IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Sonntag 5.Februar 2017. heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2 und Oberliga Süd, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Bezirksliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West und Regionalliga Ost.
Erneut keine Punkte beim Meister - 2:5: Die Düsseldorfer EG verliert auch beim EHC Red Bull München
(DEL) Die Düsseldorfer EG muss eine weitere Niederlage verkraften. Beim
Deutschen Meister EHC Red Bull München setzte es eine 2:5-Niederlage (0:1, 1:1, 1:3). Die
Gäste konnten die Partie zwar über weite Strecken relativ offen halten, eine lange
Unterzahl zu Beginn des Schlussdrittels entschied aber die Begegnung.
Die DEG musste kurzfristig auf Henry Haase verzichten, der sich in Schwenningen
eine Verletzung zugezogen hatte. Dadurch rückte Manuel Strodel in die Verteidigung.
Auch Youngster Johannes Huss war wieder mit dabei. Das erste Drittel war
durch insgesamt fünf Überzahlspiele geprägt – vier für München und eine für Düsseldorf.
Die DEG daher naturgemäß mehr und sehr unter Druck, aber durch engagiertes
Spiel und einen starken Niederberger konnte man den Kasten lange gegentorfrei
halten. Erst bei 18.14 traf Jubilar Yannic Seidenberg (800 DEL-Spiele) zum
1:0, Niederberger war hierbei die Sicht versperrt. Für die DEG hatten Kammerer
und Courchaine gute Einschusschancen, blieben jedoch jubellos.
Ab Minute 20 kam die DEG besser ins Spiel. Doch mitten in dieser etwas offensiveren
Phase musste sie zunächst das 0:2 schlucken. Jason Jaffray nahm ein schnelles
Zuspiel auf und traf aus kurzer Distanz in den linken Winkel (24.14). Doch die
DEG brach dieses Mal nicht ein, sondern hielt das Spiel mit konsequenter Defensivarbeit
weiter offen. Natürlich hatten die Hausherren zahlreiche Chancen, etwa
durch Wolf und Abeltshauser, aber weitere Gegentreffer fielen zunächst nicht. Im
Gegenteil: Bei einer der gar nicht so seltenen Gästeattacken traf Brandon Yip nach
feiner Vorarbeit durch Rob Collins (34.13). Hoffnung keimte auf. Die DEG beginn anschließend
nicht den Fehler, zu offensiv zu agieren und damit in Konter zu laufen.
Zäh und beharrlich bearbeiteten sie den Gegner. Leider handelte sich Brandon Yip
kurz vor der Sirene eine Matchstrafe wegen angeblichem Stockschlag ein. Eine
harte Entscheidung. Mit einem 1:2 ging es in die zweite Pause.
Die DEG musste den Schlussabschnitt also mit einer langen Unterzahl beginnen.
Die Verteidigung verrichtete Schwerstarbeit und Niederberger stand unter Dauerbeschuss.
Dennoch die Gastgeber eiskalt. Matsumoto (42.32) und Boyle (43.19) trafen
binnen kurzer Zeit zum 3:1 und 4:1 und entschieden damit das Spiel. Zwar
konnte Drayson Bowman auf Vorlage von Kurz Davis noch einmal verkürzen, aber
danach kam die DEG nicht weiter heran. Wenige Sekunde vor dem Ende traf Aucion
ins leere Tor (59.18). Es blieb und bleibt bei null Punkten gegen München in dieser
Spielzeit.
Ausblick: Am Freitag kommen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg in den ISS
DOME. An diesem Tag wird auch die 67er Meistermannschaft geehrt. Die DEG erwartet
zu diesem emotionalen Abend weit über 10.000 Besucher. Tickets unter
www.degtickets.de.
Red Bulls München verlieren Topspiel in Nürnberg / NIT – RBM 3:2 n.P. | Frank Mauer: „Waren wieder dicht dran am Sieg“(DEL) Der EHC Red Bull München hat das Spitzenspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers knapp mit 2:3 nach Penaltyschießen (1:0|0:0|1:2|0:0|0:1) verloren. 7.672 Zuschauer sahen eine hochklassige Partie, in der Jason Jaffray und Frank Mauer die Red Bulls mit 2:0 in Führung brachten. Nürnberg rettete sich in der Schlussminute in die Verlängerung und sicherte sich im Shootout den Zusatzpunkt. Trotz der vierten Niederlage im vierten und letzten Hauptrundenduell gegen die Franken bleiben die Münchner Tabellenführer.
Die Ice Tigers begannen vor heimischem Publikum druckvoll und hatten nach 15 Sekunden durch Patrick Reimer die erste gute Chance. München überstand die Anfangsphase ohne Gegentor und fand dann besser ins Spiel. Nachdem Michael Wolf in Unterzahl nur das Außennetz traf (10.), brachte Jason Jaffray die Roten Bullen in der 16. Minute per Beinschuss in Führung. In der Schlussphase des ersten Abschnitts zeichnete sich Münchens Torhüter Danny aus den Birken mit starken Paraden gegen Brandon Segal (18.) und Patrick Reimer (19.) aus.
Auch kurz nach dem Seitenwechsel war aus den Birken bei einem Alleingang von Andrew Kozek auf dem Posten (23.). In der Folge lieferten sich die beiden Spitzenteams ein intensives und temporeiches Duell. Da beide Torhüter fehlerfrei hielten, fielen trotz guter Chancen im zweiten Abschnitt keine weiteren Treffer.
Im Schlussdrittel nahm die Intensität der hart umkämpften Partie weiter zu. In der 52. Minute schoss Frank Mauer die Münchner mit seinem Unterzahl-Tor dem Sieg ein Stück näher. Nur 30 Sekunden später stellte Sasa Martinovic per Abstauber in Überzahl den alten Abstand wieder her. Die Red Bulls verteidigten die Führung bis in die Schlussminute, in der Steven Reinprecht die Ice Tigers mit seinem Treffer zum 2:2 in die Verlängerung rettete.
Trotz Großchancen auf beiden Seiten fielen in der fünfminütigen Overtime keine Treffer. Im Penaltyschießen sicherte Philippe Dupuis den Gastgebern den Zusatzpunkt.
Eispiraten Crimmitschau holen Slowenen Ivo Jan als Co.Trainer(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau sind bei der Suche nach einem Co. Trainer fündig geworden. Die Stelle wird zukünftig der 41jährige Slowene Ivo Jan besetzen. Der bisherige Cheftrainer der Graz 99 (EBEL) erweitert somit den Stab der Westsachsen. Jan war seit Oktober 2015 Headcoach des österreichischen Erstligisten und besitzt die höchste slowenische Trainerlizenz. Auf Grund Dieser läuft derzeit der Antrag auf eine Gasttrainerlizenz beim DEB (Deutscher Eishockey Bund). Ivo Jan verfügt selbst über reichlich Erfahrung aus seiner Zeit als aktiver Profi, in der er unter anderem auch 3 Jahre in der DEL für die Krefeld Pinguine auflief. Als Trainer ist Crimmitschau seine dritte Station, die er nach Engagements in Ljubljana und Graz in seiner Vita aufnimmt.
Deggendorfer SC muss sich erstmals den Blue Devils geschlagen geben
(OLS) Das erste Mal in dieser Spielzeit lässt der Deggendorfer SC Punkte
gegen die Blue Devils Weiden liegen. Nach vier Siegen in Folge verlor
die Mannschaft von Trainer John Sicinski am Freitagabend mit 4:2 gegen
die blauen Teufel.
Zunächst einmal gab es vor der Partie bereits Positives zu vermelden.
Nach wochenlanger Verletzungspause kehrte Stefan Ortolf wieder ins
Aufgebot der Deggendorfer zurück.
Das Spiel begann sehr schwungvoll. Der DSC versuchte, bereits früh
Druck aufzubauen und in Führung zu gehen, doch Fabian Hönkhaus im Tor
der Blue Devils erwies sich als starker Rückhalt für sein Team, sodass
es nach 20 gespielten Minuten immer noch 0:0 stand. Im zweiten
Abschnitt erspielten sich nun beide Teams Chancen, wobei sich der DSC
schwer tat gegen Weidener Abwehr, die sich nach anfänglichen Problemen
immer mehr stabilisierte. Nach 30 gespielten Minuten fiel dann auch
das erste Tor. Marco Pronath schlich sich in den Slot und entfloh
damit der Aufmerksamkeit der DSC-Abwehr und verwertete einen Pass von
Philipp Siller zum 1:0. Dies war dann auch der Pausenstand, denn trotz
weiterer Gelegenheiten auf beiden Seiten waren nach 40 Minuten Tore
eher Mangelware. Dies sollte sich dann im Schlussabschnitt ändern.
Nicht einmal eine Minute war im dritten Drittel gespielt, als Curtis
Leinweber den freistehenden Kyle Gibbons bediente und dieser die
Partie mit einem trockenen Handgelenksschuss ausglich. Doch die Freude
währte nicht lange. Nur drei Minuten später zog Weidens Daniel Sevo
nach einem Bullygewinn einfach mal ab und der Puck schlug unter der
Querlatte zum 2:1 ein. Und die Blue Devils legten nach. Wiederum nur
drei Minuten später war es Ales Jirik, der im Powerplay einfach mal
abzog und der Puck erneut den Weg ins Tor fand. Doch trotz des
Zwei-Tore-Rückstands gaben sich die Deggendorfer nicht auf und
spielten weiter nach vorne. Dies wurde in der 53. Spielminute dann
auch belohnt. Dimitrij Litesov setzte sich gut durch, brachte den Puck
aufs Tor und Patrik Beck verwertete den Abpraller zum 3:2
Anschlusstreffer. Doch die darauffolgende Hoffnung auf den Ausgleich
wurde jäh gebremst. Nur knapp eine Minute später fuhren die Blue
Devils einen Zwei-gegen-Eins-Konter, bei dem Martin Heinisch Ales
Jirik bediente, der keine Mühe mehr hatte, auf 4:2 zu erhöhen. Trotz
zahlreicher Bemühungen wieder ins Spiel zurückzukehren, gelang es den
Deggendorfern nicht mehr, noch einen Treffer zu erzielen, um das Spiel
noch einmal spannend zu gestalten. Trotz dieser Niederlage bleibt der
DSC auf dem vierten Tabellenplatz und hat bereits am Sonntag wieder
die Chance auf Punkte, denn dann trifft die Mannschaft von Trainer
John Sicinski im großen Ostbayernderby auf den EV Regensburg.
Spielbeginn in der Deggendorfer Eissporthalle ist um 18:30 Uhr.
Dritte Niederlage in Folge für die EV Lindau Islanders(OLS) Die EV Islanders rutschen in der Verzahnungsrunde weiter ab. Nach der 3:4 (2:2, 0:1, 1:0) Niederlage nach Verlängerung beim TSV Erding bleiben die Lindauer nur Dritter und müssen in der aktuellen Form sogar um die Play-Off Teilnahme bangen. Zu allem Überfluss verloren die Islanders Center Marco Miller nach einem nicht geahndeten Kniecheck.
