IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Sonntag 20.November 2016. Heute mit Informationen aus der Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest, Regionalliga West und Landesliga Nordrhein-Westfalen.
Deggendorfer SC zieht in Höchstadt den Kürzeren(OLS) Der Deggendorfer SC musste am Freitagabend seine erst zweite
Auswärtsniederlage in regulärer Spielzeit hinnehmen. Gegen die
Alligators aus Höchstadt verlor das Team von Trainer John Sicinski mit
7:5 und rutscht damit auf den dritten Tabellenplatz ab.
Beide Teams begannen mit offenem Visier. Die Offensive schien in
diesem ersten Abschnitt das Allheilmittel beider Mannschaften zu sein
und so fiel bereits in der zweiten Spielminute der erste Treffer.
Höchstadts Michal Petrak verwertete einen Abpraller zur frühen 1:0
Führung für die Hausherren. Doch diese währte nicht lange. Nur knapp
drei Minuten später kam Robin Deuschl in halblinker Position an die
Scheibe und versenkte sie unhaltbar im Winkel. Knapp zwei Minuten
später waren dann erneut die Deggendorfer erfolgreich.
Alligators-Keeper Phillip Schnierstein konnte einen Schuss von Sergej
Janzen nicht festhalten und Patrik Beck konnte völlig freistehend zum
1:2 abstauben. In diesem Tempo ging es auch munter weiter. Dieses Mal
waren allerdings wieder die Franken dran. Michal Petrak sorgte nur
zwei Minuten für den Ausgleich, ehe Martin Vojcak vier Minuten später
für die erneute Höchstadter Führung sorgte. Einer hatte dann genug
gesehen. DSC-Coach John Sicinski nahm daraufhin eine Auszeit und nahm
Daniel Filimonow für Backup Sandro Agricola vom Eis, um die
Deggendorfer Abwehr von ihrer anfänglichen Lethargie zu befreien. Dies
gelang im ersten Abschnitt nicht mehr. Die DSC-Cracks standen
weiterhin zu weit von ihren Gegenspielern weg, sodass den Alligatoren
im ersten Abschnitt erneut durch Petrak das 4:2 gelang. Damit ging es
auch in die erste Pause und dort schien John Sicinski die passenden
Worte gefunden zu haben, denn die Deggendorfer gaben zu Beginn des
zweiten Abschnitts Gas und drückten auf den Anschlusstreffer. Dieser
gelang dann auch in der 28. Spielminute. Nach einem schnellen Gegenzug
schloss Sergej Janzen zum 4:3 ab. Trotz zahlreicher Möglichkeiten
gelang es den Deggendorfern in der darauffolgenden Drangphase nicht,
Keeper Schnierstein zu überwinden. Wie man effektiv seine Chancen
nutzt, zeigten in der 34. Minute dann die Alligators auf. Thilo Grau
spielte am langen Pfosten den völlig freistehenden Tomas Rousek frei
und dieser nutzte diese Freiräume zum 5:3. Und es kam noch dicker für
den DSC. Nur knapp zwei Minuten später musste man eine fünf gegen drei
Unterzahl Situation überstehen und just in dem Moment als der vierte
Deggendorfer gerade erst wieder aufs Eis kam, schlugen die Höchstadter
zu. Erneut gelang es den Franken, einen Spieler am langen Pfosten
freizuspielen, der dann nur noch den Schläger hinhalten musste. Aber
die Deggendorfer steckten nicht auf und kamen noch einmal zurück in
die Partie. Dimitrij Litesov vollendete erneut einen schnellen
Gegenangriff zum 6:4 und damit zum Pausenstand. Als die Deggendorfer
dann Anfang des dritten Drittels selbst eine fünf gegen drei
Überzahlmöglichkeit hatten, setzte DSC-Coach John Sicinski alles auf
eine Karte und stellte zu diesem Powerplay gleich fünf Stürmer aufs
Eis. Dies erzielte auch den gewünschten Erfolg, denn nach einem satten
Handgelenksschuss von Kyle Gibbons ins rechte untere Eck waren die
Deggendorfer wieder dran am Ausgleich. Die Deggendorfer erspielten
sich nun zahlreiche Möglichkeiten, konnten aber Goalie Schnierstein
nicht mehr überwinden. Einer der stets gefährlichen Alligators-Konter
führte in der 53. Minute dann zur Vorentscheidung. Der an diesem Abend
für Höchstadt überragende Petrak bediente Rousek, der zum 7:5
einnetzte. Auch dadurch ließen sich die DSC-Cracks noch nicht aus der
Bahn werfen und man spielte weiterhin nach vorne. Allerdings brachte
keine der Angriffsbemühungen den nötigen Erfolg, sodass die
Deggendorfer am Ende gegen die Höchstadter mit 7:5 den Kürzeren zogen.
Die Chance auf die Wiedergutmachung bietet sich gleich am Sonntag gegen
die Lindau Islanders. Spielbeginn im Deggendorfer Eisstadion ist
bereits um 16 Uhr.
Sensation: EV Lindau Islanders schlagen Bad Tölz(OLS) Eine Sensation haben 665 Zuschauer am Freitagabend erlebt: Eishockey-Oberligist EV Lindau Islanders gewann das Heimspiel gegen die favorisierten Tölzer Löwen mit 5:2 (1:0, 2:0, 2:2). Es war wohl der stärkste Auftritt der Inselstädter in der laufenden Saison vor heimischem Publikum.
Ausschlaggebend für den fünften Oberliga-Sieg war das sehr effektive Überzahlspiel sowie die - im Vergleich zum Gegner - geringere Anzahl an Strafen (EVL: 18, Tölzer Löwen: 38). Heute hat es endlich geklappt“, freute sich EVL-Headcoach Dustin Whitecotton. „Ich gratuliere Lindau zum Sieg. Die haben sehr stark gespielt und verdient gewonnen“, zollte Gästecoach Axel Kammerer den Islanders großen Respekt.
Das erste Drittel des Abends war nicht gerade mit spielerischen Höhepunkten gesät: Die Gäste aus Oberbayern kamen zwar besser in die Partie, verloren jedoch nach wenigen Minuten etwas den Faden. Gleich das zweite Überzahlspiel nutzten die Mannen von Whitecotton zum Führungstreffer: Den Schlagschuss von Petr Heider fälschte Troy Bigam, für Gästegoalie Anian Geratsdorfer unhaltbar, zum 1:0 ab.
Nach Wiederbeginn zogen die Gäste ein kleines Powerplay auf, EVL-Goalie Korbinian Sertl entschärfte einen gefährlichen Schuss von Maximilian Hörmann (24.). Fast im Gegenzug machte Bigam den Doppelpack für Lindau perfekt: Gekonnt legte Zdenek Cech den Puck auf seinen Sturmpartner zurück, der zum 2:0 in den Winkel einschoss (25.). Bis zur zweiten Drittelpause wurde die Partie allmählich härter, das Schiedsrichtergespann verhängte Strafzeiten am laufenden Band. Damit kamen die Islanders, die insgesamt wesentlich disziplinierter agierten, besser zurecht als die Gäste, die mit so viel Gegenwehr wohl nicht gerechnet hatten und zahlreiche überflüssige Frustfouls begingen.
Mustergültig herausgespielt dann der dritte Lindauer Treffer, der bei einem Mann mehr auf dem Eis fiel: Statt in günstiger Schussposition draufzuhalten, täuschte Cech an und passte geschickt zu Philipp Haug am rechten Torpfosten. Der EVL-Verteidiger schob weiter zu Marco Miller, der Geratsdorfer überwand (27.). Die Tölzer Löwen antworteten mit wütenden Angriffen, die größtenteils jedoch so wenig zwingend waren oder gar im Sande verliefen.
Mit dem 4:0 kurz nach Beginn des abschließenden Abschnitts durch Smith, der auf einen knallharten Schuss von Heider abfälschte, schien das Ding schon gelaufen. Doch Jordan Baker (50.) und wenig später Oldie-Löwe Klaus Kathan (54.) brachten die Gäste nochmals in Schlagweite, nachdem die Islanders mehrere Überzahlsituationen nicht in Zählbares ummünzten. Doch Cechs Schlenzer über den Gästetorhüter vier Minuten vor Schluss erlöste die Lindauer Fangemeinde aus allen Zweifeln.
Besonders erfreulich war das Verhalten der beiden Fangruppen. Sowohl die mitgereisten Anhänger der Tölzer Löwen, als auch die Lindauer Fans feierten gemeinsam und friedlich unabhängig vom Ergebnis. „Das war ein sehr schöner Moment. So wünschen wir uns das“, sagte EVL- Vorsitzender Bernd Wucher.
Mit dem Heimsieg am Freitagabend rückte der EVL als Tabellenzehnter punktgleich zum EHC Waldkraiburg auf (jeweils 14 Zähler)
EC Peiting: Auswärtspunkt erkämpft! Im siebten Spiel gegen den EVL gibt es die erste "Niederlage"(OLS) Sieben Spiele hat unser EC Peiting jetzt gegen den EV Landshut nicht nach 60 Minuten verloren – Serie hält. Jetzt mussten wir doch die erste Niederlage verbuchen, mit 4 zu 5 nach Verlängerung – Serie gerissen?
