prallte sie vom Schlittschuh eines Neuwieder Spielers zum 2:1 in die Maschen (21.). Marc Hemmerich besorgte wenig später das 3:1 (23.), Florian Böhm mit seinem ersten Treffer im EGDL-Trikot das 4:1 (24.). Und auch Andre Bruch feierte seine Torpremiere für Diez-Limburg: Der Neuzugang aus Netphen netzte sehenswert zum 5:1 ein (31.) und entschied damit die Partie vorzeitig.
Wenngleich Neuwied im letzten Drittel die ersten Akzente setzte: Willi Hamann verkürzte zunächst auf 2:5 (44.). Und weil neben Marijus Maier (Spieldauerstrafe) wenig später auch Florian Böhm auf die Strafbank musste, hatten die Bären in doppelter Überzahl die Chance, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. „Macht Neuwied in dieser Phase das 3:5, dann kann die Partie noch einmal kippen“, war sich auch Rockets-Trainer Arno Lörsch sicher. Doch seine Mannschaft überstand auch diese Phase mit Bravour und ohne weiteres Gegentor. Im Gegenteil: Konstantin Firsanov, der wie Keeper Schönfelder aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung herausstach, traf in Unterzahl zum 6:2 (51.), Matt Fischer in Minute 57 zum 7:2-Endstand.
„Der Treffer zum 2:1 war für uns wie ein Weckruf“, sagte EGDL-Trainer Arno Lörsch. „Danach hat die Mannschaft sich gedacht: Okay, da machen wir jetzt mehr draus. Da hatten wir das Momentum und dann sind auch Dinge gelungen, die sonst nicht so einfach klappen. Unter dem Strich haben wir uns den Sieg mit viel taktischer Disziplin hart erarbeitet. Und gegen eine Mannschaft wie Neuwied nur zwei Gegentore zu bekommen, das musst du erst einmal hinbekommen. Das kann man nicht hoch genug bewerten."
Dinslaken Kobras (RLW)
Endlich Lohntag bei den Kobras
Hart gearbeitet hatten sie schon häufig in dieser Saison. Doch den Ertrag dieser harten Arbeit durften sich die Kobras erstmalig am gestrigen Abend beim 6:4 (2:2; 3:0; 1:2) -Erfolg gegen die Soester EG abholen. Wahrscheinlich noch nie musste eine Dinslakener Mannschaft eine so lange Durststrecke überwinden. Doch im 10. Anlauf hat es dann endlich mit dem ersten Dreier geklappt. Und dies gegen einen richtig starken Gast vom Möhnesee.
Die Brüggemann - Truppe knüpfte nahtlos da an, wo sie beim 8:2-Hinspielsieg gegen die Kobras aufgehört hatten: Läuferisch und kämpferisch eine Augenweide und die Dinslakener Defensivabteilung war deutlich beschäftigter, als ihr lieb sein konnte. Doch seitens der Hausherren brachte man immer wieder ein Körperteil oder Schläger dazwischen und falls dies einmal nicht funktionierte, war Marvin Haedelt im Tor der Giftschlangen zur Stelle.
Die erste Schrecksekunde für die Heimmannschaft gab es nach knapp 2 Spielminuten, als Philipp Heffler mit hohem Tempo das gegnerische Gehäuse umkurvte und ihn ein Schubser eines Gegenspielers in die Bande krachen ließ. Doch nach einiger Zeit der medizinischen Versorgung konnte er glücklicherweise weitermachen.
Die Gäste blieben am Drücker und die Kobras kamen nur zu gelegentlichen Entlastungsangriffen. Bei einem dieser Entlastungsangriffe durften die heimischen Zuschauer erstmalig jubeln, denn Michal Plichta konnte Marvin Nickel im Tor der Bördeindianer, nachdem er von Daniel Pleger und Alex Brinkmann in Szene gesetzt worden war, überwinden. Diese Treffer kam schon etwas überraschend, denn die Gäste hatten bis dahin deutlich mehr Spielanteile.
