IHP News(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Vorberichte. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga und Deutschen Eishockey Liga 2, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Oberliga West, Nordrhein-Westfalen-Liga und Oberliga Ost.
Rote Teufel Bad Nauheim: 1:4-Niederlage in Dresden - "Nur schwer ins Spiel gekommen"(DEL2) Mit 1:4 (1:1, 0.2, 0:1) verloren die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim heute Abend ihr Auswärtsspiel bei den Eislöwen Dresden. "Wir sind schwer ins Spiel gekommnen und haben vielleicht etwas glücklich das 1:1 gemacht. Danach waren wir aber das bessere Team, das zweite Dresdner Tor war jedoch ein klares Icing, was nicht gepfiffen wurde. Im letzten Drittel kamen wir aufgrund der Strafen nicht mehr richtig ins Match. Das soll aber keine Entschuldigung sein, denn Dresden hat verdient gewonnen. Morgen werden wir einigen Redebedarf haben", sagte EC-Coach Daniel Heinrizi nach dem Schlusspfiff.
Nach dem Saisonaus von Tim May (Menikusriss) nahm EC-Coach Daniel Heinrizi Juniorenspieler Deion Müller mit nach Dresden, wo er mit Maximilian Spöttel und Sven Schlicht die vierte Sturmreihe bildete. Sean McMongale wechselte von der Defensive in den Angriff, der gelernte Stürmer agierte zusammen mit Jason Pinizzotto und Kevin Lavallee. Die Eislöwen wollten nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge sich wieder besser präsentieren und hatten mit Neuzugang Lukas Slaventinsky zudem eine Verstärkung in der Defensive vorzuweisen. Die Sachsen begannen das Match konzentriert und waren im ersten Abschnitt das bessere Team. Das 1:0 durch Förderlizenzspieler Schlenker war somit die logische Folge und auch in der Folgezeit hatten die Hausherren gute Gelegenheiten, das Resultat auszubauen. Es war jedoch Bad Nauheims Goalie Jan Guryca, der den Gegner schier verzweifeln ließ, nachdem der Ex-Straubinger auch hochkarätige Möglichkeiten der Gastgeber vereitelte. Der Ausgleich in der 16.Minute war dann vielleicht eher überraschend, nachdem McMongle Jason Pinizzotto mustergültig bediente, so dass der erste richtig gute Angriff der Hessen gleich zum Erfolg führte.
Mit Beginn des Mitteldrittels wollten die Gäste präsenter sein und kamen dementsprechend besser aus der Kabine. Nun war plötzlich Kevin Nastiuk zwischen den Pfosten der Eislöwen gefragt, doch auch der Kanadier zeigte sich von der besten Seite nach Schüssen von Lange (22.) und Lavallee (26.). Dresden kam erst gegen Mitte des Spiels wieder stärker auf - und auch gleich zur erneuten Führung durch Ex-Teufel Carsten Gosdeck (30.). Bad Nauheim spielte dennoch gut mit und hatte seinerseits die ein oder andere Gelegenheit, allerdings fehlte wie zuletzt die Effizienz vor dem gegnerischen Kasten. Besser machten es da die Eislöwen, die durch Boisvert noch vor der zweiten Pause auf 3:1 in Front gehen konnten.
Auch in den Anfangsminuten des letzten Abschnitts wollten die Gäste etwas reißen und kamen zu guten Gelegenheiten durch McMonagle und Lavallee. Um in der Ferne Zähler mitzunehmen, müssen solche Chancen aber dann auch verwertet werden, was den Roten Teufeln leider nicht gelang, zudem kassierte man Strafzeiten, die dem Gegner natürlich in die Karten spielten. Al Carsten Gosdeck seinen zweiten Treffer in der 47.Minute zum 4:1 markierte, war die Vorentscheidung gefallen. Bad Nauheim probierte zwar noch einmal alles, doch Dresden hatte im Großen und Ganzen das Geschehen im Griff und brachte das Ergebnis über die Zeit.
Am Sonntag erwarten die Roten Teufel zuhause den Co-Tabellenführer aus Bremerhaven, der heute Abend zuhause mit 3:5 gegen Weißwasser verlor.
Eislöwen Dresden - EC Bad Nauheim 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
Tore:
1:0 (04:44) Schlenker (Cullen, Lüsch)
1:1 (15:43) Pinizzotto (McMongale, Götz)
2:1 (29:19) Gosdeck (Boiarchinov, Kruminsch)
3:1 (28:43) Boisvert (Kaartinen, Pöllänen)
4:1 (46:56) Gosdeck (Mücke)
Strafninuten: ESC 4 / ECN 10
Zuschauer: 3.466
Moskitos Essen weiter ungeschlagen in der Pokalrunde(OLW) Mit 14:2 besiegten die Moskitos Essen am
vergangenen Freitag den Kölner EC. In Köln haben es die Mücken
da noch spannender gemacht. Beim Heimspiel allerdings haben die
Moskitos ihre Leistung abgerufen und souverän gewonnen. Durch
krankheitsbedingte Ausfälle von Marcel Krzyzyk, Dustin Demuth und
Kapitän Jan Barta wurde das Team aus der Jugend unterstützt. So
standen an diesem Abend Dennis Schott und Joel Stegelmann im
Moskitos Trikot auf dem Eis. Beide haben ihre Sache an dem Abend
gut gemacht. Florian Spelleken übernahm die Rolle des Kapitäns.
Die Mücken sind in der Pokalrunde seit acht Spielen ungeschlagen
und führen die Tabelle klar an.
Vor den knapp 400 Zuschauern in der Eissporthalle Essen-West
gingen die Moskitos druckvoll ins erste Drittel, wollte die Mannschaft
das Ergebnis nicht so knapp halten, wie in Köln. In den ersten
Minuten hatten Tim Rasper und Pierre Klein schon gute Chancen.
