IHP News(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Vorberichte. Heute mit Informationen von der Champions Hockey League, sowie aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd, Bayernliga, Oberliga West, Regionalliga West, Nordrhein-Westfalen-Liga, Bezirksliga Nordrhein-Westfalen und Oberliga Ost.
(CHL) Die neue Champions Hockey League hielt am gestrigen Donnerstag ihre erste Generalversammlung in Zürich ab. Gleichzeitig wurden zwei große TV-Deals verkündet und das neue Logo der C.H.L. veröffentlicht.
Es war das erste Treffen aller Shareholder der Champions Hockey League. Beteiligt waren alle 26 Gründungs-Clubs der C.H.L., die sechs Gründungsligen aus sechs Ländern und der Eishockey-Weltverband IIHF.
Der Übergangs-Aufsichtsrat schlug vor, all seine neun Mitglieder wiederzuwählen. Es wurden keine weiteren Kandidaten nominiert. Alle Aufsichtsratsmitglieder wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt und wählten zudem auch Anders Ternbom erneut zu ihrem Vorsitzenden.
Das C.H.L. Board sieht nun folgendermaßen aus:
Club-Repräsentanten : Anders Ternbom (SWE/Vorsitzender), Petr Briza (CZE), Timo Everi (FIN), Peter John Lee (GER), Peter Zahner (SUI), Rupert Zamorsky (AUT)
Ligen-Repräsentanten: Christian Feichtinger (AUT), Gernot Tripcke (GER)
IIHF: Kalervo Kummola (FIN)
Der wiedergewählte Aufsichtsrat hat zudem die ersten vier festen Mitarbeiter des neuen C.H.L.-Büros vorgestellt. Die Champions Hockey League wird vorübergehend im Hauptquartier der International Ice Hockey Federation ihre Büros beziehen.
Martin Baumann wurde als Managing Director vorgestellt. Er bringt viel Erfahrung im managen von Firmen auf internationalen Geschäftsfeldern mit und arbeitete zuvor im Finanzsektor.
Szymon Szemberg, der seit dem Barcelona Hockey Forum 2012 der Projektleiter der Champions Hockey League war, und 13 Jahre lang für die IIHF arbeitete, wurde als Chief Operating Officer vorgestellt.
Bo “Kulon” Lennartsson, früher Chefcoach beim schwedischen Spitzenteam Färjestads BK und der Turnierdirektor der European Trophy, wird als Sportdirektor der neuen C.H.L. fungieren.
Patrick Jost, der schon eine tragende Rolle in der Champions Hockey League der Saison 2008/09 spielte, übernimmt die Funktion des Marketing und Event Directors.
„Wir stehen in Verhandlungen mit der KHL”, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Anders Ternbom: „In der erste Saison werden sie noch nicht dabei sein, aber wir hoffen, einen Vertrag für die zweite Saison zu erreichen.“
Szymon Szemberg machte eines klar: „Es ist unser Ziel in der Zukunft etwas ähnliches wie den Victoria-Cup wiederzubeleben. Dazu werden wir intensiv mit der NHL und der NHLPA zusammenarbeiten. Außerdem wollen wir die C.H.L. als Plattform für Workshops und zum Gedankenaustausch auf vielen verschiedenen Feldern nutzen.
Die nächsten Schritte der C.H.L. werden sehr bald folgen. Anfang Mai werden alle 40 Teilnehmer der ersten Saison feststehen. Die 26 Gründungsteams sind als A-Lizenz-Inhaber für mehrere Jahre als Teilnehmer gesetzt, solange sie eine Reihe von Grundkriterien erfüllen. Eines dieser Kriterien ist es, in der höchsten Liga des jeweiligen Landes zu spielen.
Die Gründungsligen und Gründungs-Clubs:
Österreich (EBEL): EC Red Bull Salzburg, UPC Vienna Capitals.
Tschechien (Extraliga): HC Bili Tygri Liberec, HC Pardubice, HC Sparta Prag, Vitkovice Ostrava.
Finnland (Liiga): IFK Helsinki, JYP Jyväskylä, KalPa Kuopio, Kärpät Oulu, Tappara Tampere, TPS Turku.
Deutschland (DEL): Adler Mannheim, Eisbären Berlin, ERC Ingolstadt, Krefeld Pinguine.
Schweiz (NLA): SC Bern, HC Fribourg-Gottéron, ZSC Lions, EV Zug.
Schweden (SHL): Djurgårdens IF Stockholm, Frölunda Indians, Färjestad BK, HV71 Jönköping, Linköpings HC, Luleå Hockey.
Die bis zu 12 B-Lizenz Team werden spätestens Ende April feststehen. Zwei Teams könnten pro Gründungsliga und Gründungsland dazukommen. Vor allem wird dies die Meister und Hauptrundensieger betreffen. Sollten diese beiden Teams eh schon qualifiziert sein, rücken der Hauptrundenzweite, der Finalverlierer oder einer der Halbfinalverlierer nach.
Die zwei bis fünf übrig bleibenden Plätze werden mit C-Lizenz-Wild Cards aufgefüllt. Die ins Auge gefassten Länder dafür sind die Meister aus der Slowakei, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Italien und Großbritannien. Die Länder dafür werden im März bestimmt.
Am 13. Mai wird die komplette Liste aller Teilnehmer veröffentlicht und am 21. Mai findet dann die Gruppenauslosung am Rande der Eishockey-Weltmeisterschaft in Minsk statt.
Während der Generalversammlung wurde von Aufsichtsrats-Mitglied Timo Everi das neue Logo der C.H.L. vorgestellt.
Er sagte dazu: „Rot ist die Farbe, die zu allen anderen Teamfarben am besten passt. Wir wollten das Logo so einfach wie möglich halten, es sollte „cool“ sein, trotzdem aber auch klassisch und einen europäischen Touch mitbringen.”
Zudem wurde www.championshockeyleague.net als Landing Page für die Champions Hockey League vorgestellt.
Am Donnerstag wurden ebenfalls vom Vermarkter Infront Sport & Media zwei Fernsehverträge genauer vorgestellt. In Schweden werden alle Spiele der C.H.L. in den nächsten drei Jahren im FreeTV auf SVT2 und SVT24 und im SVT Online-Player gezeigt.
In Finnland wird der Host-Broadcaster MTV sein. Die Spiele werden dann auf MTV Sport1 HD und MTV Sport2 HD gezeigt.
Infront Sport & Media wird mit fünf Mitarbeitern die Vermarktung der C.H.L. weiter vorantreiben und ist derzeit mit Fernsehstationen in Tschechien, Österreich, der Schweiz und Deutschland in Verhandlungen.
Die Fans können sich also schon jetzt auf den Saisonbeginn der Champions Hockey League 2014/15 freuen. Am 21. August 2014 wird der erste Puck eingeworfen!
(OLS) Einen Play-off-Kampf der Extraklasse lieferten sich die Tölzer Löwen und der EC Peiting am Freitagabend. Mit dem knappen Ergebnis von 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) siegten die "Buam" und glichen somit die Serie aus.
Von der ersten Sekunde an gaben die Löwen Vollgas. "Wir haben gewusst, dass Tölz daherkommt wie die Feuerwehr", sagte Peitings Trainer John Sicinski nach der Partie. Peiting wehrte die Angriffe ab, die Tölzer schafften es nicht, in Führung zu gehen. Vielmehr mussten sie 23 Sekunden vor Drittelende das 0:1 hinnehmen: Luka Markovic schoss von der blauen Linie, Marco Wölfl im Tölzer Tor war die Sicht versperrt, und er hatte keine Abwehrmöglichkeit.
Im Mittelabschnitt kam Peiting besser ins Spiel, trotzdem schafften die Löwen den Ausgleich: Nach einem groben Fehlpass eines Peitingers kam Yanick Dubé frei vor Florian Hechenrieder zum Schuss und traf (24.) – sehr zur Freude der gut 350 mitgereisten, lautstarken Tölzer Fans.
In der 34. Spielminute mussten die Löwen dann eine doppelte Unterzahl überstehen – das taten sie mit Bravour. "Wir haben in Unterzahl gekämpft und die Scheibe nicht vors Tor kommen lassen", sagte der Tölzer Trainer Florian Funk. So ging es mit dem ausgeglichenen Ergebnis in die letzten 20 Minuten. Dann, nach fast 103 Minuten in dieser Play-off-Serie, gingen die Löwen das erste Mal in Führung. In Überzahl traf Josef Kottmair mit einem brachialen Schlagschuss. Peiting versuchte alles, um zum Ausgleich zu kommen, aber Marco Wölfl ließ sich nicht noch einmal überwinden. Zweimal vereitelte er sogar hundertprozentige Chancen von Michael Fröhlich und Anton Saal.
"Wir hätten die Chancen gehabt, um eine Verlängerung zu erzwingen", sagte Sicinski. "Aber wir haben unser Überzahl-Situationen nicht genutzt. In den Play-offs entscheiden solche Kleinigkeiten." Beide Trainer waren sich einig, ein "sehr sehr gutes Spiel" gesehen zu haben, "richtiges Play-off-Hockey".
Schon übermorgen findet das nächste Spiel in Tölz statt. "Am Sonntag beginnt eine Best-of-Five-Serie", sagte Funk. "Und wir starten daheim."
Spielbeginn ist um 18 Uhr in der Hacker-Pschorr-Arena.
Bayreuth Tigers holen verdient eminent wichtigen Auswärtssieg(OLS) Die zweite Play-off-Partie der Gelb-schwarzen in Klostersee begann wie im Heimspiel unter denkbar schlechten Vorzeichen. Schon mit dem ersten Angriff, nachdem Kaefer im Aufbau Potac die Scheibe abluchste und schnell abzog, gingen die Hausherren in Führung. Aber wie auch schon am Dienstag ließ sich der EHC Bayreuth davon nicht groß beirren, schwamm sich relativ schnell frei und zog sein Spiel konsequent auf. Die erste Antwort hatte Torjäger Geigenmüller, der einen Fernschuss von Potac in Überzahl zum Ausgleich ins Tor abfälschte. Davon beflügelt drehten die Wagnerstädter erst richtig auf und nach einer Druckphase der Paradelinie des EHC stellte Kolozvary per Nachschuß auf 1-2. Die Gäste übernahmen nun mehr und mehr die Kontrolle und stellten die Rot-weißen besonders spielerisch klar in den Schatten. Resultat davon war das 1-3 mit einer überragenden Einzelaktion von Bartosch per Rückhand unters Dach, nachdem schon der wieder sehr starke Kolozvary an der Bande, technisch brillant die Scheibe gegen mehrere Gegenspieler behauptete. Kurz danach erhielt Tigers-Verteidiger Mayer eine Spieldauerstrafe nach einem Check mit Verletzung und als Sevo auch noch 2+10 bekam, fehlten zeitweise zwei wichtige Abwehrspieler und es kam etwas Unordnung auf. Nutznießer davon war Klostersee die durch Merz, bei einer angezeigten Strafe gegen Bayreuth und aus einer unübersichtlichen Situation von hinter dem Tor angespielt nochmals zum Anschlusstreffer kamen.