Die Freude bei den Schwarzen währte auch nur 49 Sekunden, dann hatten die Gäste den Ausgleich wiederhergestellt. Allein dieser Treffer von Simon Tambosi, der Marvin Haedelt nicht den Hauch einer Chance ließ, war das Eintrittsgeld wert. Und als Ernst Reschetnikow in der 18. Minute den verdienten 2:1 – Führungstreffer für die Gäste erzielte, dachten wohl die Meisten, die es mit den Kobras hielten, dass jetzt alles seinen für diese Saison normalen Gang gehen würde. Doch es folgte eine Schlüsselszene in der 19. Minute, die den Kobras den Glauben an sich selbst zurückgab. Durch eine Strafzeit gegen die Hausherren in Unterzahl versetzt, stand zu befürchten, dass die Gäste sich nun weiter absetzten. Doch Kevin Wilson, der hoch an der eigenen blauen Linie stand, hatte aufgepasst, konnte den gegnerischen Bluelinern den Puck stibitzen und lief alleine auf das gegnerische Tor zu. Nachdem er Marvin Nickel verladen hatte und auf der Anzeigetafel auch bei den Hausherren eine „2“ aufleuchtete, wurde die Brust des Sikorski – Teams nun immer breiter. Dieses gute Gefühl nahmen die Kobras mit in die erste Pause.
Im Mittelabschnitt verlagerten sich nun die Spielanteile und die Dinslakener waren ein gleichwertiger Gegner. Und das mit der besseren Toreffizienz. Michal Plichta mit seinem zweiten Treffer, Alex Brinkmann nach einer sehenswerten Kombination mit Michal Plichta und Philipp Heffler sowie Sven Linda stellten das Ergebnis bis zum zweiten Pausentee auf 5:2.
Zu Beginn des Schlussabschnitts sah es gut aus für die Niederrheiner, doch niemand wollte davon reden, dass diese Partie schon gewonnen sei. Zu stark hatten sich die Soester vor allem im ersten Drittel präsentiert. Doch als die Kobras in der 47. Spielminute die einzige Strafzeit der Gäste gnadenlos durch Stefan Dreyer zu einem Überzahltreffer ausnutzten, wuchs die Zuversicht auf den ersten Saisonsieg bei den Kobra - Fans. Und den Indianern lief die Zeit davon. Erst in der 54. Spielminute erzielten sie ihren dritten Treffer. Nun ließ langsam im Gefühl des sicheren Sieges die Konzentration bei den Hausherren nach und die Bördeindianer kamen in der Schlussminute noch zu ihrem vierten Treffer. Dieter Brüggemann versuchte nochmal durch die Herausnahme von Marc Fleischer, der im letzten Drittel für Marvin Nickel zwischen den Soester Pfosten gestanden hatte, das Unmögliche möglich zu machen, doch weder hüben noch drüben wollte die schwarze Hartgummischeibe ins Netz.
Nicht nur für die Kobras war dies ein rundum gelungener Abend, denn auch Dirk Salzsieder vom Dinslakener Hotel „Zum Grunewald“ hielt Wort. Der Neusponsor der Kobras überreichte dem Gewinner des beliebten Pausenspiels „Puckwerfen“ einen Gutschein für ein Essen im hoteleigenen Restaurant für 2 Personen. Die Kobras wünschen einen guten Appetit.
In der anschließenden Pressekonferenz analysierten die beiden Übungsleiter das Spiel wie folgt:
„Wir sind bei dem Versuch, gegen eine tiefstehende Mannschaft mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, gescheitert. Wir hätten den Puck häufiger einfach in die Ecken spielen sollen und dann über Kampf und harte Arbeit zum Erfolg zu kommen. Dies ist uns leider nicht gelungen und somit ist der Sieg der Kobras völlig verdient. Wir hatten zwar mehr Spielanteile, jedoch ohne Raumgewinn, um es mal mit der Fußballersprache auszudrücken“, versuchte der Soester Trainer Dieter Brüggemann das Spiel seiner Mannschaft zu erklären.