„Langsam wird es ungemütlich, das muss man offen ansprechen und da gibt es auch nichts schön zu reden. So eng wie sich unsere Gruppe darstellt, kann man mit einer schlechten Serie bald alles verspielen“, sagt EVL- Präsident Marc Hindelang. „Wir sind sehr gespannt darauf, wer sich jetzt gegen den Absturz wehrt und wer nicht. Wer sein Ego jetzt nicht hinten anstellt, wird nächstes Jahr sicher nicht mehr in Lindau spielen, egal in welcher Liga.“
Die Partie in Erding war sinnbildlich für alles, wovor die Spieler des EVL gewarnt wurden. Jeder Gegner holt in der Verzahnungsrunde das Beste aus sich heraus und die Qualität der Top- Bayernligisten steht denen der schwächeren Oberligisten in nichts nach, vor allem dann, wenn der Oberligist sein Leistungsvermögen nur im letzten Drittel voll ausschöpft. Bis dahin hatten die Lindauer dem Bayernliga- Vizemeister aber die Chance gegeben, sich Selbstvertrauen zu holen und die besten Saisonleistung zu zeigen.
Da half den Islanders auch nicht, dass sie schon nach 74 Sekunden durch Jeff Smith in Führung gingen. Schon im Gegenzug war das Abwehrverhalten der Gäste nicht konsequent genug. Florian Zimmermann drückte letztlich den Puck nur zwölf Sekunden später zum Ausgleich über die Linie.
Auch danach begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe. Bei den Islanders fehlte erneut Zdenek Cech, was der spielerischen Qualität der Islanders wieder nicht weiterhalf. Michal Mlynek kehrte zwar in den Kader zurück, den fehlenden Wettkampfrhythmus merkte man ihm aber an, so dass Großchancen Mangelware blieben. Auf der anderen Seite stellten sich die Lindauer mit kuriosen Gegentoren selbst ein Bein. So sah EVL- Goalie Beppi Mayr beim 2:1 der Gladiators schlecht aus, als Marco Deubler ihm von hinter dem Tor die Scheibe an den Rücken schoss, von wo sie im Netz landete (15.). Immerhin kamen die Islanders noch im ersten Drittel zum Ausgleich. Marco Miller, der später verletzt ausscheiden musste, traf eine Minute vor der Pause genau in den Winkel zum 2:2.
In der intensiven Partie nahmen die Strafen im zweiten Drittel zu. Hier brachte das Lindauer Powerplay aber keinen Erfolg und in Unterzahl kassierten die Islanders wieder einmal ihren obligatorischen Gegentreffer. Sebastian Koberger saß wegen Hakens in der Kühlbox, was Deubler mit einem Gewaltschuss zum 3:2 bestrafte. Anschließend nahm sich Lubos Sekula eine unnötige Strafe wegen übertriebener Härte, die der EVL diesmal ohne Gegentreffer überstehen konnte.
Das gab den Gästen einen Schub, die im letzten Drittel dann endlich bewiesen, dass Potenzial in der Mannschaft steckt. Nach fünf Minuten war es Sascha Paul, der zum Ausgleich traf. Mehr gelang weder den Islanders noch den Oberbayern, wobei die Lindauer in der Schlussphase sowie zu Beginn der Verlängerung noch zwei Strafen zu überstehen hatten.
Das gelang zwar, aber 40 Sekunden vor Ende der Overtime war Erdings bester Spieler an diesem Abend, Florian Zimmermann, zur Stelle und sicherte dem TSV den Zusatzpunkt, der die Islanders mit nur acht Punkten nun weiter unter Zugzwang setzt, da Erding nun mit dem EVL punktgleich ist und Miesbach nur einen Zähler dahinter lauert.
EV Regensburg schlägt den EC Peiting in der Extrazeit(OLS) Vor 1.959 Zuschauern behält ein arg ersatzgeschwächter EV Regensburg gegen Peiting mit 4:3 nach Verlängerung die Oberhand. Peter Holmgren feierte ein gelungenes Debüt im EVR-Trikot.
Gleich ohne acht Stammkräfte liefen die Domstädter am Freitag vor heimischer Kulisse auf. Stefan Huber fehlte erkrankt, dazu waren Daniel Stiefenhofer, Sebastian Wolsch, Vitali Stähle, Marco Habermann, Cody Brenner, Peter Flache und Lukas Heger allesamt verletzungsbedingt nicht mit dabei. Dafür gab es Verstärkung vom SC Riessersee: Daniel Fießinger agierte als Backup, Nick Endreß im Sturm. Außerdem rückten aus dem DNL-Team Xaver Tippmann, Felix Schwarz und Matteo Stöhr auf.
Die Augen der Regensburger Anhänger richteten sich natürlich auf Neuzugang Peter Holmgren, aber auch auf Rückkehrer Korbinian Schütz. Beide zeigten von Beginn an, dass sie der Mannschaft weiterhelfen und die Qualität erhöhen. Allerdings schlug im ersten Abschnitt der Gast zum ersten Mal zu und das ziemlich früh. Schon in der 5. Spielminute traf Florian Stauder hart und mit voller Kraft, als er eine hohe Hereingabe von Ty Morris mit der Hand stoppen konnte. Das 0:1 sorgte zunächst dafür, dass Regensburg einige Augenblicke benötigte, um sich abzuschütteln. Schon in Minute 12 fanden die Oberpfälzer aber die passende Antwort, denn dort passte Tomas Gulda die Scheibe vor das Tor, wo Yannick Drews nur noch seinen Schläger zum 1:1 reinhalten musste. Nun lief die EVR-Maschinerie besser und Nikola Gajovsky ließ mit einem starken Antritt Mann und Maus stehen, scheiterte allerdings an ECP-Keeper Hechenrieder, der die Scheibe genau auf den Schläger von Brandon Wong stach. Wong ließ sich dabei nicht lumpen und schoss den EVR mit 2:1 in Front (15.).
Im Mittelabschnitt neutralisierten sich beide Mannschaften zunehmend und zeigten ein Spiel, welches zwischen Regensburg und Peiting typisch ist. Viel Zweikampfszenen in den Ecken, keine Schauspielerei, sondern harte Arbeit auf beiden Seiten. Regensburg hatte außerdem immer wieder ein bisschen daran zu knabbern, dass wieder mal eine veränderte Formation agieren musste. In der 30. Spielminute glich der Gast aber dann aus. In Überzahl war Milan Kostourek im Nachschuss erfolgreich. Noch kurz davor rettete EVR-Keeper Holmgren mit einem unglaublichen Stockhandsave, in dieser Situation war der Deutsch-Schwede allerdings machtlos. Keine der beiden Kontrahenten schaffte es mehr, bis zur zweiten Sirene einen weiteren Treffer zu markieren, sodass es mit großer Spannung in den Schlussabschnitt ging.
Drittel drei begann gleich mit einem wahren Paukenschlag. Brandon Wong sah den von der Mannschaftsbank heraneilenden Kevin Schmitt und bediente diesen mustergültig. Schmitt zog sofort ab und traf zum umjubelten 3:2 für den EV Regensburg (43.). Der Vorsprung hielt aber nur ganze 24 Sekunden Bestand, denn dann schlug Ty Morris zu. Der Stürmer der Gäste nutzte eine springende Scheibe vor Holmgren eiskalt aus und egalisierte erneut den Hausherren-Vorsprung (44.). Es wurde danach von Minute zu Minute umkämpfter und jeder wusste, wer das nächste Tor erzielt, wird hier als Sieger vom Eis gehen. Etwas Emotion entlud sich in Minute 53, als sich Regensburgs Frankenberg und Peitings Morgan einen Faustkampf lieferten. Beide setzten damit nochmal ein Zeichen, ein Treffer in regulärer Spielzeit wollte allerdings nicht mehr fallen.
Die Extrazeit musste also über den Zusatzpunkt entscheiden. Wie gehabt verlängert die Oberliga im Modus drei gegen drei und Peiting hatte auch die erste Chance in der Verlängerung. Regensburg befreite sich, lief über Brandon Wong einen Konter, der so lange verzögerte, bis Barry Noe für den Querpass bereit stand und da war es auch schon passiert: Noe traf per Direktabnahme nach nur 42 Sekunden und sorgte dafür für den 4:3-Endstand.
Für den EVR geht es am Sonntag mit dem Derby beim Deggendorfer SC weiter. Bisher waren alle Partien beim Team von John Sicinski hart umkämpft und vor allem richtig spannend. Anpfiff in Niederbayern ist um 18:30 Uhr.
EVR tritt die Reise zum Donauderby nach Deggendorf an
Nach dem Heimsieg gegen den EC Peiting müssen die Kufencracks aus der Domstadt zum Derby nach Niederbayern. Dabei gibt Marco Habermann sein Comeback im EVR-Trikot.
Trotz der Rückkehr von Angreifer Habermann hat der EVR auch am heutigen Sonntag eine angespannte Personalsituation. Stefan Huber fehlt weiter krankheitsbedingt. Außerdem gibt es gleich sieben verletzungsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Es fehlen: Daniel Stiefenhofer, Vitali Stähle, Lukas Heger, Sebastian Wolsch, Peter Flache und Cody Brenner. Wer beim Deggendorfer SC am heutigen Sonntag ausfällt, war noch nicht geklärt, bzw. bekannt.
Der DSC musste sich am Freitag in Weiden mit 2:4 geschlagen geben und hat jetzt zehn Zähler Rückstand auf den EV Regensburg. Noch sind die Niederbayern auf Platz vier, welcher in der ersten Playoffrunde das Heimrecht bedeutet. Allerdings ist der direkte Verfolger aus Peiting auf drei Punkte herangerückt. Der ECP empfängt heute jenen EV Weiden und es darf gespannt erwartet werden, wie sich die Lage in dieser Tabellenregion entwickelt.
Bisher konnte Regensburg alle Vergleiche in dieser Spielzeit gegen den Deggendorfer SC für sich entscheiden. Viermal jubelten die Oberpfälzer, die niederbayerischen Gastgeber haben sich dementsprechend viel vorgenommen. Vor allem im Deggendorfer Eisstadion waren die Derbys hart umkämpft und richtig spannend. Im letzten Spiel des Jahres 2016 feierte der EVR gar einen Last-Minute-Sieg, als Svatopluk Merka wenige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit einnetzen konnte.
Die Meisterrunde ebnet langsam aber sicher die Richtung zur heißesten Phase der Saison. Noch neun Spiele müssen bis zur fünften Jahreszeit absolviert werden und dabei zählt jeder Punkt im Kampf um den zweiten Tabellenplatz. Regensburg muss sechs Zähler Rückstand gutmachen und braucht dafür am heutigen Abend zahlreiche Unterstützung seiner Fans. Anpfiff in Deggendorf ist um 18.30 Uhr. Karten an der Abendkasse gibt es in ausreichender Zahl.
(OLS) Der EHC Waldkraiburg konnte am Freitagabend den vierten Sieg im fünften Spiel der Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten feiern. Das Team von Trainer Rainer Zerwesz gewann gegen den ESV Buchloe mit 4:2, musste sich den Erfolg gegen die stark verteidigenden Gäste aber hart erarbeiten- drei der vier Tore erzielten die Industriestädter in Überzahl. Punktgleich mit dem HC Landsberg liegen die Löwen in ihrer Gruppe B jetzt vorerst auf dem ersten Platz.
