IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest und Regionalliga Ost.
Bayreuth Tigers (DEL2)
Wichtiges Heimspiel gegen Freiburg für die Tigers - Gastspieler Roman Tomanek will sich gegen sein Ex-Team im Tigerrudel präsentieren
Um vorerst den in der Endabrechnung wichtigen zehnten Tabellenplatz zu halten, müssen die Oberfranken am Freitag (20 Uhr) gegen die Wölfe vom EHC Freiburg unbedingt punkten.
Das Team des erfahrenen Trainer Leos Sulak liegt nämlich (bei zwei mehr absolvierten Partien) mit drei Zählern weniger auf dem Konto direkt hinter den Tigers und wurde im Sommer speziell auf den Kontingentstellen umgebaut. Genau da lief es allerdings bisher noch nicht rund, was die Verantwortlichen im Breisgau in den letzten Wochen zur Nachverpflichtung des Tschechen Jakub Babka und des Kanadiers Marc Mancari (zuletzt zwei Jahre DEL für Augsburg und Krefeld) im Sturm bewogen hat. Der Slowake Tomanek konnte trotz guter Referenzen aus seiner Heimat nicht recht überzeugen – sein Vertrag wurde inzwischen aufgelöst - und der Amerikaner Walker ist verletzt, sodass die beiden Neuen zusammen mit Radek Duda die Einheimischen-Linie jetzt besser entlasten sollen. Nach der leihweisen Rückholaktion von Niko Linsenmeier aus Krefeld spielt der Topscorer nämlich wieder in der langjährigen Paradelinie mit Tobi Kunz und Chris Billich, die für den Großteil der Freiburger Treffer verantwortlich zeichnen. Im Tor spielt der neue Tscheche Hanuljak bisher solide, unterstützt von der Abwehr um Brückmann und Neuzugang Woidtke. Besonders auswärts klappt es aber noch nicht, denn Freiburg hat da mit nur drei Punkten noch mal zwei weniger als die Tigers erspielt. Mit der kraftintensiven Heimniederlage am Dienstag gegen Garmisch nach Penalties im Gepäck hat man unter der Woche auch noch einige „Körner“ ohne großen Ertrag gelassen, sodass auch für die Gäste diese Partie im Tigerkäfig enorme Bedeutung hat. Beim Hinspiel gab es ein 3:2 n.V. für Freiburg.
Am Sonntag ab 18 Uhr geht es für die Wagnerstädter dann zum aktuell zweitbesten Heimteam der Liga, den Kassel Huskies. Nach durchwachsenem Start in die Saison hat sich das Team von Trainer Rico Rossi nach einigen Änderungen in der Aufstellung stabilisiert und liegt auf Platz 5 mit 26 Zählern. Besonders seit der amerikanische Starneuzugang James Wisniewski (über 500 NHL Spiele und jetzt schon überragende 15 Punkte in 6 Spielen als Verteidiger) im Team ist, gelangen aus diesen Spielen satte 13 Zähler. Damit konnte man auch den Ausfall von Topstürmer Manuel Klinge kompensieren. Speziell der Kanadier Braden Pimm vertritt ihn als Topscorer, doch die große Stärke der Schlittenhunde ist der breite und ausgeglichene Kader. Bis auf die beiden genanten Nordamerikaner und das verletzte Eigengewächs sucht man nämlich weitere herausragende Einzelkönner bisher vergeblich. Das Kollektiv um die starken Goalies Keller und Pantkowski, Verteidiger Little oder den auch noch aus Bayreuth bekannten Tschechen Kuchejda und der Kanadier McGrath tragen diesmal die Nordhessen. Gutes Powerplay ist ein weiteres Merkmal, aber schon beim 2:1-Heimsieg nach Verlängerung vor Wochen zeigten die Bayreuther, dass auch Kassel schlagbar ist. Wie weit das auch bei gedrehtem Heimrecht und nach den Veränderungen im Kader gilt, muss sich aber erst noch zeigen.
Für Tigerchef Waßmiller liegt das Hauptaugenmerk aber erstmal auf dem Heimspiel gegen Freiburg. Im Tigerkäfig ist die Bilanz trotz der jüngst torlosen Heimniederlage gegen Kaufbeuren immer noch sehr positiv und das würden die Oberfranken gerne fortsetzen. Durch die Abgänge von Barta und Pesut sind vor allem im Angriff Lücken entstanden, die auf Dauer kaum ohne Wirkung bleiben. Durch das Angebot von Roman Tomanek, sich in Bayreuth präsentieren zu wollen, können sie kurzfristig zumindest etwas abgemildert werden. Der 31-jährige Außenstürmer kam im Sommer aus Bystrica mit viel Erfahrung und guten Scorerwerten in der Extraliga, die ihn sogar zum slowakischen Nationalspieler machten, nach Freiburg. Da er dort nicht richtig klarkam, wurde sein Vertrag aufgelöst, sodass er jetzt auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld ist. Wenn alle Formalitäten rechtzeitig erledigt werden können, spielt er nach einigen gemeinsamen Trainingseinheiten erstmal für zwei Spiele vor, bevor man sich dann über weitere Möglichkeiten mit ihm bespricht. Wenn dann auch wieder beide Förderlizenzspieler verfügbar sind, hat man damit doch etwas mehr Variationsmöglichkeiten und an einer extra Portion Motivation dürfte es dem „Probespieler“ gegen seinen Ex-Club auch nicht mangeln. Beim verletzt fehlenden Goalie Vosvrda gibt es ebenso Hoffnung auf eine Rückkehr, so dass man von leichter Entspannung auf dem Personalsektor sprechen kann. Jetzt noch punkten, dann sind die Tigers sportlich wieder auf dem richtigen Weg.
Wölfe Freiburg (DEL2)
Schlager gegen Tabellenführer Bietigheim am Sonntag
Es ist der ewig reizvolle Vergleich zwischen David und Goliath - und es ist ein badisch-schwäbisches Kräftemessen: Das Derby zwischen dem EHC Freiburg und den Bietigheim Steelers am Sonntag um 18.30 Uhr dürfte die Herzen der Sportfans in der Region höher schlagen lassen. Das merkt man auch am Kartenvorverkauf, der bis am späten Samstagabend online auf tickets.ehcf.de läuft. Zudem gibt es Eintrittskarten auf der EHC-Geschäftsstelle in der Ensisheimer Straße am Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr sowie am Sonntag ab 15.30 Uhr.