Im Mittelabschnitt kontrollierten die Tigers dann erstmal klar das Spielgeschehen. Die Grafinger mühten sich zwar, doch ließ man durch eine geschlossene Mannschaftsleistung praktisch keine wirklich gefährlichen Torchancen zu. Im eigenen Powerplay packte dann nach einem kurz zuvor verzogenen Versuch von Potac, Geigenmüller auf der linken Verteidigerposition den Hammer aus und bezwang den diesmal nicht so sicher wirkenden Morczinietz mit einem „Strich“ per Direktschuss von der blauen Linie. Die dann wieder zunehmenden Strafen sorgten wieder für mehr Hektik auf dem Eis, bei dem die Hausherren etwas besser aussahen als bei 5 gegen 5 und Warda besorgte bei 4 gegen 3 tatsächlich mit einem satten Schuss aus der Halbdistanz nochmals den Anschluss für seine Farben.
In den letzten 20 Minuten fanden die Bayreuther dann wieder ihre ruhige und sichere Linie und ließen den kämpferisch bemühten Oberbayern überhaupt keine Entfaltungsmöglichkeiten. Nicht nur auf dem kühlen Nass, sondern auch auf den Rängen beherrschten die gut 100 Anhänger in Gelb-schwarz stimmungsvoll das Geschehen. Heimcoach Irwin erkannte das taktisch glänzende Spiel der Tigers dann auch an, „mit nahezu perfektem, äußerst cleverem Eishockey wurden seinen Jungs praktisch ausgeschaltet“ gab er in der Pressekonferenz unumwunden zu. Den „Deckel drauf“ machte dann quasi Marcel Juhasz, der die überragende Aktion von seinem Sturmpartner Tilla hinter dem Heimtor, als er zweimal mit sich selbst und der Torumrandung Doppelpass spielte, schließlich frei im Slot mit dem erlösenden 3-5 krönte. Tigerscoach Waßmiller war zurecht auch sehr stolz auf die klasse und kompakte Mannschaftsleistung seiner Jungs. In der Defensive stabil und im Angriff druckvoll und richtig effektiv bot man ein ganz starkes Play-off-Spiel. Da die Grafinger nicht einmal den Torwart vom Eis nahmen, gingen die Tigers dann völlig verdient mit 2-0 in der Serie in Führung. Mit dem Heimspiel am Sonntag 18.30 Uhr !!! könnte man mit zahlreicher und lautstarker Unterstützung schon für eine kleine Vorentscheidung sorgen. Also auf geht’s Tigers und Fans!
Eispiraten Crimmitschau mit herber Niederlage - Westsachsen werden von Dresden mit 7 zu 2 nach Hause geschickt(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau müssen eine herbe Niederlage verkraften. Bei den Dresdner Eislöwen unterlagen die Westsachsen am Ende deutlich mit 7 zu 2. Noch zu Beginn der Partie hatte alles nach einem engen Match ausgesehen, so gingen die Crimmitschauer sogar zwei Mal in Führung. Ab Mitte der Partie übernahmen die Hausherren dann aber klar das Geschehen und dominierten phasenweise nach Belieben, womit der Sieg, wenn auch nicht in der Höhe, verdient war.
Engagierter und guter Auftakt der Eispiraten. Von Beginn an entwickelten die Westsachsen Druck auf das Dresdner Tor. Die logische Folge war der Führungstreffer, den Dominic Walsh in der 5. Spielminute erzielen kann. Der Angreifer kann einen Abpraller unter die Latte zirkeln. Quasi im Gegenzug gelingt den Eislöwen aber der Ausgleich. Auch die Gastgeber treffen nach Verwirrung in der Abwehr und verwandeln eine Nachschusschance. Nach dem 1 zu 1 erkämpfen sich beide Teams weitere Einschusschancen, lassen diese aber aus. Somit ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabine.
Im Mitteldrittel sind es erneut die Eispiraten, die durch André Schietzold erneut die Führung markieren können. Der Crimmitschauer zieht von der blauen Linie ab und der Puck findet, abgefälscht von einem Dresdner, den Weg ins Netz. Anstatt die Führung clever zu verwalten, gelingt den Eislöwen erneut postwendend der Ausgleich. 25 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt absolviert. Nur knapp 2 Minuten später sorgt eine Nachlässigkeit in der Eispiraten-Abwehr für die nächste Chance der Gastgeber, die diese dankend annehmen und durch das Tor zum 3 zu 2 erstmals die Führung übernehmen. Von nun an agieren die Westsachsen zu nachlässig und eröffnen den Eislöwen damit zu viele Möglichkeiten. Eine davon nutzen die Dresdner in der 36. Minute zum zwischenzeitlichen 4 zu 2.
Der Schlussabschnitt läuft über weite Phasen an den Crimmitschauern vorbei. Zu viele Abspielfehler
öffnen Dresden Tür und Tor, die ihre Chancen nicht nur dankend annehmen sondern auch noch eiskalt verwandeln. So kommen die Eislöwen zu weiteren 3 Treffern und schrauben das Ergebnis am Ende auf 7 zu 2 nach oben. Bitter für die Crimmitschauer Fans und auch Keeper Sebastian Albrecht, der durch seinen Einsatz wieder mehr Spielpraxis vor der bevorstehenden PlayDown Runde sammeln sollte. Er war aber bei einigen Treffen machtlos, da es seine Vorderleute ihren Gegenspielern zu einfach machten.
Bereits morgen können die Eispiraten eine Reaktion zeigen. Dann empfangen sie die Ravensburg
Towerstars im Sahnpark.
Ergebnis: 7:2 (1:1,3:1,3:0)
Torschützen:
1:0 Dominic Walsh (ohne Assist) 4:58
1:1 Lukas Slavetinsky (Arturs Kruminsch, Carsten Gosdeck) 5:51
1:2 André Schietzold (ohne Assist) 24:12
2:2 Arturs Kruminsch (Max Prommersberger, Lukas Slavetinsky) 24:48
3:2 Carsten Gosdeck (Arturs Kruminsch, Lukas Slavetinsky) 26:03
4:2 Sami Kaartinen (Tomi Pöllänen, David Hajek) 35:50
5:2 Thomas (FL) Supis (Bruce Becker) 41:48
6:2 David Hajek (Überzahl-Tor) (Carsten Gosdeck, Lukas Slavetinsky) 50:53
7:2 Bruce Becker (Patrick Cullen, Vincent (FL) Schlenker)54:47
Dinslakener Kobras machen ersten Schritt Richtung Halbfinale(RLW) In einem hart umkämpften Spiel konnten sich die Kobras mit 7:5 (3:0/2:3/2:2) in Solingen gegen die Raptors durchsetzen und das erste Play-Offspiel für sich entscheiden. Somit haben die Traberstädter es am Sonntag selber in der Hand ins Halbfinale des Regionalligapokals einzuziehen.
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe zwischen beiden Teams und ein Klassenunterschied war kaum festzustellen. Dennoch erspielten sich die Kobras eine leichte optische Überlegenheit, die ab der fünften Minute in Tore umgesetzt wurde. Den Anfang machte Julian Marten mit einem sehenswerten Treffer zum 1:0. Dem Thomas Bläsche in der vierzehnten Minute das 2:0 folgen ließ. Den Schlusspunkt in diesem Drittel setzte Christoph Mand mit einem Schuss aus spitzem Winkel zum 3:0. Mit diesem beruhigenden Vorsprung ging es für beide Teams in die Pause.
Im zweiten Drittel kamen die Solinger viel giftiger auf das Eis zurück und wollten sich nicht kampflos ergeben. Das Spiel wurde nun hektischer, was auch einige Strafen, vor allem auf Seiten der Kobras nach sich zog. Besonders schwer wog dabei der Verlust von Max Piotrowski, der wegen Stockschlagens 5 Minuten plus Spieldauerstrafe erhielt. Doch zunächst einmal behielten die Dinslakener die Oberhand und bauten den Vorsprung durch Tore von Daniel Pleger und Kevin Krolak auf 5:0 aus, ehe die Kobras diese fünfminütige Unterzahl zu überstehen hatten. Prompt fiel auch der erste Solinger Treffer. Als auf Seiten der Kobras auch noch Kapitän Sebastian Haßelberg auf der Strafbank Platz nehmen musste, setzten die Klingenstädter alles auf eine Karte und nahmen ihren Torhüter für einen weiteren Spieler aus dem Tor um noch mehr Druck auszuüben. Was zur Folge hatte, das die Raptors erneut den Spielstand auf 5:2 verkürzen konnten. Keine 20 Sekunden später verkürzten die Raptors sogar auf 5:3, was auch gleichzeitig der Pausenstand in diesem intensiv geführten Drittel war.
Im letzten Drittel witterten die Solinger nun Morgenluft und wollten das Ergebnis noch drehen. Was ihnen auch fast gelungen wäre. In der 44. Minute verkürzten die Raptors sogar auf 5:4, ehe kurze Zweit später Daniel Pleger mit einem satten Schlagschuss ins Solinger Tor den alten Abstand wieder herstellte. Den Kobras fehlte nun ein weiterer Treffer um den Vorsprung etwas beruhigender zu gestalten. Doch dieser wollte vorerst nicht fallen. Im Gegenteil, die Raptors konnten erneut auf 6:5 verkürzen. Solingen drängte nun auf den Ausgleich, doch der Schlusspunkt blieb der Tsvetkov-Truppe in Gestalt von Jan-Anton Baron vorenthalten, der zum entscheidenden 7:5 für die Kobras traf. Nach Spielende hatten einige Spieler auf beiden Seiten noch einige Meinungsverschiedenheiten zu klären, die sich aber relativ schnell wieder auflösten. Gott sei Dank blieb dies auf Seiten der Kobras ohne weitere Folgen. Anders bei den Klingenstädtern, die auf Dino Maiellaro verzichten müssen, der im Nachhinein noch eine Spieldauerstrafe bekommen hat.
Nach diesem Spiel wissen die Dinslakener nun, was sie erwartet. Das wird bestimmt kein gemütlicher Sonntagsspaziergang gegen die Raptors und es wird höchste Konzentration erforderlich sein, um mit einem weiteren Sieg ins Halbfinale einziehen zu können.
Eisadler Dortmund gewinnen Hinspiel gegen Soest mit 5:2(NRWL) Nach der ausgesprochen erfolgreichen NRW Liga Meisterschaft starteten die Eisadler Dortmund am Freitagabend auf heimischem Eis auch vielversprechend in die Spiele um den Regionalliga Pokal. Mit 5:2 konnte im Play-Off-Viertelfinale die Soester EG bezwungen werden, und dabei war der Sieg der Eisadler gegen den (noch) klassenhöheren Gegner von der Soester Börde mehr als verdient. Gemessen an den größeren Spielanteilen und dem deutlichen Chancenplus hätte er sogar noch eindeutiger ausfallen können. Ein Ruhekissen bedeutet das Ergebnis aber noch nicht, denn am Sonntag kommt es ab 19 Uhr im Eissportzentrum Möhnesee in Echtrop zum entscheidenden Rückspiel. Bereits in den letzten zehn Minuten der Partie an der Strobelallee gab Burkhard Höcker, Trainer der Bördeindianer, die entsprechende Parole aus, dass noch genügend Zeit bleibt den Drei-Tore-Rückstand aufzuholen. Eisadler Trainer Krystian Sikorski wird sicherlich zusammen mit seiner Mannschaft etwas dagegen haben. Er war mit dem Spiel und dem Ergebnis seiner Mannschaft insgesamt zufrieden, auch wenn er natürlich gerne die eine oder andere Chance noch zusätzlich erfolgreich verwertet gesehen hätte.