„Für die Zuschauer war es nicht wirklich schön, aber wir sind mit diesem Arbeitssieg zufrieden“ erklärte EHC-Trainer Rainer Zerwesz nach der Partie. „Es zählen nur die drei Punkte, aber wir müssen uns weiter steigern, wenn wir da hinkommen wollen, wo wir hin möchten“ so der 48-Jährige weiter. Die beste Nachricht des Spiels gab es bereist beim Aufwärmen, denn mit Martin Führmann kehrte einer der beiden Langzeitverletzten – Lukas Wagner wurde bereits vor rund zwei Wochen operiert und befindet sich noch in der Reha – zurück ins Team zurück. Der 34-Jährige weilte tagsüber noch in Stuttgart, daher war erst kurz vor Anpfiff klar, ob er es rechtzeitig zurück schafft. Doch es klappte und so war die Nummer 71 des EHC wieder mit von der Partie. Gleichzeitig gab es aber auch einen Ausfall: Christof Hradek, der am letzten Wochenende noch auf die Zähne gebissen hatte, bekam erneut Probleme mit seiner zwei Wochen alten Verletzung und so war der Youngster zum Zuschauen verdammt.
Die Löwen begannen konzentriert und agierten zunächst mit vier Reihen, da mit Bastian Rosenkrank und Jürgen Lederer der Kader erneut Zuwachs bekommen hatte. Ihre erste Überzahlgelegenheit nutzten die Hausherren vor knapp 800 Zuschauern dann auch schon direkt zur Führung: Tomas Vrba behauptete den Puck in der Ecke, zog dann vors Tor und schloss eiskalt zum 1:0 ab (10:29). Die Buchloer, die nach wie vor auf den ersten Sieg in der Verzahnungsrunde warten, standen tief und verteidigten gut- es war schwer, ein Durchkommen gegen die kompakte Defensive zu finden. Kurz nach der Führung hieß es erneut Powerplay für die Löwen, doch statt es zu nutzen ging der Schuss nach hinten los und Christoph Heckelsmüller traf in Unterzahl zum Ausgleich (12:47).
Um sein Team wieder wach zu rütteln, stellte Zerwesz zum mittleren Drittel auf drei Angriffsreihen um und dies sollte sich auszahlen. Bei angezeigter Strafe setzte Tomas Vrba Max Kaltenhauser mit einem Traumpass in Szene und dieser ließ Daniel Blankenburg im Tor der Pirates keine Chance (24:24). Wenig später zauberte aber auch Kaltenhauser auf, spielte einen großartigen Querpass in den Lauf von Jakub Marek und dieser jagte die Scheibe in den Winkel (32:38). Wenig später schlugen die Gäste aber zurück: Nach einem Fehlpass-Festival in der neutralen Zone kam der Puck zu Alexander Krafczyk und dieser verkürzte mit einem Flachschuss auf 2:3 (34:48).
Die erste Angriffsreihe machte ihren Job, von den restlichen Reihen der Löwen kam aber- gerade im Vergleich zur tollen Vorwoche- zu wenig. Hier muss eine Steigerung her, wenn der aktuelle Platz an der Sonne gehalten werden soll. Nach knapp 43 Minuten traf Andreas Andrä dann den Pfosten, durch zwei Strafzeiten gegen die Gäste bedingt, agierten die Löwen dann nach 50 Minuten 65 Sekunden lang in doppelter Überzahl- doch erneut sprang nichts heraus. So dauerte es bis zur 59.Spielminute und es brauchte ein weiteres Powerplay, ehe es Andrä besser machen konnte und mit einem satten Schuss den Endstand erzielen konnte (58:31). Ein wahrer Arbeitssieg, doch schon am Sonntag in Buchloe müssen sich die Löwen gewaltig steigern, denn hier hingen die Trauben schon immer ziemlich hoch.
ESV Buchloe: Piraten warten weiterhin auf die ersten Punkte in der Verzahnungsrunde - Tolle kämpferische Leistung beim Oberligisten Waldkraiburg wird nicht belohnt(BYL) Trotz einer defensiv starken Vorstellung des ESV Buchloe gegen den EHC Waldkraiburg hat es wieder nicht für Punkte gereicht. Am Ende mussten sich die Freibeuter den Löwen mit 2:4 (1:1, 1:2, 0:1) geschlagen geben. Doch bereits für Sonntag meinte Trainer Topias Dollhofer auf der Pressekonferenz für das Rückspiel "Großzügig können wir jetzt nicht mehr sein."
Das Spiel begann ohne großes Abtasten, denn bereits in der ersten Spielminute hatten beide Teams je eine Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch weder Markus Vaitl konnte Björn Linda im Tor des EHC, noch Thomas Vrba Daniel Blankenburg im Tor des ESV Buchloe überwinden. Im weiteren Verlauf zeigte sich, dass Coach Topias Dollhofer sein Team hervorragend auf die Klasse des EHC Waldkraiburg eingestellt hatte. Mit einer kompakten und disziplinierten Defensivleistung stoppten die Freibeuter eine Angriffswelle nach der anderen und auch Daniel Blankenburg war wieder ein guter Rückhalt in den Reihen des ESV, als er vor Martin Hagemeister (4.) Andreas Andrä (7.) und Max Kaltenhauser (9.) auf dem Posten war. In der zehnten Spielminute musste Lukas Hruzik wegen Halten auf die Strafbank Platz nehmen. Thomas Vrba ließ im daraus resultierenden Powerplay mit einem schönen Move einen Verteidiger stehen und dann Daniel Blankenburg mit einem Schuss unter die Latte keine Chance zur Abwehr (11.). Keine Zeigerumdrehung später schickte Schiedsrichter Wohlgemut Pavel Vit auch wegen Haltens auf die Strafbank. Doch diesmal konnte Alexander Krafczyk einen Konter starten und bediente den mitgelaufenen Christoph Heckelsmüller in der Mitte, der Björn Linda zum Ausgleich überwinden konnte. Direkt im Anschluss vergaben die Hausherren durch Philipp Seifert die beste Möglichkeit nochmals im ersten Drittel in Führung zu gehen, aber auch Timo Rauskolb und Oliver Braun konnten Björn Linda nicht überwinden. Damit ging es mit einem 1:1 in die erste Drittelpause.
Zu Beginn des zweiten Drittels wurde Buchloe etwas mutiger in der Offensive, doch weder Max Dropmann konnte einen Pass von Pavel Vit, noch Lukas Hruzik eine Vorlage von Timo Rauskolb verwerten. Bei angezeigter Strafe gegen Marc Weigant leitete Thomas Vrba mit einem Zuckerpass auf Max Kaltenhauser das 1:2 ein (25.). Pavel Vit und Mario Seifert verpassten danach den erneuten Ausgleich. Die Freibeuter blieben weiterhin der defensiv vorgegebenen Linie treu, diese wurde jedoch wieder mit einem Traumpass von Max Kaltenhauser auf Jakub Marek ausgehebelt, der dann mit einem Schuss in den Winkel zum 1:3 Daniel Blankenburg überwand (33.). Der ESV gab sich aber nicht auf, kämpfte weiter und zwei Minuten später wurde dieses belohnt. Christoph Heckelsmüller erlief sich den Puck, spielte im Gedränge zurück auf dem sich freilaufenden Alexander Krafczyk und Björn Linda musste zum zweiten Male hinter sich greifen. Kurz vor der zweite Pausensirene hatte Daniel Hämmerle noch mit seinem Schuss eine Möglichkeit, doch Daniel Blankenburg entschärfte diesen im letzten Moment mit seinen Schonern.
Im letzten Drittel war Michael Trox alleine durchgebrochen und Lukas Hruzik verhinderte mit seinem Einsatz schlimmeres. Beim nächsten Spielzug hatten die Buchloer Glück, als der Puck gegen das Gestänge klingelte. Gegen Mitte des letzten Drittels mussten die Pirates noch mal alles geben, da man über eine Minute in doppelter Unterzahl agierte und der EHC Waldkraiburg daraus nichts zählbares erreichen konnte. Der EHC drängte jetzt auf die Entscheidung, doch Thomas Rott und Martin Hagemeister fanden in Daniel Blankenburg ihren Meister. Vier Minuten vor dem Ende schickte Max Dropmann Marc Weigant mit einer Steilvorlage, aber hier erwies sich Björn Linda als guter Rückhalt für die Löwen und verhinderte den Ausgleich. Die Entscheidung fiel dann in der 59. Minute, in der Andreas Andrä im Powerplay den Puck mit voller Wucht ins Netz zu 4:2 Endstand hämmerte.
Erding Gladiators ringen Islanders in der Verlängerung nieder(BYL) Eishockey-Fest in Erding. Die Gladiators begeisterten die Zuschauern und feiern einen Sieg nach Verlängerung.
Die Partie zwischen den Erding Gladiators und dem EV Lindau Islanders am Freitagabend war eines der besten, wenn nicht das beste Spiel überhaupt, das in dieser Saison in der Erdinger Eissporthalle über die Bühne gegangen ist. Am Ende gab es zwei Punkte für die Gladiators, die mit 4:3 Toren nach Verlängerung (2:2, 1:0, 0:1; 1:0) gewannen.
Erdings Trainer Thomas Vogl hatte seine Blöcke wieder verändert, um neue Reizpunkte zu setzen. Den ersten Reizpunkt setzten aber die Gäste vom Bodensee, denn bereits nach 74 Sekunden traf Jeff Smith zum 1:0. Im Gegensatz zum Waldkraiburg-Spiel eine Woche zuvor kam diesmal die Antwort prompt. Nur zwölf Sekunden später stocherte Florian Zimmermann den Puck zum 1:1 über die Linie. In der Folge entwickelte sich eine sehr intensiv geführte Partie, mit leichten Vorteilen für den Oberligisten, aber wenig Torszenen. Nach einer knappen Viertelstunde jubelten dann aber die Erdinger. Schlitzohrig, mit einem Schuss von hinter dem Tor auf den Rücken von Keeper Josef „Beppi“ Mayer, gelang Marco Deubler das 2:1. Eine Einzelaktion von Marco Miller brachte jedoch 65 Sekunden vor Drittelschluss den 2:2-Ausgleich. Sein Schrägschuss landete genau im Kreuzeck.
Im zweiten Drittel ging der beinhart geführte Kampf weiter, der aber jederzeit fair blieb und mit Hauptschiedsrichter Philipp Sintenis einen ausgezeichneten Leiter hatte. Die erste Strafe gegen Erding gab es in der 25. Minute und wurde unbeschadet überstanden. Dann musste ein Lindauer vom Eis, und dem überragenden Deubler gelang per Direktabnahme das 3:2 für die Gladiators (29.). Bei einer weiteren Strafe gegen die Islanders konnten die Gäste den vierten Erdinger Treffer nur mit Glück verhindern. Lindau versuchte, die Partie wieder in den Griff zu bekommen, doch hielt Erding voll dagegen.
Im Schlussdrittel erhöhte der Oberligist vom Bodensee noch einmal die Schlagzahl, und die Partie wurde nun noch rasanter. Sascha Paul war es schließlich, der in der 45. Minute den Puck zum 3:3 im Erdinger Tor unterbrachte. Beide Teams hatten noch die Möglichkeit, die Partie innerhalb der 60 Minuten für sich zu entscheiden, was aber nicht gelang.
Also musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. Hier hatten die Gladiators zunächst Überzahl, die sie nicht in einen Treffer ummünzen konnte. Der fiel aber dann doch noch. Genau 40 Sekunden vor Ende der Verlängerung war es Florian Zimmermann, der zum 4:3 traf.