„Ich bin heute sehr zufrieden. Natürlich insbesondere über den ersten Saisonsieg. Auch bei Spielen gegen Teams auf Augenhöhe ist es für uns schwer, am Ende als Sieger vom Eis zu gehen. Wir haben heute hinten sehr gut gestanden und auf Konter gehofft. Dies ist uns besonders im 2. Drittel sehr gut gelungen. Die 10-Minuten Strafe von Kevin Wilson hat uns noch einmal ein wenig durcheinandergebracht, weil ich in dieser Zeit einige Akteure doppelt aufs Eis schicken musste, aber insgesamt bin ich mit der Leistung meines Teams sehr zufrieden. Wir sind nun einmal eine Mannschaft, die insbesondere defensiv gut stehen und im Verlauf einer Begegnung die Möglichkeiten nach vorne nutzen muss, ließ Krystian Sikorski verlauten.
Spannend wird es sein, ob mit dieser Taktik auch die EG Diez – Limburg bezwungen werden kann. Die Raketen stellen sich morgen in einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in der Schlangengrube vor. Beim ersten Aufeinandertreffen gab es eine 1:4 – Niederlage für die Dinslakener. Doch seit gestern ist die Kobra – Brust ein ganzes Stück breiter geworden. Ob dies für einen Sieg reicht, wird sich morgen Abend zeigen. Spielbeginn ist um 19:00 Uhr in der Schlangengrube.
Ice Dragons Herford (RLW)
Ice Dragons schlagen auch Tabellenführer Ratingen!
Es war ein fantastisches Eishockeyspiel, dass die gut 900 Zuschauer in der Eishalle „Im kleinen Felde“ am Freitagabend sahen. Hohes Tempo, hohe Intensität, fair, tolle Tore und spannend bis zur letzten Minute, genau so, wie man sich ein Spitzenspiel wünscht! Als Bonus konnten die Ice Dragons dann noch den favorisierten Ice Aliens die erste Niederlage der Saison beibringen und das, obwohl sie nach gut 18 Minuten bereits mit 0:3 zurücklagen! Am Ende dieses spannenden Eishockeyabends hatten sie das Spiel gedreht, konnten sich nach dem 7:5 Heimsieg zu Recht von Ihren Fans feiern lassen.
Die ohne Florian Kiel angetretenen Ice Dragons sahen sich von der ersten Sekunde an unter Druck gesetzt, zu stark und energisch gingen die Gäste das Spiel an. Der Druck führte zu Fehlern, der erste grobe Schnitzer gleich zum Gegentor: Keine 4 Minuten waren gespielt, als Tim Brazda plötzlich frei im Slot stand, sich in Ruhe die Ecke aussuchen konnte und das 0:1 erzielte. Doch trotz des Gegentreffers, die Ice Dragons fanden nun etwas besser ins Spiel. Zwar waren die Gäste spielerisch immer noch ein wenig überlegen, Chancen gab es jedoch nun auf beiden Seiten. Doch sowohl Christoph Oster im Gästetor, als auch der Ice Dragons Goalie Kieren Vogel packten einige starke Paraden aus, dazu kamen diverse Pfosten- und Lattentreffer auf beiden Seiten. So blieb es knapp 17 Minuten lang beim 0:1, dann erwiesen sich die Gäste als effektiver. Mit Ablauf der 17. Minute war Milan Vanek zur Stelle und erhöhte auf 0:2, nur gut eine Minute später legte Tim Brazda das 0:3 nach. Eine Energieleistung von Morgan Reiner brachte dann in der 20. Minute den umjubelten Anschlusstreffer: Er ging einer längst verlorenen geglaubten Scheibe im gegnerischen Drittel hinterher, erkämpfte sich das Spielgerät in der Ecke, legte ab auf Killian Hutt, der sah RJ Reed heran rauschen. Ein kluger Pass, ein Schuss in den Winkel und es stand 1:3 zur Pause.