Stolze 35 Zähler aus 15 Partien heben die Steelers bisher geholt, das entspricht einer Punktausbeute von 78 Prozent und führt fast unweigerlich zur Pole Position in Deutschlands zweitstärkster Eishockeyliga DEL2. Im Gegensatz dazu hat der EHC Freiburg 29 Prozent der möglichen Punkte erkämpft (14 aus 16 Spielen) und rangiert damit auf Platz 11 der Tabelle. Im ersten Saisonduell haben sich die Südbadener nichtsdestotrotz auf Augenhöhe mit dem nominell überlegenen Spitzenteam aus dem Speckgürtel Stuttgarts präsentiert und im Ellental nur knapp mit 1:2 verloren.
Einen Platz und drei Zähler vor den Breisgauern sind aktuell die Bayreuth Tigers zu finden, mit denen es die Freiburger am Freitag zu tun bekommen. Die Franken feilen, ähnlich wie der EHC Freiburg, zurzeit an den vier für ausländische Leistungsträger vorgesehenen Positionen im DEL2-Kader. Während in Freiburg zuletzt zwei Neuankömmlinge zu begrüßen waren (Mark Mancari und Jakub Babka), haben sich die Tigers gerade erst von den beiden Importspielern Michal Barta und Ziga Pesut getrennt und möchten nun nach eigenen Angaben den bisherigen Freiburger Roman Tomanek testen. Das Spiel in Bayreuth beginnt am Freitag um 20 Uhr.
Bei den Blau-Weiß-Roten fehlen am Wochenende weiterhin die längerfristig verletzten Marc Wittfoth, Gabriel Federolf und Ben Walker. Weitere Spieler plagen sich mit schmerzhaften Blessuren, wollen aber unbedingt aufs Eis. Das zeigt einmal mehr: Kampfgeist und Teamspirit im Wolfsbau bilden das Lebenselixier der EHC-Equipe, die sich auch vom hohen Takt der vergangenen Wochen von der höchst unglücklichen 4:5-Penalty-Niederlage gegen Riessersee am Dienstag nicht aus der Bahn werfen lässt.
Deggendorfer SC (OLS)
Der Hype geht weiter: DSC zuhause gegen Miesbach
Am kommenden Freitag, 03.11. steht für den Deggendorfer SC das nächste Heimspiel auf dem Plan: Mit dem TEV Miesbach kommt ein Aufsteiger nach Niederbayern.
Nur 2 Tage nach dem sensationellen Auswärtssieg beim Tabellenführer aus Rosenheim, geht es für den DSC in heimischer Halle um Punkte. Dabei sollte sich weder die Mannschaft, noch das Publikum von der Tabellensituation täuschen lassen. Miesbach belegt zwar im Moment den letzten Platz, doch geht es für das Team von Trainer Markus Wieland in der Oberliga anzukommen und den Sprung von der Bayernliga auch auf den Eis zu schaffen. Da kann es durchaus sein, dass der Knoten irgendwann platzt.
Lange Zeit hatten die Oberbayern die Rückkehr in die Drittklassigkeit vor sich hergeschoben. Nachdem die Oberliga im vergangenen Jahr umstrukturiert wurde, erkämpfte sich der TEV in der Verzahnungsrunde den Aufstieg.
Neben den Spielern der Aufstiegsmannschaft vertraut man beim TEV auf junge Talente aus dem Nachwuchs des Nachbarn Bad Tölz und als Leistungsträger wurden die beiden US-Boys James Hall und Christopher Stemke neu verpflichtet. Im Kader stehen auch die beiden ehemaligen Spieler des DSC Benjamin Frank und Stephan Stiebinger.
Beim DSC fällt weiterhin Kapitän Andreas Gawlik mit einer Schulterverletzung aus. Der Verteidiger wird aber derzeit von Jan-Ferdinand Stern hervorragend vertreten.
Spielbeginn ist am Freitag um 20:00 Uhr. Die Zuschauer werden gebeten, die Möglichkeit des Onlineticketkaufs zu nutzen, um Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden.
Memmingen Indians (OLS)
Indians siegen beim Schlusslicht: 6:3 Erfolg gegen Miesbach
Der ECDC Memmingen hat die Partie beim TEV Miesbach mit 6:3 für sich entschieden. Ohne Torhüter Joey Vollmer und die Förderlizenzspieler setzten sich die Indians letztlich verdient durch und rückten wieder auf Rang 8 der Tabelle vor. Weiter geht es am Freitag mit dem Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg, welches in diesem Jahr als „ECDC-Blaulichttag“ ausgetragen wird.
Begleitet von rund 200 Fans, aber ohne den verletzten Joey Vollmer, machten sich die Indians auf den Weg zum Tabellenschlusslicht aus Miesbach. Die Hausherren hatten zuletzt mit einigen starken Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht, die Indians waren also gewarnt. Der Start verlief recht passabel und die Memminger waren das tonangebende Team. Trotzdem gingen die Hausherren in der achten Minute in Führung, welche bis kurz vor der Drittelpause Bestand hatte. Dann nämlich erzielte Kapitän Jan Benda den verdienten Ausgleich mit einem Schlagschuss in Überzahl.
Im zweiten Abschnitt drückten die Memminger dann aufs Tempo: Martin Jainz erzielte mit einem strammen Schuss die erstmalige Führung. In der 34. Minute legten die Indianer nochmal nach, als Dominik Piskor nach einem herrlichen Alleingang den Puck im Winkel versenkte und auf 3:1 stellte. Rund zwei Minuten später dann ein Lebenszeichen der Hausherren als Kontingentstürmer Stemke in der ersten Miesbacher Überzahl den Anschluss markierte. Doch noch vor der Pause stellte Patrik Beck den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her und sorgte für eine halbwegs komfortable Führung vor dem letzten Drittel.