Von Beginn an in einer insgesamt gutklassigen Partie, die deutlich über dem Niveau vieler NRW Liga Spiele stand, war von einem Klassenunterschied zwischen den Dortmunder Eisadlern und der Soester EG nichts zu sehen. Im Gegenteil, die Adler starteten sofort mit viel Druck und hatten bereits in der 2. Spielminute die erste gute Möglichkeit durch Michael Alda. Dies setzte sich in der Folgezeit fort und schnell wurde deutlich, dass der gute Soester Keeper Sven Rotheuler sehr häufig im Blickpunkt stehen sollte. Die Bördeindianer standen sehr tief in der Defensive und suchten ihr Heil in schnellen gelegentlichen Kontern. Ihre erste Möglichkeit hatten sie in der 5. Minute. Weitere Dortmunder Möglichkeiten folgten durch Malte Bergstermann in der 6., sowie Felix Berger in der 8. Minute. Drei Strafzeiten gegen die Eisadler in kurzer Folge änderten nichts am Bild der überlegenen Heimmannschaft, nur auf die entsprechenden Tore mussten die Heimfans noch warten – bis zur 16. Spielminute. Dann war es Felix Berger, der von der linken Seite gekonnt in die lange Ecke zur 1:0-Führung vollendete. Diese knappe Führung hätte noch vor der ersten Pause erhöht werden können, aber auch eine 5:3-Überzahl führte zwar zu einem Dauerbeschuss des Soester Gehäuses, Zählbares sprang dabei aber nicht heraus.
Am Bild einer überlegenen Heimmannschaft und einer gelegentlich konternden Gastmannschaft änderte sich auch im zweiten Abschnitt nichts. So war dann das 2:0 erneut durch Felix Berger in der 27. Minute keine Überraschung. Dieses Mal wurde eine Überzahlsituation schulbuchmäßig mit einer Dreieckskombination abgeschlossen. Der Dämpfer aus Dortmunder Sicht folgte dann nur drei Minuten später, als die Bördeindianer urplötzlich eine Unkonzentriertheit in der Adler-Defensive zum 2:1 nutzen konnten. Der Treffer zeigte nur kurzzeitig Wirkung, dann setzte das Sikorski-Team den Gegner wieder unter Druck. Mehr als ein Pfostentreffer sprang aber erst einmal nicht dabei heraus.
Im letzten Abschnitt bescherte ein Dortmunder Doppelschlag innerhalb von 47 Sekunden die
4:1-Führung. Zuerst war es in der 47. Minute Verteidiger Nils Sondermann, der mit einem
verdeckten Schuss aus dem Hinterhalt abschloss, dann Malte Bergstermann, der für den
Drei-Tore-Vorsprung sorgte. Ein schöner Handgelenksschuss von Michael Alda brachte in
der 50. Spielminute sogar das 5:1. Dies führte zu einer Soester Auszeit und der
Neuausrichtung. Die sollte sogar Erfolg haben, denn nur eine Minute konnten die
Bördeindianer auf 5:2 verkürzen. Allerdings fiel dieser Treffer aus Sicht der Eisadler mehr als
unglücklich. Der Puck, knapp am Dortmunder Gehäuse vorbei geschossen, prallte
unglücklich wieder zurück und dann ins Tor hinein. Es folgten noch zwei
erfolgsversprechende Unterzahlkonter der Eisadler, das 5:2 hatte aber bis zum Abpfiff
Bestand.
Am Sonntag folgt nun als Teil 2 des Adler-Indianer-Duells und die Spannung bleibt bestehen.
Egalisiert die Soester EG den Drei-Tore-Rückstand, dann könnte sogar ein Penaltyschiessen
über den Einzug ins Halbfinale entscheiden. Auf diesen Krimi werden sich die Eisadler aber
nicht einlassen wollen. Sie werden mit der Zuversicht an die Börde reisen, auch einem
Regionalligisten Paroli bieten zu können. Im Parallelspiel siegten die Dinslaken Kobras mit
7:5 bei den Bergisch Raptors. Die Gesamtsieger beider Partien treffen im Halbfinale um den
Regionalliga Pokal aufeinander.
Derbysieg: Dresdner Eislöwen schlagen Eispiraten mit 7:2(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben vor 4175 Zuschauern das Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 7:2 gewonnen.
Die Partie begann sofort mit Offensivaktionen: Besonders die Gastgeber versuchten Druck zu machen und erarbeiteten sich zahlreiche Möglichkeiten. Den ersten Treffer erzielten allerdings die Gäste: Dominic Walsh nutzte in der 5. Minute eine unübersichtliche Situation und stocherte die Scheibe über die Linie. Die Antwort der Eislöwen ließ nicht lange auf sich warten. Lukas Slavetinsky behielt im Gewühl die Übersicht und traf nur eine Minute später zum 1:1-Ausgleich. Im weiteren Verlauf des Drittels agierten beide Teams sehr offensiv. Die Dresdner verzeichneten dabei ein leichtes Chancenplus. Dank guter Aktion beider Keeper ging es mit dem Unentschieden in die erste Pause.
Der Mittelabschnitt war zunächst ein Spiegelbild des ersten Drittels: Erneut waren fünf Minuten gespielt, als André Schietzold per Schlagschuss für die Eispiraten traf. Wieder folgte die Reaktion der Eislöwen postwendend: Arturs Kruminsch setzte sich vorm Tor durch und erzielte das 2:2. Auch in der Folge sahen die Zuschauer ein offensiv geführtes Spiel mit wenigen Unterbrechungen. Allerdings hatte Dresden nun deutlich mehr vom Spiel, da die Abwehr der Gäste einige Unsicherheiten zeigte. Einen solchen Stockfehler nutzte erneut Kruminsch. Hinter dem Gästetor eroberte er sich die Scheibe und passte auf den völlig freistehenden Carsten Gosdeck. Dieser hatte aus kurzer Entfernung wenig Mühe die Dresdner erstmals in Führung zu bringen. Die Blau-Weißen setzten nach und kamen zu vielen Großchancen. Eine davon nutzte schließlich Sami Kaartinen. Völlig freistehend kam er an den Puck und netzte souverän zum 4:2-Pausenstand ein.
Das letzte Drittel startete mit einem Treffer von Thomas Supis. Im ersten Spiel nach seiner Verletzungspause traf er nach Bullygewinn per Schlagschuss. „Er ist mit viel Euphorie ins Spiel gegangen. Wir sind sehr zufrieden, dass er ein komplettes Spiel absolvieren konnte“, sagte Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch. Die Gegenwehr der Crimmitschauer war infolge endgültig gebrochen. Nach Belieben erspielten sich die Dresdner nun Torchancen. Bei den wenigen Gästemöglichkeiten war Goalie Kevin Nastiuk auf dem Posten. David Hájek und Bruce Becker erhöhten die auch in der Höhe verdiente Führung auf 7:2.
„Der Garant für den heutigen Erfolg war die geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben das Tempo hoch gehalten, diszipliniert gespielt und viel Druck auf die Verteidiger ausgeübt. Im ersten Drittel hatten wir viele Möglichkeiten, Crimmitschau war allerdings auch jederzeit gefährlich. Im Laufe der Partie sind wir immer dominanter geworden, haben mit allen vier Reihen Druck gemacht und nicht nachgelassen“, sagte Popiesch und fügte hinzu: „Beim Stand von 5:2 hatte Crimmitschau allerdings noch zwei Alleingänge. Das darf so nicht passieren. An dieser Stelle müssen wir konsequenter arbeiten.“
Eislöwen wollen erstmals in der Saison auch in Bietigheim punkten
Die Reise der Dresdner Eislöwen führt am Sonntag nach Bietigheim. An die Spiele in der EgeTrans Arena haben die Dresdner bisher keine guten Erinnerungen: Während es vor heimischer Kulisse gegen die Steelers drei Siege (4:3 n.P./4:3/3:1) gab, geriet das Team von Cheftrainer Thomas Popiesch in Bietigheim jeweils schnell in Rückstand und verlor die Partien mit 1:6 sowie 2:7 am Ende deutlich.
"Wir müssen die neutrale Zone eng machen, dürfen die Bietigheimer Offensive nicht zur Entfaltung kommen lassen. Es gilt die Verteidiger unter Druck zu setzen und Strafzeiten zu vermeiden. Eventuell müssen wir versuchen noch einen Tick körperbetonter zu agieren und auf diesem Weg ein Zeichen zu setzen", sagt Trainer Thomas Popiesch.
Verzichten müssen die Blau-Weißen auch in Bietigheim auf den Einsatz der Langzeitverletzten Marius Garten und Felix Thomas. „Beim Training am Samstag waren ansonsten alle Spieler an Bord“, so Co-Trainer Anton Raubal.
Das Spiel in der EgeTrans Arena beginnt um 18 Uhr und wird geleitet von HSR Simon Aicher (Rosenheim).
DEG erfreut über Zuschauerzuspruch: Schon 7.000 Tickets gegen Krefeld, über 10.000 gegen Wolfsburg! Limitiertes Fan-Set beim Derby(DEL) Die Düsseldorfer EG freut sich zum Abschluss der Saison 2013/14 gleich zweimal über einen bestens gefüllten ISS DOME! Denn für die letzten beiden Heimspiele wurden schon über 17.000 Tickets abgesetzt.
Für das rheinische Derby gegen die Krefeld Pinguine (Sonntag, 2. März, 14.30 Uhr) wurden 7.000 Tickets verkauft. Für das Saisonfinale gegen die Grizzly Adams Wolfsburg (Freitag, 7. März, 19.30 Uhr) schon über 10.000! Ein Grund hierfür ist auch der große „schools day“ der DEG, der an diesem Tag stattfindet.
Hinweise für das Krefeld-Spiel: Der ISS DOME und alle Kassen öffnen am Karnevalssonntag bereits um 12.30 Uhr (VIP-Bereiche um 13.00 Uhr)!
Exklusiv zum Derby: Spezielles Fan-Set mit Unterschriften!
Nur zum Krefeldspiel wird ein limitiertes Fanset angeboten. Es besteht aus einer Tasse, einem Puck sowie einem Aufkleber. Das rot-gelbe Trio ist am Spieltag für 15 Euro (nur) im Fanshop erhältlich. Wie schon in der vergangenen Jahren üblich, hat sich auch bei dieser Edition das komplette Team der Saison 2013/14 auf Tasse und Aufkleber verewigt. Abgerundet wird das Design von der Skyline der Landeshauptstadt. Zugreifen!
Rückschlag für die Füchse Duisburg im Kampf um Platz Eins(OLW) Im Kampf um Platz Eins mussten die Füchse am Freitag einen
Rückschlag hinnehmen. Die Kassel Huskies wurden dabei ihrer
Favoritenrolle gerecht und setzten sich in der Scania Arena vor
über 2.000 Zuschauern mit 5:2 gegen die Duisburger durch.
Damit musste das junge Team von Trainer Franz Fritzmeier die
erste Niederlage in der Endrunde hinnehmen und liegt nun drei
Punkte hinter den Huskies.
