IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigunen von Dienstag 3.April 2018. Heute mit Informationen vom Deutschen Eishockey Bund, aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2 und Oberliga üd, sowie aus der Regionalliga West und Regionalliga Ost.
Deutscher Eishockey Bund
U18-Nationalmannschaft: Auftaktsieg gegen Dänemark - Luis Schinko mit zwei Treffern / Fischöder: „Kompakte Mannschaftsleistung“
(DEB) Die U18-Nationalmannschaft gewinnt das erste Spiel der 2018 IIHF U18 Eishockey-Weltmeisterschaft Div.I in Riga (Lettland) deutlich mit 7:2 (2:0; 4:2; 1:0) gegen Dänemark. Im zweiten WM-Spiel trifft die DEB-Auswahl morgen um 12.15 Uhr auf Kasachstan.
In einem anfänglich zurückhaltenen ersten Drittel konnten die deutschen U18-Spieler ihre Überlegenheit das erste Mal in der 11.Minute zählbar machen. Louis Brune brachte seine Farben mit 1:0 in Führung. Kurz vor der ersten Pause erhöhte Yannik Valenti in Überzahl auf 2:0. Nach der Pause konnte Luis Schniko die Führung weiter ausbauen, bevor sich Florian Mnich im Tor der DEB-Auswahl ein erstes Mal an diesem Ostermontag geschlagen geben musste (33.). Doch die Mannschaft um U18-Bundestrainer Frank Fischöder spielte unbeirrt weiter und traf prompt erneut. Tim Fleischer (34.), Daniel Wirt (35.) und Erik Betzold (39.) feilten weiter am Ergebnis und brachten die U18-Mannschaft in einen komfortablen Vorsprung. Dänemark nutze ein Überzahlspiel in der 40.Spielminute um noch mal auf 6:2 zu verkürzen, doch nach der zweiten Pause ließen die deutschen Nachwuchsspieler nichts mehr anbrennen und Luis Schinko besiegelte mit seinem zweiten WM-Treffer den 7:2-Endstand.
Frank Fischöder, U18-Bundestrainer: „Das war ein guter Start in das Turnier mit einem klaren Sieg. Es war eine kompakte Mannschaftsleistung. Doch der Fokus liegt jetzt schon auf dem nächsten Spiel morgen gegen Kasachstan.“
Frauen-Nationalmannschaft bezwingt Frankreich
Die Frauen-Nationalmannschaft gewinnt im ersten von zwei Testspielen in Besancon mit 5:2 (0:1, 2:0; 3:1) gegen Frankreich. Die zweite und damit letzte Partie der Saison bestreitet die DEB-Auswahl morgen um 12 Uhr gegen Frankreich.
Tommy Kettner, Assistenztrainer der Frauen-Nationalmannschaft: „Die französische Mannschaft befindet sich in der unmittelbaren Vorbereitung auf die anstehende Weltmeisterschaft Division 1 A und bietet hier Ihre leistungsstärkste Mannschaft auf. Wir bestreiten die Länderspiele mit einer sehr jungen Mannschaft. Die Mannschaft hat konsequent über 60 Minuten Torchancen kreiert und fünf Tore erzielen können. Morgen möchten wir mit einem weiteren Sieg die Saison erfolgreich beenden.“
Red Bull München
Red Bulls gewinnen Overtime-Krimi
(DEL) Der EHC Red Bull München hat sich die Führung im Playoff-Halbfinale 2018 zurückgeholt. Vor 6.142 Zuschauern im ausverkauften Olympia-Eisstadion gewannen die Red Bulls gegen die Adler Mannheim mit 2:1 nach Verlängerung (1:0|0:0|0:1|0:0|1:0). In der Best-of-Seven-Serie liegen sie mit 2:1 vorne. Michael Wolf traf für die Red Bulls in der regulären Spielzeit, das Siegtor erzielte Geburtstagskind Mads Christensen in der zweiten Verlängerung.