Im Schlussabschnitt erzielten die Memminger schon nach drei Minuten die Vorentscheidung, als Petr Haluza den Puck nur noch über die Linie bugsieren musste. Die Miesbacher drückten noch einmal, doch Florian Neumann und seine Defensive waren nicht zu bezwingen. Lediglich in der 55. Minute konnten die Gastgeber einen Angriff erfolgreich abschließen, allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Doch das spielte keine Rolle mehr, die Indians machten kurz vor dem Ende durch Miettinen alles klar, als dieser den Puck im verwaisten Miesbacher Gehäuse versenkte und den Indians den Sieg sicherte. Durch den Erfolg sind die Memminger wieder zurück auf dem achten Rang, den sie möglichst verteidigen wollen. Erste Gelegenheit erhalten sie bereits am Freitag, wenn der EHC Waldkraiburg am Hühnerberg gastiert.
ECDC-Blaulichttag: Freitag wichtiges Heimspiel gegen Waldkraiburg
In der Oberliga Süd geht es weiter Schlag auf Schlag. Am Freitagabend empfangen die Indians bereits den EHC Waldkraiburg am heimischen Hühnerberg. Zu dieser Partie sind, im Rahmen des ECDC-Blaulichttages, auch zahlreiche Ehrenamtliche von Feuerwehren und Hilfsdiensten eingeladen. Los geht es zur gewohnten Zeit von 20 Uhr, der Vorverkauf läuft bereits.
Beim Heimspiel am Freitag treffen die Memminger auf einen bekannten Gegner der letzten Jahre. Mit den "Löwen" aus Waldkraiburg gab es zuletzt viele umkämpfte Spiele, wobei die Indians leider oft den Kürzeren zogen. Zuletzt im Halbfinale um die Bayerische Meisterschaft in der letzten Saison, als sich der EHC mit 3:1 Siegen die Finalteilnahme sichern konnte. Bange machen gilt aber nicht für das Team von Trainer Waldemar Dietrich. Wenn man an die guten Leistungen vom letzten Wochenende anknüpfen kann, sollten die drei Punkte diesmal in der Maustadt bleiben. Wie der Kader aussehen wird hängt nicht zuletzt vom Spiel in Miesbach ab, und auch ob man auf die Förderlizenzspieler aus Kaufbeuren zurückgreifen kann.
Die Gäste aus der Industriestadt Waldkraiburg (Oberbayern) haben nach zuletzt erfolgreichen Jahren einen Umbruch vollzogen. Insgesamt zehn Abgänge galt es in der Sommerpause zu ersetzten, auch der langjährige Erfolgscoach Rainer Zerwesz legte sein Amt nieder. Keine optimalen Voraussetzungen im zweiten Oberligajahr also für den neuen Trainer Sergej Hatkevitch, der aus Rostock kam. Das stark verjüngte Team liegt derzeit auf Rang 10 und konnte 9 Punkte einfahren. Im Tor der Löwen steht mit Korbinian Sertl ein ligaerprobter Torhüter, der zuletzt in Sonthofen und Lindau zwischen den Pfosten stand. Im Abwehrbereich haben die Abgänge der beiden Routiniers Daniel Hilpert und Andreas Paderhuber (beide Karriereende) eine nicht zu schließende Lücke hinterlassen. Große Verantwortung kommt als vor allem auf die beiden Nachfolger Florian Ullmann (Rostock) und Ludwig Synowiec (Weiden) zu. Im Angriff kommt man natürlich nicht an Kapitän und Sturmtank Max Kaltenhauser vorbei. An den inzwischen 36-jährigen haben viele Indians-Anhänger nicht die besten Erinnerungen, trägt er sich doch regelmäßig bei Duellen beider Teams in die Torschützenliste ein. Zuletzt musste er genauso wie Torjäger Lukas Wagner verletzt passen, bis Freitag sollten aber beide wieder fit sein. Etwas Verwirrung herrscht beim Thema Kontingentspieler: Hier kamen im Sommer die beiden Kanadier Ken Neil und Brent Norris ins Team, zuletzt lief aber der letztjährige Konti Tomas Vrba auf. Welche zwei spielberechtigten Kontis nun am Freitag auflaufen werden wird wohl eine Überraschung sein.
Beim ECDC Memmingen hat man sich entschieden die Partie in diesem Jahr zum "Blaulichttag" zu erklären. Der Verein hat viele ehrenamtliche Helfer (Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz usw.) aus der Region eingeladen dieses Spiel kostenlos zu besuchen. Bereits zu Anfang der Woche hatten sich rund 400 Personen angemeldet, was wohl zu einer großartigen Kulisse beitragen wird und hoffentlich auch die Mannschaft beflügelt. Der gewohnte Kartenvorverkauf für alle Fans läuft ebenfalls gut, und so hofft man auf bis zu 2000 Fans am sicherlich lautstarken Hühnerberg.
Karten für die Begegnung sind an folgenden Stellen erhältlich: Memminger Zeitung, Vitalcenter Gerstberger, Dietzels Hockeyshop (jeweils Steh- und Sitzplätze) sowie Puck Sportsbar, Agip Tankstelle (Berkheim), Geschenkartikel Mitschka (Erkheim (jeweils nur Stehplätze).
Schwere Aufgabe: Am Sonntag zu Gast in Landshut
Am Sonntag muss der ECDC Memmingen nach Landshut reisen. Die Indians erwartet eine schwere Partie beim Traditionsverein, trotzdem soll möglichst gepunktet werden. Nach dieser Partie wird in der Oberliga eine Woche pausiert, wenn in Augsburg der "Deutschland-Cup" stattfindet.
Eine echte Premiere gibt es am Sonntag (18 Uhr) zu erleben, wenn der ECDC erstmals in einem Spiel auf den ruhmreichen 2-maligen Deutschen Eishockeymeister aus Landshut trifft. Die Gastgeber spielen nach finanziellem Kollaps 2015/16 nun bereits das dritte Jahr in der Oberliga, und wollen nun endlich wieder in die Spitzengruppe der Liga vordringen. Bisher läuft es allerdings noch nicht komplett nach Wunsch für das Team von Trainer Axel Kammerer. So musste man schon die ein oder andere vermeidbare Niederlage einstecken. Große Hoffnungsträger im stark besetzten Team sind Toräger Stefan Reiter, der Kanadier David Wrigley und der 43-jährige Teamleader Bill Trew.