Aber erst in der 4. Spielminute traf Aaron McLeod, nach einer
Vorlage von Florian Pompino zum 1:0. Brance Orban erhöhte kurz
darauf zum 2:0. Durch einen Abspielfehler gelang Köln dann eine
Minute später der Anschlusstreffer zum 1:2. Das Spiel entwickelte
sich und war sehenswert. So fielen in den weiteren Minuten die Tore
abwechselnd. Brance Orban versenkte den Puck erneut im Netz und
so führten die Mücken mit 3:1. Eine Minute darauf verkürzten die
Kölner durch Thorben Beeg auf 2:3. Darauf folgte dann wieder ein
Tor von Kanadier Brance Orban und es stand 4:2. Man sah den
kanadischen Stürmern ihre Spielfreude und das gute Zusammenspiel
an. In den letzten Minuten des ersten Drittels trafen erneut beide das
Tor und die Moskitos gingen mit einer 6:2 Führung in die Pause.
Auch das zweite Drittel begann wieder munter. Die Essener zogen
ihr Spiel durch und die beiden Jugendspieler integrierten sich gut in
die Mannschaft. In der 25. Minute landete der Puck zum siebten Mal
für die Moskitos hinter der Linie und Sebastian Licau erhöhte auf ein
7:2. Drei Minuten später erzielte Oliver Boettcher das 8:2. Der
Torhüter der Kölner bekam in einer Spielsituation einen
Schlagschuss ab und war kurze Zeit benommen, er konnte das Spiel
jedoch fortsetzen. Jörg Noack beförderte die Scheibe in der 32.
Minute ins Tor. Das Ergebnis war mit 9:2 nun eindeutig. Im weiteren
Spielverlauf traf Aaron McLeod zum 10:2 für die Moskitos. Die
Kölner wechselten zum Ende des Mitteldrittels ihren Torwart aus. In
den letzten Drittelminuten bauten die Mücken ihre hohe Führung
noch durch Sebastian Schröder und Aaron McLeod aus. Nach zwei
Dritteln lautete das Ergebnis 12:2.
Die Moskitos dominierten ganz klar das Spiel. Im letzten Drittel setzte
die Mannschaft von Michael Rumrich ihr Spiel fort und ließ Köln
schwach aussehen. In der 49. Spielminute fiel das 13:2 durch
Stürmer Jörg Noack. Nur fünf Minuten später erzielte Jörg Noack
dann seinen dritten Treffer zum 14:2. Die Moskitos erhielten eine
Zeitstrafe, sie spielten kurzzeitig mit sechs Feldspielern. Christian
„Willi“ Vogel saß die Strafe ab. Das Spiel endete mit einem
verdienten Sieg der Moskitos. Die kanadischen Stürmer Brance
Orban und Aaron McLeod verbuchten bei diesem Spiel jeweils vier
Treffer, gefolgt von Jörg Noack, der drei Treffer erzielte.
Nächsten Freitag empfangen die Moskitos die 1b-Auswahl aus
Kassel am Westbahnhof. Spielbeginn ist um 20.00 Uhr.
(OLW) Am Ende reichten die Kräfte dann nicht mehr. Nachdem der Herner EV zwei Drittel mithalten konnte, brach der Oberligist im letzten Spielabschnitt komplett ein. Nach 60 Minuten hieß es dann 3:9 und damit Tabellenplatz 6.
Zwei Mal waren die Gastgeber zu Beginn in Führung gegangen. Beide Male konnte HEV-Stürmer Christian Nieberle die Führung ausgleichen. Im Mitteldrittel sorgte dann Kapitän Alexander Brinkmann für Jubel auf Seiten der Herner Anhänger. Sein Alleingang bescherte die zwischenzeitliche 3:2 Führung. Doch nach dem Treffer ging es für den HEV bergab. Zunächst kam Unna zum Ausgleich und markierte mit zwei weiteren Treffern einen 5:3 Pausenstand. Doch auch die Kabinenansprache von HEV-Trainer Carsten Plate sorgte nicht für den gewollten Effekt. Ganz im Gegenteil: Die Bulldogs kamen nur Sekunden nach Beginn des Drittels zum 6:3 und damit zur Vorentscheidung. Die weiteren Treffer der Gastgeber ließ Plate auf der anschließenden Pressekonferenz unkommentiert. Kommentieren wollte er jedoch die Einstellung seiner Mannschaft: „Wir haben ab Mitte des zweiten Drittels unheimlich schlecht defensiv gespielt und dann noch dumme Strafen bekommen. Am Ende haben wir verdient verloren“, fasste Plate das Geschehen auf dem Eis knapp und hart zusammen.
Und auch die Mannschaft zeigte sich enttäuscht von ihrer Leistung. Abwehrspieler Michel Ackers versucht mit seiner Aussage auf Facebook die Leistung zu erklären: „Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber im Moment sind die Akkus auch wegen der vielen Verletzten einfach leer!“. Zugleich versprachen Ackers und die Mannschaft sich am Sonntag wieder voll ins Zeug zu legen. Ein Appell den viele HEV-Fans positiv kommentierten und damit unterstrichen, auch weiterhin hinter der Mannschaft zu stehen. Das kann das Team auch gut gebrauchen, denn Sonntag kommen mit den Huskies aus Kassel, eine der Übermannschaften an den Gysenberg. Neben den Frankfurtern und Duisburgern gehören die Huskies zu den Aufstiegsfavoriten. Bislang zeigte sich der HEV immer in der Lage, den Hessen ein enges Spiel abzuverlangen. Und auch diesmal wollen die Gysenberger wieder über sich hinaus wachsen und den Huskies das Leben mehr als schwer machen. Da passt es ganz gut, dass die Kasseler nach zwei Niederlagen in Folge, nicht mit breiter Brust an den Gysenberg kommen. Dafür will der HEV sich mit einer überzeugenden Leistung wieder in die Herzen seiner Fans spielen. Verzichten muss der HEV dabei auf Schlussmann Benjamin Voigt, der nach einer Auseinandersetzung mit einem Königsborner Spieler, eine Spieldauerstrafe erhielt und damit für die kommende Partie gesperrt ist. Für ihn wird Björn Wolf das Tor hüten. Bully ist um 18:30 Uhr.