ESC Geretsried: Erfolgreich im Gipfeltreffen - Rats bewahren weiße Weste auch gegen Moosburg(BYL) Obwohl die Tabelle nach drei Spieltagen noch nicht allzu aussagekräftig ist, fand am Freitag beim Spiel 1. gegen 2. ein kleines Gipfeltreffen im Heinz-Schneider Eisstadion statt.
Engagierter Beginn gegen ersatzgeschwächte Moosburger (u.a. fehlte Topscorer Feistl, bei den Rats war Dominik Meierl mit Grippe abwesend), das Geschehen spielte sich in den Anfangsminuten überwiegend im Gästedrittel ab. Ein Ausrufezeichen setzte aber dann doch Moosburg, Kankovsky hämmerte den ersten
gefährlichen Abschluss seiner Mannschaft an die Latte. Außer einer guten Chance durch Fuchs tat sich aber auf beiden Seiten nicht mehr viel, das Spiel verflachte zunehmend. Für Aufregung sorgte dann nochmal ein Scheibenverlust in der neutralen Zone, der dem EVM eine 3-1 Situation bescherte. Doch die Stürmer spielten die kurze Überzahl schlecht aus und vergaben die Möglichkeit zur Führung. Nach einem eher Höhepunktarmen ersten Durchgang ging es mit einem gerechten 0:0 in die Kabine.
Allerdings begann das zweite Drittel gleich mal mit einer doppelten Überzahl für die Rats. 18 Sekunden waren gespielt, 1:0 für den ESC. Torschütze war der frischgebackene Papa Ondrej Horvath (Herzlichen Glückwunsch!) mit einem krachenden Schlagschuss über die Fanghand von EVM-Torwart Eggerdinger-Hölzl. Gerade als die zweite Strafzeit gegen Moosburg abgelaufen war, setzte Hansi Tauber noch einen drauf. Aus ziemlich spitzen Winkel überraschte er den Torwart und setzte seinen Handgelenkschuss zum 2:0 unter die Latte (22.). Deutlich wachere Hausherren versuchten nachzulegen und machten ordentlich Betrieb im Gästedrittel. Von Florian Lechner schön freigespielt war bei dem Schuss von Moritz Lauer nur noch die Latte im Weg. Erneut in Überzahl schlugen die Rats zum dritten Mal zu. Nach einem Befreiungsschlag ist David Albanese hellwach und bringt die Scheibe umgehend wieder Richtung Moosburger Drittel. Klaus Berger bediente dann den mitgelaufenen Mäx Hüsken, der die Ruhe behält und überlegt mit der Rückhand einschiebt (32.). Moosburg hatte die Partie allerdings noch nicht abgeschrieben, brachte Gräubig für Eggerdinger-Hölzl und kam tatsächlich wieder besser zurecht. Kankovsky traf bei einem Schuss von der Seite dann nochmal den Pfosten, die Gäste blieb vorerst jedoch ohne eigenen Treffer.
Nach knapp vier Minuten im letzten Spielabschnitt musste dann auch Gräubig das erste Mal hinter sich greifen, mit einem Nachschuss aus der Luft war Joker Daniel Bursch erfolgreich (45.). Der Rest ist schnell erzählt: Trotz bester Chancen schaffte es keine Mannschaft mehr einen weiteren Treffer zu erzielen, denn sowohl Gräubig wie auch Albanese machten einen hervorragenden Job. Gräubig hatte allerdings auch ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Torgestänge, denn alleine im Schlussabschnitt klingelten Pfosten und Latte drei Mal.
Fazit: Die Rats erarbeiten sich mit diesem doch relativ ungefährdeten Sieg eine hervorragende Ausgangsposition für die restliche Abstiegsrunde. David Albanese sichert sich endlich den längst überfälligen Shutout, Über- und Unterzahlspiel funktionieren weiter tadellos. Einen sehr faden Beigeschmack hat dieser Erfolg jedoch, denn bei einem unglücklichen Zweikampf verletzte sich Nico Wischnewsky schwer am Schlüsselbein und fällt mit einem Bruch den Rest der Saison aus. Gute Besserung Nico!
Knappe Niederlage nach Verlängerung: Memmingen Indians trotzen Favorit eine Punkt ab(BYL) Der ECDC Memmingen hat sich beim Höchstadter EC nur knapp in der Overtime geschlagen geben müssen. 2:3 unterlagen die Indians dem Oberligisten, verteidigten aber den wichtigen zweiten Rang. Vor rund 100 mitgereisten Fans trafen Daniel Huhn und Dominik Piskor für die Maustädter, die bereits am Sonntag erneut auf die „Alligators“ treffen.
Es war Teil 1 des Klassikers, welcher in den letzten Jahren so oft für Gesprächsstoff sorgte. Die Indians traten ohne Patrick Weigant und Kapitän Jan Benda im Aischgrund an und wurden vom Favoriten zuerst etwas in die Defensive gedrängt. Im ersten Überzahlspiel aber sofort die frühe Führung für die Indianer, die in Person von Daniel Huhn erstmals treffen konnten. In der Folge drückten die Hausherren dann auf das Tempo und nahmen Joey Vollmer unter Beschuss. Spielertrainer und Schlüsselspieler Daniel Jun traf dann in der 18. Minute zum Ausgleich und hatte kurz vor Drittelende sogar noch eine weitere hochkarätige Chance auf die erstmalige Führung, die den Franken allerdings verwehrt blieb.
Im zweiten Abschnitt dann ein Start nach Maß für die Gastgeber, nach nicht einmal 60 Sekunden trafen sie durch Kreuzer zum 2:1 und erspielten sich auch in der Folge ein Chancenplus. Die Memminger versuchten durch Konter dem Höchstadter Gehäuse gefährlich zu werden, dies gelang aber leider nicht allzu gut.
Im letzten Drittel intensivierten die Indians ihre Angriffsbemühungen und kamen zu immer besseren Möglichkeiten. Unterstützt von der lautstarken Anfeuerung der mitgereisten Fans war es schließlich Dominik Piskor, der in der 53. Minute den nicht unverdienten Ausgleich markierte und die Partie in die Verlängerung schickte, da beide Torhüter sich nicht mehr überwinden ließen.
Die Overtime war dann schneller beendet, als es den Memmingern recht war. Ales Kreuzer traf nach schönem Solo zum 3:2 und bescherte seinem Team damit den Zusatzpunkt und die Tabellenführung der Gruppe A. Die Indians sind mit diesem Punkt beim ungeschlagenen Oberligisten hochzufrieden und wollen nun in den nächsten Spielen nachlegen, um sich das wichtige Heimrecht für die Play-Offs zu sichern.
EV Moosburg beim Abstiegsrunden-Gipfel in Geretsried zu harmlos(BYL) Nichts zu holen gab es für den EV Moosburg am Freitag beim Abstiegsrunden-Gipfel in Geretsried. Ersatzgeschwächt konnten die Dreirosenstädter nur im ersten Drittel mit den Hausherren mithalten. Danach zeigten die Riverrats besonders in den Überzahlsituationen, warum sie bislang in den Playdowns noch keinen Zähler abgegeben haben – und siegten verdient mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0).
Ohne Patrice Dlugos, Alex Feistl, Maximilian Ohr, Dominik Schindlbeck und zunächst auch Keeper Dominik Gräubig waren die Grün-Gelben in die Geretsrieder Freiluft-Arena angereist. Dass Letztgenannter – er hatte eine Prüfung an der Uni – Mitte des zweiten Drittels nachkam, war bitter nötig. Denn Bernhard Eggerdinger-Hölzl hatte gleich in der Anfangsphase des Spiels einen schmerzhaften Zusammenprall mit einem ESC-Stürmer und hätte da eigentlich schon ausgewechselt werden müssen. So musste er bis zur 34. Minute durchhalten, eher er von Gräubig erlöst wurde.
Ein „Torhüterproblem“ hatte der EVM, was das Spiel an sich betrifft, aber wahrlich nicht. Eggerdinger-Hölzl war trotz seiner Knieschmerzen bis zur Auswechslung ein sicherer Rückhalt und Gräubig knüpfte in der Folge an diese Leistung nahtlos an. Wie das Ergebnis schon zeigt, taten sich die sonst so treffsicheren Gäste (26 Tore in den vorangegangenen vier Spielen) diesmal in erster Linie mit dem Toreschießen schwer. Geretsried stand in der Defensive sicher und ließ kaum EVM-Chancen zu. Die meiste Torgefahr der Grün-Gelben ging noch von der dritten Reihe um Josef Kankovsky aus, der zweimal an der Torstange scheiterte.
Zu ihren Gunsten entschieden die Riverrats die Partie zu Beginn des zweiten Abschnitts in einer 5:3-Überzahl, die ihnen die 2:0-Führung bescherte. Ein Mann mehr waren die Gastgeber auch beim dritten Tor. Die Moosburger dagegen wirkten in ihrem Powerplay – speziell im Schlussdrittel – einfach zu harmlos. EVM-Trainer Dimitri Startschew: „So kann man in Geretsried keine Punkte mitnehmen.“
(BYL) Von Anfang an gaben die Eishackler richtig Gas und waren verdient nach ca. 8 Spielminuten durch Daniel Lenz und Manfred Eichberger mit 0:2 in Führung. Die Pegnitzer legten durch Sergej Haushauer bei einem Break auf 1:2 nach. Die Eishackler waren im ersten Drittel die eindeutig spielbestimmende Mannschaft und schnürten die Icedogs teilweise regelrecht ein. Nur durch die starke Leistung ihres Golies Schmidt gerieten sie bis zur 15.Minute nicht mehr in Rückstand. Manfred Eichberger machte dann das längst fällige 1:3 aus einer Stocherei vor dem Tor heraus.
Im zweiten Drittel kamen die Icehogs besser und gefährlicher ins Spiel und konnten durch das Pegnitzer Eishockeyurgestein Markus Schwindl wieder auf 2:3 nachziehen. Es fielen jedoch keine weiteren Tore mehr, denn Jakob Goll konnte etliche gefährliche Situationen vereiteln.
Im letzten Drittel schalteten die Neal-Boys wieder einen Gang hoch und waren überlegen. Tyler Wiseman machte nach unzählbaren Chancen der Eishackler das erlösende und vorentscheidende 2:4 (48:41). Zum Schluß des Spiels nahmen die Icedogs den Torwart heraus und Florian Barth konnte den 2:5 Endstand festmachen.
Die Peissenberger lieferten eine sehr gute mannschaftlich geschlossene Leistung ab und „Jacke“ Goll war der nötige Rückhalt der den Sieg perfekt machte.
(BLL) Lange mußte die Mannschaft um Trainer Sepp Bachmeier warten, ehe sie den ersten Saisonsieg ohne Penaltyschießen erringen konnte. In einem sehr fairen Eishockeymatch rangen sie ihren Gast mit 5:2 (1:2, 1:0, 3:0) nieder und sicherten sich somit den ersten 3er in dieser Saison
Das Spiel am Freitag Abend im Peißenberger Eisstadion war deshalb von großer Wichtigkeit, ging es doch um ein eventuell zusätzliches Heimspiel in der entscheidenen Play-Down-Runde "Best-of-three". Durch diesen Sieg sicherten sich die Nature Boyz zumindest das Heimspielrecht im Falle eines nochmaligen Aufeinandertreffens mit den Sharks. Das Spiel begann mit einer Überlegenheit der Gastgeber, denn die Spielkombinationen liefen sehr flüssig und stimmig. Kempten verlagerte sich aufs Konterspiel, gelegentlich mußte Torhüter Andreas Scholz eingreifen. Es dauerte bis zur 14. Spielminute, bis endlich der Knoten platzte und Bastian Grundner eine super schöne Kombination, aus dem eigenen Verteidigungsdrittel gestartet, zur 1:0-Führung auf Pass von Andreas Krönauer abschloss. Diese Führung wiegte die Gastgeber in Sicherheit, denn in den letzten 5 Minuten verfielen sie teilweise in einen Kollektivschlaf. Diese Schwächephase nutzten die Sharks schamlos aus, denn in der 19. Spielminute glichen sie zum 1:1 durch Alexander Henkel aus, nachdem dieser völlig allein vor dem Tor stand. 4 Sekunden vor der Pausensirene der 1:2-Rückstand durch Martin Zahora, auch der konnte völlig freistehend einschießen.