Die Maustädter brauchen sich aber sicherlich nicht verstecken, haben sie doch im bisherigen Saisonverlauf, vor allem bei Auswärtsspielen, immer gute Leistungen abgerufen. Für die nötige Unterstützung wollen auch die Fans sorgen: Für den Fanbus am Sonntag (Abfahrt 15 Uhr / BBZ) kann man sich unter Tel.Nr. 0160-7856269 noch anmelden.
Starbulls Rosenheim (OLS)
Erste Heimniederlage: Starbulls vergeben zu viele Torchancen
Die Starbulls Rosenheim haben das Spitzenspiel gegen den Deggendorfer SC mit 2:4 verloren, bleiben aber mit einem Punkt Vorsprung auf den siegreichen Kontrahenten von der Donau Tabellenführer. Die Grün-Weißen gingen zweimal in Führung, ließen aber eine Vielzahl von Torchancen ebenso ungenutzt wie zwei Strafschüsse. Die Gäste aus Niederbayern konnten sich auf einen stark haltenden Torhüter Cody Brenner verlassen und verteidigten ihre erste Führung aus der 44. Spielminute mit viel Leidenschaft und Kampfgeist, ehe der dreifache Torschütze Curtis Leinweber wenige Sekunden vor Spielende ins leere Tor zum Endstand traf.
2.629 Zuschauer waren ins Rosenheimer emilo-Stadion gekommen, um dem mit Spannung erwarteten Spitzenspiel beizuwohnen. Sie sahen eine engagiert beginnende Rosenheimer Mannschaft, die sich gegen einen zunächst auf die Defensive beschränkenden Gegner allerdings keine klaren Torchancen erarbeiten konnte. Erst in der 8. Spielminute hatte Petri Lammassaari nach einem Deggendorfer Abwehrfehler freie Bahn, scheiterte aber am gut reagierenden Gästetorwart. Eine Minute später durften die Rosenheimer Fans dann endlich jubeln: Michael Fröhlich zog im Powerplay aus dem Handgelenk ab und tunnelte Cody Brenner, dem die Sicht verdeckt war – 1:0 (9.).
Mit der Führung im Rücken taten sich die Gastgeber deutlich leichter und setzen den Tabellenzweiten gehörig unter Druck. Gleich zweimal binnen einer Minute musste der mit reichlich DEL-2-Erfahrung ausgestattete Gästeverteidiger Milos Vavrusa die „Notbremse“ ziehen, um einen durchgebrochenen Stürmer zu stoppen. Die folgerichtig verhängten Strafschüsse konnten Michael Baindl (12.) und Christoph Echtler (13.) jedoch nicht verwandeln. Auch Yannick Wenzel und Lammassaari besaßen vor der ersten Pause noch gute Einschussmöglichkeiten, um die Führung auszubauen. Kurz nach Wiederbeginn traf Maximilian Vollmayer, der völlig frei vor dem Gästetor zum Abschluss kam, die Latte (22).
Trotzdem waren es die offensiv im ersten Spielabschnitt völlig blass gebliebenen Gäste, denen die erste Hälfte des zweiten Drittels gehörte. Während die Starbulls-Angriffe jetzt meist ohne gefährlichen Torschuss verpufften, erspielte sich der DSC einige gute Torchancen. Gegen Andrew Schembri, Ales Jirik und Kyle Gibbons konnte Lukas Steinhauer mit guten Paraden den Ausgleich noch verhindern, bei einem Handgelenkschuss des Kanadiers Curtis Leinweber in den rechten oberen Winkel war der Starbulls-Keeper dann aber machtlos – 1:1 (27.). Jetzt ging es hin und her. Baindl für die Hausherren und Jirik für die Niederbayern hatten den Führungstreffer auf dem Schläger. Dann schnappte sich Yannick Wenzel nach gewonnenem Anspiel die Scheibe, startete entlang der Bande durch, fuhr vor das Tor und tunnelte den überraschten Gästekeeper aus spitzem Winkel zur 2:1-Führung (34.). Zwei tolle Rosenheimer Spielzüge wären dann das 3:1 wert gewesen, doch Michael Fröhlich (37.) und Baindl (38.) blieben im Abschluss glücklos. Stattdessen fand ein harmloser Schuss von Marius Wiederer, der von Leinwebers Schlittschuhkufe abgefälscht wurde, den Weg über die Rosenheimer Torlinie zum in dieser Phase überraschenden 2:2 (39.).
Im letzten Drittel gingen die Gäste dann erstmals in Führung. Pascal Sternkopf kam in halblinker Position frei zum Schuss und versenkte das Spielgerät im linken Eck (44.). Die Starbulls, die neben dem gesperrten Tobias Daxlberger und Matthias Bergmann (Handgelenkverletzung) ab der 30. Spielminute auch noch auf Andreas Nowak verzichten mussten, antworteten mit wütenden Angriffen. Thomas Reichel hatte die schnelle und gute Chance zum Ausgleich, brachte die Scheibe aber freistehend nicht am Gästetorwart vorbei (45.). Die Starbulls drückten weiter, beherrschten die neutrale Zone klar, fanden aber gegen leidenschaftlich kämpfende Gäste zunächst kaum noch eine Schusslücke. Erst in der Schlussphase ergaben sich Löcher in der Deggendorfer Defensive. Bei Schüssen von Lammassaari, Vollmayer, Baindl und Fröhlich avancierte Torwart Cody Brenner mit spektakulären Paraden aber zum Matchwinner seiner Farben. 22 Sekunden vor der Schlusssirene traf Leinweber schließlich noch zum 2:4 ins leere Rosenheimer Tor, als die Hausherren in Überzahl und einem weiteren zusätzlichem Feldspieler, aber ohne Torwart auf das 3:3 drückten.