Wie man es auch dreht und wendet: Fakt ist, dass unsere Erste in Landshut ein gutes Spiel lieferte und mehr als einen Punkt verdient gehabt hätte.
Im ersten Drittel zeigten die Männer von Coach Sebastian Buchwieser ein perfektes Auswärtsspiel: bissig, schnell, von Anfang an präsent und mit mehr Spielanteilen als die Hausherren. Und in der 7. Spielminute war es dann soweit: Anton Saal und Ty Morris bedienten in Überzahl Brad Miller, der in seiner unnachahmlichen Art platziert zum 1 zu 0 einnetzte. Der EVL zwar mit Chancen, aber im Endeffekt zu wenigen Ideen, um diese auch zu nutzen. Immer wieder verfehlten die Niederbayern in aussichtsreichen Positionen die Scheibe, das Tor oder ECP – Goalie Florian Hechenrieder und seine Defense waren zur Stelle. Schon im ersten Abschnitt sollte sich zeigen, in welche Richtung das Spiel laufen würde: die Hausherren einmal in der Kühlbox, unser Team insgesamt viermal, wovon nur eine Strafe (Anton Radu lupfte die Scheibe unabsichtlich über die Bande, Spielverzögerung) wirklich gerechtfertigt war. Dennoch gelang den Landshutern kein Tor. Unglaublich, dass das Heimpublikum seine Mannschaft beim Zwischenstand von 0:1 mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine schickte.
Drittel Nummer 2 sollte dann Offensive pur für die gut 1.100 Fans bereithalten. Schon in der 21. Minute markierte Max Hofbauer per Bauerntrick den Ausgleich. Mitten in den Landshuter Druck hinein konterte unser ECP dann aber eiskalt: per Doppelschlag in der 25. und 27. Minute stellten Dominic Kabbat und Ty Morris auf 3:1 für unsere Farben. Krabbat wurde von Brad Miller mit einem wunderbaren Pass auf die Reise geschickt und tunnelte Max Englbrecht. Ty Morris schob aus dem Gewühl ein, nachdem Krabbat an die Querlatte geschossen hatte. Das hielt allerdings nicht allzu lange, denn in der 30. und 32. Minute schlug jeweils der EVL zu, beide Male hatte Schiedsrichter Hatz den Arm zur Strafe gegen unseren ECP erhoben (was die Hausherren aber nicht abwarteten). Reklamationen setzte es dann nach dem Treffer zum 3 zu 3: Hechenrieder schien die Scheibe sicher zu haben, im Nachstochern rutschte sie dann doch ins Tor. In der 37. Minute wieder eine Zeitstrafe gegen unser Team, Fabian Weyrich marschierte wegen zu vielen Feldspielern in die Box. Unübersichtlich und unklar, denn es passierte direkt vor unserer Mannschaftsbank im Zweikampfgetümmel. Gut, dass Toni Saal und co. auch diese Unterzahl schadlos überstanden, schade, dass dadurch der Druck des EVL derart zunehmen konnte, dass doch noch vor der Pause das 3 zu 4 durch Marco Sedlar fiel.
Schwamm drüber, scheint das Motto in der ECP – Kabine gewesen zu sein, denn auch im Schlussabschnitt zeigten die Gäste ein gutes Auswärtsspiel. In der 45. Spielminute arbeiteten Ty Morris und Martin Andrä die Scheibe zum Landshuter Tor, Englbrecht ließ prallen und Toni Radu jegte den Puck zum 4 zu 4 in die Maschen. Dabei sollte es auch bis zum Abpfiff bleiben, die größte Chance bis zum Ende hatte dann noch unsere Mannschaft: Dominic Krabbat brach alleine durch, konnte in der 58. Minute Max Englbrecht aber nicht überwinden.
So sollte die Verlängerung die Entscheidung bringen: hier nutzten beide Teams den sich bietenden Raum zu guten Aktionen aus. Überhaupt das 3 gegen 3 – System eine für die Zuschauer sehr attraktive Lösung. In der 62. Minute wanderte Ty Morris auf die Strafbank, aber auch das überstanden unsere Special – Teams ohne Gegentreffer. Aber: Morris war gerade wieder da, da traf EVL – Neuling Roman Tvrdon per abgefälschtem Schuss zum 5 zu 4 – Sieg für die Hausherren.
FAZIT: ein spannendes Spiel mit wechselnden Druckphasen und zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Unser ECP in Überzahl sehr effektiv, in Unterzahl nicht zu knacken. Aber bei einem Strafzeitenverhältnis von 3 zu 9 (!) kippen – über 65 Minuten gesehen – logischerweise die Spielanteile. Dennoch ein starker Auftritt des ECP, beim guten EVL verdient einen Punkt erkämpft! So wird das am Sonntag ein echtes Spitzenspiel gegen die Selber Wölfe.
EV Regensburg empfängt Sonthofen zur zweiten Wochenendaufgabe(OLS) Nach dem am Ende ungefährdeten Auswärtserfolg in Schönheide kann die Truppe von EVR-Trainer Doug Irwin gegen Sonthofen einen weiteren wichtigen Schritt machen.
Das 5:1 im Erzgebirge sorgte dafür, dass Regensburg zurück auf Tabellenplatz zwei springen konnte. Natürlich auch aus dem Grund, dass die Konkurrenz Punkte liegen ließ. Lediglich die Selber Wölfe konnten den Vorsprung von sieben Zählern auf den EVR mit einem weiteren Sieg festigen.
Nachdem der EHV Schönheide den letzten Platz der Tabelle in der Oberliga Süd, kommt nun der Vorletzte aus Sonthofen in die Donau-Arena. Bei den Bulls lief es bisher überhaupt nicht Plan, immerhin gelang am abgelaufenen Wochenende ein 4:2-Heimsieg gegen die hoch gehandelten Tölzer Löwen. Davor musste aber Trainer Gerd Wittmann seinen Posten räumen und der teilweise spielende Manager Heiko Vogler steht nun auch als Hauptverantwortlicher hinter der Bande. Ihm assistiert der seit kurzem eingedeutschte Chris Stanley als Co-Trainer, der allerdings fest zum spielenden Personal zählt. Auch auf der Torhüterposition reagierte der ERC Sonthofen auf die sportliche Talfahrt und trennte sich von Martin Morczinietz, der erst im Sommer vom EHC Klostersee ins Allgäu wechselte. Ihn beerbt aktuell Förderlizenzkeeper Marc-Michael Henne vom ESV Kaufbeuren, aber ob das zur Dauerlösung wird, steht aktuell in den Sternen.
Diese Probleme hat der EV Regensburg zum Glück nicht, auch wenn die ersten Wochen etwas holpriger verliefen, als geplant. Die Verletzungen von wichtigen Spielern, wie Lukas Heger und Daniel Stiefenhofer, warfen die Planungen der Verantwortlichen aus der Domstadt das ein ums andere Mal über den Haufen. Seit mehreren Wochen zeigt aber der Trend nach oben, sodass der EVR am heutigen Abend die nächsten drei Zähler einfahren möchte. Das Aufgebot gestaltet sich wie am Freitag, lediglich interessant ist die Frage, welche der beiden Torhüter im Kasten steht. Fängt Brenner oder Fießinger? Diese Personalie wird sich unmittelbar vor Anpfiff entscheiden.
Tickets für das Spiel gegen Sonthofen, das um 18.00 Uhr angepfiffen wird, gibt es online unter www.reservix.de sowie an den Abendkassen, die ab 16.30 Uhr ihre Pforten öffnen. Ab 17.00 Uhr erfolgt der Einlass in die komplette Donau-Arena. Alle Fans, die nicht ins Stadion kommen, haben wieder die Auswahl zwischen einer kostenfreien und einer kostenpflichtigen Möglichkeit, um hautnah am Geschehen dran zu sein: Unter www.evr-liveticker.de gibt es wie gewohnt einen Ticker zum Spiel. Außerdem kann für 4,50 € unter www.sprade.tv das Spiel im Livestream angesehen werden. Die Übertragung beginnt um 17.30 Uhr.
EHV Schönheide: Überraschung gegen Regensburg blieb aus(OLS) Der EHV Schönheide 09 muss weiter auf seinen ersten Heimsieg in dieser Saison warten. Trotz der Hoffnung, vielleicht einen Überraschungserfolg gegen den EV Regensburg landen zu können, war für die Wölfe am gestrigen Freitagabend gegen den amtierenden Meister letztendlich nichts zu holen. Nach ausgeglichenem Auftaktdrittel erhöhten die Gäste vor nur 291 Zuschauern im Wolfsbau im Mittelabschnitt deutlich die Schlagzahl und legten mit vier Toren den Grundstein für den am Ende verdienten 5:1 (0:0, 4:0, 1:1)-Auswärtssieg in Schönheide.
Im Vergleich zum Heimspiel in der Vorwoche gegen Deggendorf, zeigte der EHV 09 dieses Mal von Beginn an eine konzentrierte Leistung und konnte das Spiel gegen den Favoriten aus Regensburg mit Kampf und Einsatz weitestgehend ausgeglichen gestalten.