Das zweite Drittel konnten die Ice Dragons in numerischer Überlegenheit beginnen. Und die Herforder Spieler hatten sich viel vorgenommen! 42 Sekunden benötigten sie, bis die Scheibe über Killian Hutt und RJ Reed zu Aaron Reckers an der blauen Linie kam, der humorlos abzog und auf 2:3 verkürzte! Die Ice Dragons fanden nun immer besser ins Spiel, standen defensiv stabiler, waren aufmerksamer in den Zweikämpfen. Und konnten sich auf geniale Momente ihrer Führungsspieler verlassen: Fabian Staudt erkämpfte sich in der 25. Minute die Scheibe in der eigenen Zone, spielte von 2 Gegenspielern bedrängt einen Traumpass auf den durchstartenden Kevin Rempel, der lief alleine auf Oster zu und vollendete gekonnt zum 3:3 Ausgleich. Als dann noch RJ Reed keine 2 Minuten später in Überzahl vom rechten Bullypunkt aus die Scheibe zur erstmaligen Herforder Führung in die Maschen hämmerte, war die Euphorie im Stadion groß. Doch die Gäste antworteten im Stile einer Spitzenmannschaft! Genau eine Minute benötigten sie, um durch Dennis Appelhans, toll freigespielt von Thomas Dreischer und Pascal Behlau, wieder auszugleichen. Das Spiel drohte nun, wieder in die andere Richtung zu kippen, erneut jedoch war es ein Geniestreich des Herforder Kapitäns, der das verhinderte! Wieder packte er unter Bedrängnis einen Zuckerpass aus, dieses Mal war der Abnehmer RJ Reed, der sich die Chance im Alleingang gegen Christoph Oster nicht nehmen ließ und die Ice Dragons mit 5:4 in der 29. Minute in Führung brachte. Vom letzten Gegentreffer gewarnt verteidigten die Ice Dragons nun aufmerksam, ließen die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Und schlugen Ihrerseits wieder eiskalt zu! Killian Hutt war es, der in der 34. Minute die Führung auf 2 Tore ausbauen konnte, kein beruhigendes Polster, aber immerhin ein Polster. In der Folge neutralisierten sich die Teams größtenteils gegenseitig auf hohem Niveau, die nun spärlichen Torchancen wurden auf beiden Seiten von den starken Goalies vereitelt, es ging mit 6:4 in die zweite Pause.
Das letzte Drittel versprach nun viel Spannung – und hielt dieses Versprechen auch! Von den eigenen Fans angepeitscht verteidigten die Ice Dragons aufopferungsvoll gegen anrennende Gäste, versuchten durch schnelle Konter Nadelstiche zu setzen. So bekamen beide Goalies immer wieder schwere Aufgaben gestellt, die sie jedoch souverän lösten. Eine doppelte Überzahl der Ice Aliens trieb die Spannung dann in der 50. Minute auf die Spitze. Denn die Gäste nutzten den Platz geschickt aus, spielten Routinier Milan Vanek frei und der vollendete zum 6:5. Jetzt gab es für die Gäste kein halten mehr, sie wollten dieses Spiel noch drehen. Doch sie hatten die Rechnung ohne die aufopferungsvoll verteidigenden Ice Dragons gemacht. Die Uhr lief für die Ice Dragons, dem Gästecoach blieb nur noch die Chance, Christoph Oster zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen. 16 Sekunden vor Schluss, mit leerem Tor, unterlief dann den Gästen der eine Fehler, auf den die Ice Dragons so lange gewartet hatten. Killian Hutt konnte einen Ratinger Stürmer in der Vorwärtsbewegung entscheidend stören, ihm die Scheibe abnehmen und zu Aaron Reckers durchstecken. Der nahm Maß und schoss die Scheibe gezielt ins verwaiste Tor zum 7:5 Endstand!
Bären Neuwied (RLW)
Hergt: „Über diese Leistung müssen wir reden"
Ganz so einfach kann Jens Hergt nach dem Derby am Freitagabend bei der EG Diez-Limburg nicht zum Alltag übergehen. „Über diese Leistung müssen und werden wir vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den Neusser EV noch reden. Dann müssen wir wieder als geschlossenes Team auftreten", redete der Trainer des EHC „Die Bären" 2016 nach der 2:7-Niederlage am Diezer Heckenweg Klartext. „Uns hat die taktische Disziplin gefehlt, einige Spieler haben sich nicht an den Matchplan gehalten."