Tore: 1:0 (01:08 Min.) Thau (Schmidt/Vanek); 1:1 (03:53 Min.) Nieberle (Brinkmann/Schneider)(PP+1); 2:1 (13:52 Min.) Vanek (Maas/Thau)(PP+1); 2:2 (14:59 Min.) Nieberle (Schneider/Hauptig)(PP+1); 2:3 (21:57 min.) Brinkmann (Dreischer/Schneider); 3:3 (23:04 Min.) Bathgate (Streser/Hein)(u); 4:3 (28:41 Min.) Kuchnia (Hein/Bathgate)(PP+1); 5:3 (36:02 Min.) Hein (Thau/Fominych); 6:3 (40:52 Min.) Bathgate (Kuchnia/Hein); 7:3 (46:56 Min.) linda (Streser/Bathgate)(PP+1); 8:3 (48:28 min.) Heitmann (Bathgate/Thau); 9:3 (59:10 Min.) Maas (Streser/Schmidt)(PP+1)
Strafen:
Unna: 16+30 Min (Fominych/Pigache)
Herne: 31+20 (Voigt)
Zuschauer: 290
Der nächste Gegner der Adler Mannheim: Straubing Tigers(DEL) In den ersten fünf Jahren ihrer DEL-Zugehörigkeit lagen die Straubing Tigers zwischen 2006 und 2011 am Saisonende nie besser als auf Platz 12. Doch dann begannen die Niederbayern tatsächlich konkurrenzfähig zu werden, schafften es in den letzten beiden Jahren einmal bis ins Halb-, einmal bis ins Viertelfinale der DEL. In der laufenden Saison jedoch scheinen die Playoff-Träume der Mannschaft von Trainer Dan Ratushny jedoch wieder frühzeitig beendet zu werden.
Nach einem katastrophalen Monat Dezember, der nur zwei Siege aus zehn Spielen brachte, rutschten die Tigers auf Tabellenplatz zwölf ab. Zwar haben sich die Leistungen mit vier Siegen aus den letzten acht Spielen, darunter einem Overtime-Sieg gegen Hamburg Anfang Januar, wieder einigermaßen stabilisiert, doch das einzige, was der Mannschaft inzwischen sprichwörtlich entgegenkommt, ist der Titelverteidiger aus Berlin, der als Elfter nur noch fünf Punkt vor Straubing liegt.
Neun Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf Platz zehn, der noch zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigen würde. Doch die Teams auf den Plätzen neun und zehn, Iserlohn und Augsburg, schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle und drohen bald endgültig außer Reichweite zu sein.
Am Freitag sammelte das Team um Topscorer Blaine Down beim knappen 2:1-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten aus Schwenningen drei wichtige Punkte. Carsen Germyn und Down selbst drehten mit ihren Toren im letzten Dritten einen 0:1-Rückstand und ließen so die letzten Playoff-Hoffnungen noch am Leben. Vor allem in den ausstehenden sechs Heimspielen sind dringend Punkte notwendig, um bis zum Schluss im Rennen um Platz zehn dabei zu bleiben.
Memmingen Indians unterliegen im Nachholspiel in Pfaffenhofen (BYL) In der Bayerischen Eishockey-Liga haben die Memminger Indians ihr Nachholspiel am Freitagabend gegen den EC Pfaffenhofen mit 5:6 verloren. Durch sechs Ausfälle konnte der ECDC nie an die Leistung der Vorwochen anknüpfen und lag bereits nach 12. Minuten mit 0:3 im Rückstand. Danach besannen sich die Memminger zumindest auf ihre kämpferischen Qualitäten und kamen nach der Initialzündung in Form des Anschlusstreffers bis zur Spielmitte sogar noch zum 3:3-Ausgleich. Doch gravierende Nachlässigkeiten im Defensivverhalten brachten den Gastgebern vor dem letzten Drittel erneut eine Zwei-Tore-Führung ein. Diese verteidigten die IceHogs bis zum Schluss, der Tabellenführer fand an diesem Abend einfach nicht den Schlüssel zu seinem erfolgreichen Eishockey der letzten Wochen. Dennoch ist die Niederlage alles andere als ein Beinbruch für die Indians, die am letzten Hauptrundenwochenende ab kommenden Freitag um einen der ersten zwei Plätze der starken BEL kämpfen. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, 2.2., um 18 Uhr gegen die Haßfurt Hawks statt.
Nur mit "Halbgas" geht's nicht, hatten die Indians-Verantwortlichen ihre längst für die Play-off-Meisterrunde qualifizierte Mannschaft vor der Partie in der Hallertau gewarnt. Doch nicht alle Akteure schienen genau zugehört zu haben. Der ECDC erwischte einen echten Horrorstart, ließ die Gastgeber immer wieder zu Möglichkeiten kommen. Und die IceHogs schlugen zu: Der erste Angriff der Oberbayern war drin, ebenso der zweite. Bereits nach 12 Minuten lagen die Hausherren mit 3:0 in Front. Sebastian Lachner gelang dann mit seinem Treffer zum 1:3 der Weckruf für sein Team, das in der Folge sich immer mehr im Drittel des ECP festsetzte. Andi Börner hatte kurz vor der Drittelpause die Riesenmöglichkeit zum Anschlusstreffer, den jedoch der Pfosten verhinderte.