Doch fehlt den Wölfen in der aktuellen Phase einfach die nötige Konstanz, um den sich ausgedachten Spielplan über sechzig Minuten durchzuziehen. Mit dem 0:1 durch Regensburgs William Trew in der 25. Minute verlor der EHV 09 mehr und mehr seine Linie, während die Gäste nun deutlich die Schlagzahl erhöhten und auch ihr starkes Powerplay zu nutzen wussten, um durch zwei Überzahltreffer von Marco Habermann auf 3:0 (28./34.) zu erhöhen. Spätestens mit dem 4:0 durch Nikola Gajovsky in der 36. Minute war dann bereits die Vorentscheidung zu Gunsten des EV Regensburg gefallen, wonach es im Schlussdrittel für den EHV 09 nur noch darum ging, die sich anbahnende Niederlage in Grenzen zu halten. Dies gelang, da auch Regensburg im Schlussabschnitt den Druck etwas aus der Partie nahm und den klaren Vorsprung souverän über die Zeit spielte. Zwei Tore sollten trotzdem noch fallen. Nach dem 5:0 durch Kevin Schmitt für die Donau-Städter, war es Stephan Trolda, welcher drei Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt setzte und mit dem 1:5 wenigstens noch den Ehrentreffer für die Wölfe erzielte.
Crocodiles Hamburg weiter im Höhenflug, 7:4 Sieg bei den Hannover Scorpions (2:2/3:2/2:0) !(OLN) Der Siegeszug der Crocodiles hält an. Gestern Abend konnte der fünfte 3 Punkte Sieg in Folge gefeiert werden. In einem umkämpften Spiel verließen die Hamburger am Ende das Eis der Hannover Scorpions als verdienter Sieger und konnten somit ihre Auswärtsbilanz auf 6 Siege ausbauen. Mit nunmehr 32 Punkten in 14 Spielen und Tabellenplatz 3 haben sich die Crocodiles endgültig als Spitzenteam der Oberliga Nord etabliert. Der Vorsprung auf Platz 9 beträgt nun schon 12 Punkte. Trotzdem darf man sich nicht in Sicherheit wiegen, denn die TOP-Teams in der oberen Tabellenhälfte sind alle nicht weit voneinander entfernt und ein, zwei Niederlagen können bereits schwer wiegen.
Vor 867 Zuschauern, darunter wieder viele mitgereiste Crocodiles-Fans, begann das Spiel mit einem offenen Schlagaustausch und wie so häufig, ging der Gegner in Führung. Bereits nach 3:17 musste Croco-Goalie Kai Kristian den Puck aus dem Tor holen. Aber die Crocodiles 2016/17 haben Charakter und lassen sich durch Rückschläge nicht aufhalten. Neuzugang André Gerartz, der heute den Platz des verletzten Mo Israel in der ersten Sturmreihe einnahm, konnte nach gespielten 8:42 seinen ersten Treffer im Dress der Krokodile erzielen. Der Treffer war kurios, sprang doch der Puck etwas merkwürdig von der Hintertorbande auf die Kelle unserer Nummer 89. Moritz Israel und auch dem weiter verletzten TIm Marek möchten wir an dieser Stelle beste Genesungswünsche mit auf den Weg geben. Nur 21 Sekunden später legten die Hamburger nach, Tobi Bruns zum 2:1. Leider mussten die Crocodiles ein paar Minuten später dann doch noch den Ausgleich hinnehmen, als die Scorpions ihr zweites Überzahlspiel in diesem Drittel nutzen konnten (Strafe Tillert). Die größte Chance, doch noch mit einer Führung in die Pause gehen zu können, vergab dann Croco Gerartz, der einen Penalty zwar am Scorpions Goalie Lala vorbei brachte, aber dann unglücklich am Pfosten scheiterte.
Das zweite Drittel war dann geprägt von einigen Strafzeiten, fast im Minutentakt. Kyle Decoste brachte Hannover bereits nach 40 Sekunden in Front, aber unsere erste Reihe, in Person von Josh Mitchell konnte in Überzahl ausgleichen, 3:3. Gut zwei Minuten später, wieder die Scorpions in Überzahl zum 4:3. Dann kamen die Minuten von Brad McGowan, der nach 14:05 erst ausgleichen und exakt 4 Minuten später die 5:4 Drittelführung erzielten konnte.
Im dritten Drittel versuchten die Hannoveraner zwar noch Einiges, scheiterten aber immer wieder an dem starken Kai Kristian. Als Hannover dann in der 12. Mintue eine erneute Strafe erhielt, ließ sich Tore-Krokodile McGowan nicht lange bitten und schoss die Crocodiles erstmals mit 2 Toren in Front. Eine weitere Strafzeit für Tobi Bruns überstanden die Bartkevics-Männer gekonnt. Als den Scorpions dann kurz vor Schluss den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, konnte André Gerartz einen Angriff abfangen und schoss den Puck in das stachellose Skorpionen-Tor. Endstand 7:4, gwonnen! Wieder eine kämpferisch starke Partie, die die Crocodiles für sich entscheiden konnten. Nun kommen morgen, am Sonntag 20.11., 19:00Uhr, die Black Dragons aus Erfurt in Eisland. In der Tabelle zwar deutlich hinter den Crocodiles liegend, sind die Drachen aber ein unberechenbarer und gefährlicher Gegner, der am Freitagabend immerhin die favorisierten Tilburg Trappers mit einer Niederlage zurück nach Holland schicken konnte. Das wird wieder ein Stück harte Arbeit werden. Um weiter in Richtung Playoffs zu marschieren, wäre ein weiterer Heimsieg wichtig. Noch sind Stehplatzkarten für dieses schwere Spiel zu haben (Homepage/Ticketshop - oder an der Abendkasse). Auf geht's Crocodiles !
Starke Buchloer stoppen Moosburger Lauf - ESV gewinnt beim EVM in torreicher Partie mit 8:4(BYL) Die Buchloer Piraten bleiben weiter eine einzige Wundertüte! Doch beim Auswärtsspiel am Freitagabend beim Tabellenfünften in Moosburg zeigten die Gennachstädter dabei wieder einmal ihr gutes Gesicht und holten sich am Ende einen auch in der Höhe verdienten 8:4 (4:2, 1:0, 3:2) Erfolg. Die Gastgeber mussten dagegen nach zuletzt sechs Siegen in den letzten sieben Spielen erstmals wieder als Verlierer vom Eis. Vor dem abschließenden Hinrundenspiel am Sonntag zu Hause gegen Peißenberg (17 Uhr) klettern die Freibeuter somit auf Rang sechs und bescherten ihrem Trainer Topias Dollhofer einen Tag vor seinem Geburtstag ein vorgezogenes Geschenk.
Denn schon im Auftaktdrittel legten die Pirates einen richtig starken und engagierten Auftritt hin und das obwohl man mit nur 15 Feldspielern gleich fünf Akteure weniger aufbieten konnte als der Gegner. Doch die Anfangsphase gehörte klar dem ESV, der jedoch trotz einiger aussichtsreicher Abschlüsse kein zählbares Kapital daraus schlagen konnte. Erst als Oliver Braun mit einem genialen Zuspiel Christopher Götz vor dem Tor bediente, klingelte es das erste Mal im Kasten des EVM (8.). Alexander Krafczyk hätte die Führung gleich darauf sogar ausbauen können, doch er brachte die Scheibe im eigentlich schon leeren Tor nicht unter. Stattdessen nutzten die Hausherren nach einem individuellen Fehler in der Abwehr dies durch Patrice Dlugos sofort eiskalt zum 1:1 aus (13.). Großartig geschockt zeigten sich die ESV´ler aber nicht, da der nach langer Verletzungspause zurückgekehrte Mathias Strodel die Buchloer dreieinhalb Minuten später bereits wieder in Front brachte. Allerdings hatten die Moosburger auch darauf die passende Antwort. Daniel Schander überwand den chancenlosen Alexander Reichelmeir im ESV-Gehäuse nach einem cleveren Pass von Josef Kankovsky zum neuerlichen Ausgleich (18.). Aber das sollte es in diesem abwechslungsreichen Abschnitt immer noch nicht gewesen sein. Zunächst blieb Christoph Heckelsmüller alleine vor EVM-Keeper Bernhard Eggendinger-Hölzl cool, nachdem Marc Weigant zuvor schlitzohrig die Scheibe geklaut hatte (19.). Und der bestens aufgelegte Markus Vaitl stellte den Spielstand in unnachahmlicher Art noch vor der Pause mit einem Schuss in den Winkel gar auf 4:2. Vorbereiter war hier übrigens kurioserweise Tormann Alexander Reichelmeir.
Auch der Mittelabschnitt begann nahezu optimal für die Rot-Weißen. Nach 54 Sekunden war es erneut Vaitl, der mit einem verdeckten Schlenzer zum 5:2 traf. Danach beruhigte sich das Geschehen auf dem Eis etwas, wobei das faire und muntere Spiel weiter sehr ansehnlich blieb. Tore sollten aber in diesem Abschnitt keine mehr fallen, auch wenn die Gastgeber gegen Ende des Drittels - auch bedingt durch ein Überzahlspiel - etwas druckvoller wurden. Schlussmann Alexander Reichelmeir blieb jedoch stets Herr der Lage.