Die Gastgeber versuchten sogleich die Kontrolle über das Spiel
zu erlangen und machten dies auch ordentlich. Pech hatten die
Füchse in der vierten Spielminute als ein Nachschuss, der das
Tor deutlich verfehlt hätte, von Kapitän Dennis Fischbuch unglücklich
ins eigene Tor gelenkt wurde. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt,
wurde der Treffer Michael Christ gut geschrieben. In der Folgezeit
arbeiteten die Duisburger konzentriert weiter und versuchten das
Missgeschick zu egalisieren. Es sollte jedoch anders kommen.
In der 14. Spielminute versäumten es die Füchse während einer
2-2 Situation den Puck zu klären. Artjom Kostyrev nutzte den
Nachschuss zum 0:2. Keine Minute später wurde Dennis Fischbuch
von Michael Christ niedergestreckt und musste vom Eis getragen
werden. Für den Kapitän dürfte die Saison mit einer schweren
Knieverletzung beendet sein.
Im Mitteldrittel drängten die Duisburger auf den Anschlusstreffer,
ließen aber auch beste Chancen ungenutzt. Die Huskies verwalteten
ihre Führung clever und erspielten sich mit schnell vorgetragenen
Gegenangriffen ihrerseits gute Möglichkeiten. Weder Felix Bick im
Füchse-Tor noch sein Gegenüber Kai Kristian waren in dieser Phase
zu überwinden.
Zu Beginn des Schlussdrittels ahndeten die Unparteiischen einen
Wechselfehler der Gastgeber und die Huskies nutzten die daraus
resultierende Überzahlsituation in der 42. Spielminute zum dritten
Treffer. Von diesem Schock erholten sich die Duisburger nicht mehr.
Die Gäste erhöhten 22 Sekunden später durch Chris Billich auf 0:4
und weitere 72 Sekunden danach durch Manuel Klinge auf 0:5.
Die Füchse gaben sich jedoch nicht auf und kämpften bis zur letzten
Sekunde. Dieser Einsatz wurde mit Toren von Kevin Orendorz und
Scott Wasden belohnt.
„Wir hatten eigentlich gut begonnen, aber durch ein Eigentor den
frühen Rückstand hinnehmen zu müssen ist natürlich bitter. Beim
zweiten Gegentor haben wir den Schläger des Gegners nicht kontrolliert
und uns so einen 0:2 Rückstand vor der ersten Pause eingehandelt.
Mit dieser Hypothek ist es schwer eine Mannschaft wie die Huskies
zu bezwingen. Wir haben alles versucht und alles gegeben, müssen
uns aber auch eingestehen, dass wir heute nicht gut genug gewesen
sind um Kassel zu schlagen“, kommentierte Trainer Franz Fritzmeier
die Leistung seines Teams. Durch die Niederlage haben sich die Füchse
in eine schlechte Ausgangsposition manövriert. Nun ist das Ziel den
Rückstand auf die Huskies bei maximal drei Punkten zu halten, damit
es am letzten Spieltag ein Finale in Kassel geben kann.
Voraussetzung hierfür sind zunächst drei Punkte am Sonntag in Rostock.
Spielbeginn ist dabei an der Schillingallee um 19:00 Uhr.
Tore:
0-1 (03:39) Michael Christ (Sven Valenti, Branislav Pohanka) 5-5
0-2 13:40) Artjom Kostyrev (Branislav Pohanka, Tobias Schwab) 5-5
0-3 (41:58) Sven Valenti (Manuel Klinge, Branislav Pohanka) 5-4
0-4 (42:20) Chris Billich (Brad Snetsinger, Austin Wycisk) 5-5
0-5 (43:32) Manuel Klinge (Branislav Pohanka, Alexander Heinrich) 4-5
1-5 (44:10) Kevin Orendorz (Andre Huebscher, Fabio Pfohl) 5-4
2-5 (59:59) Scott Wasden (Joel Keussen, Jack Paul) 5-4
Strafminuten:
Duisburg 8 // Kassel 16 + 10 (Michael Christ)
Zuschauer: 2.008
Saale Bulls Halle verlieren kurioses Spiel gegen Niesky(OLO) Es war das letzte Vorrundenspiel im Ost-Pokal, die Saale Bulls und die Gegner des Eishockeyabends, die Tornados aus Niesky, waren bereits für das Halbfinale qualifiziert. Es ging also nur noch um den Gruppensieg. Und niemand dachte, dass sich das hallesche Team um Kapitän Benjamin Thiede diesen nehmen lässt. Doch der MEC überrascht in dieser Saison immer wieder – in jeglicher Hinsicht. So sahen die Fans lange Zeit ein ausgeglichenes, aber auch unspektakuläres Spiel, das allerdings von der 22. Minute bis zur 36. Minute einen kuriosen Höhepunkt fand und danach auch entschieden war. Am Ende gewannen die Gäste aus Sachsen zum ersten Mal in dieser Saison mit 2:4.
Bizarr war dieses Spiel auch, weil man das Gefühl hatte, dass Hauptschiedsrichter Heiko Schoch ständig Ruhe ins Spiel pfiff. Gefühlte hundertmal wurde die Begegnung unterbrochen und niemand wusste wieso. Der zähe Spielfluss schien am Ende den Gästen zugutezukommen. Denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr Fehler leisteten sich die halleschen Kufencracks. Es waren daher auch oftmals schwere Verteidigungsfehler, die am Ende zur Niederlage führten.
Hin und her.
Beide Mannschaften starteten sehr verhalten in das Match. Selten kam es zu Torschüssen und wenn, dann waren sie während des ersten Drittels eher harmlos. Selbst als Tornado-Verteidiger Sebastian Greulich in der 11. Minute wegen Beinstellens auf die Strafbank musste, hatte der Bulls-Sturm weiterhin kein Mittel gegen die Gästeabwehr. Es dauerte somit bis zur 18. Minute, bis der aus Chemnitz an die Saale zurückgekehrte Max Veltwisch einen vom Schoner des gegnerischen Goalies abgeprallten Schuss ins Netz hämmerte. Doch die Antwort der sächsischen Sturmtruppe ließ nicht lange auf sich warten. Nicht einmal zwei Minuten später rutschte ein eher ungefährlicher Schuss von Vitezslav Jankovych durch Glatzels Schoner. Zwischenstand zur ersten Pause somit 1:1.
Zunächst deutete nichts darauf hin, dass das zweite Drittel aufregender werden würde. Denn wieder ging es in den ersten beiden Minuten nur zwischen den Angriffsdritteln hin und her. Doch dann eröffnete Halles Stürmer Robin Slanina den Straf-Reigen. Innerhalb von einer Minute saßen neben Slanina auch noch Schubert und Zille auf der Bank, Halle somit in doppelter Unterzahl. Wenn Unterzahlsituationen schon gefährlich sind, sind doppelte Unterzahlsituationen eigentlich klare Torgarantien. Aber die Wundertüte Eishockey sollte die Anwesenden eines Besseren belehren. Denn während Niesky in die Überzahlaufstellung fand und gerade einen Schlagschuss aufs hallesche Tor abfeuern wollte, brach der Schläger des Gästespielers und der Puck rutschte Eric Wunderlich vor die Kelle. Dieser passte über Bigam zum Robin Sochan und der versenkte zur 2:1-Führung!
Mit dieser Motivation im Rücken verkrafteten die Bullen sogar das Überzahlspiel der Sachsen ohne Gegentore zu kassieren. Allerdings zeigte auch jetzt der Eishockeysport wieder, dass es oftmals anders kommt als man denkt. Denn nun mussten abwechselnd die Nieskyer Becher, Bartell und wieder Becher den Posten auf der Strafbank übernehmen und es kam, wie es kommen musste: Tor für die Sachsen. Wieder war es Vitezslav Jankovych, der nach einem Abwehrfehler der Bulls bis vors hallesche Tor marschiert und Glatzel überwinden kann. Die Hallenser waren nun deutlich verunsichert und so gelang den Gästen exakt sechs Minuten später sogar die Führung durch ein Tor von Mojmir Musil. Und nach einer Strafe gegen Robin Slanina wegen Behinderung konnte eben jener die Führung im folgenden Powerplay sogar ausbauen. Mit einem Stand von 2:4 ging es somit in die letzte Pause.
Im letzten Drittel gingen die Bulls völlig verunsichert unter. Fehlpässe, verspringende Pucks und grobe Abwehrfehler waren eher die Regel als die Ausnahme. Niesky hatte somit keine Mühe, die Führung zu halten und sorgte weiterhin für gefährliche Situationen. Lediglich Halles Goalie Patrick Glatzel verhinderte mit Glanzparaden Schlimmeres. Am Ende musste sich Halle geschlagen geben und zieht somit nur auf Platz zwei ins Halbfinale des Ost-Pokals ein.
Das nächste Heimspiel findet vermutlich am kommenden Freitag um 20:00 Uhr am Eisdom an der Halle Messe statt. Nähere Infos gibt es im Laufe der Woche auf www.saalebulls.com.
Spielbericht: Nico Ludwig Statistik
Tore:
1:0 Max Veltwisch (Benjamin Thiede, Robin Sochan) 17:08
1:1 Vitezslav Jankovych (Mojmir Musil, Sebastian Greulich) 18:56
2:1 Robin Sochan (Unterzahl-Tor 2) (Troy Bigam, Eric Wunderlich) 23:40
2:2 Vitezslav Jankovych (Unterzahl-Tor) (Mojmir Musil, Jörg Pohling) 28:03
2:3 Mojmir Musil (Vitezslav Jankovych, Andreas Brill) 35:03
2:4 Mojmir Musil (Überzahl-Tor) (Jörg Pohling, Vitezslav Jankovych) 36:52
Strafen
MEC Halle 04 6 (20 Minuten)
Tornado Niesky 6 (20 Minuten)
Zuschauer: 476
Hamburg Freezers sichern sich durch 2:0-Sieg in Schwenningen Top-2-Platzierung und Viertelfinal-Heimrecht - Playoff-Vorverkauf am Montag(DEL) Die Hamburg Freezers haben sich dank eines 2:0-Auswärtssieges (1:0, 1:0, 0:0) in Schwenningen das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale gesichert. Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz sind die Freezers mit 96 Zählern, die beste Punktausbeute der Klubgeschichte, drei Spiele vor Hauptrundenende selbst nicht mehr von den ersten beiden Plätzen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu verdrängen. Marius Möchel (2) sorgte mit seinen beiden Toren für den Sieg, Dimitirj Kotschnew feierte seinen vierten Shutout der Saison.
Vor 3433 Zuschauern in der Helios Arena gingen die Gäste früh in Front: Marius Möchel (4.) reagierte vor dem Tor der Wild Wings am schnellsten und drückte einen Abpraller über die Linie. In der Folge erarbeiteten sich die Freezers ein leichtes Übergewicht und erhöhten in Spielminute 27: Nach einem Querpass von Freddy Cabana, der nach achtwöchiger Verletzungspause aufgrund einer Gehirnerschütterung sein Comeback feierte, erzielte Marius Möchel mit seinem zweiten Treffer das 2:0 für Hamburg. Im Schlussabschnitt geriet der zehnte Auswärtssieg der Spielzeit nicht mehr in Gefahr.