Nach deutlichen Worten seitens des Trainergespanns in der Drittelpause kam der Spitzenreiter deutlich entschlossener und zielgerichteter aus der Kabine. In Überzahl brachte Patrick Zimmermann sein Team nach 26 Minuten heran, sechs Minuten später gelang Al Joanette sogar der Ausgleich. Doch ein abgefälschter Schuss von Weicht besorgte mitten in die ECDC-Drangperiode die erneute Führung für die Gastgeber, die kurz darauf durch in weitere Unkonzentriertheit im Defensivverhalten der Indians sogar wieder mit zwei Toren in Front gehen konnten.
Dass die Moral im Memminger Team intakt ist, wurde auch im letzten Drittel bewiesen. Durch einen Schuss von Alex Krafczyk kamen die Rot-Weißen ein weiteres Mal heran, doch ein Querschläger in der neutralen Zone läutete eine weitere gefährliche Situation für die IceHogs ein, die Svatopluk Merka zum 6:4 nutzte. Martin Hoffmanns erneuter Anschlusstreffer eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene kam letztlich zu spät, um noch Zählbares aus der Hallertau mitzunehmen.
Eine Niederlage, die sicherlich kein Beinbruch, aber vielleicht wieder ein Weckruf zur rechten Zeit ist. "Wenn jeder denkt, 'das läuft schon irgendwie', dann tun wir uns gegen alle Gegner schwer", so die Trainer. Für die Indians stehen am kommenden Wochenende nun die letzten Hauptrundenspiele vor den Play-offs an. Am Freitag reisen die Rot-Weißen zum Tabellendritten nach Waldkraiburg (19.45 Uhr), am Sonntag, 2.2., kommt um 18 Uhr Aufsteiger Haßfurt Hawks an den Memminger Hühnerberg
GSC Moers: Troisdorf im Sturm überrannt!(NRWL) Unterlag man beim Hinspiel beim EHC Troisdorf noch unglücklich, überrannten die Black Tigers als Underdog beim gestrigen Rückspiel in der Senioren-NRW-Liga den aktuellen Tabellen-Dritten regelrecht im Sturm.
Von Beginn an rannten die Spieler des GSC Moers, als wenn es um ihr Leben gehen würde und griffen den Gegner konsequent bereits in dessen Verteidigungsdrittel an. Überrascht von der Aggressivität und der Schnelligkeit kamen die Gäste selbst kaum ins Spiel. In der 9. Spielminute eroberten sich die Gastgeber die Scheibe von Troisdorf und beendeten den Gegenangriff mit Erfolg. Torschütze war Robin Klönder, der in der Folge wie alle anderen Moerser um jeden Quadratmeter Eis kämpfte. Kaum 20 Sekunden später war es der Juniorenspieler Philip Grühn, der nach Vorlage von Alexander Arnold und Verteidiger Pascal Fischer auf 2 : 0 für Moers erhöhen konnte. Die Gäste, die mit wütenden Angriffen antworteten und sich selbst eine Vielzahl von guten Torchancen erarbeiteten, blieben entweder an der an diesem Abend sehr gut sortierten Abwehr der Gäste hängen oder fanden in dem sehr gut aufgelegten Junioren-Torhüter Winand Schneider ihren Meister. Kurz vor Ende des ersten Spieldrittels erzielte Marvin Richter nach Vorlage von Dennis Lesage den in der Höhe doch überraschenden Pausenstand von 3 : 0 zugunsten der Gastgeber.
Im Mitteldrittel merkte man den Spielern des EHC Troisdorf an, dass diese in der Drittelpause eine deutliche Ansage ihres Trainers mit auf den Weg bekommen hatten. Die Gäste versuchten ihrerseits aggressiver in die Zweikämpfe zu gehen und die Chancen durch schnelle und präzise Angriffe zu erhöhen. Die Grafenstädter, von ihrem Trainer gewarnt, hielten jedoch gut dagegen und konnten den Vorsprung durch Tor von Alexander Arnold in der 27. Minute auf 4 : 0 erhöhen.
Mit einem Überzahltor in der 42. Minute durch Benjamin Spazier erhöhten die Schwarz-Gelben sogar auf 5 : 0. In der 44. Spielminute erhielten die Gäste nach Foulspiel eines Moerser Verteidigers einen Penalty, den Andre Könitzer allerdings nicht verwandeln konnte. Es hatte regelrecht den Anschein, als wenn das Tor der Gastgeber aus Troisdorfer Sicht vernagelt war. Dies war aber ein Trugschluss, da der EHC unermüdlich weiter angriff und in der 46. Minute zum ersten Torerfolg kam. Etwas Spannung kam auf, als 3 Minuten später die Gäste auf 2 : 5 verkürzten und nochmal kurzzeitig Hoffnung schöpften. In der 54. Minute wurden die Gäste dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, da Alexander Arnold erneut für Moers traf und auf 6 : 2 erhöhte. Troisdorf konnte zwar kurz vor Ende des Spieles nochmal verkürzen, musste sich aber am Ende dem vermeintlichen Underdog mit 6 : 3 geschlagen geben. Trainer Stephan Piwonski freute sich für sein Team, da er krankheits- und berufsbedingt leider nur 2 ½ Reihen aufbieten konnte, diese sich aber seit dem Jahreswechsel in dieser Besetzung sehr gut einspielen konnten und durch das gute Spiel in Herford motiviert fühlten.