Mit zwei schnellen Toren im finalen Durchgang schien die Partie dann endgültig bereits vorzeitig zu Gunsten der Piraten entschieden. Zunächst hatte Oliver Braun auf Pass von Jungstürmer Marco Göttle zum 6:2 getroffen, wobei der Torwart sich diesen Puck förmlich selbst in die Maschen gelegt hatte (42.). Und nachdem Kapitän Christopher Lerchner 50 Sekunden später, wunderbar angespielt von Christopher Götz, mutterseelenallein auch noch zum 7:2 einnetzte, hatte der Moosburger Torwart genug. Für ihn kam anschließend Severin Cesak zwischen die Pfosten. Und tatsächlich bekamen die Dreirosenstädter nun scheinbar die zweite Luft, während diese den Pirates verständlicherweise etwas auszugehen schien. So konnten Bastian Krämmer und Kevin Steiger in Überzahl die Moosburger wieder auf 7:4 heranbringen (51./57.). Doch mehr ließen die aufopferungsvoll kämpfenden Freibeuter letztlich nicht mehr zu. Ganz im Gegenteil: Begünstigt durch eine Moosburger Strafzeit machte Christoph Heckelsmüller im Powerplay mit dem 8:4 endgültig den Deckel drauf (58.).
Mit ihrem dritten Auswärtssieg in dieser Spielzeit durchbrachen die Buchloer damit nicht nur den beeindruckenden Lauf der Moosburger, die zuletzt mit überraschenden Heimsiegen unter anderem über Memmingen und Landsberg für Aufsehen gesorgt hatten, sondern überholten die nun punktgleichen Oberbayern auch in der Tabelle.
ESC Geretsried: Bruchlandung in Landsberg(BYL) Mit vielen guten Vorsätzen reiste der ESC am Freitag nach Landsberg aber nach einem desaströsen
ersten Drittel war das Spiel bereits entschieden, der HC Landsberg gewinnt letztlich 7:0.
Zehn Schüsse, fünf Gegentore. Die Rats wurden in der ersten Viertelstunde bei ihrem Auswärtsspiel in
Landsberg förmlich durch den Fleischwolf gedreht. Dabei hatte es gar nicht so schlecht begonnen, bei
zwei Überzahlspielen gleich zu Beginn war HCL-Torwart Schedlbauer gefordert, Horvath konnte die
beste Möglichkeit aber leider nicht im Kasten unterbringen. Das Unheil nahm dann mit dem ersten
Torschuss der Riverkings seinen Lauf, Curmann erzielte das 1:0 durch einen nicht unhaltbaren
Schlagschuss kurz nach der blauen Linie. Bei dem zweiten Gegentreffer verlor man wieder mal die
Scheibe in der Vorwärtsbewegung. Begünstigt durch zahlreiche individuelle Fehler der Rats schraubte
Landsberg die Anzeigetafel in nur 13. Minuten auf 5:0. Die Riverkings brutal effektiv, die Rats das
Gegenteil. Es waren durchaus Einschussmöglichkeiten vorhanden, aber die Chancenverwertung aus
Geretsrieder Sicht war genau wie das Defensivverhalten mangelhaft.
Im zweiten Drittel änderten sich zwei Dinge grundlegend: die Landsberger Effizienz und das
Defensivverhalten der Rats. Die Riverkings hatten zwar weiterhin gute Chancen aber wie die Abwehr,
stabilisierte auch Meiky Iszovics sich zusehends. Was jedoch absolut gleichgeblieben ist, war das
Trauerspiel vor dem Kasten der Landsberger. Köhler, Meierl, Horvath, Fuchs... die Liste ist lang aber
eine Reihe allerbeste Möglichkeiten blieben ungenutzt, Schedlbauer hatte zudem einen Sahnetag
erwischt. Freilich schalteten die Hausherren mit dem beruhigenden Vorsprung einen Gang zurück aber
den Männern vom ESC konnte man keine fehlende Moral vorwerfen.
Im letzten Drittel drückte Landsberg dann wieder mehr aufs Gaspedal und schenkte den Rats noch
Treffer 6 und 7 ein. Symptomatisch für die Partie verschoss Kapitän Andi Dornbach wenige Sekunden
vor dem Ende noch einen Penalty, Schedlbauer durfte sich über einen wohlverdienten Shutout freuen.
Fazit: Nach dem kollektiven Blackout im ersten Drittel war die Messe gelesen. Die Rats kämpften jedoch
weiter aber mit so einer Chancenverwertung gewinnt man keinen Blumentopf. Am Sonntag wird es nicht
einfacher, wenn mit dem ECDC Memmingen ein weiteres Topteam den Sieg gegen die Rats bereits
fest eingeplant hat.
Am Ende schwanden die Kräfte: ECDC Memmingen unterliegt dem Spitzenreiter in der Overtime(BYL) Eine tolle kämpferische Leistung und große Kulisse von fast 2500 Zuschauern reichte am Ende nicht ganz aus, um den Spitzenreiter zu besiegen. Die Indians unterlagen Miesbach am Ende knapp mit 3:4 nach Verlängerung. Die Tore für den ECDC Memmingen erzielten Lukas Varecha, Jan Benda und Daniel Huhn.
Zum Spitzenspiel der Bayrischen-Eishockeyliga und zum zweiten „ECDC-Blaulichttag“ mussten die Indianer weiterhin auf Tim Tenschert und die angeschlagenen Sven Schirrmacher sowie auch Phillip Stalla in der Abwehr verzichten. Dennoch sah man einen konzentrierten Start seitens der GEFRO-Indians, in welchem Antti-Jussi Miettinen und Lukas Varecha die besten Möglichkeiten in den Anfangsminuten hatten.
Bereits in der sechsten Spielminute erzielte dann Torjäger Lukas Varecha das 1:0, nachdem er zuvor die komplette Miesbacher Abwehr in sensationeller Manier ausgespielt hatte. Der ECDC übte weiterhin Druck auf das Tor der Gäste aus und kam durch die Schüsse von Weigant und Hermann zu weiteren guten Möglichkeiten die Führung auszubauen. Im Gegenzug musste Indians-Goalie Joey Vollmer sein Können gegen Miesbachs Angriffsreihen unter Beweis stellen, vereitelte jedoch alle Annäherungen auf sein Tor. In den Schlussminuten des ersten Drittels hatten Miettinen und Huhn noch einmal zwei gute Chancen, aus welchen jedoch kein Kapital erzielt werden konnte. Rundum gelang den Indianern aber eine dominante und konzentrierte Leistung in den ersten zwanzig Minuten.
Im zweiten Drittel knüpften die Indians an die Leistung vor der Pause an und hatten in der Folge eine gute Gelegenheit durch Jan Benda, der im Nachschuss nur knapp über die Latte zielte (23.Minute). Doch ein paar Minuten später war es dann abermals der Memminger Kapitän, der in Überzahl das 2:0 markierte und die Scheibe von der blauen Linie ins Tor der Gäste hämmerte (28.Minute). Auch Martin Jainz hatte nach seiner abgesessenen Strafe die Möglichkeit die Führung zu erhöhen, doch er scheiterte am starken Miesbacher Torwart. Die Gäste kamen nun mit jeder Minute besser in die Partie, noch vor Ende des zweiten Drittels konnten sie dann durch ihren Kontingentspieler Jan Trojan den Anschlusstreffer erzielen und stellten so auf den Pausenstand von 1:2 aus Sicht der Oberbayern.
Das letzte Drittel, das die Indians zunächst in Überzahl angingen, eröffnete dem TEV Miesbach endgültig den Weg ins Spiel zu finden, denn den Indians schwanden zunehmend die Kräfte. In der 45.Minute fiel der Ausgleich durch Miesbachs Rizzo und die 2500 Zuschauer durften sich auf eine spannende Schlussphase einstellen. Doch der nächste Treffer gelang dann wieder den Hausherren: Daniel Huhn besorgte die Führung für die Indianer (48.Minute), welche getrost in die Kategorie der Kuriositäten eingeordnet werden konnte. Nach dem Schlagschuss von Huhn prallte die Scheibe von der Bande zurück und fiel vom Rücken des Miesbacher Torwarts aus in das Tor der Gäste.
Dennoch ließ der angereiste Spitzenreiter nicht aus der Fassung bringen und antwortete durch Rizzo, der in der 51.Minute zum zweiten Mal an diesem Abend Joey Vollmer überwinden konnte. Auch wenn die Truppe von Coach Waldemar Dietrich in den letzten Minuten alle noch vorhandenen Kräfte mobilisierte, gelang den Gastgebern kein Treffer mehr und es ging in die Verlängerung.
Im neuen Overtime-Modus, in welchem nun mit je drei Feldspielern agiert wird, musste Antti Miettinen zunächst auf die Strafbank. Die völlig entkräfteten Indianer überstanden diese schadlos, mussten aber in der 65.Minute den Gegentreffer durch Müller hinnehmen. Die Miesbacher, die sich somit den Extrapunkt sicherten, bleiben damit weiterhin an der Tabellenspitze der BEL. Die Indians betrieben starke Eigenwerbung und werden bereits am nächsten Freitag wieder am heimischen Hühnerberg antreten, Gegner zum Rückrundenauftakt ist dann der EC Pfaffenhofen.