Im vierten Nachbarschaftsduell in dieser Saison trat der bislang deutlichste Leistungsunterschied zwischen beiden Teams zu Tage. Die Rockets fanden von Anfang besser in die Partie, auch begünstigt durch drei Hinausstellungen gegen Neuwied bis zur sechsten Minute. Ein Überzahlspiel aus diesem frühen Powerplay-Reigen nutzte Torjäger Matt Fischer zum verdienten 1:0 (4.). Eine 3:5-Situation überstanden, fand der EHC erstmals den Weg in die Offensive und glich prompt aus. Martin Brabec überwand Constantin Schönfelder nach Vorlage von Marco Herbel und Karl Neubert (8.). „Wir haben nach dieser Überzahl-Euphorie für einen Moment nicht aufgepasst", analysierte EGDL-Trainer Arno Lörsch. Gleichstand auf dem Eis, aber die Hausherren blieben die aggressivere Mannschaft und hatten bei Fischers Pfostentreffer (10.) die erneute Führung auf der Kelle. „Wir waren körperlich überhaupt nicht anwesend", monierte Jens Hergt. Checks? Fehlanzeige.
Und dann kam es nach der ersten Pause knüppeldick für die Bären: Alles lief gegen sie, was gegen einen laufen kann. Fischers Hereingabe sprang von einer Neuwieder Verteidiger-Kufe ins eigene Netz (20.), Marc Hemmerich (23.) und André Bruch (24.) legten nach. 2:1, 3:1, 4:1 - Ofen aus für Neuwied. „Unser 2:1 war ein Wake-up-Effekt. Danach klappten Dinge, die normalerweise nicht passieren. Das war ähnlich wie im Neuwieder Spiel gegen Hamm. Wir hatten das Momentum", freute sich Arno Lörsch. Wenn die Bären nun einmal den Körper einsetzten, wurde schnell deutlich, dass mit Marc Stromberg ein Hauptschiedsrichter auf dem Eis stand, der in etlichen Situationen ein ganz schlechtes Händchen für das geeignete Strafmaß hatte beziehungsweise eine angemessene Linie durchzuziehen. Checks wie der von Dennis Schlicht gegen Pierre Wex gehören im Eishockey dazu. Der Unparteiische sah's komplett anders und schickte den Neuwieder Angreifer zum Duschen (27.). Eine von einigen Entscheidungen, die pro Diez-Limburg ausfielen bevor das Ergebnis deutlich wurde. Entsprechend echauffierte sich EHC-Manager Carsten Billigmann, der im Mitteldrittel seinem Unmut Luft machte und der Bank verwiesen wurde: „Natürlich haben wir heute schlecht gespielt, da gibt es keine Ausrede und keine zwei Meinungen. Aber es war jetzt schon das wiederholte Mal in dieser Saison, dass wir von Marc Stromberg benachteiligt wurden." Eine Einschätzung, die er noch am Freitagabend auch dem rheinland-pfälzischen Schiedsrichterobmann Marcus Brill mitteilte. Die lange Überzahl, zwei Minuten lang sogar erneut fünf gegen drei, nutzte Florian Böhm zum 5:1 (31.). „Damit war die Messe gelesen", musste Jens Hergt einsehen.
Als der Unparteiische im letzten Abschnitt begann beim Zeitstrafenverhältnis entgegensteuern, wo die Partie entschieden zu sein schien, ergab sich doch noch einmal die Chance für die Deichstädter auf ein episches Comeback. Marijus Maier erhielt nach einem Check gegen Sven Schlicht eine ebenso maßlos überzoge Große Strafe, und nach Böhms Haken stand der EHC für zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Nachdem Willi Hamann verkürzt hatte (44.), war das die Gelegenheit noch einmal für Spannung zu sorgen. Die Rockets hielten sich schadlos, und so monierte Hergt: „Da wurde ein Problem mit der taktischen und spielerischen Disziplin deutlich. Manche Spieler dachten, sie müssen jetzt etwas Besonderes machen." Kein weiser Entschluss. Konstantin Firsanov düpierte die Bären sogar mit einem Shorthander (51.), und das bessere Powerplay gehörte an diesem Abend ohnehin den Raketen. Fischers drittes Tor war der vierte in Überzahl und bedeutete den verdienten 7:2-Endstand.