Sonthofen Bulls (OLS)
ERC Sonthofen verliert Spiel in Landshut auf der Zielgeraden - Bulls belohnen sich nicht für starke Leistung
Der ERC Sonthofen muss beim EV Landshut eine unglückliche 4:3-Niederlage hinnehmen. Bis kurz vor
Schluss lagen die Bulls vor 1.868 Zuschauern in Führung, ehe die Hausherren die Partie drehten.
Knapp 30 Sonthofer waren am Feiertag nach Niederbayern gereist um ihr Team anzufeuern.
Der EV Landshut mit druckvollem Beginn in eigener Halle - die Bulls blieben aber dran. Doch nach
gerade einmal neun Minuten gab es für Patrick Glatzel nichts zu halten. Hofbauer mit dem 1:0 für
Landshut. Daniel Rau berührt in der 13. Minute einen Landshuter neben dem eigenen Tor, dieser fällt
hin und prallt gegen die Bande. Spieldauerstrafe gegen Rau, der Landshuter muss in die Klinik. Die
lange Unterzahl meistert der ERC bravourös. Kurz vor Ende der ersten 20 Minuten gelingt Marco
Sternheiner schließlich der hochverdiente Ausgleich nach tollem Zuspiel von Marc Sill zum 1:1-
Pausenstand.
Das Mitteldrittel begann mit einem überragenden Safe durch Patrick „die Krake“ Glatzel, der damit
das Unentschieden festhalten konnte. Der Sonthofer Goalie heute allgemein wieder mit einem
überragenden Abend. In der 29. Minute passt Marco Sternheimer ins gegnerische Drittel zu
Maximilian Hadraschek, der spielt quer auf Marc Sill, der zu Sternheimer ablegt. Der junge Goalgetter
zieht ab und trifft halbhoch ins Tor. Spielstand jetzt 1:2 - Die Bulls wieder in Führung. Trotz weiterer
guter Gelegenheiten verhinderten die Torhüter auf beiden Seiten weitere Treffer.
Spannend sollte es auch im letzten Drittel weitergehen. Heiß nach zwei gespielten Minuten zunächst
mit dem Ausgleich, doch Vladimir Kames in der 48. Minute mit der erneuten Führung. Dann
Doppelschlag für die Gastgeber: 3:3 durch Trew und in der 59. Minute nutzt Abstreiter eine Überzahl
nach einer Bankstrafe gegen den ERC um das Spiel zu drehen.
Ein echtes Spitzenspiel mit dem unglücklichen Ende für die Bulls. Am Freitag (20 Uhr, Eissporthalle
Sonthofen) gegen Spitzenreiter Rosenheim zu Hause muss die Mannschaft von Heiko Vogler noch
mehr die sich bietenden Tormöglichkeiten nutzen. Bitter: Gleich drei Verletzte gab es in der
Begegnung zu beklagen. ERC-Neuzugang Manuel Malzer konnte nach einem Kieferbruch nicht
weitermachen. Zwei Landshuter Spieler mussten verletzt in eine Klinik gebracht werden.
Harzer Falken Braunlage (OLN)
Harzer Falken verlieren gegen Berlin und verpflichten Schweden Elias Bjuhr
Harzer Falken verlieren Kellerduell und verpflichten schwedischen Stürmer
Als würde die 1:4 (1:2 0:0; 0:2)-Niederlage gegen den Tabellennachbarn
ECC Preussen Berlin nicht schon genug schmerzen, müssen die Harzer
Falken sehr wahrscheinlich bis Jahresende auch auf Artjom Kostyrev
verzichten. Eine Nachricht, die eine andere gleich wieder relativiert.
Denn mit Elias Bjuhr hat man einen schwedischen Stürmer verpflichtet,
der zuletzt als dritter Ausländer bei den Füchsen aus Duisburg den
verletzten Raphael Joly ersetzte.
Vor einer für einen Dienstagabend sehr ordentlichen Kulisse von 668
Zuschauern bergannen die Preussen gleich druckvoll und hatten auch die
ersten Torchancen, die jedoch von dem erneut sehr guten Dennis Korff
im Harzer Tor entschärft werden konnten. So richtig wollten die Harzer
nicht ins Spiel finden und die Genauigkeit und scheinbare Leichtigkeit
aus dem Spiel gegen Timmendorf war nur sehr selten zu sehen. So sollte
man zwar in der 4. Spielminute mit 1:0 in Führung gehen, nachdem
sowohl Nico Schnell als auch Alexander Engel mit ihren Schüssen von
der blauen Linie in der Berliner Hintermannschaft hängengeblieben
waren und Louis Trattner den freiliegenden Puck auf Nick Pitsikoulis
legen konnte, der Olafr Schmidt mit einem Rückhandschuss keine Chance
ließ. Doch es blieb ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten.
Zunächst hielt Korff stark gegen den allein vor dem Tor stehenden
Marvin Krüger. Dann leitete Lasse Bödefeld eine tolle Kombination über
Thomas Herklotz und Richard Zerbst ein, die Olafr Schmidt vereitelte.
Und nachdem Alexander Engel mit einem Alleingang scheiterte konnte
Erik Pipp den Abpraller nicht unter Kontrolle bringen. Doch so
aufregend das auch alles klingt, war das Spiel eher eines von der
zähen Sorte. Sinnbildlich fiel dann auch der Ausgleich, nachdem
Phillipp Grunwald den Puck mit mehreren Versuchen über die Linie
stocherte und der Berliner Führungstreffer, als Richard Zerbst den
Puck im Aufbau vor dem eigenen Tor verlor und sich Brian Gibbons
erfolgreich bedankte.
Im 2. Drittel hatte man zwar dann ein leichtes Chancenplus auf Harzer
Seite, doch Tim Lucca Krüger, Thomas Herklotz, Christian Schock sowie
Erik Pipp und Artjom Kostyrev in Überzahl konnten Schmidt in dieser
Phase nicht mehr bezwingen. Wobei anzumerken bleibt, dass das
Powerplay grundsätzlich recht ordentlich anzusehen war und vor allem
Pipp und Kostyrev im Sturm hervorragend mit Trevor Hendrikx an der
blauen Linie agierten. Doch so ging man nach einem torlosen Drittel in
die zweite Drittelpause. Und auch wenn die Falken das Schlussdrittel
in doppelter Überzahl beginnen konnten, war das Spiel der Harzer an
diesem Abend wenig überzeugend und teilweise auch einfach zu
nachlässig. Folgerichtig machte sich der gerade erst reaktivierte
Marvin Tepper zum Mann des Abends. Hatte er die beiden ersten Berliner
Tore bereits vorgelegt, schoss er die Harzer in der 52. und 59. Minute
vollends zum 1:4 ab.