TEV Miesbach siegt in der Verlängerung im Memminger Hexenkessel(BYL) Ein Spitzenspiel, das seinem Namen alle Ehre machte, bekamen die knapp 2.500 Zuschauer, unter denen auch rund 50 Miesbacher Fans waren, gestern Abend am Hühnerberg zu sehen. Am Ende siegte der TEV in der Verlängerung mit 3:4 und baute damit seine Tabellenführung gegenüber Memmingen und Dorfen, die punktgleich auf den Plätzen zwei und drei liegen, auf fünf Punkte aus.
Nach kurzem Abtasten und etwas nervösem Beginn beider Mannschaften, versuchten die Indians das Spiel in die Hand zu nehmen. Der TEV stand zunächst tief gestaffelt und war ganz klar auf Absicherung des eigenen Tores bedacht, setzte aber immer wieder gezielt Nadelstiche auf das Tor der Hausherren. Dabei fanden die Miesbacher zunächst aber immer wieder ihren Meister in dem von Jochen Vollmer gehüteten Tor. Nach einem Miesbacher Fehlpass in der gegnerischen Zone setzte sich Lukas Varecha mühelos gegen zwei Gästeverteidiger durch und überwand per Rückhandschuss TEV-Goalie Timon Ewert zum 1:0 (6.). Waren die Fans der Indians zunächst noch sehr verhalten, tobte die Halle nun erstmalig so richtig. Die Maustädter kamen nun etwas besser ins Spiel und die Kreisstädter hatten viel Mühe einen weiteren Treffer der Indians zu verhindern. Mitte des ersten Drittels hatte der TEV bei eigener Unterzahl eine riesen Chance auf den Ausgleich, konnte diese aber nicht nutzen. Danach hatten die Kreisstädter noch zwei gute Gelegenheiten bei eigener numerischer Überlegenheit durch Jan Trojan per Direktabnahme von links und Stephan Stiebinger mit einem verdeckten Handgelenkschuss aus dem Slot heraus. Doch beide Male war der Indians-Goalie zur Stelle. So ging es beim Stande von 1:0 zum ersten Pausentee. Obwohl die Indians in den ersten 20 Minuten die spielbestimmende Mannschaft waren, hätten sie sich nicht beklagen dürfen, wenn die Miesbacher den Ausgleich erzielt hätten.
Im Mitteldrittel kamen die Miesbacher mit viel Tempo aus der Kabine und es brannte zwei-, dreimal lichterloh vor dem Tor der Hausherren. Doch nach gut zwei Minuten war der Spuk aus Memminger Sicht vorbei und sie übernahmen fortan selbst das Kommando. Binnen weniger Sekunden vergaben die Hausherren gleich zwei Riesenchancen als sie zweimal allein auf das Miesbacher Tor zufuhren, aber beide Male an Ewert scheiterten. In der 29. Minute wurden die Bemühungen der Maustädter dann belohnt, als Jan Benda in Überzahl mit einem gezielten Schuss ins untere linke Toreck auf 2:0 erhöhte. Die Halle tobte nun vollends. Nur drei Minuten nach dem zweiten Treffer hatte Martin Jainz, von der Strafbank kommend, die Riesenchance das Ergebnis für die Seinen in die Höhe zu schrauben, machte aber nichts daraus. Ebenso ging es kurz darauf zwei seiner Mitstreiter, die in aussichtsreicher Position das Tor des TEV knapp verfehlten. Die TEVler bewiesen in dieser Phase gegen den besten Angriff der Liga eindrucksvoll, warum sie bislang so wenige Gegentore kassiert hatten. Gut vier Minuten vor der zweiten Pause wurde es dann wieder merklich ruhiger im Memminger Hexenkessel. Grund dafür war der 2:1-Anschlusstreffer (36.). Jan Trojan hatte die Hartgummischeibe im Nachschuss im Memminger Tor untergebrachte. Den TEV-Fans lag kurz vor Ende des Mitteldrittels der Torschrei schon auf den Lippen, doch ein in eigener Unterzahl schnell vorgetragener Konter führte nicht zum erhofften Erfolg. Gemessen an den Spielanteilen und an den Torgelegenheiten ging auch das zweite Drittel an die Hausherren. Die TEVler machten den Anschlusstreffer aber genau zum richtigen Zeitpunkt, als der ECDC drauf und dran war den dritten Treffer zu erzielen.
Im letzten Spielabschnitt ging den Hausherren, die im Gegensatz zum TEV mit drei und nicht mit vier Reihen agierten, scheinbar etwas die Puste aus und die Miesbacher übernahmen beinahe vollends das Spielgeschehen. Konsequenterweise fiel dann schon bald nach einer guten Druckphase des TEV der Ausgleich. Stefano Rizzo hatte per Rückhandschuss durch die Beine von Vollmer zum 2:2 getroffen (45.). Doch die Indians schlugen postwendend zurück und gingen erneut in Führung. Daniel Huhn reagierte bei einer 4:3-Überzahlsituation am schnellsten und verwertete den von der Bande hinter dem Miesbacher Tor zurückprallenden Puck zum 3:2 (48.). Doch auch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Stefano Rizzo, der Spieler des Abends auf Miesbacher Seite, markierte mit einem genialen Handgelenkschuss aus halblinker Position in den Winkel das 3:3 (51.). Ein Tor der Marke „zum Zunge schnalzen“! Eine halbe Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte dann noch Miesbachs Benjamin Frank den Siegtreffer auf dem Schläger, verzog aber knapp. Und beinahe im direkten Gegenzug ließen auch die Hausherren die Chance auf den Siegtreffer ungenutzt.
Mit einem alles in allem gerechten 3:3 ging es somit in die Verlängerung eines hochklassigen Bayernliga Eishockeyspiels. Hier hatten die Miesbacher die Möglichkeit in Überzahl die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizuführen. Sie konnten aber auch diese numerische Überlegenheit nicht nutzen. So kam es kurz vor Schluss zum großen Auftritt von TEV-Verteidiger René Müller, der auf Rechtsaußenposition zunächst einen gegnerischen Abwehrspieler austanzte, dann Vollmer im Tor der Indians versetzte und flach zum 3:4-Siegtreffer für sein Team einschob (65.).
Am Sonntag empfangen die Kreisstädter um 18.00 Uhr den EV Moosburg, der durch die überraschende Heimniederlage gegen Buchloe, sicherlich hoch motiviert ist, in der Kreisstadt zu punkten. Das Team von Simon Steiner will mit einem Heimsieg die Verfolger weiter auf Distanz halten und auch das siebte Spiel in Folge zuhause gewinnen.
4:8 - Buchloe zeigt dem EV Moosburg seine Grenzen auf(BYL) Deutlicher Dämpfer für Moosburgs Eishockeyspieler: Nach zuletzt überragenden Heim-Vorstellungen gegen die Top-Clubs Landsberg und Memmingen stolperte man nun gegen einen Tabellennachbarn. 4:8 (2:4, 0:1, 2:3) hieß es am Ende gegen einen cleveren ESV Buchloe.
Dabei hatten sich die Grün-Gelben diese Heimpleite in erster Linie selber zuzuschreiben: „Acht Gegentore in einem Heimspiel sind natürlich viel zu viel“, bilanzierte nach der Partie EVM-Coach Petr Kankovsky. „Das ging schon mit den vier Treffern im ersten Drittel los.“ Wobei seine Schützlinge damit noch gut bedient waren. Die Gäste waren in den ersten 20 Minuten das klar bessere Team und hätten auch noch öfter treffen können. Vom EVM kam bis auf die beiden zwischenzeitlichen Ausgleichstore durch Patrice Dlugos (nach einem Abwehrpatzer) und Daniel Schander (nach schönem Zuspiel von Kankovsy und Feistl) nicht viel. Wo man noch in der Vorwoche den Memmingern mit Kampf und Einsatz den Zahn frühzeitig gezogen hatte, verließ man sich diesmal auf vermeintliche spielerische Klasse – das war zu wenig. Hinzu kamen böse Patzer im Defensivverhalten, die die Buchloer gnadenlos bestraften.
Im zweiten Drittel – Kankovsky hatte inzwischen von vier auf drei Blöcke umgestellt - schien der EVM besser ins Spiel zu kommen. Nur blöd, dass es da bereits nach 54 Sekunden 2:5 stand. Immerhin bemühten sich die Gastgeber jetzt, konnten in einigen Szenen andeuten, warum sie sechs der vorangegangenen sieben Spiele gewonnen hatten.
Letzte Hoffnungen auf eine Wende wurden bereits in den ersten zwei Minuten des Schlussabschnitts erstickt: Buchloe erhöhte innerhalb von 50 Sekunden auf 2:7. Jetzt hatte auch Bernhard Eggerdinger-Hölzl im Moosburger Kasten genug und machte Platz für Severin Cesak. Der sah immerhin, dass seine Vorderleute nicht aufgaben. Buchloe musste seinem hohen Tempo Tribut zollen, der EVM setzte sich nun im gegnerischen Drittel regelrecht fest. Bastian Krämmers erfolgreiche Eistanz-Einlage (51.) und ein schön abgeschlossenes Powerplay durch Kevin Steiger (57.) blieben jedoch die einzigen Erfolgserlebnisse in der Schlussphase. Und bevor noch so etwas wie Spannung aufkommen konnte, nutzten die „Pirates“ ihrerseits eine Überzahl zum 4:8-Endstand.