Zwei Abgänge hat der GSC Moers in diesen Tagen zu verzeichnen. Michael Kalisch, der aufgrund seiner beruflichen Aktivitäten zuletzt nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung stand und kurzfristig mit seiner Frau Nachwuchs erwartet, möchte seine Spielerkarriere zum Ende der Saison in Ratingen beenden, dem Verein, bei dem er als Kind die ersten Schritte auf dem Eis gemacht hat. Michael Kalisch war viele Jahre beim GSC aktiv und als sehr erfahrener Spieler immer eine Stütze im Spiel und beim Training und half dem Trainer junge Nachwuchsspieler in die Seniorenmannschaft einzubinden. Beim zweiten Abgang handelt es sich um Sarah Kazubek, geb. Weyand die in die Damenmannschaft des EV Duisburg wechselt.
Pfaffenhofen IceHogs lassen Spitzenreiter straucheln - Starker ECP schlägt Memmingen mit 6:5(BYL) Groß war die Freude am Freitagabend im Lager des EC Pfaffenhofen. Zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison setzten sich die Pfaffenhofener gegen eine der Spitzenmannschaften der Bayernliga durch und dies gleich gegen den aktuellen Tabellenführer. In einer spannenden und packenden Partie schlugen die IceHogs den ECDC Memmingen mit 6:5 (3:1; 2:2; 1:2) und bestätigten eindrucksvoll den Aufwärtstrend der letzten Wochen.
Schon die Spiele zuvor hatte sich das Team von Heinz Feilmeier gegenüber der Zeit vor dem Jahreswechsel stark verbessert gezeigt, allein die Ergebnisse stimmten nicht. Hauptursache dafür war vor allem die mangelnde Chancenverwertung seiner Angreifer, die auch beste Möglichkeiten nicht im Tor des Gegners unterbrachten. Umso mehr freute sich der Coach, dass nun ausgerechnet gegen den Spitzenreiter der Knoten geplatzt zu sein scheint. „Wir wussten, irgendwann gehen die Dinger auch wieder mal rein und heute war es endlich soweit,“ zeigte sich Heinz Feilmeier sichtlich erleichtert. „Pfaffenhofen hat schnelle und wendige Stürmer, die heute viel effektiver waren als noch am Sonntag,“ pflichtete ihm sein Memminger Kollege Jogi Koch bei. Da hatten die IceHoge bei der 1:4 Niederlage noch jede Menge Chancen liegen gelassen. Gleichzeitig ging Jogi Koch mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Wir waren schon letzten Sonntag nicht gut, aber heute waren wir noch schlechter. So kann man sich nicht präsentieren.“ Dabei spielte er vornehmlich auf den ersten Spielabschnitt an, in dem die Indians von den hoch motiviert und entschlossen auftretenden Gastgebern ein ums andere Mal düpiert wurden. Schon nach gut 10 Spielminuten lagen die IceHogs mit 3:0 in Front. In der 4. Minute traf Marko Babic nach einem abgewehrten Turner-Schuss zur frühen Führung und nur zwei Minuten später setzte sich Dennis Sturm bei einem Break in Unterzahl im Laufduell gegen eine Gästeverteidiger durch und versetzte anschließend auch noch ECDC-Goalie Martin Niemz. Besser in Überzahl machten es die Hausherren. Die erste Strafzeit gegen die Indians nutzte erneut Marko Babic mit einem Schuss in den Winkel zum 3:0 (11.). In der 15. Minute bot sich für Markus Welz die Riesenchance zum 4:0, doch er kam um Sekundenbruchteile zu spät, um die frei liegende Scheibe über die Linie zu bugsieren. Im Gegenzug bewies dann Sebastian Lachner seine Torjägerqualitäten, als er den staken Christian Hamberger zum 3:1 überwand, der kurz darauf Glück hatte, dass der Pfosten für ihn rettete. Abgesehen davon waren die IceHogs die bis dahin klar bessere Mannschaft, die unmittelbar nach dem Wechsel gleich mehrmals das 4:1 auf dem Schläger hatte. Dann musste Michael Pfab auf die Strafbank und in Überzahl brachte Patrick Zimmermann die Gäste auf 3:2 heran (26.). Die fanden nun immer besser ins Spiel und in der 33. Minute gelang Alain Joanette der Ausgleich. Jetzt wackelten die Hausherren, nachdem sie einen 3:0 Vorsprung aus der Hand gegeben hatten, doch sie hielten dagegen und fanden die richtige Antwort. Sebastian Weicht besorgte in der 37. Minute die erneute Führung und nach einer schönen Kombination über Markus Welz und Svata Merka stellte Dennis Sturm den alten Abstand wieder her. Gute vier Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, als Alexander Krafczyk ein abgefälschter Puck vor die Füße fiel, er nicht lange fackelte und mit einem trockenen Schuss Memmingen wieder ins Spiel brachte. Erneut folgte die Antwort prompt. Nur eine Minute später kam Svata Merka nach einem abgefälschten Pass aus der Abwehr in Scheibenbesitz, zog auf und davon und krönte seine starke Leistung mit dem Treffer zum 6:4. Nachdem die aufopferungsvoll kämpfende ECP-Abwehr in der 51. Minute eine doppelte Überzahl der Indians schadlos überstanden hatte, bliesen diese in den verbleibenden Minuten zur Schlussoffensive. Doch mehr als das 6:5 durch Martin Hoffmann 90 Sekunden vor dem Ende sprang nicht mehr heraus, weil sich die Indians danach noch zwei üble Fouls von Martin Schweiger gegen Fabian Sing und Alain Joanette gegen David Vokaty leisteten und so die IceHogs nicht mehr in Bedrängnis bringen konnten, die als verdienter Sieger zurecht von ihren Fans gefeiert wurden. Unter denen blieb alles friedlich, nachdem der ECP nach den Vorkommnissen beim letzten Spiel der 1b-Mannschaft strenge Einlasskontrollen vorgenommen hatte. Abteilungsleiter Bernhard Nüsse bedankte sich dafür in der Pressekonferenz ausdrücklich bei den Ordnern und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Pfaffenhofener Polizei.