Tempo, Intensität, Härte – auch das dritte Halbfinale hatte alles, was ein Playoff-Spiel braucht. Die Red Bulls waren im Anfangsdrittel überlegen – auch, weil sie fünfmal ihre Powerplay-Formationen aufs Eis schicken durften. Die erste Großchance der Partie hatten dennoch die Gäste, Münchens Torhüter Danny aus den Birken reagierte bei dem von Matthias Plachta abgeschlossenen 2-auf-1-Konter aber glänzend. Wenig später spielte Yannic Seidenberg einen Traumpass auf Michael Wolf, der von der blauen Linie alleine aufs Tor zulief und Adler-Schlussmann Dennis Endras auf der Stockhandseite bezwang (9.).
Der zweite Abschnitt war taktisch geprägt. Die Defensivreihen beider Teams konzentrierten sich darauf, die gegnerischen Spieler sofort unter Druck zu setzen und ihnen keine Räume zu geben. Da das nahezu fehlerfrei gelang, fehlten die hochkarätigen Chancen. Wenn Schüsse aufs Tor durchkamen, waren die beiden Nationaltorhüter zur Stelle.
Im Schlussdrittel lieferten sich beide Teams zunächst einen offenen Schlagabtausch. Dann wurden die Adler offensiver. Wenige Sekunden nachdem Mathieu Carle das Münchner Tor verfehlte (48.), erzielte Devin Setoguchi mit einem Schuss ins kurze Kreuzeck den Ausgleich (50.). Michael Wolf hatte im Powerplay Chancen auf das 2:1 für München (52.), auf der Gegenseite rettete Danny aus den Birken die Red Bulls mit einem Fanghand-Save gegen Chad Kolarik in die Verlängerung (58.).
In der ersten Overtime konzentrierten sich beide Teams auf die Defensive und mieden das Risiko. Das änderte sich nach der vierten Pause: In Minute 85:30 schoss Mads Christensen die Red Bulls an seinem 31. Geburtstag zum Sieg und zur 2:1-Führung in der Best-of-seven-Serie.
Tölzer Löwen
Zehn-Tore-Duell geht an die Löwen
(DEL2) 2:1! Die Tölzer Löwen haben die Serienführung zurück in den eigenen
Händen. Auch das zweite Heimspiel in der Playdownrunde gegen die
Bayreuth Tigers geht gewonnen. Nach dem klaren 5:0 gab es heute einen
6:4-Löwensieg für die 2362 Zuschauer zu bejubeln.
Hin und Her ging es in den ersten 40 Minuten. Hatten die Löwen in den
ersten zwanzig Minuten bei personeller Gleichbesetzung noch leichte
Vorteile, konnte Bayreuth mit zunehmender Spielzeit selbst zwingender
werden. Maximilian Hörmann nutzte einen Fehler von Tomas Vosvrda, der
sich nach einer Hereingabe von Thomas Schenkel verschätzte und am Puck
vorbeiflog, zum 1:0. Doch Bayreuth wollte nicht aufstecken. Immer wieder
kamen die Tigers zurück und egalisierten den Rückstand. Gleich doppelt
gelang das Michal Bartosch, der auch den 2:1-Führungstreffer von Florian
Strobl ausglich. Nichtmal zwei Minuten nach dem 2:2 ging Bayreuth
erstmals in Führung. Anthony Luciani traf zum 2:3, doch auch die Löwen
hatten Antworten parat. Diesmal traf Michael Endraß nach Pass in den
Slot von Florian Strobl zum erneuten Ausgleich. Die Stimmung war da -
das Spiel gefiel vermutlich jedem, außer Coaches und Goalies. "Im ersten
Drittel sechs Tore - das ist schon Wahnsinn", so Tigers-Trainer Sergej
Wassmiller. "Unsicher" fand Rick Boehm den Auftritt seiner Buam im
ersten Drittel. Es sei schwer festzulegen, woran es lag.