Debakel in Erding - Pfaffenhofen IceHogs gehen mit 0:13 unter(BYL) Ein Debakel erlebte der EC Pfaffenhofen am Freitag in seinem Auswärtsspiel beim TSV Erding. Boten die Pfaffenhofener am Sonntag vor einer Woche trotz der Heimniederlage gegen Peißenberg noch eine sehr ansprechende Vorstellung, ließen sie in Erding nahezu fast alles vermissen, was sie gegen Peißenberg noch ausgezeichnet hatte und gingen so beim 13:0 (6:0, 3:0; 4:0) für die Gastgeber sang- und klanglos unter.
Beim Spiel in Erding kam deutlich zum Ausdruck, dass die IceHogs im derzeitigen Zustand in der Liga nicht mithalten können. Nachdem das Team seit Wochen aufgrund der vielen Langzeitausfälle immer nur mit einem Rumpfkader antreten konnte und inzwischen auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch daherkommt, hat jetzt auch noch eine Krankheitswelle in der Kabine Einzug gehalten. So musste Kapitän Patrick Landstorfer in Erding passen, während Spieler wie Michael Pfab oder Fabian Eder praktisch direkt vom Krankenbett auf das Eis zurückgekehrt waren. Dazu fehlte auch noch der gesperrte Michael Welter. Und die IceHogs trafen zu allem Überfluss auch noch auf einen hochmotivierten Gegner. Die Gladiators waren nach der Derbyniederlage gegen Dorfen, als sie im Schlussabschnitt eine 5:2 Führung noch verspielt hatten, nicht nur auf Wiedergutmachung aus, sondern wollten ihrem neuen Trainer auch einen optimalen Einstand bescheren. Thomas Vogl hatte erst am Donnerstag das nach der Trennung von Petr Vorisek vakante Amt übernommen und konnte sich gleich über einen Kantersieg freuen. Allerdings über einen Gegner, der nur in den Anfangsminuten einigermaßen Paroli bieten konnte und bei dem nach den ersten Gegentreffern sämtliche Dämme brachen. Bis zur achten Minute konnten sich die Schützlinge von Heinz Zerres der Angriffe der Hausherren erfolgreich erwehren und sogar selbst einige offensive Akzente setzen. Doch dann traf Erdings Kontingentspieler, der Tscheche David Michel nach einem Fehlpass in der ECP-Abwehr zum 1:0 für die Gastgeber. Schon nach dem 2:0 durch Christian Poetzel in der 10. Minute war die Frage nach dem Sieger eigentlich bereits beantwortet, weil sich die Gäste in der Folgezeit kaum aus der Umklammerung befreien konnten und bis zur Drittelpause noch vier weitere Gegentore hinnehmen mussten. Die Treffer drei bis sechs fielen dabei sogar innerhalb von nur drei Minuten. Zur Pause hatte Torhüter Thomas Mende dann genug und machte Platz für seinen Vertreter Patrick Weiner, der aber bis Mitte der Partie auch schon drei weitere Male hinter sich greifen musste. Wenn man der ganzen Partie etwas Positives aus ECP-Sicht abgewinnen will, dann vielleicht die Tatsache, dass man zwischen der 29. und 45. Minute immerhin 16 Minuten lang ohne Gegentreffer blieb. Schließlich machte es Ferdinand Zink zweistellig und bis zur Schlusssirene sorgten die Gastgeber noch drei weitere Male für Jubel unter ihren Fans. Auch wenn die Vorzeichen vor dieser Partie natürlich alles andere als positiv waren, darf man so nicht untergehen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Ausfälle die nächsten Wochen wieder zurückkehren und sich die Mannschaft bis zum Beginn der Abstiegsrunde fängt, denn sonst dürfte der Weg geradewegs in die Landesliga führen.
(BLL) Die Fahrt am Freitag zum EV Füssen traten die Nature Boyz mit nur 15 Feldspielern an, da einige mit Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen hatten. Auch mußten einige arbeitsbedingt auf die Reise ins Allgäu verzichten. Die ersatzgeschwächte Mannschaft machte dem Favoriten trotzdem das Leben sehr schwer und unterlag vor 605 Zuschauern mit 6:1 (3:1, 2:0, 1:0).
Mit dem ersten Bully setzten sich die Gastgeber im Forster Verteidigungsdrittel fest und zeigten eingespielte Kombinationen. Die Überlegenheit brachte den Gastgebern anfangs nichts Zählbares ein. Sehr großzügig gingen sie mit ihren Chancen um. Andreas Scholz hatte einiges zu tun, er zeigte wiederum die bereits gewohnte starke Leistung im Forster Tor. Die Defensive hielt bis zur 14. Spielminute, da erzielte Marius Keller den 1:0-Führungstreffer. Knapp zwei Minuten später folgte durch Andrej Naumann die 2:0-Führung. Wiederum knapp zwei Minuten später, in der 17. Spielminute erneut Marius Keller, der auf 3:0 erhöhte. Die Gäste waren viermal in Unterzahl geraten und hatten klasse verteidigt. Ein paar Chancen hatten sich die Nature Boyz erarbeitet, leider wurden diese nicht genutzt, bis auf die Aktion in der 20. Spielminute. Nach einem Angriff der Einheimischen schnappte sich Thomas Ptok die Scheibe, spielte den startenden Michael Krönauer an, der allein auf Torhüter Florian Glaswinkler zulief. Den Schuß konnte dieser nicht festhalten und ließ die Scheibe über die Linie fallen. Mit einem Pausenstand von 3:1 ging in die Pause.
Wer nun dachte, die Mannen um Trainer Robert Balzarek würden jetzt schön langsam einbrechen, sah sich gewaltig getäuscht. Alle Spieler kämpften um die Scheibe, brachten diese meist schnell aus der Gefahrenzone und konnten immer wieder vor dem Füssener Tor auftauchen. Die Schüsse waren jedoch nicht zwingend, vielmehr konterte Füssen mitte des zweiten Spieldrittel und erhöhte in der 29. Minute auf 4:1. Eric Nadeau brach auf der linken Seite durch und spielte den Torschützen Maximilan Schorer an, der die Scheibe aus kürzester Distanz über die Linie beförderte. Das vermeintliche Schlittschuhtor erwies sich nach der Betrachtung eines Videos im Internet der Gastgeber als reguläres Tor. Kurz darauf saßen zwei Füssener Spieler auf der Strafbank, die Gäste übten jetzt Druck auf das Tor aus, ein Treffer wollte wieder nicht gelingen. Thomas Ptok wurde aus so spitzem Winkel angespielt, dass er in das leere Tor trotzdem nicht traf, der Pfosten rettete für den geschlagenen Torhüter. Kurz vor Drittelende dann Überzahlspiel der Einheimischen, die in der 38. Minute mit einem Spieler mehr auf dem Spielfeld zum 5:1 erhöhen konnten, Andreas Schorer war der Torschütze.
Im letzten Spielabschnitt waren die Gastgeber wiederum überlegen, die Nature Boyz hielten dagegen. Jeder versuchte nochmals, alles zu geben und das Ergebnis zu verbessern. Einige klare Chancen konnten nicht genutzt werden. Zum Endstand von 6:1 traf in der 48. Minute Florian Simon. Trotz des Rückstandes wurde weiter gekämpft und somit weitere Gegentreffer verhindert. Auch eine doppelte Unterzahl bestand zur Freude des Forster Fanclubs die Mannschaft unbeschadet.
Kann die Mannschaft diese kämpferische Leistung im Spiel gegen den EV Bad Wörishofen am Sonntag wiederholen, sind die fehlenden Spieler wieder dabei, haben sie ein wenig Schussglück, steht einem Sieg nichts im Wege.
Stuttgart Rebels unterliegen ESC Hügelsheim mit 2:5(RLSW) Beim Heimspiel gegen den ESC Hügelsheim haben die Stuttgart Rebels eine Niederlage hinnehmen müssen. Mit 2:5 unterlagen die Stuttgarter den Baden Rhinos, die beiden Stuttgarter Tore erzielten hierbei Tim Becker sowie Eric Strieska.
Rebels-Coach Philipp Hodul zeigte sich nach dem Spiel unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft. „Wir können definitiv mehr“, so das Statement des Trainers zu diesem Spiel.
Das nächste Spiel der Rebels ist nun die Auswärtsbegegnung gegen den EHC Zweibrücken am 27. November 2016. (jb)
Diez-Limburg Rockets landen unsanft in Neuss(RLW) Schlappe für die Rockets in Neuss: Die EG Diez-Limburg kam beim Tabellenvierten der Regionalliga West unter die Räder und musste sich am Ende auch in der Höhe verdient mit 3:7 (1:3, 0:4, 2:0) geschlagen geben. Müde Gäste waren nur in den ersten zehn Minuten in der Lage, dem stark aufspielenden NEV Paroli zu bieten.