EC Pfaffenhofen: Hamberger, Banzer, Oexler Hofbauer, Pfab, Schuster, Sing, Landstorfer, Hinz, Turner, Treml, Berger, Vokaty, Welz, Babic, Feilmeier, Sturm, Weicht, Smolik, Merka
Tore: 1:0 (4.) Babic (Turner, Sing); 2:0 (6.) Sturm (4:5); 3:0 (11.) Babic (Feilmeier 5:4); 3:1 (15.) Lachner (Zimmermann, Joanette); 3:2 (26.) Zimmermann (Hoffman, Polaczek 5:4); 3:3 (33.) Joanette (Zimmermann, Polaczek); 4:3 (37.) Weicht (Berger, Vokaty); 5:3 (39.) Sturm (Merka, Welz), 5:4 (45.) Krafczyk (Kerber); 6:4 (46.) Merka; 6:5 (59.) Hoffmann (Rott, Krafczyk)
Strafen: IceHogs 16 ECDC 12 + 10 f. Schmelcher
Zuschauer: 200
Pfronten Falcons siegen auch in Fürstenfeldbruck(BLL) Sehr zur Freude der Pfrontener blieb der befürchtete Schneefall am Freitag Abend in Fürstenfeldbruck aus und das Spiel konnte unter regulären Bedingungen stattfinden. Die Falcons mussten neben Timo Stammler auch auf Michael Friedl , Mathias Höldrich, Mathias Zacherl, Roman Fröhlich und Kevin Kleinhans verzichten, die verletzungs- oder berufsbedingt nicht zur Verfügung standen. Um zumindest mit drei kompletten Sturmreihen anreisen zu können, wurden Jörn Appelt und Markus Bickl aus den Junioren rekrutiert. Trotz den vielen fehlenden Spielern konnten die Pfrontener im ersten Spielabschnitt durch Joel Titsch in Führung gehen und diese im Mitteldrittel durch weitere Treffer von Joel Titsch, Martin Fröhlich und Thomas Böck, bei zwei Gegentreffern auf 2:5 aus Sicht der Gastgeber ausbauen. Zwar konnten die Gastgeber im letzten Drittel noch auf 4:5 verkürzen, den erneuten Erfolg der Falcons jedoch nicht mehr verhindern. Die Falcons konnten mit dem vierten Sieg in Folge weiteren Boden auf die Tabellenspitze gut machen und punktemäßig auf Oberstdorf aufschließen und den Abstand auf Bad Wörishofen und Bad Aibling auf zwei Zähler verkürzen. Momentan behalten die Pfrontener allerdings weiterhin Tabellenplatz sechs.
Drittes Heimspiel – dritter Sieg! Ratinger Ice Aliens erlegen die Bären aus Neuwied(OLW) Klar besiegten die Ratinger Ice Aliens am Freitagabend die Gäste aus Neuwied und schickten den Regionalliga-Meister mit 11:2 (1:1; 7:0; 3:1) nach Hause.
Obwohl sich schnell zeigte, wer hier die Hausherren waren, stand das erste Drittel zunächst unter dem Motto „Mach dir das Leben selber schwer“.
Als Marvin Moch nach knapp vier Minuten Spielzeit auf der Strafbank Platz nehmen musste und wenige Sekunden später Dustin Schumacher mit einer Fünf-Minuten- puls Spieldauerstrafe Duschen ging, nutzte der Neuwieder Alexander Bill diese doppelte Überzahlsituation in der siebten Minute zum 0:1-Führungstreffer.
Anschließend war es ein Match mit Torchancen für beide Seiten. In der zehnten Minute traf Robert Licau, nach einem Pass von Nekvinda leider nur den Pfosten und die schwarze Hartgummischeibe wollte, trotz vieler Chancen der Außerirdischen, einfach nicht den Weg ins gegnerische Tor finden. In der 19. Minute fälschte dann aber, während eines Powerplays der Aliens, Jan Nekvinda einen Schuss von Jan Philipp Priebsch zum verdienten 1:1 ab. Mit diesem Unentschieden ging es dann auch in die erste Pause.
Im zweiten Spielabschnitt kam der Sturm der Ice Aliens richtig in Schwung. Bereits in der 23. Minute schlug Robert Licau zum 2:1 zu, was die Angriffslust der Außerirdischen offensichtlich zunehmend stärkte. Ein Doppelschlag innerhalb von 16 Sekunden durch Simon Migas (3:1) und Matthias Hornig (4:1) demontierte die Bärendefensive.
Nach dem 5:1 von Pascal Behlau in der 27. Minute versuchte Gästetrainer Arno Lörsch, mit einer Auszeit und einem Torhüterwechsel, Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen, was aber nur knappe sechs Minuten wirkte, bevor das muntere Toreschießen der Ratinger weiterging: 33. Minute Jan Philipp Priebsch (6:1), 35. Minute Marvin Moch (7:1) und in der 38. Minute war es erneut Matthias Hornig, der zum 8:1 traf.
Im Schlussdrittel behielten die Ratinger das Spiel weiterhin im Griff, bis Marc Höveler in der 49. Minute zum 9:1 einnetzte und eine knappe Minute später Matthias Hornig mit seinem dritten Tor auf 10:1 erhöhte.
Obwohl Neuwied in der 51. Minute auf 10:2 verkürzte, ging von den Bären keine wirkliche Torgefährlichkeit mehr aus.
Zum Ende des Spiels wurde es insgesamt etwas ruppig auf dem Eis und der Neuwieder Andrew Love handelte sich, nach einem Check gegen Gabriel Hildebrandt, eine Matchstrafe ein und musste vorzeitig das Spielfeld verlassen.
Den „Schlusspunkt“ dieser Begegnung setzte Marc Höveler, der mit einem Powerplaytreffer in der 55. Minute für den Endstand von 11:2 sorgte.