Eine Niederlage, die zum einen darin begründet lag, dass die
Mannschaft einfach noch nicht stabil genug ist, um über drei Spiele in
fünf Tagen eine derart starke Leistung wie in den ersten beiden
Spielen abzurufen, so Sportchef und Interimstrainer Bernd Wohlmann in
der anschließenden Pressekonferenz. Und ein wenig hatte man auch den
Eindruck, dass die Mannschaft ein wenig geschockt war, als Artjom
Kostyrev Mitte des 2. Drittels mit stark angeschwollener Hand den Weg
in die Kabine antrat und sofort in die Handchirurgie nach Göttingen
gebracht wurde. Sehr wahrscheinlich sind zwei Finger aus dem Gelenk
gesprungen und die Hand muss bereits am kommenden Montag operiert
werden. Vor Jahresende wird Kostyrev somit aller Wahrscheinlichkeit
nicht auf das Eis zurückkehren können.
Eine Hiobsbotschaft, die eine andere Nachricht gleich etwas in den
Schatten stellt. Denn endlich wurde man vor allem aufgrund einer
überragenden Mitarbeit der Duisburger Verantwortlichen auf dem
Transfermarkt fündig. Nach der Verletzung von Raphael Joly hatten die
Füchse den Schweden Elias Bjuhr verpflichtet, der bei seinem kurzen
Gastspiel derart überzeugte, dass vor allem die Fans ihn gerne als
dritten Kontingentspieler behalten hätten. Doch Bjuhr will sich nach
einigen Jahren in der 1. Schwedischen Division nun auch in Deutschland
einen Namen machen. Und dazu braucht er natürlich Eiszeit. Zwar stehen
auch bei den Harzer Falken mit Trevor Hendrikx und Nick Pitsikoulis
bereits zwei Kontingentspieler unter Vertrag, doch ähnlich wie bei den
Torhütern gilt auch hier das Leistungsprinzip. Und da sieht der
selbstbewusste Elias Bjuhr seine Chance, sich im Harz ausreichend
Eiszeit zu erspielen. Mit einer Vita von 143 Toren und 108 Torvorlagen
in 307 Spielen in der Division 1 (dritthöchste schwedische
Spielklasse) unterlegt Bjuhr seine Gefährlichkeit vor dem gegnerischen
Tor. In der letzten Saison stand er dann in der höchsten norwegischen
Spielklasse bei Lillehammer unter Vertrag, wo er es in 52 Spielen auf
11 Tore und 9 Torvorlagen brachte. Bjuhr ist mit einem unbändigen
Kampfgeist und einem sehr ordentlichen Tempo ausgestattet. Attribute,
die das Harzer Spiel mit Sicherheit bereichern werden. Fast schon
tragisch, dass er zunächst auf Kostyrev als Nebenmann verzichten muss.
Aber irgendwie passt auch das in den bisherigen Verlauf der Saison.
(Hei)
Rostock Piranhas (OLN)
Piranhas treffen auf Hannover Scorpions und EXA Icefighters Leipzig
Die Hus de groot Eisarena in Mellendorf ist das Ziel der Piranhas am Freitag. Hier treffen sie um 20.00 Uhr auf die Hannover Scorpions, welche diesen Namen nach dem Zusammenschluss der Teams des ESC Wedemark Scorpions und den Hannover Scorpions weiterführen. Mit 22 Punkten stehen diese auf dem vierten Tabellenplatz. Sechs Siege, drei Niederlagen und drei Siege in Overtime konnten die Niedersachsen bis jetzt verbuchen. Offensichtlich gelang es dem neuen Trainer, dem gebürtigen Kanadier Dieter Reiss, die neu geformte Mannschaft gut auf die Saison vorzubereiten. Die Stürmer Björn Bombis und Patrick Schmid führen derzeit die Rangliste der Topscorer der Oberliga Nord an, dicht gefolgt von Chad Niddery. Diese Spieler gilt es, unter Kontrolle zu behalten.
Sehr stark sind die Gegner des nächsten Heimspiels einzuschätzen. Die EXA Icefighters Leipzig gingen acht Mal als Sieger vom Eis. Drei Mal konnten sie erst in der Overtime bezwungen werden. Seit dem 1. Juni 2015 steht Sven Gerike als Trainer an der Bande. Das Team blieb seit der letzten Saison nahezu unverändert. Insgesamt stießen sieben neue Spieler zur Mannschaft, darunter drei neue Torleute. Die Topscorer der Leipziger sind Dominik Patocka, Ian Farrell, Hannes Albrecht, Antti Paavilainen und Michal Velecky, welche ihren Beitrag zur guten Torstatistik von + 33 Toren beitrugen. Mit nur zwei Punkten Abstand auf den Tabellenersten rangieren die EXA Icefighters derzeit auf Platz 2 der Tabelle.
Die Rostock Piranhas konnten durch die beiden Siege und den damit verbundenen Punktgewinn den Anschluss an die obere Tabellenhälfte halten. 15 Punkte stehen zu Buche. Die neuntplatzierten Moskitos aus Essen sind punktgleich, haben aber ein besseres Torverhältnis. Am Wochenende muss Trainer Ken Latta weiterhin auf den verletzten Valeriy Guts verzichten. Anbully in der Rostocker Eishalle ist wie gewohnt um 19.00 Uhr.
EV Füssen (BYL)
EVF kommt auch gegen Peißenberg nicht in die Erfolgsspur zurück
Ein 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) gegen den TSV Peißenberg beschert dem Eissportverein Füssen die vierte Niederlage in Folge. Nach dem guten Start in die Liga befindet sich der Verein nun mitten im Kampf um den achten Tabellenplatz, welcher zur Teilnahme an der Zwischenrunde berechtigen würde.