Doch die Tölzer Löwen haben in den Playdowns noch einen Mann für die
entscheidenden Momente: Johannes Sedlmayr. Der 27-jährige steuerte im
Mitteldrittel drei Punkte bei und erhöhte die persönliche Scoringzahl
damit auf 15 - aus zehn Spielen. Die ersten beiden Treffer bereitete der
gebürtige Tölzer mustergültig vor, das 6:4 schoss Sedlmayr selbst.
Kuriosum: Die Treffer zum 4:3 und 5:4 - zwischenzeitlich hatte Luciani
erneut den Ausgleich hergestellt - fielen beide in Tölzer Unterzahl.
Beim ersten Treffer waren die Buam sogar zwischenzeitlich nur zu dritt
auf dem Eis, allerdings war fairerweise eine Strafe gegen die Tigers
angezeigt. Dennoch werden die Löwenfans das wohl nicht so schnell
vergessen. "Viel Hektik gewesen im zweiten Drittel. Dann kassieren wir
in Überzahl zwei Tore - da ist das Spiel entschieden worden", monierte
Wassmiller.
Das Schlussdrittel beschränkte sich zu großen Teilen auf ein Bayreuther
Anrennen. Immer wieder starteten die Gäste gefährliche Angriffe.
Mehrfach musste Mikko Rämö glänzen, zweimal half dem Finnen auch das
Gestänge. "Einerseits sehr erfreulich, dass wir das Spiel gewonnen
haben. Wir dürfen aber in keinster Weise mit der Art und Weise, wie wir
gespielt haben, zufrieden sein. Das denke ich weiß die Mannschaft. Es
ist eindeutig, dass wir heute nicht die bessere Mannschaft waren, hatten
aber das notwendige Glück", warnte Rick Boehm.
Der Löwencoach hatte seinen Humor nach dem Spiel dennoch nicht verloren:
"Es war kein Spiel, dass die Trainer erwartet haben. Es ist zwar
unwahrscheinlich unterhaltsam für die Zuschauer, aber für die Trainer
ist es nahezu gesundheitsschädigend". Ob Rick Boehm und seine Löwen sich
am Mittwoch vom "gesundheitsschädigenden" Spiel erholt haben, wird sich
ab 20 Uhr im Bayreuther Tigerkäfig zeigen.
Bayreuth Tigers
Tigers schlagen sich am Ende selbst…
(DEL2) Nach der deutlichen Niederlage im ersten Spiel dieser Playdown-Serie und dem darauffolgenden Sieg im Tigerkäfig, welcher den Serien-Ausgleich bedeutete, wurde heute bekannt, dass die Tigers für die restlichen Spiele auf Eric Chouinard verzichten werden müssen. Der Außenstürmer, der sich mit einer Bauchmuskelverletzung herumschlägt, kann aufgrund dieser Verletzung derzeit keinen Leistungssport betreiben. Für das heutige Spiel stand dafür wieder Eugen Alanov zur Verfügung.
Mit Engagement und Dampf gingen die Tölzer den ersten Abschnitt an. Schon nach wenigen Sekunden musste Vosvrda zum ersten Mal eingreifen. Und nach drei Minuten versuchte es Kathan ziemlich unbedrängt und wieder war der Torsteher der Tigers der Turm in der Schlacht – ebenso wie nach vier Minuten. Nach einer durch ihn verursachte Strafe und der nächsten Hinausstellung nur Sekunden später agierten die Tölzer zum ersten Mal an diesem Abend mit zwei Man mehr auf dem Eis. Das Penalty-Killing der Bayreuther funktionierte jedoch gut und so überstand man diese Situation ohne Gegentreffer. Erst ein kapitaler Abspielfehler in der eigenen Zone musste herhalten, damit die Gastgeber in Führung gehen konnten. Schenkel bedient Hörmann, der sich nicht bitten lässt und trifft. Dieser Treffer gab den Löwen Auftrieb und so generierten sie weitere Chancen durch Kathan, Endraß und Edfelder. Als letztgenannter zum Abkühlen auf die Strafbank musste, ergriff Bartosch die Chance, lies noch zwei Tölzer stehen und traf zum Ausgleich. Nach einer gut überstandenen Druckphase der Gastgeber brachten sich die Tigers erneut selbst in Schwierigkeiten. Wegen spielens mit sechs Feldspielern konnten die Löwen ein Powerplay aufziehen, welches nicht ohne Folgen blieb. Kolacny bedankte sich und schoss erneut die Führung heraus. Aber erneut Bartosch trat auf den Plan und erneut in Überzahl. Luciani passt die Scheibe schön durch die eigenen Beine auf seinen Kollegen, der zum 2:2 ausglich. Von V. Busch auf die Reise geschickt, war nun Luciani selbst dran, der Rämö zwei Minuten vor der Drittelsirene die Scheibe ins Netzt legte und erstmalig die Führung für die Tigers erzielte. Ein unglückliches Tor – aus Bayreuther Sicht - weil irgendwie über Vosrvda ins Tor geschaufelt gelang Sekunden vor der Pause Endraß zum Ausgleich.