Nach einer deutlichen Kabinenansprache durch Trainer Sepp Bachmeier kam die Mannschaft hellwach aus der Kabine. In der 21. Spielminute eroberte Manuel Weninger die Scheibe vom Gegner, er scheiterte aber alleinstehend an Torhüter Florin Baumberger. In der 24. Minute Powerplay der Gastgeber, Andreas Krönauer traf den Innenpfosten, die Scheibe sprang seitlich ins Spielfeld zurück. Der verdiente Ausgleich zum 2:2 fiel durch Andreas Krönauer per Weitschuß von der Blauen. Der Torschütze verwandelte das Zuspiel von Manuel Weninger in der 32. Spielminute direkt. In der 36. Minute hätte Manuel Weninger die Führung herstellen können, doch bei seinem Alleingang blieb er am Gästetorhüter hängen. In der 37. Minute hätte Bastian Grundner ebenfalls einnetzen können, doch das Zuspiel, das er direkt verwerten wollte, verfehlte das Ziel knapp. Kurz vor der nächsten Drittelpause hätten die Gäste in Führung gehen können, denn Alexander von Sigriz wurde regelwidrig am Torschuß gehindert, mit dem anschließenden Penalty scheiterte er an Andreas Scholz.
Im letzten Spieldrittel wurde die Überlegenheit dann endlich durch Torerfolge ausgedrückt. In der 43. Minute war Manuel Weninger zur Stelle, als er die Scheibe durch Querpaß von Daniel Ebentheuer über die Linie zur 3:2-Führung beförderte. Die Dominanz der Gastgeber war jetzt für jeden erkennbar, nur die Torausbeute blieb einige Zeit dürftig. Dies änderte sich in der 55. Spielminute, als Manfred Guggemos ein Zuspiel in Überzahl von Timmo Weindl direkt an der Blauen verwandelte. Der Gästetrainer reagierte und nahm ca. 3 Minuten vor Spielende seinen Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Diese Maßnahme brachte jedoch nichts für die Gäste ein, vielmehr war Bastian Grundner zur Stelle und beförderte in der 58. Spielminute die Scheibe aus dem Verteidigungsdrittel per Weitschuß im verwaisten Gästetor unter, zum letztendlich verdienten 5:2-Endstand.
Bayersoien entscheidet letztes Punktspiel klar für sich(BBZL) Mit der EA Schongau hatte der ESV Bad Bayersoien ja noch eine Rechnung offen. Die 5:2 Niederlage in Schongau war immer noch in den Köpfen der Spieler und so ging man motiviert in dieses Derby, obwohl es ja eigentlich um nichts mehr ging. Leider war die Truppe von Hans Schmaußer nicht so komplett wie man es erst erhoffte. Neben Stefan Schweizer und fehlte ja auch der gesperrte Markus Hirschvogel. Dazu kamen noch die krankheitsbedingten Ausfälle von Tobias Maier, Florian Ferkau, Stefan Schäller, Korbinian Bräutigam und Stephan Rössle. Zum Glück kam mit Sebastian Sutter und Daniel Anderl Unterstützung seitens der DNL. Auch Thomas Prielmeier konnte nach langer Verletzungspause wieder spielen. Härter als Bayersoien traf es allerdings die EAS mit den Ausfällen. Gerade mal 11 Feldspieler hatte 1b Trainer Martin Resch zur Verfügung, viele Leistungsträger fehlten bei der „Mammut Herde“. So war es nicht verwunderlich, dass Bayersoien von der ersten Minute an den Ton angab. Man brauchte nicht lange warten bis die gut 80 Zuschauer jubeln durften. Sebastian Sutter traf zum 1:0 als die Uhr gerade mal 01:20 anzeigte. Bayersoien machte das Spiel, Schongau versuchte schlimmeres zu verhindern. Das gelang ihnen auch bis zur 11. Spielminute. Der Schuss von Mario Kögler war allerdings unhaltbar für die junge Carina Bartsch die bei der EAS zwischen den Pfosten stand. In der 14. Minute dann das 3:0 durch Klaus Müller. Nach dem ersten Drittel hätten es ohne Probleme auch 6:0 heißen können aber Schongaus Torfrau war bestens aufgelegt und 3 mal rettet die Latte. Im zweiten Drittel ein ähnliches Bild. Bayersoien mit viel mehr Spielanteilen. Schongau kam eher selten vor das Gehäuse von Martin Ullsperger, wenn es aber soweit kam, war der Goalie auf dem Posten. Klaus Müller sorgte in der 23. Spielminute für das 4:0. Kögler und Sutter erhöhten bis zur 30. auf 6:0. Das ging nun Resch etwas zu schnell. Er nahm eine Auszeit und die brachte auch was. In der Defensive war die EAS jetzt etwas geordneter und ließ nicht mehr soviel zu. So ging es mit einem 6:0 auch in die letzte Pause.
Bayersoien spielte das Derby nun runter. Stand hinten relativ sicher war aber nicht mehr so torgefährlich wie in den ersten 40 Minuten. In der 51. Spielminute musste Michael Hübl für die EAS auf die Strafbank. Er saß noch gar nicht richtig da durfte er schon wieder gehen. Bayersoien brauchte gerade mal 4 Sekunden in Überzahl und schon stand es 7:0. Erst kurz vor Schluss kamen die Schongauer etwas zum Zug. Tobias Dietz lief einen Konter, wurde dann allerdings von hinten durch Sebastian Maier gelegt. Die Schiedsrichter entschieden absolut korrekt auf Penalty. Kein Problem für Ullsperger, der unbedingt seine Null festhalten wollte. Seine Vorderleute machten ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung. Geistig schon ihn der Kabine wurde Dietz zu wenig attackiert und konnte die Scheibe, 40 Sekunden vor Schluß, im fünften Nachschuss, über die Linie bringen. Alles im allen ein versöhnlicher Abschluss der Saison. Zwar hat es mit den Play-Offs nicht geklappt aber so hat man für die nächste Saison wieder ein Ziel vor Augen.
Eisbären Eppelheim behaupten Rang 3(RLSW) Mit dem 5. Sieg in Folge haben die Eisbären ihren 3. Tabellenplatz
gefestigt und den Vorsprung auf Rang 5 ausgebaut. Vor 425 begeisterten
Zuschauern sorgten die Tore von Lukas Sawicki (2), Roman Gottschalk und
Marc Bruns und einem bärenstarken Janis Wagner im Tor für den erneuten
4:1-Erfolg des ECE über die Stuttgart Rebels, die man damit aus dem
Play-Off-Rennen schießen konnte.
Die Eisbären mussten zwar weiterhin auf die verletzten Cedric Striepeke,
Sho Kawachi und Alex Rosentritt verzichten, doch die Rückkehr von Roman
Gottschalk und Marc Bruns, sowie die beiden Neuzugänge Kevin Brack und
Sascha Göth, sorgten für den ersten vollen 3-Block-Kader in diesem Jahr.
Dies führte zum sehr offensiven Beginn der Eisbären, der bereits früh die
Führung hätte bringen können. Doch mit der ersten Strafe im Spiel gegen
den ECE kamen auch die Gäste besser ins Spiel und es entwickelte sich ein
offensiv geprägtes Match in dem beide Teams zahlreiche Chancen vergaben,
so dass der Führungstreffer nur noch eine Frage der Zeit schien. So war es
dann einer unglücklichen Situation vor dem ECE-Tor zu verdanken, dass der
Puck abgefälscht über Janis Wagner den Weg ins Tor fand und Stuttgart 0:1
in Führung brachte (16.). Die Eisbären waren in dieser Phase offensiv
jedoch nicht zwingend genug, den schnellen Ausgleichstreffer zu markieren.
Dies sollte sich im Mittelabschnitt ändern. Die Eisbären rannten an und
erarbeiteten sich gute Chancen. Als sich Stuttgart durch den
Offensiv-Drang die erste Strafe des Spiels einhandelte, stieg der Druck
weiter an. Zwar konnte man das Powerplay noch nicht nutzen, doch gerade
als Stuttgart mit der abgelaufenen Strafe wieder komplett agieren konnte,
markierte Gottschalk den verdienten Ausgleichstreffer (29.). Der ECE
musste kurz darauf erneut in Unterzahl ran, was ihn jedoch nicht an der
Aufholjagd hintern sollte. Marc Bruns brach in einem Break durch und
erzielte in Unterzahl den Führungstreffer zum 2:1 für den ECE (33.). Da
sich die Eisbären auch im weiteren Verlauf des Drittels zwei weitere
Strafen leistete, musste zunächst die Devise herhalten, den Vorsprung über
die Zeit zu retten. Während Wagner mit teils spektakulären Saves einen
Ausgleichstreffer verhinderte, kamen die Eisbären zwar noch zu
vereinzelten Breaks, die jedoch keinen Erfolg einbrachten.
Auch im Schlussabschnitt meinten es die Herren in schwarz-weiß in der
eigentlich fair geführten Partie nicht gut mit den Eisbären, so dass
bereits kleinere Vergehen die Eisbären in Unterzahl brachten. Die Gäste
nutzen diese Phase allerdings nur bedingt aus, denn trotz der sich
bietenden Chancen, in Überzahl den Ausgleich zu markieren, fanden sie
ihren Meister stets im späteren Matchwinner Wagner, der mit einer
Fangquote von 97% den Grundstein legte. Doch auch die Offensive erkannte,
dass der knappe Vorsprung ein gefährliches Pflaster darstellte, so dass
Sawicki in der 56. Minute mit dem 3:1 die Vorentscheidung herstellte. Es
folgte eine Auszeit der Gäste, dessen Inhalte jedoch offenbar nicht
fruchteten, denn nur 15 Sekunden später fing sich Stuttgart die zweite
Strafe des Abends, die den Eisbären in die Karten spielte, die Rebels vom
eigenen Tor fernzuhalten. Erneut waren die Gäste gerade wieder komplett,
ehe Sawicki seinen zweiten Treffer nachlegte und mit dem 4:1 (59.) alles
klarmachte.
Durch diesen Sieg konnten die Eisbären das Verhältnis zwischen Stuttgart
und der Bahn weiter verschärfen, denn der Play-Off-Zug wird definitiv ohne
die Rebels abfahren. Da im parallelen Duell Hügelsheim Bietigheim im
Penaltyschießen bezwang, konnten die Eisbären den Vorsprung auf die Rhinos
auf 3 Punkte, den Vorsprung auf den 5. Tabellenplatz gar auf 5 Punkte
ausbauen. Die beiden anstehenden direkten Duelle gegen die Verfolger
werden also am Ende den Ausschlag geben, wer den Fünfkampf um die vier
Play-Off-Plätze für sich entscheiden kann.