Die Gäste aus Oberbayern erwiesen sich dabei alles andere als unschlagbar, doch die Füssener konnten in dem Spiel auf überschaubarem Niveau offensiv fast keine Akzente setzen. Zwei Schüsse von der blauen Linie sowie ein Unterzahlkonter reichten dem TSV, um zu einem Auswärtssieg zu kommen.
Im ersten Abschnitt war der EVF bemüht in die Partie zu kommen. Ein frühes Unterzahlspiel wurde schadlos überstanden, ehe man in der achten Spielminute eine eineinhalb minütige doppelte Überzahl nicht nutzen konnte. Bitter, dass nach dem zweiten Foul Veit Holzmann verletzt ausscheiden musste. Auch zwei weitere Powerplays konnte die Heimmannschaft in dem ansonsten ereignisarmen Drittel nicht nutzen.
Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts sah engagiertere EVF-Angriffe, allerdings wurden die Offensivbemühungen durch zwei kurz hintereinander folgende Strafen wieder zunichte gemacht. Man konnte sich der Torversuche der Eishackler aber erwehren, und hatte danach selbst wieder ein Powerplay. Hier traf Eric Nadeau nur den Pfosten, im Gegenzug musste bei einem Break aber Andi Jorde sein ganzes Können aufbieten. Ein verdeckter Schuss von der blauen Linie brachte schließlich das 0:1. Riesenchance dann in der 40. Spielminute, als Ron Newhook erneut nur den Pfosten traf, und Vincent Wiedemann den Abpraller nicht im leeren TSV-Kasten unterbringen konnte.
Zwei weitere Überzahlspiele boten im Schlussdrittel die Chance zum Ausgleich, doch ein Konter durch Importspieler Brandon Morley bedeutete das vorentscheidende 0:2. Da eine Strafzeit kurz vor dem Tor angezeigt war, gilt der Treffer in der Statistik nicht als Unterzahltor. Vier Minuten vor Spielende traf Peißenberg durch einen Schlagschuss im Powerplay zum 0:3- Endstand. Bereits am Freitag stehen sich beide Teams ab wieder gegenüber, dann muss der EVF auswärts ran.
Trainer Josef Staltmayr (Peißenberg): „Meine Mannschaft hat das sehr gut umgesetzt, was ich von ihr verlangt habe, und ich kann ihr daher nur gratulieren. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit. Ich erwarte zum Rückspiel am Freitag einen anderen EV Füssen.“
Trainer Thomas Zellhuber (Füssen): „Ich habe heute von Anfang an eine sehr verunsicherte Füssener Mannschaft gesehen, die jetzt zum ersten Mal in der Krise steckt. Wir haben offensiv sehr wenig Durchschlagskraft gezeigt. Das Powerplay hat heute das Spiel entschieden, da bekommen wir momentan keine Treffer zustande, im Gegenteil kriegen wir sogar das 0:2. Klar ist die Stimmung in der Mannschaft gerade nicht gut, aber da müssen wir uns selber wieder raus ziehen, und zu geradlinigem Spiel zurückfinden.“ (MiL)
Schweinfurt Mighty Dogs (BLL)
Größerer Siegeswille bei den Devils - Die Mighty Dogs erleiden ihre erste Niederlage nach einem knappen 4:3 gegen die Devils Ulm/Neu-Ulm
Die Schweinfurter, welche ohne ihren erkrankten Kapitän Dion Campbell nach Ulm gereist waren, starteten mit einem Schuss von Marcel Grüner, der knapp am Tor vorbeiging, gut in die Partie. Kurz darauf scheiterte Stephan Trolda am gut aufgelegten Torwart Konstantin Berlet. Im Gegenzug wurde den Hausherren ein Strafschuss zugesprochen, den Michael Simon zum 1:0 verwandelte. Die Gäste ließen nicht nach und nutzten in der 8. Minute eine Überzahl zum Ausgleich: Bei einem Schlagschuss von Andreas Kleider verdeckte Jonas Manger dem Ulmer Goalie die Sicht auf den Puck. In der 14. Minute konnten die Schweinfurter eine doppelte Überzahl nicht nutzten, da sowohl Andreas Kleider als auch Jens Freund am Schlussmann der Devils scheiterten. Da auch die Ulmer ihre Tormöglichkeiten im Powerplay nicht in zählbares ummünzen konnten, blieb es bei einem 1:1 Pausenstand.
Die Mighty Dogs starteten mit einer Unterzahl in das zweite Drittel und hatten durch einen Konter von Fritz Geuder, der quer auf Marcel Grüner passte, die Chance in Führung zu gehen, jedoch war Konstatin Bertet zur Stelle. Stattdessen traf Benedikt Stempfel in der 26. Minute zum 2:1. Anstatt in Überzahl ihre Führung weiter auszubauen, kassierten die Hausherren in der 33. Minute den Ausgleich, da Stephan Trolda bei einem Alleingang den Puck ins Tor stocherte. Bei 4 gegen 4 traf Kevin Faust in der 38. Minute leider nur den Pfosten und es blieb beim 2:2.
Im letzten Drittel nutzten die Devils ihre Torchancen besser als die Gäste. Zuerst gingen die Ulmer in Überzahl und angezeigter Strafe durch Niklas Dschida in Führung. Ebenfalls in doppelter Überzahl glich Marcel Grüner in der 48. Minute erneut aus, nachdem er wenige Sekunden zuvor nur das Lattenkreuz getroffen hatte. Bis zur 55. Minute hatte es dann den Anschein, dass die Partie erst in der Verlängerung oder gar erst im Penaltyschießen entschieden werden würde. Allerdings traf Loius Delsor 5 Minuten vor Spielende durch die Hosenträger von Benjamin Dirksen zum 4:3. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen und drängten auf den Ausgleich. Eine Minute vor dem Schlusspfiff nahm Zdenek Vanc seine Auszeit. Obwohl die Mighty Dogs noch wenige Sekunden in Unterzahl waren, ging Benjamin Dirksen für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Dies entging allerdings beiden Schiedsrichtern, die der Meinung waren, dass die Mighty Dogs zu viele Spieler auf dem Eis hatten und den Angriff und somit den Abschluss des freistehenden Jan Slivka zurückpfiffen. In seiner Rolle als „alternate Captain“ erkundigte sich Mathias Kohl daraufhin nach dem Grund der Spielunterbrechung und kassierte dafür zuerst eine 10-minütige Disziplinarstrafe, aus der aufgrund einer weiteren Nachfrage eine Spieldauerdisziplinarstrafe wurde.