Am Sonnabend reisen die Hamburg Freezers um 9.45 Uhr per Flugzeug zurück in den Norden, wo in der Volksbank Arena um 13 Uhr trainiert wird. Das nächste Spiel steigt dann am Sonntag, 2. März um 14.30 Uhr bei den Grizzly Adams Wolfsburg (live auf Servus TV).
Auch wenn der Gegner für das Playoff-Viertelfinale noch nicht feststeht, starten die Norddeutschen ihren Vorverkauf für die ersten beiden Heimspiele der Endrunde am kommenden Montag, 3. März um 12 Uhr. Die Tickets für das erste Heimspiel am 16. März (14.30 Uhr, o2 World Hamburg) sowie das zweite Heimspiel am 21. März (19.30 Uhr, o2 World Hamburg) sind dann bereits ab 18 € im Onlineshop auf www.hamburg-freezers.de, über die Hotline 040 / 380 835 – 222, an allen Vorverkaufsstellen, im Fanshop in der Volksbank Arena sowie an den Kassen der o2 World Hamburg erhältlich.
(OLW) Die gut 750 Zuschauer glaubten am Freitagabend ihren Augen kaum. Denn trotz vieler hochkarätiger Torchancen und einer haushohen Überlegenheit, verlor ihr HEV gegen Rostock mit 2:4.
Obwohl die Gäste von der Ostsee schon in der 10. Minute durch Petr Sulcik in Führung gehen konnten, sorgten die Tore von Jakub Rumpel und Damian Schneider noch vor der Drittelpause für das 2:1 der Hausherren. Doch dann verließ die Herner die Effektivität. Die Schüsse landeten entweder direkt beim Gästetorhüter Tobias John oder gingen nur knapp am Tor vorbei. Für Spieler und Fans des HEV war es zum Haareraufen. Und bekanntlich gibt es ja diese Regel, die besagt, dass sich das Auslassen von Chancen am Ende rächt. So kam es, wie es kommen musste. Petr Sulcik traf zunächst zum Ausgleich und später sogar zur 3:2 Führung. Der HEV blieb gefährlich und versuchte alles, um zum Torerfolg zu kommen. In den letzten Sekunden der Partie verzichtete HEV-Trainer Carsten Plate sogar auf die Dienste von Torhüter Benjamin Voigt, um einen weiteren Stürmer ins Spiel zu bringen. Aber anstatt des HEV, trafen die Gäste zum entscheidenden 2:4 (Josh Rabbani). „Das war heutige die unnötigste Niederlage der gesamten Saison“, gab ein sichtlich angefressener Carsten Plate nach Spiel zu Protokoll. Sein Gegenüber, EC-Trainer Wolfgang Wünsche, freute sich natürlich umso mehr: „Wir haben heute effektiv gespielt und am Ende, in einer sehr engen Partie, die Punkte mitgenommen“. Der 75-jährige gab gleichzeitig bekannt, dass es seine letzte Saison als Trainer im Eishockey sein wird. Eine weitere Hiobsbotschaft erreichte die Herner Fans nach Spielschluss. Alexander Brinkmann, Kapitän des HEV, erlitt nach einem Zweikampf einen Handgelenksbruch. Damit ist die Saison für den Stürmer gelaufen. Am Montag unterzieht sich Brinkmann der notwendigen Operation.
Für den HEV geht es nun am Sonntag nach Erfurt. Bei den Black Dragons erwartet das Team vom Gysenberg eine heimstarke Mannschaft, die läuferisch alles geben wird. „Wir müssen in Erfurt einfach torhungriger sein und zielstrebiger“, weiß Plate. Bully ist bereits um 16 Uhr.
Tore:
Rostock Piranhas - Petr Sulcik (Überzahl-Tor) (Anton Marsall, Karol Bartanus) 9:30
Herner EV - Damian Schneider (Antti-Jussi Miettinen) 13:09
Herner EV - Jakub Rumpel (Überzahl-Tor 2) (Jiri Svejda, Dennis Schlicht) 17:43
Rostock Piranhas - Petr Sulcik (Josh Rabbani) 4:27
Rostock Piranhas - Petr Sulcik (Überzahl-Tor) (Karol Bartanus, Anton Marsall) 13:39
Rostock Piranhas - Josh Rabbani (Empty Net) (Keven Gall) 19:30
Strafen:
Herner EV: 18 + 10 Min
Rostock Piranhas: 24 Min.
Zuschauer: 759
(BYL) Fast auf den Tag genau fünf Jahre ist es her, da standen die Höchstadt Alligators das letzte Mal in einem Halbfinale um die Bayrische Meisterschaft. Der Gegner hieß damals TSV Peißenberg, dem man knapp in drei Spielen den Vortritt lassen musste. An diesem Wochenende ist es nun wieder soweit. Die Panzerechsen haben die Chance um die Bayernligameisterschaft zu kämpfen.
Bei den Höchstadter hat sich seit damals einiges getan. Gerade einmal vier Spieler aus dem Kader von 2009 sind noch dabei und zwei davon waren damals eher Ergänzungsspieler als feste Größen im Team der Alligators. Ihre Namen sind Daniel Goblirsch, Thilo Grau, Christian Eyrich und Daniel Sikorski.
Damals trainierte auch ein Spielertrainer das Team aus dem Aischgrund: Martin Ekrt coachte die Höchstadter und sorgte gleichzeitig auf dem Eis mit seinen Punkten dafür, dass sein Team in der Erfolgsspur blieb. Durchaus eine parallele zu heute. Die Situation der Alligators war aber eine ganz andere. 2006 gewann man souverän die Bayrische Meisterschaft und nach der Vorrunde belegte man hinter dem Vorrundenprimus und späteren Halbfinalgegner Peißenberg sowie dem späteren Meister und Aufsteiger ERV Schweinfurt den dritten Rang in der Tabelle.
Diesmal sind die Panzerechsen aber krasser Außenseiter. Der Gegner ERC Sonthofen gilt schon seit mehreren Jahren als eines der Topteams der Liga und hat sich nach dem knapp verpassten Aufstieg im Vorjahr das Saisonziel „Bayrische Meisterschaft“ auf die Fahnen geschrieben. Nächstes Jahr möchte man unbedingt in die Oberliga hoch, in der die Lokalrivalen Peiting und Füssen bereits seit Jahren spielen. Schon in der Vorrunde zeigten die Sonthofener „Bulls“, dass der Weg zum Titel und damit zum Aufstieg nur über sie führt. Zwar ließen sie lange dem ECDC Memmingen den Vortritt an der Tabellenspitze, kurz vor Schluss setzte sich das Team von Trainer Dave Rich aber an die erste Position. Auch in der Zwischenrunde gaben sie sich keine Blöße und gewannen die Gruppe souverän. Jetzt hat das Team aus dem südlichsten Spielort der Bayernliga das nächste Ziel vor Augen. Den Einzug ins Finale.
Den wollen die Panzerechsen um Daniel Jun aber möglichst spannend gestalten und wenn möglich sogar verhindern. Play-Offs haben schließlich ihre eigenen Gesetzte, denn in nur wenigen Tagen treffen sich die selben Teams im direkten Kampf ums Weiterkommen. Schon oft zeigte der große Favorit in solchen Situationen Nerven, schon oft konnte der Underdog dem Rivalen ein Bein stellen, weil er das Momentum ausnutzte. Warum also könnte das nicht diesmal auch so sein? Der HEC Spielertrainer zeigte sich nach dem Spiel gegen Dorfen jedenfalls selbstbewusst: „Mir ist Sonthofen lieber als Miesbach. Zu Hause haben wir zwar beide geschlagen, aber auswärts haben wir gezeigt, dass Sonthofen uns besser liegt.“ Der Coach spricht auf das 0:2 im Oberallgäu an. Lange konnte man die Partie knapp gestalten und nur zwei Überzahltore des Favoriten und eine überragend haltende Jennifer Harß machten den Unterschied. Die Deutsche Nationaltorhüterin und Olympiateilnehmerin überzeugte in ihrem letzten Spiel für die Sonthofener vor ihrer Abreise nach Sotschi mit einem glatten Shut-Out. Dass die Alligators aber auch gegen die einzige Dame im Tor eines Eishockey Bayernligisten treffen können bewiesen sie im Hinspiel. Mit ganzen sechs Toren verhielten sich die Höchstadter in dem Spiel zwar nicht gerade „Gentlemen-like“ aber im Eishockey geht es eben genau darum mehr Tore zu schießen als der Gegner, was beim sensationellen 6:5 Sieg gegen die Bulls ja auch gelang.
Eine ähnliche Sensation wollen die Alligators auch diesmal schaffen. Die Mittelfranken fühlen sich in der Außenseiterrolle sichtlich wohl und genießen den unerwarteten Erfolg. Im Aischgrund sind Stütz, Cornforth, Vojcak, Urban und Co längst Tagesgespräch und im Training sah man fast nur lachende Gesichter. Dementsprechend optimistisch reisen Mannschaft und Fans ins Alpenland, wenn es an diesem Sonntag in „SoHo“ um den ersten Sieg im Play-Off Halbfinale geht. Etwa 100 Fränkische Fans werden ihr Team in den äußersten Süden begleiten und unterstützen. Schließlich weiß man nie, wann so eine Gelegenheit wiederkommt!
(OLO) Für beide Mannschaft ging es um alles: Topp oder Flopp hieß es am Freitagabend im Falkenhorst. Wer im Pokal weiter mitspielen will, der musste gewinnen. Entsprechend engagiert war auch das Auftreten beider Teams zu Beginn, kein langes Geplänkel auf dem Eis. Es ging sofort zur Sache. Die erste Torchance verbuchten die Falken direkt in der ersten Minute für sich. Sie sorgten auch weiter für Torgefahr. Einen schlechten Wechsel des EHC nutzten dann allerdings erst einmal die Gäste für ihren ersten Treffer in der fünften Minute. Martin Sekera traf wenig später leider nur den Pfosten. Die Falken zeigten ein gutes Spiel, was fehlte, war ein Torerfolg. Aber auch die Berliner erarbeiteten sich ihre Chancen. Nachdem sich die Gäste im Abwehrdrittel des EHC regelrecht festgespielt hatten, hämmerte einige Icings später Martin Sekera die Scheibe mit aller Gewalt von der blauen Linie unhaltbar unter die Latte zum 1:1 – ein Traumtor! In der 12.min stand Martin Lamich goldrichtig, als er einen Schuss von Thorsten Fischer zum 2:1 ins Tor abfälschte. Weiter gute Chancen und teilweise schöne Spielzüge, so spielten sich die Falken in der 14.min schnell und direkt über drei Stationen in das Berliner Drittel, aber bei Torhüter Dominik Gräubig war dann Endstation. Vor der Pause erarbeiteten sich die Bundeshauptstädter einige Möglichkeiten. In der 17.min lag der Puck zum Einschuss frei vor dem Tor, nachdem Robert Wolfermann den ersten Schussversuch mit seinem Schoner vereitelte. Zum Glück kam kein Berliner an die Scheibe und so ging es mit der knappen Führung in die erste Pause.