Grefrath Phoenix (LLW)
Grefrather Serie hält nach Sieg gegen die Raptors
In einem hart umkämpften und zum Teil recht ruppigen Spiel bezwang die Grefrather EG am Freitagabend die "Raptors" vom EC Bergisch Land mit 3:1 (1:0,1:0,1:1) und startete damit erfolgreich in das doppelte Auswärts-Wochenende.
Neben den Verteidigern Gerrit Ackers und Till Schwarte musste Phoenix-Trainer Karel Lang zudem berufsbedingt auf Stürmer Dennis Lüdke und Torjäger Dennis Holstein verzichten. Für diese rückten mit Jason Adler und Viktor Hubbertz erneut zwei Spieler aus der Grefrather Jugend-Mannschaft in den Kader.
Auch ohne Ideal-Formation zeigten die Grefrath Phoenix insbesondere in defensiver Hinsicht eine starke Leistung und starteten konzentriert in die Begegnung gegen den amtierenden Meister der NRW-Landesliga. Bereits nach gut vier Minuten erzielte Lukas Bisel auf Zuspiel von Roby Haazen und Kapitän Andreas Bergmann die frühe Grefrather Führung.
Auch im zweiten Spielabschnitt ließen die Blau-Gelben gegen die Gastgeber kaum etwas zu und nutzten statt dessen in der 32. Minute eine Überzahlsituation, um die Führung auszubauen. Andre Nelleßen hatte nach Zuspiel von Sascha Schmetz die Scheibe zum 0:2 über die Torlinie gebracht.
Das von Tobias Meertz eingeleitete 0:3 durch Sascha Schmetz brachte Grefrath in der 43. Minute vermeintlich auf die Siegerstraße. Jedoch war die Entscheidung noch längst nicht gefallen, zumal sich die vom ehemaligen Grefrather Spieler Marco Piwonski trainierten "Raptors" nicht vorzeitig geschlagen geben wollten. Nun wurde die Partie bissiger geführt und so manche Strafminute wanderte hüben wie drüben auf die Anzeigetafel.
Die Gastgeber kamen schließlich in der 58. Minute zum Ehrentreffer gegen den ansonsten souveränen Oliver Nilges im Phoenix-Tor, konnten den fünften Grefrather Sieg im fünften Spiel aber nicht mehr ernsthaft gefährden.
"Wir freuen uns über die drei wichtigen Punkte im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze, konzentrieren uns aber nun bereits auf das bevorstehende Spiel am Sonntag in Wiehl. Auch das wird wieder sehr schwer werden." richtet Phoenix-Trainer Karel Lang bereits den Blick nach vorne.
Phoenixfans, die ihr Team am Sonntag zum Auswärtsspiel nach Wiehl begleiten wollen, haben die Möglichkeit, im Mannschaftsbus mitzufahren. Treffpunkt ist um 13.00 Uhr an der Eissporthalle Grefrath.
Troisdorf Dynamite (LLW)
Troisdorf wieder auf dem zweiten Tabellenplatz
Nach dem zweiten Sieg in Folge gegen die Real Stars aus Bergisch Gladbach hat Troisdorf den zweiten Tabellenplatz hinter Grefrath und vor Dortmund eingenommen.
Das Spiel startete mit viel Dynamik und Tempo aus Sicht der Troisdorfer und man setzte die Gastgeber immer wieder unter Druck. Insbesonders die erste Sturmreihe mit Lucas Hubert, Mario Wonde und Stefan Kaltenborn zauberten spektakuläre Kombinationen, die jeweils der Kapitän Lucas Hubert zum 0:1 und zum 0:3 beenden konnte. Das 0:2 erzielte Kevin Stöhr auf Zuspiel von Justyn Tursas. Bergisch Gladbach kam zwar gelegentlich durch einige Konter vor das Tor der Dynamites, aber alle diese Chancen machte der hervorragend eingestellte Troisdorfer Goalie Lukas Haack zu Nichte.