Der zweite Abschnitt der Partie stand unter dem Motto: „Pleiten, Pech und Pannen“ aus Sicht der Tigers. Zunächst versuchte sich Gams, der so gestört wurde, dass sein Gegenüber auf die Strafbank musste und nur kurze Zeit später bekam Stas von Kornelli den Schläger ins Gesicht. Die Folge war 2 + 2 Minuten für den Tölzer Stürmer. Als in diesem Powerplay dann eine Strafe gegen die Tigers angezeigt wurde und die Tölzer einen vierten Feldspieler für Rämö aufs Eis schickten, schlug es tatsächlich im Kasten der Tigers zum 4:3 ein. Weiter im Powerplay war nun Luciani an der Reihe, der 19 Sekunden später egalisieren konnte. Der Wahnsinn war aber noch nicht zu Ende. Weitere 27 Sekunden später gelang den Löwen die erneute Führung – und erneut in nummerischer Unterlegenheit. Allerdings mit großem Glück, eine Hereingabe sprang von Stas` Schlittschuh unglücklich ins Tor. Vosvrda hatte anschließend genug von diesem Abend und quittierte den Dienst. Das 6:4 musste der für ihn eingesprungene Raitums schlucken, der insgesamt jedoch eine sehr gute Partie spielte und keinen weiteren Gegentreffer mehr hinnehmen musste.
Im Schlussabschnitt waren es die Tigers, die das Spiel machten. Chancen im Minutentakt brachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Potac, Stas, Luciani und Geigenmüller in den ersten zwei gespielten Minuten prüften den Tölzer Schlussmann. Nach einem zwischenzeitlichen Entlastungsangriff durch Strobl, der allein auf Raitums zugelaufen war und die Scheibe über die Querlatte legte waren erneut die Tigers am Zug. Heider visierte den Pfosten an. Kurz darauf fälschte S. Busch einen Schuss von Gerstung an die Latte ab. Jetzt kam die Zeit von Rämö, der seine Farben im Spiel hielt und mit starken Saves den Anschlusstreffer verhindern konnte. Der Finne in Diensten der Tölzer klärte gegen Alanov, mehrfach gegen Neher, Stas und Gams, der aus kurzer Distanz schießen konnte. Dass die Tölzer dann noch einmal die Gelegenheit bekamen mit zwei Mann mehr zu agieren, darf man zumindest hinterfragen, denn die ausgesprochenen Strafen gegen Stas und Bartosch findet man sicher unter der Kategorie „fragwürdig“. Am Ende setzte Bartosch, nach einem schönen Solo, dann noch einmal die Scheibe an den Pfosten.
Schwere Kost – gerade nach dem unglücklichen Schlussabschnitt – und dennoch geht es mit Zuversicht weiter. Am Mittwoch um 20.00 Uhr ist Crunchtime im Tigerkäfig. Die Jungs im Team haben bewiesen, dass sie kämpfen und beißen können und alles dafür tun, den drohenden Abstieg zu vermeiden.