Nach ihrer ersten Saisonniederlage, wird am kommenden Freitag, den 03.11.2017, um 20 Uhr zusätzlich Mathias Kohl bei der Partie gegen den EHC Straubing fehlen. Am Sonntag, den 05.11.2017, steht um 16:30 Uhr direkt das Rückspiel in Straubing an.
Eisbären Eppelheim (RLSW)
Eisbären go west
Zum Abschluss der ersten Halbrunde gastieren die Eisbären am Sonntag in
der Pfalz beim amtierenden Meister, dem EHC Zweibrücken. Mit zwei Punkten
Vorsprung auf den ECE rangieren die Hornets derzeit auf dem 4. Platz, den
die Eisbären bei einem Sieg erben würden.
Der Meister hat im Sommer seinen Kader leicht verändert, vor allem auf den
Kontingentstellen weht ein neuer, rauher Wind. Mit Matheson und Zaborsky
finden sich die beiden Imports in den Top 5 der Scorerwertung wieder,
während erstgenannter diese mit 22 Punkten aus 8 Spielen souverän anführt.
Das der EHC nur auf Rang 4 zu finden ist, liegt dabei an der
Auswärtsschwäche der Pfälzer, die mit nur einem Punkt aus 4 Spielen in der
Auswärtstabelle den letzten Platz belegen. Zu Hause sind die Hornets
dagegen eine Macht, mit einer 100%igen Siegquote wurden die bisherigen
Gäste allesamt mit klaren Niederlagen nach Hause geschickt.
Die Eisbären können von diesem Schicksal ein Liedchen singen, seit 2012
verlor man dort jedes Spiel. Erst im vergangen Jahr konnte man eine Wende
einläuten, als man zunächst das Duell in der Hauptrunde, dann auch die
erste Play-Off-Partie für sich entscheiden konnte. Ob es den Eisbären
gelingt, den Meister erstmals in dieser Saison daheim zu schlagen, wird
wohl die Tagesform entscheiden. Vor allem die Defensive sollte im
Vergleich zum „irren“ 8:7-Sieg über Heilbronn besser stehen, um dem
Sturmlauf der Hornets Paroli bieten zu können.
Tornado Niesky (RLO)
Crashers zu Gast bei den Tornados
Am Sonnabend, den 04.11.2017 empfangen die Tornados um 18:30 Uhr die Chemnitz Crashers in ihrem neuen Eisstadion am Waldbad in Niesky. Das ist die erste Begegnung der beiden Teams in dieser Saison.
Die Chemnitzer gehören eigentlich zu den Favoriten der Liga und sind damit ein ernst zu nehmender Gegner für die Nieskyer. Allerdings stehen sie nach 7 Spielen erst auf Platz 5 der Tabelle. Die Fans können sich aber in jedem Fall erneut auf ein spannendes Spiel freuen. Im Kader der Tornados fehlen am Sonnabend verletzungsbedingt Marcel Leyva, Christian Rösler und Tom Domula.
Hinweis:
Die Saisondauerkarte des ELV Niesky gilt für alle 15 Heimspiele der Tornados in der Hauptrunde und Pokalvorrunde. Der Kartenpreis für einen Erwachsenen ist 85,00 EUR statt normal bei Einzelkauf 105,00 EUR und für eine ermäßigte Saisonkarte 50,00 EUR statt 60,00 EUR. Diese Karten gibt es bis zum 04.11.2017 nur in der Modeboutique Ramona Jandik in Niesky auf der Görlitzer Straße.
Schönheider Wölfe (RLO)
Schönheider Wölfe vor Prüfstein FASS Berlin
Am kommenden Samstag, dem 04.11.2017, um 17:00 Uhr kommt es zwischen den Schönheider Wölfen und FASS Berlin in dieser Spielzeit zum ersten Duell der beiden ehemaligen Oberligisten im Schönheider Wolfsbau. Besonderheit dabei ist, dass Ex-Trainer Viktor Proskuryakov an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt und die Wölfe erstmals auf ein Team aus der oberen Tabellenhälfte treffen werden.
Mit 44 erzielten Toren kommt das derzeit offensivstärkste Team nach Schönheide und trifft auf das bisher beste Defensiv-Team (nur drei Gegentore in drei Spielen) in der Liga. FASS Berlin wird mit beispielsweise Patrick Czajka, Nico Jentzsch, Lucien Aicher und den zwei schwedischen Import-Spielern Richard Jansson und Felix Karlsson sicher alles versuchen, die Wölfe-Abwehr vor Probleme zu stellen. Wölfe-Coach Sven Schröder freut sich auf diese Partie und gibt einen kleinen Ausblick für Samstag: “Es darf ein Spiel mit viel Tempo, Aggressivität und auf Oberliga-Niveau erwartet werden. Mein Team wird bereit sein. Wir haben uns gut vorbereitet und sind neugierig und gespannt auf dieses Topspiel. Wir wollen am Samstag wieder mit Leidenschaft, Kampf und Körperspiel in die Begegnung gehen und uns an unseren Gameplan halten, um am Ende möglichst die drei Punkte und den Sieg im Wolfsbau zu feiern.“
Zusätzlich dürfen sich die Zuschauer am Samstag auf die Autopräsentation des Wölfe-Partners Autohaus Ehrler freuen, welcher vor Spielbeginn den neuen Renault Alaskan und den neuen Renault Koleos vorstellen wird. Also Wölfefans, kommt rechtzeitig ins Stadion, um diese zwei Kraftpakete zu bestaunen und im Anschluss unsere Wölfe beim Spiel gegen FASS Berlin lautstark zu unterstützen!
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