EHC Heilbronn: 8:0, 2.300, 32.825 - Zahlen eines Abends der Superlative(RLSW) Der 3. Februar 2017 wird in die Annalen der Eisbären Heilbronn eingehen. Vor einer Traum-Kulisse von 2.300 Zuschauern haben die Eisbären gegen die Fire Wings Schwenningen ihre Niederlagenserie mit einem 8:0 (3:0, 4:0, 1:0)-Sieg beendet. Und, was an diesem Abend viel wichtiger war: Die Spendenaktion für den kleinen Noah brachte stolze 32.825 Euro ein!!!
Schon vor dem Spiel waren auf dem Spendenkonto 18.590 Euro eingegangen, die dann vor Ort durch Spenden, Tombola, Imbiss, Kuchen-, Crepes- und Muffinverkäufe um 12.625 Euro auf eine Summe von 31.215 Euro erhöht wurden. Dazu kamen bei der anschließenden Benefizparty in der Gartenlaube noch 1.610 Euro, was eine bisherige Gesamtsumme von 32.825 Euro macht. Dies wird jedoch nicht die endgültige Summe bleiben, denn bereits jetzt wurden nochmal einige größere Spenden von Firmen und Privatpersonen angekündigt.
Bevor das Spiel beginnen konnte, wurde es auf dem Eis erstmal emotional, als Kathrin und Tom Malicki zusammen mit Noah unter großem Applaus von Fans und Spielern das Eis betraten, um das symbolische Anfangsbully auszuführen. Ehe sie zur Tat schreiten konnten, überreichte Eisbären-Spielertrainer Manuel Pfenning einen dicken Umschlag mit einer Spende der Mannschaft. Im Namen des Schiedsrichter-Gespanns mit Stefan Frölich, Peter Moosberger und Marcus Lafuente übergab Torsten Werner ein gestreiftes Schiri-Trikot für Noah sowie - später dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit - einen Briefumschlag mit den Schiedsrichter-Gebühren und dem Kilometergeld dieses Spiels.
"Das symbolische Anfangsbully habe ich nur durch einen feuchten Schleier gesehen, und den anderen im Team ging es genau so", berichtete Stürmer Benjamin Brozicek später am Abend in der Gartenlaube. Als dann jedoch das Spiel begann, waren die Eisbären hellwach und konzentriert. "Wir hatten uns vorgenommen, uns für Noah und seine Familie alle den Hintern aufzureißen. Uns hat das Schicksal der Familie und die enorme Hilfsbereitschaft der Eisbären-Fans sehr berührt, und wir wollten alles geben, um diese Emotionen in das Spiel mitzunehmen und die Niederlagenserie zu beenden", so Brozicek weiter.
Ohne Patrick Seeger, Stefan Schrimpf, Moritz Muth, John Kraiss, Igor Filobok, Milan Liebsch, Thomas Bernwald, Max Schleicher und Anton Lukin, aber dafür mit den Junioren Vasilios Maras und Philip Spechtenhauser vom Kooperationspartner Heilbronner EC sowie mit dem Routinier Markus Nachtmann im Tor zeigte der Titelverteidiger von Beginn an, dass es nur einen Sieger geben konnte.
Leo Kreps überwand in der 10. Spielminute als Erster den finnischen Torhüter Miro Hämynen. Marc Oppenländer (15.) und Vasilios Maras (16.) stellten mit dem 2:0 und 3:0 noch vor der ersten Pause die Weichen auf Sieg. Auch in den zweiten 20 Minuten übten die Hausherren, unter anderem unterstützt vom Eisbären Berlin Fanclub Rhein Neckar Odenwald, ständigen Druck auf die Gäste aus. Schon nach 13 Sekunden erzielte Manuel Pfenning das 4:0, dem Daniel Brendle (23.), Sven Breiter (28.) und nochmals Pfenning nach exakt 30 Minuten die Treffer zum 7:0 folgen ließen. Im Schlussdrittel konnten es sich die Eisbären dann sogar erlauben, einen Gang zurückzuschalten. Benjamin Brozicek erhöhte zwar in der 49. Minute noch auf 8:0, doch mehr passierte in diesem Drittel nicht mehr.
Ebenso perfekt wie das Spiel auf dem Eis verlief das Rahmenprogramm, das von der zweiten Eisbären-Vorsitzenden Kerstin Plume organisiert worden war. Schon eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn gab es vor dem Haupteingang der Kolbenschmidt Arena eine packende Feuershow der Gruppe "Red Ants". In der Halle war der Bereich um den Treppenaufgang zu den Sitzplätzen von der großen Tombola mit über 2.000 Preisen geprägt, die auf zahlreichen Tischen zur Ausgabe bereit lagen. Begeisternd war in der ersten Drittelpause der Auftritt der Mädchen-Gruppe "Red Flowers" von den Tanzgruppen Sigrid Lipp im Verein KunST 07, die auf einem auf dem Eis ausgelegten Teppich einen Cheerleadertanz vorführten.
Der emotionale Höhepunkt folgte dann in der zweiten Pause. Als das Licht in der Halle aus und zwei Spots angingen, wurde es in der Halle mucksmäuschenstill. Die Sängerin Kirstin Käfer sang, im Mittelkreis der Eisfläche stehend, live "The Power of Love" und wurde dabei von der zehnjährigen Eiskunstläuferin Melina vom REV Heilbronn begleitet. Kurz vor dem Ende des Songs kamen Noahs Geschwister Elia (10) und Hannah (4) zu Kirstin Käfer auf die Eisfläche - und bekamen von Melina ein rotes Herz überreicht.
Für eine Überraschung sorgten nach Spielende Kathrin und Tom Malicki, die den Heilbronner und Schwenninger Spielern sowie den Schiedsrichtern und den Organisatoren der Eisbären auf dem Eis ein Geschenk überreichten.
Nach dem Ende der Partie feierten Fans, Helfer, Spieler und Vorstandschaft gemeinsam mit Noahs Familie noch bis tief in der Nacht in der Gartenlaube.
Mit den Spendengeldern kann Familie Malicki nun das erste Jahr der amerikanischen Doman Therapie für Noah bezahlen, die die Hoffnung verspricht, dass Noah aus dem Wachkoma herausgeführt werden kann.
Matt Fischer schießt Diez-Limburg Rockets in Neuss zum Sieg(RLW) Der Knoten ist geplatzt: Die EG Diez-Limburg hat den ersten Sieg in der Meisterrunde der Regionalliga West eingefahren. Die seit Wochen erstmals wieder in Bestbesetzung angetretenen Rockets gewannen die Partie beim ersatzgeschwächten Neusser EV souverän mit 6:2 (2:1, 2:0, 2:1). Mann des Abends war der Kanadier Matt Fischer mit drei Toren.
Mit einer Aussprache unter der Woche hatten sich die Rockets-Spieler auf die Endphase der Meisterrunde eingeschworen. Doch was waren all die Worte nach zuletzt turbulenten Wochen mit gleich mehreren zweistelligen Niederlagen wert? Das Spiel in Neuss sollte erste Aufschlüsse geben und es wurde zu einem Mutmacher. Wenngleich nicht unerwähnt bleiben darf, dass es dieses Mal die Gastgeber waren, die auf wichtige Leistungsträger verzichten mussten - unter anderem fehlte Kapitän und Torgarant Holger Schrills.
Die Rockets hatten hingegen wieder alle Mann an Bord, auch Konstantin Firsanov konnte erstmals nach seiner Verletzung wieder für Diez-Limburg auflaufen. Und die EGDL zauberte noch einen Neuzugang aus der Tasche: Stürmer Florian Egert, der früher schon einmal das Limburger Trikot trug, wechselt vom EV Füssen zurück an die Lahn. Schon bei seinem ersten Einsatz in Neuss zeigte Egert Einsatz, Willen und eine tadellose Einstellung. Unverkennbar: Da hat einer richtig Lust, das EGDL-Trikot zu tragen. Und er ist herzlich Willkommen!
Auf dem Eis setzte der Kanadier Matt Fischer die ersten Akzente und sorgte mit seinen Toren für einen Blitzstart. Andrej Teljukin und Martin Brabec waren jeweils die Vorbereiter, als Fischer nach 37 Sekunden und 2:31 Minuten zur 2:0-Führung traf. Eine wohltuende nach zuletzt eher schwierigen Ergebnissen. Dass Neuss jedoch auch in dieser Besetzung nicht zu unterschätzen ist, bewies Timon Jonathan Busse mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 (12.).
Doch die entscheidenden Impulse setzte auch im zweiten Drittel der Gast. Und wieder war es die erste Reihe, die aus einer starken Mannschaftsleistung herausragte und für Torjubel sorgten. Andrej Teljukin traf in Überzahl auf Vorarbeit von Fischer und Firsanov zum 3:1 (29.). Und Rückkehrer Firsanov legte in Minute 37 nach, erzielte in Unterzahl das vorentscheidene 4:1. Mit dieser beruhigenden Führung ging es ins letzte Drittel.
Zwar kam der NEV in Unterzahl durch Nils Lingscheidt noch einmal auf 2:4 heran (47.), die restlichen Tore des Abends gingen jedoch auf das Konto der Rockets. Karl Neubert (53.) und Matt Fischer (53.) trafen jeweils in Überzahl und besorgten den 6:2-Endstand. Damit zog die EGDL in der Tabelle nach Punkten gleich mit Neuss. Rang fünf ist in den drei noch ausstehenden Meisterrunden-Spielen also durchaus noch möglich, wenngleich es die kommenden Gegner aus Ratingen, Hamm und Neuwied natürlich in sich haben.
„Die Einstellung hat heute gestimmt“, sagte Kapitän Marco Herbel. „Alexander Neurath hat uns heute im Spiel gehalten, weil wir einfach noch zu viele Chancen zugelassen haben. Aber das war in jedem Fall eine Reaktion der Mannschaft und eine couragierte Leistung. Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung.“
Dinslakener EC: Ein Abend zum Vergessen(RLW) Der 3.2.2017 wird den Fans der Dinslakener Kobras noch einige Zeit in Erinnerung bleiben – aber in keiner guten. Denn eigentlich waren beim Spiel gegen die Grefrather EG 3 Punkte auf der Habenseite fest eingeplant. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt. Denn die Kobras hatten ihre Rechnung ohne den Gegner gemacht. Dieser zeigten ihnen mit einer disziplinierten und engagierten Vorstellung beim 3:4 (2:2, 0:0; 1:2) die Grenzen auf.
Ein auf beiden Seiten zerfahrenes Eröffnungsdrittel bescherte den Zuschauern die meisten Tore des Abends. Als Kevin Wilson nach 183 gespielten Sekunden in seiner unnachahmlichen Art und Weise sich den Puck erkämpfte, um sich anschließend durch die gegnerische Verteidigung zu wühlen und letztendlich den Puck in die Maschen jagte, schien die Kobra – Welt noch in Ordnung und alles lief nach Plan.