Jetzt erst recht! Zeigt den Jung, dass man auch in schweren Zeiten hinter dem Team steht und unterstützt unserer Mannschaft am Mittwoch nach Kräften!
Kaufbeuren Buron Joker
Joker sichern sich mit 1:0 Auswärtssieg die Serienführung / Über 1.000 mitgereiste ESVK Fans - Stefan Vajs mit elftem Shutout - Max Schmidle mit goldenem Treffer
(DEL2) Kein Spiel für schwache Nerven sollte sich am heutigen Montagabend zwischen dem SC Riessersse und dem ESV Kaufbeuren in Spiel drei der DEL2 Playoff-Halbfinalserie entwickeln. Die Kaufbeurer hatten mit ihrem ersten Wechsel so gleich auch einen ersten Torschuss zu verzeichnen. Danach sollte aber der SC Riessersee den Ton angeben. Die Werdenfelser setzten die Allgäuer immer wieder unter Druck und vor allem die Top Reihe um Richie Mueller, Andreas Driendl und Lubor Diebelka, hatten durchaus des öfteren sehr gefährliche Torabschlüsse. Jedoch zeigte ESVK Torhüter Stefan Vajs immer wieder tolle Paraden oder die vielbeinige Joker Defensive war zur Stelle. Nach gut 10 Minuten konnten sich die Wertachstädter immer besser vom Druck der Garmischer befreien und kamen durch Tim Wohlgemuth zu einem ersten richtig gefährlichen Torschuss, welchen Mathias Nemec im Tor des SCR gerade noch so entschärfen konnte. Nun war der ESVK im Spiel angekommen. Die Joker waren nun im Spiel angekommen und hatten eine sehr gute Phase, in dieser dann auch der entscheidende Treffer der Partie fallen sollte. Bei einer angezeigten Strafe gegen den SC Riessersee brachte Sami Blomqvist die Scheibe mit viel Geschwindigkeit über Außen in die Defensivzone der Hausherren und setzte Max Schmidle mit einem präzisen Pass vor das Tor perfekt in Szene und dieser netzte die Scheibe unhaltbar für Mathias Nemec zum 0:1 ein. Direkt nach dem 0:1 Führungstreffer scheiterte Sami Blomqvist mit einem Schussversuch aus kurzer Distanz an der Unterkante der Latte und vergab somit um haaresbreite den Doppelschlag für die Joker. Das weitere Spielgeschehen ist dann schnell erzählt. Der Sportclub Riessersee war optisch überlegen, setzte sich oft im Drittel der Kaufbeurer fest, ohne jedoch viele Schüsse auf das Gehäuse von Stefan Vajs zu bringen. Immer wieder, egal ob bei fünf gegen fünf oder in den zahlreichen Unterzahlsituationen, blockten die Kaufbeurer Spieler Schuss um Schuss. Alles was dennoch auf das Tor von Stefan Vajs kam, war Beute des überragenden Kaufbeurer Torhüters. In den Schlussminuten hatten die Rotgelben noch ein weiteres Powerplay zu überstehen und auch als SCR Coach Toni Söderholm seinen Torhüter Mathias Nemec für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, konnten sich die leidenschaftlich kämpfenden Kaufbeurer erfolgreich gegen die wütenden Angriffe des Hauptrundensiegers wehren und sicherten sich durch das goldene Tor von Max Schmidle, zur großen Freude der über 1.000 mitgereisten ESVK Anhänger, die 2:1 Serienführung.
Selber Wölfe
Niederlage in einer nervenaufreibenden Partie
(OLS) Beim ersten Spiel der Playoff-Halbfinalfinalserie mussten unsere Wölfe beim amtierenden Meister der Oberliga Süd antreten. Vor 400 mitgereisten Schlachtenbummlern und ausverkauftem Haus zeigten wir ab dem zweiten Drittel eine starke Leistung, holten gar einen 3-Tore Rückstand auf, mussten uns aber letztlich mit 7:5 geschlagen geben. Knackpunkt waren die ersten zwanzig Minuten in dem unsere Wölfe nicht genügend Paroli bieten konnten und vier Treffer hinnehmen mussten.