Zu Beginn des Mittelabschnitts fassten die Falken die erste Strafe des Spiels ab, Toma¹ Hruby wurde wegen unkorrekten Körperangriffs in die Kühlbox geschickt. Die Berliner setzen sich zwar im Abwehrdrittel der Jonsdorfer fest, konnten aber keine echte Torgefahr heraufbeschwören. Nix passiert und weiter ging es, diesmal folgte eine Überzahl für den EHC, aber es sprang ebenso wenig dabei heraus. In der 27.min verhinderte Thorsten Fischer den möglichen Ausgleich, als er bei einem 3 auf 1 Konter den finalen Pass nicht zuließ - stark verteidigt. Doch die Falken wurden etwas nachlässig und ließen die Berliner zu oft gewähren. In dieser Phase erzwang „C“ Christian Rösler das 3:1, indem er hartnäckig nachsetzte und den Puck in der 32.min letztlich ins Tor beförderte. Ein weiterer Sonntagsschuss, diesmal von Benjamin Reichardt, nur eine Minute später ließ die Führung der Falken anwachsen. Der Berliner Schlussmann schien sich bei seinem vergeblichen Abwehrversuch verletzt zu haben und musste Steven Kügow Platz machen. Die Falken hatten ihre schwache Phase mit zwei Treffern scheinbar überwunden und legten weiter nach. Bei dem wunderschön herausgespielten Tor zum 5:1 in der 37.min passte einfach alles - Hruby, Sekera, Lamich und drin das Ding! Bisschen schienen sich die Gäste zu ärgern, Christian-Alexander Leers kassierte eine Disziplinarstrafe wegen unsportlichen Verhaltens. Die Jonsdorfer Kufencracks legten noch einen Treffer nach, Kai-Alexander Arkuszewski erzielte in der 38.min sein erstes Saisontor für den EHC.
Im letzten Drittel ließen es die Falken allgemein etwas ruhiger angehen. Die Akademiker nutzten eine Überzahlsituation in der 44.min dann doch noch zum 6:2 durch Christopher Scholz, nachdem es erst schien, als sei selbst das leere Tor unbezwingbar. Den Gästen gelang nicht mehr viel, sie verloren sich in Einzelaktionen und die Falken verwalteten ihren Vier-Tore-Vorsprung. In der 50.min gerieten John Koslowski und Toma¹ Hruby an der Bande ein wenig aneinander und es gab Strafen für beide wegen übertriebener Härte. Weiter ging es vier gegen vier auf dem Eis, allerdings nicht allzu lange. Gino-Mike Blank war mit der gegen ihn verhängten Zwei-Minuten-Strafe in der 51.min wegen Kniechecks nicht ganz einverstanden, aber das Schiedsrichtergespann teilte seine Meinung nicht. Der junge Mann mit der # 49 beruhigte sich erst, nachdem er des Eises verwiesen wurde (+10, +20). Es folgte eine längere Unterbrechung mit Erklärungsbedarf. Die Überzahlsituation war für den EHC nicht sonderlich ertragreich. Das Spiel plätscherte in den letzten zehn Minuten ein wenig vor sich hin. Der EHC Jonsdorfer Falken investierte ob des Spielstandes nicht mehr allzu viel und dem Titelverteidiger gelang nicht mehr allzu viel. Am Ende stand ein deutlicher 6:2 Sieg auf der Anzeigetafel und der Einzug in das Halbfinale war damit perfekt. Herzlichen Glückwunsch!
ESV Kaufbeuren nicht zu bremsen / Dritter Ausswärtssieg in Folge - Joker schlagen Füchse mit 2:1(DEL2) Am heutigen Freitag gastierten die Mannen von Uli Egen bei den Lausitzer Füchsen. Nicht mit an Bord bei der im Jahr 2014 drittbesten Mannschaft der Liga war Verteidiger Christof Aßner. Es sollte ein sehr enges Spiel werden, welches für die Joker den dritten Auswärtssieg in Folge bedeuten sollte. Beste Werbung also für das Faschingsspecial am Sonntag gegen den SC Riessersee.
Das erste Drittel war sehr zerfahren und es gab kaum große Chancen auf beiden Seite, aber wenn dann doch die Hausherren gefährlich vor dem Tor auftauchten, dann war stets der wiedergenesene Stefan Vajs zur Stelle, der zuerst in der neunten Minute ein 3 auf 1 gegen Götz entschärfte und kurze Zeit später gegen Scott King. Kaum Unterbrechungen ließen das Drittel dann auch sehr schnell vorbeigehen.
Ausgerechnet die erste Strafzeit des Spiels gegen Matti Näätänen sollte zur bis dahin größten Chance des ESVK führen. Nachdem die Unterzahl sehr gut gespielt wurde, kam Näätänen von der Strafbank und lief allein auf Dustin Strahlmeier zu, der abwehren konnte. Dadurch bekamen die Joker aber trotzdem sichtlich Aufwind und die Chancen wurden deutlich mehr. Eine Kombination von Tähtinen und Schultz fand den Weg ins Tor jedoch nicht. Auch Weißwasser hatte in Person von Thomas Götz eine riesige Chance, der zwar die Verteidigung geschickt ausspielte, aber in Stefan Vajs seinen Meister fand. In der Folge waren dann die Rot-Gelben am Drücker. Zuerst tankte sich Alex Thiel durch, der aber frei vor Strahlmeier scheiterte. Dann hatte Max Schmidle die Führung doppelt auf dem Schläger, doch er verpasste in der 38. Minute und mit der Schlusssirene des Drittels, nachdem eine schöne Kombination über drei Stationen zu einer aussichtsreichen Möglichkeit führte.
Doch wie auch schon in Landshut zeigte sich Schmidle dann in der 50. Minute wieder kaltschnäuzig. Er kam an der blauen Linie an die Scheibe, zog vors Tor, verzögerte sehr lange und bezwang schließlich Strahlmeier zur 0:1 Führung. Davor hatten jedoch die Füchse noch eine gute Möglichkeit kurz nach Drittelbeginn, als der sehr auffällige Götz querlegte auf Fischer, der aber seinen Schläger nicht mehr entscheidend an den Puck brachte. Das erste Powerplay, resultierend aus einem völlig unnötigen Foul Klenners, war dann die Vorentscheidung für den ESV. Eine tiefgespielte Scheibe prallte von der Bande kurioserweise vors Tor ab. Strahlmeier kam nicht mehr rechtzeitig zurück ins Gehäuse und Sami Ryhänen nutzte die Gunst der Stunde zum 0:2 in der 55. Minute. Doch es sollte nochmal brenzlig werden für Egens Mannen, nachdem King im Powerplay auf 1:2 verkürzte. Kaufbeuren stützte sich aber nicht nur auf die Defensive, sondern setzte auch vorne noch Akzente. So half auch eine Auszeit Rohrbachs nicht mehr, den dritten Auswärtssieg in Folge zu verhindern. Durch die zuletzt starken Vorstellungen ist man jetzt auch wieder auf Schlagdistanz auf die roten Teufel aus Bad Nauhem. Mit dem Schwung des Auswärtssiegs geht es nun Sonntag ins Derby gegen Garmisch.
Autor: Matthias Schmalholz
Königsborn Bulldogs schlagen den EHC Timmendorf zweistellig - Trotz schwachem Auftaktdrittel gelingt ein Kantersieg(OLW) Die Bulldogs gewannen am Freitagabend gegen den EHC Timmendorfer Strand zweistellig und konnten damit auf Platz 2 der Endrunde klettern.
Dabei sah es nach dem ersten Drittel nicht einmal nach einem Erfolgserlebnis für den KJEC. Die Bulldogs spielten zunächst schwach und machten auf dem Eis zu viele Fehler. Gleich beim ersten Unterzahlspiel kassierte das Team von Cheftrainer Frank Gentges das 0:1 durch Rob Labute (8.). Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts ergaben sich den Bulldogs gegen den Nord-Oberligisten drei Überzahlspiele, die aber allesamt fahrlässig vergeben wurden.
In der 25. Minute stand Marius Schmidt frei vor dem gegnerischen Tor. Kevin Thau spielte ihn an und Schmidt hämmerte den Puck mit aller Kraft auf den Kasten. Der Schuss saß und so stand es 1:1. Gästespieler Rino Schröder fing sich nach dem Ausgleich eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen Meckerns. Nachdem er auch kurz nach der Strafe nicht aufhören konnte, gab es von den Schiedsrichtern eine Spieldauer-Disziplinarstrafe hinterher. Die mit einem kleinen Kader angereisten Timmendorfer schwächten sich dadurch zusätzlich. Nachdem Andy Bathgate das Spiel drehte und in Überzahl zum 2:1 traf (26.) schien der Knoten geplatzt. In der 33. Minute erhöhte Marius Schmidt auf 3:1 und kurz vor Ablauf des mittleren Spielabschnitts gelang es Kevin Thau sogar, die Führung auf 4:1 auszubauen.
Das Schlussdrittel gehörte dann endgültig den Bulldogs. Milan Vanek traf in der 45. Minute zum 5:1. Bei den Gästen entlud sich der Frust und der Timmendorfer Jesper Delfs lieferte sich mit Bulldogs-Spieler Denis Fominych eine Schlägerei, in die sich noch weitere Spieler einmischten. Am Ende gewann Fominych den Faustkampf, musste aber gemeinsam mit Delfs für 2+2+10 Minuten auf die Strafbank. Königsborns Pascal Heitmann erhielt 2+2 Minuten und bei den Gästen musste neben dem Kanadier Jeff Maronese, der ebenfalls 2+2 Strafminuten erhielt, auch Moritz Meyer vom Eis. Der erhielt eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und sorgte dafür, dass Königsborn fünf Minuten lang in Überzahl spielen konnte. Das Powerplay nutzen die Bulldogs durch Sven Linda (46.) und Oliver Duris (51.) um den Zwischenstand auf 7:1 auszubauen. In der 54. Minute erhöhte Andy Bathgate nach einem herrlichen Alleingang sogar auf 8:1. Nur 30 Sekunden danach steuerte Pierre Wex sogar das 9:1 gegen mittlerweile völlig überforderte Timmendorfer bei. Die Bulldogs wollten das Spiel nur noch über die Zeit bringen und wurden etwas unachtsam. Das ermöglichte den Timmendorfern, durch zwei Tore in der 57. Minute auf 9:3 zu verkürzen. Den Schlusspunkt setzte aber Oliver Duris, der in der 59. Minute zum 10:3 traf und den zweistelligen Sieg perfekt machte.
Mit dem Sieg zogen die Bulldogs an den Hammer Eisbären vorbei, die zeitgleich gegen die Löwen Frankfurt mit 2:10 unterlagen, und stehen mit drei Siegen nach vier Spielen sensationell auf dem zweiten Tabellenplatz. Damit kommt es am Sonntag in Frankfurt zu einem Top-Spiel, welches den Namen eigentlich nicht verdient hat. Die bisher ungeschlagenen Löwen werden sich wohl auch gegen Königsborn keine Blöße geben und den nächsten Schritt in Richtung DEL 2 gehen.
Luchse Lauterbach kämpfen um Halbfinaleinzug / Playoff - Auftakt gegen die Königsborn Bulldogs 1b(RLW) Am Samstag den 01.03.2014 um 18.30 Uhr, steht für die Lauterbacher Luchse das erste der beiden Viertelfinalspiele des Regionalliga-West-Pokals auf dem Programm. Zunächst müssen die Luchse auswärts antreten, bevor dann 48 Stunden später, am Sonntag den 02.03.2014 um 18:00 Uhr, das Rückspiel in der Lauterbacher Eissport-Arena ansteht.