Tore Ratingen: Matthias Hornig (3), Marc Höveler (2), Jan Nekvinda, Robert Licau, Simon Migas, Pascal Behlau, Jan Philipp Priebsch, Marvin Moch
Tore Neuwied: Alexander Bill, Andrew Love
Strafen Ratingen: 25 + Spieldauerstrafe Dustin Schumacher
Strafen Neuwied: 39 + Matchstrafe Andrew Love
Zuschauer: 311
Schiedsrichter: Martin Prudlo
Wölfe Schönheide erstmals ohne Beute in Taucha(OLO) Seit Bestehens des Eishockeyzeltes in Taucha, Heimspielstätte der Icefighters Leipzig, kehrt der EHV Schönheide 09 erstmals ohne Beute ins Erzgebirge zurück. Vor über 1500 Zuschauern verloren die Wölfe am Samstagabend beim Tabellenführer der Oberliga Ost klar und deutlich mit 2:7 (0:3, 1:3, 1:1). Die beiden Ehrentreffer für den EHV 09 erzielten Miroslav Jenka und Pierre Gläser.
Bereits nach 69 Sekunden schlug es zum ersten Mal im Kasten von EHV-Keeper Sebastian Modes ein, als Hannes Albrecht zum frühen 1:0 für die Gastgeber einnetzte. Die Wölfe hatten zwar auch die ein oder andere Torchance, doch vorerst trafen nur die Hausherren, welche durch Armin Trautmann (9.) und Kevin Nighbert (19.) bis zur ersten Pause noch zwei Powerplay-Treffer zur komfortablen 3:0-Führung nachlegten.
Auch in den Mittelabschnitt kamen die Icefighters energischer und erhöhten in der 23. Minute bereits auf 4:0 durch Sebastian Alt. Es war der erste Gegentreffer für Stephan Quietzsch, welcher ab dem zweiten Drittel für Sebastian Modes das EHV-Tor hütete und so nach längerer Verletzungspause zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison kam. Zwar kamen die Wölfe nur 90 Sekunden später in Überzahl zu ihrem ersten Tor durch Miroslav Jenka, doch der designierte neue Meister der Oberliga Ost lies nicht locker und schraubte den Spielstand durch Tore von Edward Gale (32.) und Marvin Miethke (37.) auf 6:1 in die Höhe.
Im Schlussdrittel passierte lange Zeit nicht viel, da Leipzig nicht musste und die Wölfe dieses Mal nicht in der Lage waren, den deutlichen Rückstand im Tauchaer Zelt auch nur annähernd aufzuholen. Es dauerte bis zur 57. Minute ehe die Anhänger der Icefighters noch einmal jubeln durften, als Sebastian Alt im Powerplay das 7:1 gelang. Wenigstens der Schlusspunkt blieb den Wölfen vergönnt, welchen Pierre Gläser acht Sekunden vor dem Ende mit dem 7:2-Endstand setzte.
Statistik:
Tore:
1:0 Albrecht (Martin, Gale) 01:09
2:0 Trautmann (Vrba, Müller) 08:05 5-4
3:0 Nighbert (Kasperczyk, Müller) 18:01 5-4
4:0 Alt (Albrecht, Eichelkraut) 22:18
4:1 Jenka (Albrecht, Losch) 23:43 5-4
5:1 Gale 31:08
6:1 Miethke (Hadamik) 36:25
7:1 Alt (Albrecht, Eichelkraut) 56:15 5-4
7:2 Gläser (Wolf, Richter) 59:52
Strafen: IFL 16 EHV 16
Zuschauer: 1517
Stuttgart Rebels verlieren Skandalspiel gegen Schwenningen mit 3:6(RLSW) Die Rebels mussten gegen eine starke Schwenninger Mannschaft eine bittere 3:6 (2:2/0:2/1:2) Heimniederlage hinnehmen und haben damit im Kampf um einen PlayOff-Platz an Boden verloren.
Das Spiel begann mit hohem Tempo und da für beide Mannschaften viel auf dem Spiel stand ging es auch gleich richtig zur Sache. Bei den Rebels stand überraschenderweise mit Johann Kajuschenko ein verletzter Spieler auf dem Eis, der sich dem Team trotz Knieproblemen angeboten hat.
Der erste Aufreger dann nach 100 gespielten Sekunden als Ron Horwath die Scheibe Richtung Tor schießen konnte, dann ein Metallgeräusch und zur Verwunderung vieler wurde dann auf Tor entschieden (1:0). Ob jetzt Pfosten oder Mittelplanke, letztlich war es aufgrund der Undurchsichtigkeit der Situation vorher schwer zu entscheiden, was dann allerdings folgte war schlichtweg ein Skandal.
Die Spielleitung mit HSR Stascha Ninkov schickte in regelmäßigen Abständen Spieler mit blauen Trikots auf die Strafbank, während die Schwenninger zumeist verschont blieben.
Die Bilanz allein im ersten Drittel: 16 Minuten gegen die Rebels plus eine 10 gegen Rebels-Forward Ron Horwath. Die Gäste kamen in diesem Spielabschnitt auf 6 Minuten.
Das mit Spannung erwartete Duell wurde dermaßen ausgebremst das der Spielfluss völlig zum Erliegen kam.
Trotz der numerischen Überlegenheit gelang den Gästen vom Neckarursprung erst in der 8.Minute in Überzahl der Ausgleich. Schwenningen jetzt aufgrund Stuttgarter Strafzeiten naturgemäß mit Oberwasser, aber da die Rebels mit Florian "Glasi" Glaswinkler wieder einen starken Rückhalt hatten blieb es zunächst beim Ausgleichstreffer.