Die Begegnung begann ohne langes Vorgeplänkel, beide Mannschaften standen sich oft genug gegenüber und wussten genau um die Stärken des Gegners. Die erste Chancen durften die Hausherren für sich verzeichnen, doch unser Goalie Deske klärte mit einem starken Save. Auch in der ersten Unterzahlsituation stand er seinen Mann und hielt was es zu halten gab. Die Gastgeber aber weiterhin im Vorwärtsgang und das hatte Folgen: Schembri legt ab auf Jirik und der verwandelte eiskalt zum 1:0 aus Sicht der Hausherren. Nur wenige Sekunden später sogar der zweite Gegentreffer durch Gibbons. Unsere Wölfe schüttelten sich kurz und kurze Zeit später markierte Schiener das 2:1. Doch dieser Spielstand hielt nicht lange, innerhalb 40 Sekunden erhöhte Deggendorf mit einem feinen Spielzug auf 3:1. Unsere Abwehrreihen nicht immer sattelfest und zu weit weg vom Gegner. Die Niederbayern zwar weiterhin präsenter aber unsere Jungs fanden nun öfter den Weg auf das gegnerische Tor und hatten durchaus Chancen auf den Anschlußtreffer. Doch das Tor machten wieder die Hausherren. Röthke konnte nur auf Kosten eines Penaltys gestoppt werden und diesen verwandelte er souverän zum 4:1.
Wars das schon oder kommen unsere Wölfe nochmal? Auf jeden Fall muss unser Coach die richtigen Worte in der Kabine gefunden haben, denn als Gibbons auf die Strafbank beordert wurde, fackelte Moosberger nicht lange und brachte unsere Farben auf 4:2 heran. Der Torjubel unserer Schlachtenbummler war kaum verstummt und schon stand das 4:3 auf der Anzeigetafel. Mudryk war es, der Brenner überwand, unsere Mannen jetzt obenauf und dem Ausgleich nahe, Deggendorf jetzt unter Druck! Dann hob Schiri Lenhardt den Arm, Strafe für Deggendorf, der Ausgleich lag in der Luft. Mudryk prüfte Brenner, Moosberger mit einem Strahl von der blauen Linie: TOR - AUSGLEICH - 4:4. Der blau-weiß-rote Gästeblock stand jetzt vollends Kopf!
Spätestens jetzt war es das erwartete Spitzenspiel auf höchstem Niveau und die Spannung sollte noch steigen. Als Deske parierte und den Puck unter sich begrub, entschied der Unparteiische plötzlich auf Tor. Wütende Proteste von Mudryk und Co., Schiri Lenhardt holte seine Linesman zu sich und nach kurzer Diskussion wurde der Treffer annulliert. Es ging also beim Stand von 4:4 weiter, allerdings in doppelter Unterzahl nachdem Hördler und Müller auf die Bank mussten. Kalte Dusche zwanzig Sekunden vor dem Pausenpfiff: Gibbons machte im Alleingang das Tor.
Der Schlussabschnitt begann wie die bisherigen Begegnungen zwischen den beiden Spitzenteams, schnell und auf höchstem Niveau, aber eben auch wieder mit einem Rückstand.
Unsere Wölfe mussten also jetzt nochmals eine Schippe drauf legen um hier nicht leer auszugehen. Und das taten sie! Moosberger markiert mit seinem dritten Treffer an diesem Abend wiederum den Ausgleich, die Partie an Spannung nicht mehr zu überbieten. Auch als nur 57 Sekunden später die Niederbayern wieder in Führung gingen, steckten unsere Jungs nicht auf und nahmen den Gäste-Goalie mehrmals unter Beschuss. Wir mussten jetzt offener agieren um den Ausgleich zu erzielen, was den Gastgebern den ein oder anderen Konter bescherte. Aber unser Goalie Deske immer wachsam und mit starken Paraden. Die Uhr lief jetzt gnadenlos gegen uns runter und so blieb unserem Coach Thom nichts anderes übrig als Deske zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen. Aber Deggendorf verteidigte mit Mann und Maus und schaffte es Sekunden vor Schluß das verwaiste Tor zu treffen.