Gegner der Luchse im Viertelfinale, ist die 1b Mannschaft der Königsborn Bulldogs. Die Zweitvertretung des KJEC, soll den jungen Spielern als Sprungbrett für die Oberligamannschaft dienen, die aktuell in der Oberliga Endrunde spielt. Die von Trainer Daniel Galonska betreute 1b Mannschaft besteht überwiegend aus jungen Talenten die aus dem eigenen Nachwuchs stammen. Lediglich vier Spieler sind vor dieser Saison aus anderen Vereinen dazu geholt worden. Der NRW-Ligist aus der westfälischen Kreisstadt Unna ist für die Luchse und Trainer Roger Nicholas ein völlig unbeschriebenes Blatt und daher extrem schwer einzuschätzen. Die NRW-Liga-Hauptrunde schloss das Team mit 35 Punkten aus 18 Spielen auf Platz drei ab, mit einem Torverhältnis von 117:104. Die Zweitvertretung der Bulldoggen wies damit zwar die drittbeste Offensive, aber gleichzeitig auch die viert schlechteste Defensive der insgesamt zehn Mannschaften starken NRW-Liga auf. Bleibt zu hoffen, dass die Offensiv-Power der Luchse auch gegen die Bulldoggen zuschlagen kann und die Stürmer um Benni Schulz & Co, die Gegnerische Abwehr durcheinander wirbeln.
Nach zuletzt zehn Siegen in Folge, werden die Bulldogs 1b jedoch mit breiter Brust ins Viertelfinale gehen und alles daran setzen die Luchse am Einzug ins Halbfinale zu hindern. Die Hoffnungen auf ein Weiterkommen ruhen bei den Bulldoggen dabei auf Topspieler Daniel Roosen. Mit 71 Punkten aus 14 Spielen, war er der Topscorer der NRW Liga nach Abschluss der Hauptrunde. Mit Nils Hoffmann und Mark Terry Hall, befinden sich noch zwei weitere Spieler der KJEC Bulldogs 1b unter den besten zehn Spielern der Scorerwertung. Auf diese Spieler sollten die Luchse also besonderes Augenmerk legen um keine böse Überraschung zu erleben.
„Ich schätze unseren Viertelfinalgegner in etwa so stark ein wie Dinslaken oder Soest, also nicht schlecht“, so Coach Roger Nicholas. Der Coach der Luchse hofft am Wochenende auf einen möglichst vollbesetzten Kader um den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Allerdings stehen hinter dem Einsatz einiger seiner Spieler noch dicke Fragezeichen. Kapitän Horst Feuerfeil hat zwar in dieser Woche das Training wieder aufgenommen, ob er am Wochenende schon spielen kann bleibt aber abzuwarten. Daniel Hornivius und Emanuel Grund sind noch angeschlagen und Lars Metzendorf gesperrt.
Dennoch gehen die Luchse optimistisch und selbstbewusst in die beiden Viertelfinalspiele gegen den Tabellendritten der NRW Liga. Unterstützt wird das Team am Samstag von rund 80 Fans, die sich mit auf den Weg nach Unna machen.
„Sollte unser Team das Spiel in Unna gewinnen, kommt es am Sonntag zum Entscheidungsspiel in Lauterbach. Hier hoffen wir dann auf eine große Kulisse und lautstarke Unterstützung für die Luchse. Wenn es ganz schlecht läuft, ist die Saison am Sonntag beendet. Das wollen wir natürlich vermeiden, brauchen dazu aber die Unterstützung unserer Fans“, so der Abteilungsleiter der Luchse, Frank Ebenrett.
Adler Mannheim verlieren in Nürnberg mit 3:4 n.P.(DEL) In einer bis zum Schluss spannenden Partie unterlagen die Adler am Freitagabend bei den Thomas Sabo Ice Tigers mit 4:3 nach Penaltyschießen. Das Team von Hans Zach musste in der Arena Nürnberger Versicherung auf Jaime Sifers verzichten, der aus gesundheitlichen Gründen nicht spielen konnte.
Die Bedeutung der Partie war beiden Mannschaften in den Anfangsminuten anzumerken. Sowohl die Adler als auch die Ice Tigers agierten sehr konzentriert, vor allem in der Defensive wollte sich keiner einen Fehler erlauben. Es dauerte bis zur vierten Spielminute, ehe die Partie so richtig Fahrt aufnahm und die Fans die erste nennenswerte Chance zu sehen bekamen. Fredrik Eriksson versuchte sein Glück von der blauen Linie, aber Felix Brückmann war zur Stelle und hielt die Scheibe fest. Auf der anderen Seite prüften Frank Mauer und Ken Magowan Jenikes Reflexe, scheiterten allerdings am Schlussmann der Nürnberger. In der siebten Spielminute durften dann die Hausherren zum ersten Mal jubeln: James Pollock zog von der blauen Linie ab, Felix Brückmann war die Sicht verdeckt und der Puck zappelte im Netz – 0:1 (7.). Kurz darauf waren die Ice Tigers aufgrund einer Bankstrafe der Adler mit einem Mann mehr auf dem Eis, doch die Blau-Weiß-Roten überstanden das Überzahlspiel der Gastgeber schadlos. Mit einem 0:1-Rückstand aus Sicht der Adler ging es in die erste Drittelpause.
Der zweite Spielabschnitt begann äußerst turbulent: Zunächst schob Frank Mauer direkt nach Wiederbeginn die Scheibe nach einem tollen Zuspiel von Jochen Hecht am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug lief Reimer plötzlich alleine auf Brückmann zu, doch der Kapitän der Nürnberger wurde beim Schussversuch gehindert und bekam einen Penalty zugesprochen. Felix Brückmann ließ sich davon aber nicht beirren und blieb gegen Reimer Sieger. Wenig später mussten die Adler erneut in Unterzahl ran, aber auch dieses Mal standen die Adler sicher und verhinderten Schlimmeres. Frank Mauer versuchte in der 25. Minute Andreas Jenike im Tor der Hausherren mit einem Schlagschuss zu überwinden, scheiterte aber ebenso an Jenike wie Jochen Hecht in der 27. Minute. In der 33. Spielminute nahm Nikolai Goc von der blauen Linie Maß und haute den Puck zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Doch die Freude über den Ausgleichstreffer währte nicht lange, denn die Ice Tigers hatten eine Minute später die passende Antwort parat: Ehilz überwand Brückmann zur erneuten Führung für die Gastgeber. Die Adler mussten zum zweiten Mal an diesem Abend einem Rückstand hinterherlaufen, doch auch die Antwort der Adler ließ nicht lange auf sich warten: Jochen Hecht erkämpfte sich in der 36. Spielminute die Scheibe im gegnerischen Drittel und schob den Punk durch die Schoner von Andreas Jenike zum 2:2-Ausgleich ins Tor.
Spannung und Dramatik pur lieferte dann der Schlussabschnitt. Praktisch mit der ersten Chance im letzten Drittel brachte Patrick Reimer seine Farben mit 3:2 in Front. Die Adler gaben sich aber nicht auf, drückten auf den neuerlichen Ausgleich und erspielten sich einige gute Einschussmöglichkeiten. Erst in der 52. Minute zappelte der Puck wieder im Netz: Jon Rheault überwand Jenike mit einem satten Handgelenkschuss vom rechten Bullykreis zum 3:3 und schickte die Partie in der Arena Nürnberger Versicherung mit seinem Treffer in die Verlängerung. Die fünfminütige Overtime brachte allerdings keine Entscheidung, sodass die Partie im Penaltyschießen entschieden werden musste. Nachdem jeweils die ersten drei Schützen auf beiden Seiten verschossen hatten, sicherte letztlich Jasin Ehliz den Ice Tigers den Zusatzpunkt.
Saison-Höhepunkt am Hühnerberg: Memminger Indians kämpfen im Play-off-Halbfinale gegen Miesbach(BYL) Memmingen steht vor dem Eishockey-Knüller der Saison: An diesem Sonntag, 18.30 Uhr, startet der ECDC Memmingen in der Bayerischen Eishockey-Liga (BEL) ins Play-off-Halbfinale um die Bayerische Meisterschaft. Gegner dabei wird in einer Best-of-3-Serie der TEV Miesbach sein. Los geht es am Sonntag mit dem Heimspiel am Hühnerberg, Spiel zwei findet am Freitag, 7.3., in Miesbach statt, ein mögliches drittes Spiel am Sonntag darauf (9.3.) wieder in Memmingen. Zwei Siege werden fürs Finale benötigt. Sollten es die Indians schaffen, wäre es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Am Sonntagabend werden rund 2.000 Zuschauer zum Saison-Höhepunkt in der Memminger Eissporthalle erwartet.
Groß war die Freude bei den Indianern nach dem fulminanten 5:1-Heimsieg vor fast 1.600 Zuschauern am Freitag vor einer Woche im letzten Meisterrunden-Heimspiel gegen Höchstadt. Für den ECDC ist der zweite Halbfinaleinzug in Serie ein großer Erfolg. Team, Trainer, Mannschaftsärzte und Betreuer, aber auch unzählige ehrenamtliche Helfer hinter den Kulissen haben das ganze Jahr hart dafür gearbeitet. Jetzt heißt es in erster Linie: genießen! Wer schon im letzten Jahr gegen Sonthofen dabei war, kennt die Gänsehaut-Stimmung im Play-off-Endspurt: 3.650 Zuschauer sorgten damals für eine ausverkaufte Memminger Eissporthalle, die durch eine großartige Choreografie des Fanclubs „Maustadt Clan“ ganz in die Farben Rot und Weiß getaucht war. Aber auch sportlich hat das Halbfinale der Bayerischen Eishockey-Liga einen großen Reiz. Mit zwei Siegen könnten die Indians zum ersten Mal in ihrer Geschichte ins Finale einziehen – und wollen dafür alles Menschenmögliche tun. ECDC-Cheftrainer Jogi Koch fordert von seiner Mannschaft, dass sie sich total auf die kommenden Aufgaben fokussiert: „Wir wollen ins Finale! Wir haben die Chance, etwas Großes zu erreichen. Am Ende könnte der größere Wille entscheiden.“ Experten schätzen die Chancen vor dem Duell mit dem TEV Miesbach als völlig ausgeglichen ein. „Es ist 50:50, letztendlich werden Kleinigkeiten entscheiden“, sagt auch Indians-Coach Koch. Für Miesbach spricht der etwas größere Kader und die Routine vieler höherklassig erfahrener Akteure, für die Indians der Heimvorteil in der Best-of-3-Serie. 16 von 18 Heimspielen hat das Team in dieser Saison am Hühnerberg gewonnen – Mannschaft und Fans haben die Memminger Eissporthalle wieder in eine nahezu uneinnehmbare Festung verwandelt. Klar, dass nun auch am Sonntag der Hauptrundenvierte Miesbach merken soll, dass es hier nichts zu holen gibt. Der oberbayerische Traditionsverein ist dabei ein äußerst attraktiver Gegner für die Play-off-Halbfinalserie. Der TEV wurde bereits 1928 gegründet und ist einer der ältesten Eishockeyvereine in Deutschland. Die letzten Jahre gehörten die Miesbacher immer zu den besten Teams der Liga – und so ist der Halbfinaleinzug keine große Überraschung. Vor allem die Heimstärke des Teams ist beeindruckend. Vor der Spielzeit 13/14 wurde mit Michael Lehmann ein junger, hungriger Trainer verpflichtet. Mit dem Kanadier Pier-Olivier Cotnoir ist die Kontingentstelle nahezu optimal besetzt. Der Angreifer bildet mit den beiden DEL-erprobten Mario Jann und Benjamin Barz eine überragende Top-Formation in der Liga. Kapitän Sebastian Deml, Andreas Baumer und Stephan Stiebinger sind weitere Angreifer mit höherklassiger Erfahrung. Der 35-jährige Alan Reader wurde kurz nach Saisonbeginn nochmals reaktiviert und ist seither ein große Stütze. Im Abwehrbereich sind die beiden Routiniers Leonhard Gambs und Andreas Förg die Chefs, René Müller verfügt zudem über große Offensivqualitäten. Im Tor wurde kurz vor Ende der Vorrunde mit Danijel Kovacic noch ein weiterer Spieler mit DEL-Vergangenheit verpflichtet. Er bildet mit dem jungen Anian Geratsdorfer ein starkes Gespann, das sich größtenteils abwechselt. Dieser Kader unterstreicht die großen Ambitionen, die man in Miesbach diese Saison hat. Beide Vereine werden also würdige Gegner im Kampf um den Finaleinzug in Bayerns Eishockey-Oberhaus sein. Bei den Indians zählt man dabei in erster Linie wieder auf die Unterstützung des besten Publikums der Liga und erwartet ein volles Haus am Sonntag am Hühnerberg. „Das ist unser Saison-Höhepunkt. Wir haben das ganze Jahr darauf hin gearbeitet – jetzt ist alles möglich“, schwört ECDC-Coach Koch Mannschaft und Fans vor dem Eishockey-Knüller nochmals ein. Einlass in die Memminger Eissporthalle ist am Sonntag ab 17.15 Uhr, das Spiel beginnt um 18.30 Uhr. Karten gibt es noch an den Abendkassen – um lange Warteschlangen zu vermeiden, werden die Zuschauer aber gebeten, rechtzeitig vor Spielbeginn zu kommen.