Im Sturm musste Weißgerber umstellen, es galt Routinier Konstantin Firsanov zu ersetzen. Diese Rolle übernahm Andreas Wichterich derart überzeugend, dass er Diez-Limburg prompt in der sechsten Minute in Führung schoss. Doch wenn Verteidiger Wichterich stürmt, dann fehlt mit ihm eine wichtige Stütze in der Abwehr. Dennoch durften die Gäste die Partie nicht schon so früh derart leicht wegschenken: Holger Schrills (10., 20.) und Balazs-Szabolcs Peter (17.) brachten Neuss mit 3:1 in Führung.
Das zweite Drittel sollte dann eines der schwächsten im bisherigen Saisonverlauf werden: Offensiv fehlten die Ideen, lief man sich immer wieder an der kompakten NEV-Verteidigung und Keeper Ken Passmann die Nase blutig. Und hinten hatte man den körperlich robusten und schnellen Angriffen kaum etwas entgegen zu setzen. Peter (21., 38.), Sascha-Andreas Drehmann (31.) und Francesco Lahmer (36.) erhöhten auf 7:1 und entschieden damit die Partie schon früh zugunsten der Gastgeber.
Im letzten Abschnitt zeigte die EGDL in einem äußerst fairen Spiel mit insgesamt nur drei kleinen Strafen noch einmal eine ansprechende Leistung, die Mut macht für die kommenden Aufgaben. Allerdings ließ der NEV es auch zu, konzentrierte sich in den finalen 20 Spielminuten vermutlich darauf, das Ergebnis zu verwalten. Daniel Krieger (55.) und Martin Homola (58.) entschieden dieses Drittel mit 2:0 für die Rockets und verkürzten noch auf 3:7. „Wir hatten uns für das letzte Drittel vorgenommen, uns hier noch einmal vernünftig zu präsentieren“, sagte EGDL-Kapitän Marco Herbel. „Ich denke, dass ist uns gelungen, nachdem wir zuvor zum Teil völlig die Ordnung verloren hatten. Das hat zu den vielen Gegentoren geführt. Obendrein haben wir offensiv viel zu viele Chancen ungenutzt gelassen - auch im letzten Drittel. Das Spiel hätte locker auch 5:7 ausgehen können, aber gedreht hätten wir ein solches Spiel gegen diesen Gegner heute Abend ganz sicher nicht mehr.“
Am Sonntag steht für die Rockets die nächste Auswärtsaufgabe an. Der Regionalligist reist dann im Hessenpokal zum Hessenligisten Darmstadt Dukes. Die Partie beginnt um 18.45 Uhr.
Ice Dragons Herford starten mit Arbeitssieg gegen Grefrath ins Wochenende (RLW) Vor knapp 650 Zuschauern in der Eishalle „Im kleinen Felde“ konnten die Ice Dragons gegen Grefrath ihren vierten Heimsieg feiern und in der Tabelle einen Platz nach oben klettern. Jedoch taten sie sich gegen die Gäste schwer, mussten bis zur letzten Sekunde zittern, ehe der befreiende Jubel über den 5:4 Heimsieg durchs Stadion hallte.
Ohne den verletzten Philipp Brinkmann, den gesperrten Aric Schinke und den erkrankten Leon Nasebandt musste Coach Jeff Job mal wieder seine Reihen umstellen, Nils Bohle stellte sich nach Erkrankung zwar in den Dienst der Mannschaft, man sah ihm aber an, dass er noch nicht wieder bei voller Leistungsstärke war. Dennoch erarbeiten sich die Ice Dragons nach kurzer Anlaufphase immer mehr die Feldüberlegenheit, nahmen mehr und mehr das Tor von Oliver Nilges unter Beschuss. Einzig die Genauigkeit im Abschluss fehlte. Erst in der 13. Minute fand die Scheibe endlich ihren Weg ins Tor. Nach Vorarbeit von Timo Becker und Tim Schürstedt, der diesen Assist auf dem Spielberichtsbogen leider nicht gutgeschrieben bekam, war Routinier Dennis Schmunk zur Stelle und hämmerte die Scheibe aus kurzer Distanz in die Maschen. Gut 90 Sekunden später stand es auch schon 2:0. Mit einem schönen Kombinationsspiel hatten Dennis Schmunk, Alexander Lindt und Jan-Niklas Linnenbrügger die Gästedefensive aus den Angeln gehoben, am Ende kam dann ein Querpass von Lindt vors Tor, den Linnenbrügger zwar erst verpasste, die Scheibe dann aber noch aufnehmen und mit der Rückhand an Nilges vorbei ins Tor schieben konnte. Nun lief eigentlich alles nach Plan, das Team von Jeff Job hatte die Partie im Griff. Doch 46 Sekunden Unachtsamkeit der Ice Dragons reichten den Gästen aus, um das Spiel überraschend auszugleichen. Erst räumten die Ice Dragons in der 16. Minute nicht energisch genug vor Lars Morawitz auf, so dass dieser zwar mit mehreren tollen Paraden glänzen konnte, dann aber beim Nachschuss durch Lukas Bisel Chancenlos war. Dann war auf einmal, es lief immer noch die 16. Minute, Andreas Bergmann frei durch, zog in Höhe des Bullypunktes ab und hämmerte die Scheibe mit einem Sonntagsschuss unhaltbar für Morawitz in den Winkel. Doch die Ice Dragons ließen sich nicht von Ihrer Marschroute abbringen, marschierten weiter Richtung Gästetor. Da es bei 5 gegen 5 nicht klappen wollte, musste dann ein Powerplay helfen. Und es half! Nach Vorarbeit von Fabian Staudt und Donatas Vitte war Lucas Klein in der 19. Minute zur Stelle und stellte den 3:2 Pausenstand her.
Das zweite Drittel eröffneten wieder die Ice Dragons. Es lief die 23. Minute, als Jan-Niklas Linnenbrügger einen Grefrather Pass abfing, zwei schnelle Schritte ins Drittel der Gäste machte und mit einem satten Schlagschuss abzog, um dann sofort jubelnd abzudrehen, die Ice Dragons führten erneut mit 2 Toren. In der Folge setzten sich die HEV Cracks immer mehr in der Verteidigungszone der Gäste fest, konnten die Scheibe aber trotz bester Chancen nicht im Tor unterbringen. So kam dann in der 34. Minute erneut die kalte Dusche. Eine versprungene Scheibe an der blauen Linie, ein Stolperer und plötzlich war Andre Schroll auf und davon. Zum Schuss kam er zwar dank des klugen Stellungsspiels von Lars Morawitz nicht, legte die Scheibe aber clever zurück auf Roby Haazen, der keine Mühe hatte, das Spielgerät zum 4:3 in die Maschen zu drücken. Dieser Treffer gab den Gästen wieder Auftrieb, sie kämpften sich zurück ins Spiel und hielten die Partie nun offen, auch wenn die Ice Dragons weiter optisch überlegen wirkten. Da beide Goalies keine weiteren Schüsse mehr passieren ließen, ging es mit diesem 4:3 in die zweite Pause.
Im letzten Drittel dann wurden die Ice Dragons mit jeder verpassten Chance nervöser, spielten so den Routiniers im Kader der Gäste immer mehr in die Karten. Während die Gäste nun auf ihre Chance lauerten, versuchten die Ice Dragons, das Spiel aus der Defensive zu kontrollieren, arbeiteten hart um Lars Morawitz zu unterstützen. Als dann in der 57. Minute Alexander Lindt von Dennis Schmunk und Jan-Niklas Linnenbrügger auf die Reise geschickt wurde und seinen Alleingang mit einem Schlenzer in den Winkel vergoldete, konnte man das kollektive Aufatmen auf der Tribüne hören. Doch noch gaben sich die Gäste nicht auf! Nach einem unerlaubten Weitschuss gab es Bully in der Herforder Zone, die Gäste gewannen das Bully, die Scheibe kam zu Jerome Baum und der schoss in der 59. Minute durch das Gewühl vorm Herforder Tor zum 5:4 ein. Jetzt setzte Gästecoach Karel Lang alles auf eine Karte, nahm seinen Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Grefrath machte mächtig Druck, doch die Ice Dragons warfen sich mutig in die Schusswege und Lars Morawitz hielt jede Scheibe fest, die auf sein Tor kam. So lief die Zeit herunter und am Ende konnten sich die Ice Dragons über 3 Punkte freuen.