In der 14. Minute waren dann ausnahmsweise die Rebels in Überzahl und konnten durch Daniel Heimann erneut die Führung herausschießen, die die Gäste kurz vor Ende des Drittels wieder egalisieren konnten.
Bereits nach dem ersten Drittel waren sich beide Trainer über die Beurteilung der Schiedsrichter-Leistung einig.
Im zweiten Abschnitt war es dann kurzzeitig wieder ein Eishockeyspiel. Die Rebels nun dominierend, die Zweikämpfe wurden mehr und mehr gewonnen. Ein klarer Aufwärtstrend mit vielen Angriffssituationen. Das schien aber einigen nicht zu gefallen, dubiose Abseitsentscheidungen, die den Rebels einen klaren Vorteil verweigerten. Erschwerend kam noch dazu, das Beinstellen nicht mehr als strafwürdig angesehen wird: Alex Katjuschenko kommt dadurch zu Fall, verliert die Scheibe und der Gegenzug führt zur 2:3 Führung der Fire Wings. Kapitän Athur Gross beschwerte sich mehrfach bei Ninkov, was dieser aber mit einer Arroganz abschmetterte, die seinesgleichen sucht. Offenbar war dies auch die Grundlage dafür das auch Arthur Gross später mit einer 10-er Diszi belegt wurde.
Als Schwenningen kurze Zeit später sogar das 4:2 erzielen konnte war klar das es heute nur einen Sieger geben kann.
Eine dermaßen einseitige Auslegung hat es im Stuttgarter Eishockey selten gegeben.
Seit gestern gibt es auch eine neue Strafe ("Versuchter Stockstich"), die allerdings später in Stockstich umgewandelt worden ist, was angesichts der Geschehnisse geradezu lächerlich ist.
Mit soviel Lobby hätten gestern auch die Adler Mannheim auf der Waldau verloren...
Trotzdem wollte der Schwenninger Coach Kevin Apelt in der zweiten Drittelpause die Glückwünsche zum Sieg nicht annehmen:" Wir haben trotz allem noch 20 Minuten vor uns".
Im letzten Drittel keimte dann noch einmal Hoffnung auf als "AK47" Alex Kajuschenko nach einer starken Gemeinschaftsaktion über Christian Pratnemer und Johann Katjuschenko den 4:3-Anschlußtreffer platzieren konnte. Aber Schwenningen hatte bereits nach weiteren 70 Sekunden die Antwort parat und machte den Sack zu: Deutliche Führung im Rücken, nicht-vorhandene Neutralität der Gestreiften und der besagten 10 Min. Disziplinarstrafe gegen Rebels-Sturmtank Arthur Gross nach Reklamieren (" Was war das jetzt wieder...?"). Das Ding war gelaufen.
Den Schlußpunkt der Partie zum 3:6 setzte dann der Schwenninger Hynes in der 49. Min.
Auch wenn die Rebellen nochmal alles in die Waagschale warfen und alles versuchten, und vorallem in kämpferischer Hinsicht überzeugen konnten, sollte es schlußendlich nicht mehr reichen, denn Schwenningen hatte immer die passenden Mittel zur Verfügung und lies nichts mehr anbrennen.
Fazit:
Zuallererst Glückwunsch an die Fire Wings, die zurecht und verdientermaßen als Sieger vom Eis gingen. Eine kompakte, gereifte Truppe die ihren derzeitigen Lauf in Stuttgart eindrucksvoll bestätigt hat.
Die Rebels stehen nach der Niederlage mit dem Rücken an der Wand und haben im Prinzip nur noch geringe PlayOff-Chancen. Betrachtet man allerdings das Restprogramm beider Mannschaften so ist man nicht gänzlich chancenlos, dies gilt aber natürlich nur wenn die eigenen Spiele gewonnen werden.
Einen abschließenden Kommentar zu den Unparteiischen entällt an dieser Stelle, da keine da waren.....
Trainerstatements:
Kevin Apelt (Trainer Fire-Wings):" Ich bin natürlich froh das wir hier gewonnen haben. Wir haben immer dagegenhalten können und z.B. nach dem 3:4 gleich das 3:5 geschossen. Ich habe eine homogene, kompakte Mannschaft, die derzeit zeigt was in ihr steckt. Solche Spiele heute hätten wir zu Saisonbeginn mit Sicherheit verloren. Aber, wir sind noch lange nicht durch, denn wir spielen noch gegen Teams die vor uns stehen."
Pavol Jancovic (Trainer Rebels):" Es ist schade das wir auf solche Art und Weise verloren haben. Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, Hauptakteure waren heute andere, die ich nicht beeinflussen kann. Es wird jetzt noch schwerer, denn es fehlen mir nun am Sonntag noch Ron Horwath und auch hinter Tim Becker steht ein dickes Fragezeichen. Tim hat eine Schwenninger Kelle an den Hals bekommen und musste im letzten Drittel passen....."
Stuttgart Rebels vs. Schwenninger ERC 3:6 (2:2/0:2/1:2)
Zuschauer: 289
Spieler auf Spielbericht:
Stuttgart: 16+2
Schwenningen: 17+2
Strafzeiten:
Stuttgart: 13x2 Minuten + 3x10 Minuten + SD gegen Horwath
Schwenningen: 8x2 Minuten
1:0 2.Min. Horwath
1:1 8.Min. Rais (Schulz/Groß) +1
2:1 14.Min. Heimann (A.Katjuschenko/J.Katjuschenko) +1
2:2 18.Min. Hynes (Schulz/Zappe)
3:2 33.Min. Rais (Pingel/Funk)
4:2 37.Min. Schäfer (Rais/Soccio)
4:3 44.Min. A. Katjuschenko (J.Katjuschneko/Pratnemer)
5:3 45.Min. Schulz (Hynes/Hoppe)
6:3 48.Min. Hynes (Zappe/Schulz)
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