Doch das die Gäste nicht als freiwilliger Punktelieferant in die Schlangengrube gekommen war, stellten sie beim ersten Gästetor, erzielt bei einer einfachen numerischen Überlegenheit, nur gut 1 Minute später klar. Zu diesem Zeitpunkt saß Martin Jakúbek gerade einmal 19 Sekunden in der Kühlbox. Lorenz Schneider hatte Lukas Schaffrath zum 1:1 überwunden. Den Führungstreffer der Gäste in Person von Matthias Holzki in der 11. Minute, dem ein Abwehrfehler auf Dinslakener Seite vorausging, konnte Daniel Pleger mit seinem Treffer, bei dem er eine Lücke zwischen Torgestänge und Gäste-Keeper Marvin Haedelt fand, die eigentlich gar nicht da war, noch kompensieren. Beim Spielstand von 2:2 ertönte die erste Sirene.
Der zweite Abschnitt blieb torlos. Dennoch konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Hausherren nun mehr Zugriff auf Puck und Gegner bekamen. Das Spiel der Sikorski-Truppe wurde strukturierter und die meisten Aktionen spielten sich im Abwehrdrittel der Gäste ab. Dennoch schafften es die Giftschlangen nicht, Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. Mit einer kämpferischen Einstellung, einem guten Torhüter und schnörkellosem Eishockey vermochten es die Spieler von Trainer Karel lang immer wieder, die schwarze Hartgummischeibe aus der Gefahrenzone zu bringen. So blieb es auch nach 40 Spielminuten beim Spielstand von 2:2. Erwähnenswert wäre noch, dass Sven Linda in der 35. Spielminute vom Schiedsrichter mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt wurde. Er hatte einen Gegenspieler regelwidrig in die Bande geschickt. Dieser musste kurz behandelt werden, dann ging es aber glücklicherweise für ihn weiter.
Der Schlussabschnitt begann, wie das Mitteldrittel aufgehört hatte. Sogar noch besser. Denn die Hausherren konnten eine Überzahlsituation nur gut 50 Sekunden nach Wiederanpfiff für sich nutzen. Moritz Hofschen hatte einen Schlagschuss von Tom Giesen unhaltbar verwertet.
Dann kam die 45. Spielminute und der Wendepunkt des Spiels. Bei eigener Überzahl fingen sich die Giftschlangen einen Konter ein. Dieser schien eigentlich schon geklärt, als Dennis Holstein in der Rundung hinter dem Dinslakener Tor von einem Verteidiger fixiert wurde. Zwar schaffte er es nicht, sich aus dieser Bedrängnis zu befreien, allerdings gelang ihm ein Zuspiel auf dem zentral vor dem Tor freistehenden Matthias Holzki. Den hatte man Seitens der Kobras wohl völlig vergessen. Er bestrafte diese Nachlässigkeit mit dem 3:3 – Ausgleich.
Die Kobras zeigten sich geschockt. Von nun an war sie hin, die Struktur im Dinslakener Spiel. Viele Einzelaktionen, Fehlpässe und Flüchtigkeitsfehler prägten das Spiel der Hausherren. Mannschaftlich geschlossen dagegen der Auftritt der Gäste von der Niers. Geschickt vermochten sie immer wieder, die Angriffsbemühungen der Kobras zu zerstören. In der 48. Spielminute kam dann das K.O. für die Schwarzen. Sven Schiefner bekam den Puck, wurde nur halbherzig angegriffen und setzte sich mit hoher Körperlichkeit gegen die gesamte Kobra-Defensive durch. Bei seinem Treffer zum 3:4 hatte die Kobra-Defensive zum wiederholten Mal an diesem Abend keine glückliche Figur abgegeben. Zwar versuchte Krystian Sikorski zum Ende der Partie durch die Herausnahme von Lukas Schaffrath und Einsatz eines sechsten Feldspielers den Ausgleich zu erzwingen, doch auch diese Maßnahme fruchtete nicht.
Resümierend muss man festhalten, dass viele individuelle Fehler in der Abwehrarbeit und zu viele Einzelaktionen auf dem Weg nach vorne den Ausschlag für diese Niederlage gaben.
Und die Kobras trafen auf eine eingespielte Mannschaft aus Grefrath, die sich auf die „Basics“ des Eishockeys besann und damit die 3 Punkte verdient mit nach Hause nahmen.
Coach Sikorski bleibt nicht viel Zeit, seine Spieler neu einzustimmen. Denn nur 48 Stunden später gastieren die Eisadler Dortmund in der Schlangengrube. Ein Team, gegen das die Dinslakener in dieser Spielzeit noch nicht gewinnen konnten. Aber bekanntlich hat jede Serie ja mal ein Ende. Allerdings stehen die Kobras inzwischen mit dem Rücken zur Wand, was das Erreichen der Meisterrundenplayoffs angeht. Ein Sieg gegen die Eisadler ist absolute Pflicht, ansonsten wird es sehr, sehr schwer.
Grefrath Phoenix feiert Derby-Sieg in Dinslaken(RLW) Bei der Grefrather EG läuft es in der Qualifikationsrunde derzeit richtig rund, denn nach dem letzten 6-Punkte-Wochenende konnten die Feuervögel ihren Lauf auch beim Tabellenzweiten aus Dinslaken fortsetzen.
Dabei zeigten die Jungs von der Niers von Beginn an eine sehr starke und konzentrierte Vorstellung, die es den favorisierten Gastgebern schwer machte, ihr gefürchtetes Angriffsspiel zu entfalten. In dem äußerst packenden Nachbarschafts-Duell gingen in der 3. Minute jedoch zunächst die Gastgeber in Führung. Anstatt aber nachzulegen, fingen diese sich wenig später eine Bankstrafe ein. So kam Grefrath in Überzahl postwendend zum Ausgleich. In der 5. Minute hatte Verteidiger Lorenz Schneider auf Zuspiel von Dennis Holstein und Matthias Holzki getroffen. Matthias Holzki war es auch, der nach Vorarbeit des starken Dennis Holstein die GEG in der 11. Minute sogar erstmals in Führung brachte. Die Giftschlangen konnten jedoch noch vor der ersten Pause zum 2:2 ausgleichen (17.).
Im zweiten Spielabschnitt wollten die Hausherren die frechen Gäste von der Niers unbedingt in ihre Schranken weisen und erspielten sich jetzt ein zunehmendes Chancenplus. Gegen die erneut gut organisierte Phoenix-Abwehr gab es jedoch zunächst kein Durchkommen und wenn doch, so war GEG-Keeper Marvin Haedelt mit wiederholt starken Saves auf dem Posten. Während Dinslaken drückte, hielt Grefrath mit Kampf und Einsatz dagegen. Beide Teams schenkten sich nichts, so dass die Begegnung durchaus alle Erwartungen, die das Fan-Herz an ein “Derby” haben kann, erfüllte.
Schrecksekunde dann in der 36. Minute, als Dennis Holstein nach einem Foulspiel von Kobras-Verteidiger Sven Linda verletzt das Eis verlassen musste. Während der Grefrather nach einer Behandlungspause später wieder mitmischen konnte, war der Abend für Sven Linda nach verhängter 5-Minuten- plus Spieldauer-Disziplinarstrafe gelaufen. Die GEG schaffte es jedoch nicht aus der langen Überzahlsituation Kapital zu schlagen, so dass es auch nach dem 2. Drittel beim Stande von 2:2 in die Kabinen ging.
Im Schlussabschnitt erwischten die Giftschlangen bei Überzahlspiel einen Start nach Maß und bissen bereits nach 55 gespielten Sekunden zu. Andre Nelleßen hatte beim Gegentreffer noch 2 Sekunden auf der Strafbank zu verbüßen gehabt. Die erneute Dinslakener Führung war schmerzhaft, jedoch zu diesem Zeitpunkt auch nicht unverdient. Es schien ganz so, als würde es für die Kobras nach zwei aus ihrer Sicht eher holprigen Dritteln endlich nach Plan laufen. Als schließlich mit dem Ex-Kobra Julius Krölls erneut ein Grefrather Spieler auf der Strafbank Platz nehmen musste, schien die Gelegenheit zur Vorentscheidung für die Hausherren günstig. Es sollte jedoch anders kommen, denn anstatt eines Dinslakener Treffers gelang es Matthias Holzki über Dennis Holstein an die Scheibe zu gelangen und per Konter den erneuten und viel umjubelten Ausgleich zu erzielen (45.). Der “Shorthander” erwies sich als Wirkungstreffer für die Gastgeber, denn nur gut zwei Minuten später brachte Sven Schiefner nach schöner Vorarbeit durch Lukas Bisel und Gerrit Ackers die cleveren Phoenix erneut in Führung. Mit dem 3:4 in der 48. Minute war das Spiel wieder einmal auf den Kopf gestellt und die Führung zum vierten mal gewechselt.
Wahnsinn! - Während sich die Zuschauer auf Dinslakener Seite die Haare raufen mochten, durfte im Grefrather Fan-Lager nun wohl so mancher Fingernagel dran glauben. Jetzt war es eine “enge Kiste”, eine packende Nerven-Schlacht, wie sie es in den Duellen zwischen den rechtsrheinischen Dinslakenern und den linksrheinischen Grefrathern schon so häufig gegeben hatte. Die Feuervögel bewiesen jedoch Nervenstärke. Mit viel Können und ein wenig Glück und brachten sie das Ergebnis schließlich über die Zeit.
Entsprechend groß war die Freude im Team und bei den mitgereisten Phoenix-Anhängern, nachdem die Schlusssirene ertönte. Der nicht unbedingt erwartbare Auswärtssieg katapultierte die GEG erstmal an den Kobras vorbei auf den zweiten Tabellenplatz, welcher zur Teilnahme an den Meisterschafts-Playoffs berechtigen und den vorzeitigen Klassenerhalt bedeuten würde. Sicherlich ‘nur’ eine schöne Momentaufnahme, aber wer mag angesichts der zuletzt gezeigten starken Leistungen der “Jungs von der Niers” nicht ein wenig ins träumen geraten?
Bis dahin ist es jedoch noch ein harter Weg, zumal mit Spitzenreiter Herford am morgigen Sonntagabend der derzeitige Tabellenführer und Angstgegner an die Grefrather Stadionstraße kommt. Das Team um Phoenix-Kapitän Andreas Bergmann kann jedoch mit breiter Brust und dem Selbstvertrauen von 3 Siegen in Serie in dieses Spitzenspiel gehen. Die Zuschauer können sich sicher sein, dass die Blau-Gelben nichts unversucht lassen. Und wer weiß? Vielleicht gelingt es ja ausgerechnet gegen die “Ice Dragons”, den nächsten Überraschungs-Coup zu landen?
Das Tor zu den Playoffs weit aufgestoßen – Ice Dragons Herford schlagen Soest!(RLW) Das die Ice Dragons Nägel mit Köpfen machen wollen, zeigten sie den gut 650 anwesenden Zuschauern in der Eishalle „Im kleinen Felde“ von Anfang an recht deutlich. Dennoch stand es trotz bester Gelegenheiten bis zur 21. Minute noch 0:0, ehe Jan-Niklas Linnenbrügger mit einem lupenreinen Hattrick und Killian Hutt mit einem Doppelpack innerhalb von nur 15 Minuten eine 5:0 Führung auf die Anzeigetafel zauberten, die das Team dann routiniert verwaltete und die überaus Faire Partie am Ende mit 5:1 gewann.