Diez-Limburg Rockets
Rockets gewinnen Final-Hinspiel in Niesky
(RLW) Ostern im Osten: Natürlich hätten die Rockets viel lieber am Ostermontag zum entscheidenden fünften Finalspiel um die Meisterschaft in der Regionalliga West geladen, doch da hatte Herford einen anderen Plan. Gut nur, dass die Spielzeit für die EGDL eben nicht mit dem Play-off-Aus endet. Der Norddeutsche Pokal hat noch einen echten Leckerbissen zu bieten für die Rockets und ihre Anhänger. Im Finale trifft der Vizemeister aus dem Westen auf den Serienmeister aus dem Osten: Tornado Niesky. Das Hinspiel haben die Rockets am Ostermontag im fernen Niesky mit 3:2 (0:1, 2:0, 1:1) gewonnen. Das verspricht ein packendes Rückspiel zu werden am nächsten Samstag (7. April, 19 Uhr) am Diezer Heckenweg. Für beide Teams ist noch alles möglich. Fest steht nur: Nach dem Spiel wird der Pokal feierlich vom Verband übergeben - an die Rockets oder die Tornados.
Schon im ersten Drittel unterstrichen die mit kleinem Kader angereisten Gäste, dass man nach der Niederlage im Ligafinale nun alles daran setzen möchte, zumindest das Double noch perfekt zu machen. Der Rheinland-Pfalz-Pokal gehört auf dem Papier ja schon der EGDL und wird im Rahmen des Rückspiels am Samstag übergeben. Nur zu gerne würde man auch den Pott aus dem Norddeutschen Pokal dazustellen. Zu diesem Wettbewerb konnten sich auch Teams aus dem Westen anmelden - die Rockets waren die einzigen, die diese Option annahmen. Belohnt wurde dies nicht nur mit interessanten Quervergleichen mit den Teams aus dem Norden der Republik, sondern eben auch mit einem packenden Finalvergleich mit dem Ost-Meister.
Sportlich konnten die Rockets aus der Überlegenheit im ersten Drittel jedoch kein Kapital schlagen. Vorne wurden die Chancen nicht genutzt, dafür klingelte es hinten: Niesky ging durch Christian Rösler (19.) mit 1:0 in Führung. So stand es auch nach den ersten 20 Spielminuten.
Im zweiten Drittel schaffte es dann auch die spielfreudige EGDL auf die Anzeigetafel. Konstantin Firsanov traf zum Ausgleich (28.), Andre Bruch brachte seine Mannschaft erstmals in Führung (34.). Dass auf dem Eis nicht nur gekuschelt wurde, zeigte sich unter anderem in einer Spieldauerstrafe gegen Konstantin Firsanov. Der Stürmer hatte vor dem gegnerischen Tor erst einen Schlag in den Rücken und dann einen Schläger zwischen die Beine bekommen, sich aber dennoch bereits weggedreht, als er - obwohl das Spiel bereits unterbrochen war - noch einmal im Wegfahren von seinem Gegenspieler von hinten geschubst wurde. Firsanov wehrte sich und musste vorzeitig zum Duschen gehen.
Die ohnehin schon dezimierten Raketen (Emanuel Grund, Julian Grund, Kevin Schophuis, Philipp Maier, Kim Mainzer, Ville Kärkäs, Dennis Stroeks fehlten) mussten fortan ohne Firsanov auskommen und kassierten von starken Gastgebern gleich nach dem letzten Seitenwechsel prompt den Ausgleich durch Philip Riedel (41.). Doch auch die Rockets schafften es noch einmal, die starke Nationaltorhüterin Ivonne Schröder im Niesky-Tor zu überwinden: Matt Fischers Treffer zum 3:2 (45.) sollte gleichzeitig auch das letzte und entscheidende Tor vor insgesamt 570 Zuschauern in Niesky sein.