Im zweiten Drittel hatte man wohl den Gegner etwas unterschätzt. Dadurch, dass Troisdorf das Tempo reduzierte und dem Gegner mehr Zeit und Raum anbot, konnte dieser immer häufiger vor dem Troisdorfer Tor auftauchen und Lukas Haack herausfordern.
In der 35. Spielminute konnte der Troisdorfer Goalie Lukas Haack dann doch von den Real Stars überwunden werden. Bergisch Gladbach verkürzte auf 1:3. Nur 36 Sekunden später war es der Troisdorfer Verteidiger Dominik Klein, der seinen Alleingang durch einen platzierten Schuss beendete und den alten zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellte. Der zweite Spielabschnitt war ein offener Schlagabtausch mit mehreren Chancen für beide Teams. Am Ende des zweiten Drittels stand es 1:4 für die Gäste aus Troisdorf.
Im letzten Spielabschnitt wurde der Einsatz und die kreative Spielweise der Troisdorfer wieder belohnt. In der 44. Spielminute war es wieder der Kapitän, der in Unterzahl zum 1:5 erhöhte. Den Treffer zum 1:6 erzielte wieder der Kapitän Lucas Hubert auf Zuspiel von Mario Wonde. Den Schlusspunkt in dem Spiel setzte wieder ein Verteidiger. Thorsten Metzen wurde von Patrick Stellmaszyk und Justyn Tursas so gut bedient, dass er den letzten Treffer zum 1:7 in diesem Spiel erzielen konnte. Die letzten Spielminuten wurden dann etwas ruppiger und Bergisch Gladbach viel durch einige unfaire Körperangriffe auf. Kevin Stöhr musste nach einer solchen Attacke das Spiel vorzeitig beenden und verletzt in die Kabine gehen.
Statement den Troisdorfer Trainers André Koslowski: "Nur mit dem Ergebnis kann ich zufrieden sein. Leider haben wir es nicht geschafft über die gesamten 60 Minuten das Spiel vollständig zu kontrollieren. Wir haben uns zu oft dem Tempo der Bergisch Gladbacher angepasst und unseren Faden verloren. Außerdem haben wir uns zu viel zu vielen Strafzeiten hinreißen lassen. Die kommenden Spiele müssen wir auf jeden Fall konzentrierter und disziplinierter auftreten."
Das nächste Spiel der Troisdorf Dynamites findet am 10.11.2017 um 20:00 in der Eishalle am Rotter See statt. Gast wird der Lokalrivale aus Wiehl sein.
Sande Jadehaie (VLN)
ECW Sande verliert im Penalty-Krimi
Spannung pur in der Eishalle Sande. Die Jadehaie kassieren vor 967 Zuschauern ihre erste Saisonniederlage, aber verlangen dem Favoriten aus Bremerhaven alles ab.
„Ich kann dem Team überhaupt keinen Vorwurf machen, denn wir haben super gekämpft und den Bremerhavenern ein Duell auf Augenhöhe geliefert“, erklärt Kapitän Nick Hurbanek.
Bereits im ersten Drittel drehten die Jadehaie nach der schnellen REV-Führung die Partie zu ihren Gunsten. „Auch im zweiten Abschnitt lief es noch rund“, blickt Hurbanek auf die zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung,„aber danach haben wir durch individuelle Fehler den Faden verloren.“
Im letzten Abschnitt erzielte der REV durch zwei Treffer von Peter Boon, der eine starke Leistung zeigte, den Ausgleichstreffer, so dass die Partie in die Verlängerung ging.
„Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon fix und fertig, zumal die Gäste mit drei kompletten Reihen aufgelaufen sind“, erklärt der Kapitän weiter. Tore blieben aus und die Entscheidung musste im Penaltyschießen fallen, das Peter Boon mit seinem vierten Treffer an diesem Abend für die Gäste entscheiden konnte.