Während Jeff Job die beruflich bedingten Ausfälle von Leon Nasebandt und Kevin Rempel verkraften musste, waren die Gäste aus Soest doch deutlich schwerer gebeutelt, hatten nur 13 Feldspieler dabei. Die Ice Dragons nahmen jedoch auf die angeschlagene Personallage der Gäste keine Rücksicht, wirbelt ordentlich vor dem Tor von Marvin Nickel. Wenn man dem Team von Jeff Job etwas vorwerfen konnte, dann höchstens mangelnde Konsequenz vor dem Gästetor, denn egal wer die Einschusschance hatte – es gab doch einige – Marvin Nickel blieb erster Sieger. Auf der Gegenseite hatte Lars Morawitz wenig zu tun, wenn jedoch eine Scheibe an der aufmerksamen Defensive vorbei kam, war er stets auf dem Posten, so dass es mit einem 0:0 in die erste Pause ging.
In der Drittelpause schien Jeff Job die richtigen Worte gefunden zu haben. Zwar erspielte sich sein Team nicht mehr ganz so viele Torchancen, wurde dafür aber deutlich konsequenter im Abschluss! Ein tolle Aktion von Aric Schinke läutete dann in der 22. Minute die entscheidende Viertelstunde des Spiels ein. Über rechts setzte sich der Verteidiger gegen 2 Mann durch, zog in Richtung Tor, bediente den mitgelaufenen Jan-Niklas Linnenbrügger und der netzte trocken zum 1:0 ein! Die Reaktion der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, fast im direkten Gegenzug rettete der Pfosten bei einem verdeckten Schuss für Lars Morawitz. Doch die Ice Dragons zogen nun das Tempo deutlich an, ließen Soest kaum mehr zur Entfaltung kommen. Für den zweiten Treffer jedoch benötigten sie eine doppelte Überzahl: Dennis Schmunk zog in der 27. Minute ab, Jan-Niklas Linnenbrügger schaltete am schnellsten und erhöhte auf 2:0. Mit einer tollen Körpertäuschung war es dann in der 30. Minute erneut Linnenbrügger, der auf 3:0 erhöhte: Über Sven Johannhardt und Fabian Staudt war die Scheibe zu Linnenbrügger in den Slot gekommen, der täuschte einen Schuss an, zog um Nickel herum und drehte jubelnd ab! Die Gäste fanden keine wirklichen Mittel gegen das konsequente Spiel der Ice Dragons, was sich in den folgenden 2 Minuten deutlich zeigte. Denn während Philipp Brinkmann und Killian Hutt auf der Strafbank saßen, hatten Nils Bohle und Fabian Staudt die besten Torchancen. Kaum wieder zurück auf dem Eis, legte Hutt erst für Bohle, dann für MacQueen auf, beide konnten jedoch nicht verwerten. Also machte es der quirlige Kanadier beim nächsten Versuch selbst: Killian Hutt fing in der 35. Minute einen Soester Fehlpass ab, marschierte auf Nickel zu und ließ dem Soester Schlussmann keine Chance. Sein 5:0 in der 37. Minute war dann eine Kopie des 4:0. Wieder hatte er eine Scheibe stibitzt, wieder lief er alleine auf Nickel zu, wieder blieb dem Soester Goalie nichts anderes übrig, als die Scheibe aus dem Netz zu holen. Die Ice Dragons dominierten das Spiel nun nach belieben, hielten die hohe Führung bis zur 2. Pause.
Im letzten Drittel ließen die HEV-Cracks die Zügel dann etwas schleichen, was sich prompt rächte. Nach toller Vorarbeit von Ernst Reschetnikow und Martin Juricek war es Soests Goalgetter Adam Klein, der in der 44. Minute ein wenig Ergebniskosmetik betrieb. Dieser Treffer war jedoch auch eine Weckruf für das Team von Jeff Job, das in der Folge wieder wesentlich konzentrierter zu Werke ging, wenig zuließ und selbst immer wieder für Gefahr vor dem Gästetor sorgte. Einzig ein Tor wollte nicht mehr fallen, so dass es bis zum Schluss beim 5:1 blieb.
Nach diesem Sieg stehen die Ice Dragons mit nunmehr 5 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze, mit einem Sieg beim derzeitigen Tabellenzweiten Grefrath am Sonntagabend können Sie den Einzug in die Playoffs und damit den Klassenerhalt vorzeitig perfekt machen!
Ratinger Ice Aliens: Sechs Tore und drei Punkte „abgeluchst“!(RLW) Mehr als 610 Zuschauer sahen am Freitagabend in der Ratinger Eissporthalle am Sandbach die Begegnung der Ice Aliens gegen die Luchse Lauterbach und das Premierentor der „Last-Minute“-Neuverpflichtung im Dress der Ratinger. Mit 6:2 (3:1; 2:1; 1:0) feierten die Außerirdischen in der Meisterschaftsrunde am Freitagabend einen Heimsieg gegen ihre hessischen Kontrahenten.
Obwohl mit kleinem Kader aus dem Vogelsbergkreis angereist gaben die Lauterbacher nach 23 Sekunden bereits einen ersten „Warnschuss“ ab, bei dem RIA-Goalie Christoph Oster eingreifen und mit seinem linken Beinschoner den gut gezielten Flachschuss abwehren musste. Gerade anfangs dieser zwanzig Spielminuten ermöglichte ein teilweise zu leichtfertiges Passspiel der Aliens dem Gegner frühe Störaktionen, sodass das Aufbauspiel noch nicht richtig in Schwung kam. In der dritten Minute prüfte Mannschaftskapitän Dennis Fischbuch erstmals ernsthaft den gegnerischen Keeper, anschließend fuhr Štěpán Kuchynka in der fünften Minute einen Flügelangriff und passte, nachdem er seinen Gegenspieler „ausgebremst“ hatte, quer auf seinen neuen Sturmkollegen Lucas Leuschner (Štěpán Kuchynka/Pascal Behlau), der gekonnt zum 1:0 vollstreckte.
In der Folgezeit blieben die Luchse trotzdem oder vielleicht auch wegen dieses Tors weiter eminent gefährlich. Chancen von Štěpán Kuchynka sowie Milan Vanek standen mindestens zwei ebenso hochkarätige Möglichkeiten der Gäste gegenüber, bei denen Schlussmann Christoph Oster einen Alleingang parierte bzw. Verteidiger Dennis Appelhans bei drei auf das Ratinger Gehäuse zustürmenden Lauterbachern „eiskalt“ die Nerven und die Oberhand behielt. In der 14. Minute wurden die Luchse-Angriffsbemühungen bzw. ein Torschuss entsprechend mit dem 1:1-Ausgleich belohnt. Knapp fünf Minuten vor der Drittelpause scheiterte Dennis Fischbuch, von Marvin Moch im Slot angespielt, noch am Luchse Torwart, eine schnelle Dreierkombination der Ratinger in der 18. Spielminute schloss Alexander Schneider (Tim Brazda/Tobias Brazda) aber erfolgreich zum 2:1 ab. Den 3:1-Führungstreffer erzielte das perfekt harmonierende Trio Pascal Behlau, Štěpán Kuchynka und Alexander Schneider während einer Strafzeit gegen die Luchse im Powerplay – Schneiders Handgelenk-Schuss fand eine Lücke und ging 12 Sekunden vor der Pausensirene flach über die rote Linie.
Im zweiten Spielabschnitt erlaubte sich die Mannschaft von Coach Alexander Jacobs, neben liegengelassenen Einschussmöglichkeiten, ein paar Strafzeiten, unter anderem wegen eines Wechselfehlers sowie unnötiger Härte, welche die RIA-Verteidigung, in Anbetracht der Tatsache, dass ein gegnerischer Stürmer dem Aliens-Schlussmann Christoph Oster „zu nahe trat“, nicht als „unnötig“ erachtete. Die „Box“ hielt dem Powerplay der Luchse jedoch stand, sodass der Gegner keinen Treffer unterbringen konnte. Beide Mannschaften holten ihre Versäumnisse aber ab der 35. Minute nach: Ratingens erste Reihe traf in der 35. Minute durch Marvin Moch (Dennis Fischbuch/Milan Vanek) zum 4:1, gefolgt von einem Tor des auf der „kurzen Ecke“ lauernden Tobias Brazda (Benjamin Hanke/Tim Brazda) zum 5:1 in der 38. Minute. Ein schon sicher kontrollierter, dann aber im eigenen Verteidigungsdrittel doch noch „verdaddelter“ Puck bescherte den Luchsen jedoch in der gleichen Minute, durch eine starke Einzelleistung ihres kanadischen Stürmers Kenneth Matheson, den 5:2-Anschlusstreffer.
Benjamin Hanke (Tobias Brazda/Tim Brazda) machte dann nach Wiederanpfiff in der 44. Minute mit seinem 6:1 vorzeitig den „Deckel drauf“ und Ratingen ließ sich bis zum Spielende nur noch bei wenigen Gelegenheiten das Heft des Handels aus der Hand nehmen. Aufgrund des übersichtlichen Kaders konnten die Luchse Lauterbach mit zunehmender Spielzeit nachvollziehbar immer weniger Akzente setzen und den Sieg der Gastgeber entsprechend auch nicht mehr gefährden.
FASS Berlin 1b: Zwei Punkte gerettet(RLO) Mit viel Einsatz holte die 1b von FASS Berlin gegen den ESC Jonsdorf zwei Punkte. 3:2 (1:1/0:1/1:0) gewannen die Akademiker nach Penaltyschießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 gestanden.
Für die Weddinger war es das zweite schwere Spiel in zwei Tagen und erwartungsgemäß fehlte Felix Karlsson.
Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Damon Bonness (FASS) und Ferry Kohl (Jonsdorf) bekamen gut zu tun. Der erste Treffer der Partie fiel allerdings mit etwas Glück. Ein Verteidiger der Gäste fälschte einen eigentlich ungefährlichen Schuss von Paul Konietzky unglücklich und unhaltbar ins Tor ab (8.). Vier Minuten später hatten die Weddinger dann auch noch Glück, denn der Hammer eines Jonsdorfers knallte nur an den Pfosten. Es ging weiter hin und her, beide hatten dabei auch weitere Chancen. Eine nutzten die Gäste aus. Nach einer schönen Kombination erzielte Felix Reinelt 69 Sekunden vor der Pause den Ausgleich.
Die Akademiker waren im 2. Drittel zwar das bessere Team und hatten einige Chancen, ein Tor wollte aber nicht gelingen. Besser machten es da die Gäste, in Überzahl traf Max Rentsch zum 1:2 (35.).
Auch im letzten Drittel war das Jonsdorfer Tor wie vernagelt, es wurde zunächst nichts mit dem Ausgleich. Dabei gab es für die Weddinger durchaus gute Chancen, man scheiterte aber immer wieder am Goalie. Den Gästen ging es bei ihren Angriffen aber auch nicht anders, hier war ebenfalls beim Torhüter Schluss. FASS lief nun langsam die Zeit davon, aber 46 Sekunden vor dem Ende dann doch noch Jubel bei den Hausherren. Mit einem Mann mehr auf dem Eis (Damon Bonness hatte sein Tor zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen) traf Thomas Koch doch noch zum zum 2:2. Und dann ging es ins Penaltyschießen, das ein wenig länger dauerte. Zehn Schützen benötigte FASS, dann war der Zusatzpunkt gesichert. Goldener Schütze war Philip Golz.
Im Gegensatz zum Vortag war es ein faires Spiel, mit dem der Schiedsrichter nie Probleme hatte. Mit den fünf Punkten aus diesem Wochenende wahrt FASS die Chance, am Ende der Saison beste Berliner Mannschaft der Regionalliga Ost zu werden.
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