„Wir sind zu Beginn gut ins Spiel gekommen und müssen in Führung gehen, scheitern aber immer wieder an einer ganz starken Torfrau Ivonne Schröder“, sagt Rockets-Trainer Arno Lörsch. „Durch einen kleinen Fehler lassen wir dann das 0:1 zu, das uns aber auch noch einmal aufgezeigt hat, wie stark Niesky ist. Die nutzen solche Situationen sofort aus. Im zweiten Drittel haben wir uns dann noch ein bisschen besser auf den Gegner eingestellt und das Spiel gedreht, aber defensiv extrem starke Gastgeber haben es uns sehr schwer gemacht. Ich bin froh, dass wir nach dem Ausgleich noch einmal zurückschlagen konnten. Dieser knappe Sieg lässt nun alle Möglichkeiten offen für ein sicherlich erneut packendes Spiel am nächsten Samstag in Diez. Ich freue mich drauf, das wir eine sehr schwere und spannende Aufgabe für uns."
Tornado Niesky
Knappe Niederlage beim 1. Pokalfinalspiel
(RLO) Am Ostermontag zur besten Kaffeezeit waren die Rockets der Eissport Gemeinschaft Diez-Limburg zu Gast bei den Tornados in Niesky. Ca. 570 zahlende Zuschauer kamen bei herrlichem Frühlingswetter zum letzten Heimspiel ihrer Cracks, denn das Hinspiel im Finale um den Norddeutschen Pokal stand auf dem Programm.
Vor dem Anpfiff nahmen die Tornados aus den Händen des Vizepräsidenten des Oberlausitzer Kreissportbundes Arnim Christgen den Pokal und die Urkunde für den 3. Platz bei der diesjährigen Sportlerumfrage der SZ entgegen. Außerdem wurde Eric Girbig für sein 100. Spiel für den ELV Niesky geehrt.
Die Rockets waren natürlich völlig Unbekannte für die Tornados und deshalb war schon von vornherein äußerste Spannung angesagt. Im Kasten der Gastgeber stand Torfrau Ivonne Schröder, die an diesem Nachmittag reichlich Arbeit hatte.
Im ersten Drittel dominierten die Gastgeber noch die Partie und ging in der 19. Minute durch ein Tor von Christian Rösler nach Vorlage von Jörg Pohling und Chris Neumann in Führung. In der 28. Minuten konnten die Gäste jedoch ausgleichen. 6 Minuten später übernahmen sie sogar die Führung. Die Tornados verloren immer mehr ihren Faden und ließen sich von den vielen Störmanövern der Rockets ziemlich aus dem Konzept bringen.
Dennoch gelang ihnen in der 1.Minute des letzten Drittels durch einen Treffer von Philipp Riedel der Ausgleich. Nun wollten sie das Spiel noch drehen. Doch die Gäste der EGDL hielten stark dagegen. Ihre teilweise ruppige Spielweise führte im Verlauf der Partie zu einer Vielzahl von Strafen, darunter auch eine Spieldauer und eine 10-Minuten Strafe. Doch auch das Überzahlspiel brachte keine weiteren Treffer für die Nieskyer. 5 Minute vor dem Abpfiff machten die Rockets ihren Sieg in Niesky durch ihr drittes Tor perfekt. Ivonne Schröder hatte keine Chance, das noch zu verhindern.
So endete das 1. Pokalfinalspiel mit einem Spielstand von 2:3 (1:0; 0:2; 1:1) und einem Sieg für die Rockets.
Das Pokalrückspiel und damit das Entscheidungsspiel findet am Sonnabend, den 07.04.2018 statt. Die Partie der Tornados gegen die Rockets beginnt um 19:00 Uhr in der Eissporthalle Diez (Am Hallenbad 4, 65582 Diez).
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