Hurbanek weiter: „Trotzdem ein schönes Spiel, eine super Stimmung in der Halle, wenn da nicht ein paar Halbstarke REV-Fans gewesen wären, die sich ordentlich daneben benommen haben.“
Schönheider Wölfe (RLO)
Schönheide und FASS teilen Punkte im Topspiel
Spielbestimmende und aufgrund des Chancenplus auch bessere Schönheider Wölfe mussten sich am gestrigen Samstag im Heimspiel mit FASS Berlin die Punkte teilen. Am Ende sicherten sich die Akademiker mehr als glücklich den Zusatzpunkt im Penaltyschiessen. Endstand vor über 500 Zuschauern im Wolfsbau 4:5 (1:1, 3:2, 0:1, 0:1) n.P. Für die Wölfe trugen sich Vincent Wolf, Petr Kukla, Björn Schenkel und Lukas Novacek in die Torschützenliste ein.
Am Ende belohnten sich die Wölfe einfach nicht mit drei Punkten für ihre gute Leistung und den Aufwand, welcher betrieben wurde. Über die gesamte Spielzeit waren die Hausherren die bessere Mannschaft, aber die Chancenverwertung und die unnötigen Strafen lassen FASS Berlin letztendlich mit zwei Punkten als Sieger vom Eis gehen. Im ersten Drittel brannten die Wölfe förmlich ein Feuerwerk ab. Es folgten Chancen über Chancen, aber erst ein abgefälschter Schuss von Vincent Wolf (8.) in Überzahl brachte die mehr als verdiente Führung. Auf der Gegenseite der 1:1-Ausgleichstreffer von FASS-Verteidiger Christian Steinbach (13.) per Schuss von der blauen Linie, welcher Wölfe-Keeper Eric Hanke durch die Lappen ging. Die letzten fünf Minuten bis zur ersten Pause kämpften die Wölfe in Unterzahl, nachdem Jannik-Noah Grätke mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste. Doch die Wölfe meisterten diese Phase erfolgreich und ließen nichts zu.
Im zweiten Drittel gab es viele fragwürdige Entscheidungen und Strafen auf beiden Seiten, womit kaum noch Spielfluss vorhanden war. FASS Berlin nutzte dabei eine Unaufmerksamkeit durch Nico Jentzsch (41.) und eine Überzahlsituation durch Christian Steinbach (32.) zur 1:2 und 2:3-Führung. Zwar konnten die Wölfe zwischenzeitlich durch Petr Kukla (23.) zum 2:2 ausgleichen, doch erst, als die Wölfe wieder komplett und nun selbst in Überzahl agierten, konnten die Gastgeber die Spielverhältnisse wieder gerade rücken und mit zwei Überzahltoren von Björn Schenkel (38.) und Lukas Novacek (39.) mit 4:3 in Führung gehen.
Im letzten Abschnitt nutzte FASS Berlin gleich den ersten Wechsel zum 4:4-Ausgleich durch Patrick Czajka, erneut ein unnötiger Gegentreffer. Danach liefen die Wölfe Angriff auf Angriff für den Führungstreffer. Die Akademiker kamen kaum aus ihrem eigenen Drittel, doch das Scheibenglück war heute leider nicht auf Seiten der Wölfe. Somit musste die Penaltylotterie entscheiden, in welcher für die Wölfe nur Petr Kukla traf, während für die Berliner Patrick Czajka und Gamewinner Richard Jansson erfolgreich waren.
Fazit… Es war das erwartete Topspiel. Die Wölfe waren mehr als auf Augenhöhe mit einem Spitzenteam der Regionalliga Ost, wenn nicht sogar das besser Team an diesem Tag. Allerdings muss angemerkt werden, dass sich die Mannschaft durch die mangelnde Chancenverwertung und die vielen unnötigen Strafen das Leben unnötig selbst schwer macht und sich damit um den verdienten Lohn bringt. Aus diesen Nachlässigkeiten, Fehlern und Strafen muss das junge Team schnell lernen.
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