Coach Jeff Job war zwar am Ende mit den 3 Punkten zufrieden, haderte aber mit der Chancenverwertung: „Das Spiel hätten wir in den ersten beiden Dritteln klar entscheiden müssen, aber wir haben aus unseren vielen Torchancen nichts gemacht, zu oft am leeren Tor vorbeigeschossen!“
Ratinger Ice Aliens besiegen die „jungen Wilden“ in Dortmund!(RLW) Im letzten Drittel hatte diese Begegnung noch einen unerwarteten Spannungsbogen, weil sich die Ratinger Ice Aliens aus der Ruhe bringen ließen und die bis dahin ausgeübte Spielkontrolle zeitweilig aufgaben. Über zwei Drittel dominierten die Außerirdischen die Begegnung und ließen nur wenige Möglichkeiten der Eisadler Dortmund zu. Geduldig, konzentriert und schlagkräftig lauerte das Team von Aliens-Coach Alexander Jacobs auf seine Torchancen, die dann tatsächlich auch einmal mit fast schon nicht mehr gekannter Effizienz genutzt wurden. Auch in Dortmund wachsen also junge Bäume nicht direkt in den Himmel, auch wenn hier eine starke Mannschaft auf dem Eis steht, die mit zuneh-mender Erfahrung für die Ligakonkurrenz immer gefährlicher werden wird. Aus den Dortmunder Fan-reihen war mehrfach zu hören, man habe die ersten beiden Drittel wieder einmal verschlafen – diese Meinung wird der taktisch disziplinierten Leistung der Gäste aber nicht gerecht, die in der Defensive tief gestaffelt und mit Goalie Christoph Oster den „Raubvögeln“ wenig Gelegenheiten gaben, ihre Klauen einzuschlagen. Kaum ließ diese Konzentration im letzten Dritten geringfügig nach, waren die Eisadler auch sofort gefährlich und stießen zu.
Die an diesem Eishockeyabend insgesamt abgeklärtere Mannschaft aus Ratingen entschied letztendlich die Auswärtspartie an der Strobelallee trotzdem mit 2:5 (0:1; 0:2; 2:2) für sich.
Die Anfangsphase der Begegnung stand zunächst im Zeichen der Adler, bis Ratingen mit Chancen für Dustin Schumacher, Štěpán Kuchynka und Pascal Behlau zur „kontrollierten Gegenoffensive“ ansetzte.
Punktgenau in der achten Minute fiel dann durch den tschechischen Stürmer der Außerirdischen, Štěpán Kuchynka (Dennis Fischbuch/Dominik Scharfenort), das 0:1 während eines Powerplays, da ein Eisadler wegen „Hakens“ auf der Strafbank saß. An dieses Tor schloss sich eine sehr starke Phase der Gäste an, in welcher sie ihren Gegnern kaum Bewegungsfreiraum gaben, da bei generischen Attacken immer mindestens ein „Abfangjäger“ bereitstand, sodass es für Dortmund kaum ein Durchkommen in Richtung des Ratinger Gehäuses gab.
Im Mittelabschnitt fiel das 0:2 nach knapp sieben Spielminuten (27. Min.), durch einen „Blueliner“, den Milan Vanek (Dominik Scharfenort/Dennis Fischbuch) im Slot gekonnt ins EAD-Tor abfälschte.
Ratingen erspielte sich anschließend durch Sebastian Schröder, Štěpán Kuchynka oder Maurice Musga weitere Chancen, „punktete“ aber nicht. In der 36. Minute schlug der Puck dann aber nach einem sehenswerten RIA9-Konter, der die mitgereisten Ratinger Fans zu einem lauten „…und so spielt man Eishockey!“ veranlasste, wieder im Kasten der Heimmannschaft ein. Einen vor dem Dortmunder Tor auf dem „Präsentierteller“ perfekt abgelegten Puck schoss Sebastian Schröder (Dustin Schumacher/ Dennis Appelhans) aus kürzester Distanz mühelos zum 0:3 ins Tornetz.
Die Ansage von Trainer Alexander Jacobs für die letzten zwanzig Minuten war „Weiterspielen – mit Kopf!“, aber ein Drei-Tore-Vorsprung scheint für seine Spieler eine „psychologische Grenze“ zu sein!
In der 43. Minute durchbrach ein „einsamer“ Eisadler ein Überzahlspiel Ratingens, setzte sich gegen drei – in Worten „drei“ – Aliens durch und schob das schwarze Hartgummi zusätzlich noch durch die „Hosenträger“ von Ratingens Schlussmann zum 1:3 über die rote Torlinie. Damit aber nicht genug – war der Dortmunder Anschlusstreffer schon keine Glanzleistung der Aliens-Defensive, das 2:3 stand dem in keiner Weise nach. Entsprechend witterten die Hausherren „Morgenluft“ und verstärkten ihre Angriffsbemühungen, sodass das Spiel deutlich hektischer und auch etwas nickeliger wurde. Anscheinend wiederholte Unmutsäußerungen von Ratingens Maurice Musga veranlassten den Hauptschiedsrichter in der 50. Minute nicht ein „altes Hüftleiden“, sondern hintereinander gleich zwei Disziplinarstrafen, anzuzeigen, was eine Spieldauerstrafe und frühzeitiges Duschen für die Nummer 9 der Ratinger bedeutete.
Die Aliens kamen aber wieder zurück ins Spiel und „Oldster“ Milan Vanek, nach einem abgefangenen Dortmunder Konter unaufhaltbar unterwegs in Richtung des gegnerischen Tors, fand mit seiner Erfahrung sowie einem brachialen „Vollspannschuss“ in der 54. Minute das richtige Mittel, um die Eisadler mit seinem Treffer zum 2:4 „anzuzählen“.
Der endgültige „technische K.O.“ ereilte die weiter anstürmenden Gastgeber in der 58. Minute in Form eines „Breaks“. Ratingen konterte den, aufgrund einer kleinen Strafe gegen die Aliens, in Überzahl spielenden Gegner aus und Alexander Schneider (Dustin Schumacher) setzte mit seinem „Short Handed Goal“ zum 2:5 den Schlusspunkt in diesem Match.
(LLW) Mit besonders viel Einsatz ging man in dieses Spitzenspiel, da es darum ging eine passende Antwort auf die herbe Niederlage aus dem ersten Spiel (10:0 für Solingen) zu geben.
Die Gäste aus Solingen waren mit 18 Punkten aus 6 Spielen und 43 : 7 Toren Tabellenführer vor dem TUS Wiehl und Troisdorf. Die gesamte Woche wurde in den harten Trainingseinheiten darauf hin gearbeitet, defensiv sicher zu stehen und die Chancenverwertung zu verbessern.
Im ersten Drittel konnten in den ersten 10 Minuten hervorragenden Chance erarbeitet werden, die jedoch leichtfertig vergeben , bzw. von dem guten Solinger Torhüter vereitelt wurden. In der 17. Spielminute konnten die Solinger aus einem der wenigen Fehlpässe der Troisdorfer mit 1:0 in Führung gehen. Mit 1:0 endete auch das erste Drittel.
Statement des Trainers André Koslowski: „ Ich habe der Mannschaft in der ersten Drittelpause klar gemacht, dass es heute nur einen Sieger geben kann und der wird Troisdorf heißen. Man muss nur weiter so gute Kombinationen spielen, dann werden die Tore schon fallen. Geduld ist heute der Schlüssel zum Erfolg.“
Es dauerte im zweiten Drittel auch nicht lange bis das erste Tor für Troisdorf gefallen ist. In der 26. Spielminute erzielte Kevin Stöhr auf Vorlage von Oliver Dröge und Asterix Kolvenbach den Ausgleich. Nur 15 Sekunden später erhöhte Lukas Hubert auf Vorlage von Mario Wonde und Sebastian Kleimann zum 2:1.
Das gesamte zweite Drittel war ein Spiel auf ein Tor. Der Solinger Torhüter Tizian Winkelsträter konnte ein über das andere Mal einen höheren Rückstand für die Gäste verhindern. Aber genau wie der Trainer vorhergesagt hatte, wurde die Geduld belohnt und Oscar Zimmermann konnte einen Konter, der durch einen gekonnten Pass von Sebastian Kleimann eingeleitet wurde, auf 3:1 erhöhen. Auf Seite der Troisdorfer hielt Dominik Liesenfeld den Kasten sauber und bleib in diesem Drittel ohne Gegentreffer.
Das sich Solingen als Tabellenführer nicht so einfach geschlagen geben würde, war dem gesamten Team klar und man war von dem letzten aufbäumen der Solinger nicht überrascht. Nur die Strafzeiten sorgten dafür, das Troisdorf etwas den Faden verloren hatte und in der 46. Spielminute den Anschlusstreffer hinnehmen musste. Die richtige Antwort hierauf ließ gerade einmal 75 Sekunden auf sich warten und Alexander Richard stellte mit seinem Treffer den alten 2 Tore-Vorsprung wieder her. Mit 4:2 endete dann auch das Spiel gegen den Tabellenführer.
Aktuell ist Solingen mit 18 Punkten auf Platz 1, der TUS Wiehl mit 16 Punkten auf Platz 2, gefolgt von Troisdorf mit 15 Punkten. Der Vorsprung zum 4. Tabellenplatz ist jetzt schon auf 10 Punkte angewachsen.
Am kommenden Samstag muss Troisdorf um 17:45 in Wiehl antreten.
Statement des Trainers André Koslowski: „Wenn wir es schaffen defensiv immer so sicher zu stehen und offensiv die entsprechende Geduld haben, um die Chancen zu nutzen, können wir jedes Team in der Liga schlagen und uns an die Tabellenspitze setzen.“
Bei dem Spiel gegen Solingen fehlten verletzungsbedingt bzw. wegen Krankheit oder aus beruflichen / privaten / disziplinarischen Gründen Justyn Tursas, Sven Walterscheid, Dano Jansen, Vincent Junkersdorf, Daniel Fegus, Max Schäfer, Daniel Lellmann, Victor Zimmermann, Lukas Haack, Sven Jensen und Dominik Patt.
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