EHC Netphen gewinnt Hinspiel im Pokal-Halbfinale / 10:5-Sieg gegen SV Brackwede – Tim Bruch fünfmal erfolgreich(BZLW) Der EHC Netphen hat gute Chancen, das Finale im Bezirksliga-Pokal zu erreichen. Im Halbfinal-Hinspiel gegen die SV Brackwede ging man mit einem 10:5 (2:1 5:2 3:2)-Erfolg vom Eis. Dabei war der EHC Netphen von Beginn an das dominierende Team. Schon nach 29 Sekunden schoss Tim Bruch seine Mannen in Front. Der EHC agierte im ersten Drittel oft in der Zone der Gäste, ließ aber die nötige Zielstrebigkeit vermissen. Nach dem 2:0 durch Matti Stein verkürzten die Brackweder kurz vor der Sirene auf 2:1.
Im Mittelabschnitt legten die Netphener einige Schippen drauf. Mit mehr Tempo und mehr Zug zum Tor hatte man den Gegner klar im Griff. Mit fünf weiteren Treffern von Tim Bruch (3) , Martin Geppert und Jonas Quartier bei zwei Gegentreffern war das Spiel mit 7:3 nach dem zweiten Spielabschnitt so gut wie entschieden. Im Schlussabschnitt war das Spiel durch viele Strafen sehr zerfahren. Der EHC ließ sich den Sieg allerdings nicht mehr nehmen. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Justin Göbel auf 8:3. Die Gäste verkürzten erneut, aber Daniel Herling hatte mit dem 9:4 die passende Antwort. In der vorletzten Spielminute machte Tim Bruch mit seinem fünften Treffer die „10“ voll. Den Endstand besorgten die Brackweder 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 10:5.
Mit dem Sieg hat der EHC gute Chancen, das Finale um den Bezirksliga-Pokal zu erreichen. Das Rückspiel bei der SV Brackwede steigt am 9.3. um 20:00 Uhr.
Aliens Sieg zum Abschluss der Oberliga West- Pokalrunde(OLW) Einen ungefährdeten 7:3 (3:1, 3:0, 1:2) Erfolg erreichten die Ratinger Ice Aliens im letzten Spiel der Pokalrunde gegen die 1b Mannschaft der EJ Kassel. Bereits nach vier Minuten erzielte Benni Hanke den Führungstreffer, den Kassel kurz darauf noch durch Christopher Reimnitz egalisieren konnte. Es folgten weitere Tore der Gastgeber durch Gabriel Hildebrandt und Marc Hoeveler noch vor der ersten Pause und die Gäste waren da – gemessen an den Torchancen - noch gut bedient.
Zweites Drittel – gleiches Bild. Die Aliens im permanenten Vorwärtsgang markierten weitere Treffer durch Benni Musga, Benjamin Jakob und Pascal Behlau, der damit den 100. Treffer der Ratinger in der Oberliga West- Pokalrunde erzielte. Dazu wurden viele Chancen leichtfertig vergeben oder der Kasseler Torhüter Sojoscha Messing verhinderte einen höheren Rückstand seiner Mannschaft.
Im letzten Drittel hatte Benjamin Jakob gerade seinen zweiten Treffer erzielt, als Robert Licau nach einem Check von hinten vorzeitig unter die Dusche musste. In der fünfminütigen Unterzahl gelang den Gästen kaum eine Torchance, die Aliens waren auch mit vier Feldspielern überlegen. In den letzten Minuten nahm die Mannschaft von Kapitän Jan-Philipp Priebsch das Tempo komplett zurück und Kassel gelang durch Nils Feustel noch zwei weitere Tore zum Endstand von 7:3.
Nun geht es für die Ice Aliens im Viertelfinale der Play-Offs sehr wahrscheinlich gegen die 1b der Löwen Frankfurt. Für das erste Spiel in Frankfurt sollte die Mannschaft von Janusz Wilczek gewarnt sein, konnte sie am letzten Sonntag dort erst im Penalty-Schießen gewinnen.
Ravensburg Towerstars besiegen Tabellenführer Bremerhaven nach Penaltykrimi(DEL2) Die Ravensburger Eissporthalle bleibt auch für Tabellenführer eine
uneinnehmbare Festung. Nach einem wahren Krimi und 14 Penaltys stand ein 3:2
Erfolg über Bremerhaven auf der Anzeigentafel, der den vierten Tabellenplatz
verteidigte.
In den ersten Minuten war die Partie vor 2400 Zuschauern vor von taktischer
Disziplin beider Mannschaften geprägt. Weder die Gäste aus Bremerhaven, noch
die Towerstars offenbarten in der eigenen Zone etwaige Schwächen. Da
überraschte es auch nicht, dass wirklich hochkarätige Torchance zunächst
Mangelware waren. Nach knapp sieben Minuten sollte sich dies aber eindeutig
ändern. Einen aus der Ravensburger Zone rausgerutschter Puck konnte sich
Dustin Cameron ersprinten und ihn zur vielumjubelten 1:0 Führung
einschlenzen. Pinguins Torhüter Jonas Langmann hatten den Puck mit den
Schonern noch leicht blockieren können, der Puck fand dennoch seinen Weg ins
Tor. Jetzt war deutlich mehr Pfeffer in der Partie, die Towerstars waren
trotz verstärkter Gäste-Chancen die weitgehend spielbestimmende Mannschaft
und konnten zwei Minuten vor der ersten Pause auch auf 2:0 erhöhen.
Konstantin Schmidt hatte vom rechten Bullypunkt aus einen exakten Schlenzer
in den linken Winkel platziert. In den nachfolgenden zwei Minuten folgte ein
regelrechtes Feuerwerk an Torchancen, hier hätten die Towerstars quer durch
alle Sturmreihen durchaus noch zwei bis drei Treffer nachlegen können.
Zum zweiten Abschnitt kam die Gäste von der Nordsee aber deutlich agiler und
konzentrierter aus der Kabine und Towerstars Torhüter Christian Rohde musste
alsbald Höchstarbeit verrichten. Zusehends gewann Bremerhaven Oberwasser,
umso mehr schmerzte es da, dass drei Überzahlspiele nicht verwertet werden
konnten. Wirklich überraschend kam der 1:2 Anschlusstreffer dann leider
nicht. Fischtown Pinguins Topscorer Brendan Cook lenkte vollendete eine
zugegebenermaßen sehenswerte Kombination unhaltbar für Christian Rohde ab.
Jetzt wackelten die Oberschwaben gewaltig und konnten durchaus froh sein,
mit dem knappen Vorsprung in die zweite Pause gehen zu können.
Auch im Schlussabschnitt setzten die Gäste die Towerstars sofort unter
Druck, dies machte sich auch bei der Konzentration bemerkbar. Die dritte
Sturmreihe verpatzte einen fliegenden Wechsel, die fällige Strafzeit nutzte
Bremerhaven nach nur 14 Sekunden durch Havenrichter zum 2:2 Ausgleich. Jetzt
reagierten die Oberschwaben trotzig und fanden wieder den Faden, das Spiel
war wieder ausgeglichen und vor allem hochspannend. Rund sechs Minuten vor
dem Ende der regulären Spielzeit kam es dann zum "Aufreger" des Abends.
Dustin Cameron drückte die Scheibe von halbrechts über die Linie, doch
Hauptschiedsrichter Simon Aicher streckte die Arme aus und gab den Treffer
wegen Torraumabseits nicht. Alle heftigen Proteste halfen nichts. In der
Nachbetrachtung der Szene zeigte sich, dass diese Entscheidung mehr als
umstritten war. Radek Krestan hatten den Torraum vor dem Schuss von Cameron
bereits wieder eiligst verlassen, zudem wurde der Torhüter der Gäste, zu
keinem Zeitpunkt behindert. Langmann war nämlich rund einen Meter vor seinem
Torraum unterwegs, als Dustin Cameron zum Schuss ansetzte. So blieb es
letztlich beim 2:2 Unentschieden nicht nur bis zum Ende der regulären
Spielzeit, sondern auch nach der fälligen Overtime.
Das Penaltyschießen war letztlich schon alleine das Eintrittsgeld wert.
Zwei ihrer drei Anläufe in der ersten Runde konnten beide Mannschaften
verwerten, der anschließende Tie-Break sollte dann die Nerven der Zuschauer
nahezu zum Bersten bringen. Letztlich mussten die Penaltys 13 und 14
entscheiden. Towerstars Keeper Rohde entschärfte einen Schuss von Hooton
und der Weg für Konstantin Schmidt zur Entscheidung war damit frei. Seine
zwei zuvor ausgeführten Anläufe hatte der 24-jährige Stürmer erfolgreich
verwandelt, und auch den dritten versenkte er in Manie von T.J. Oshie beim
Olympia-Spiel USA-Russland abgezockt zur letztlichen Entscheidung.
(DEL2) 3000 Zuschauer empfingen den SC Riessersee am weiß-blauen Trikot-Tag stimmungs- und farbenfroh. Die Werdenfelser, die ohne Jaro Kracik antreten mussten, gaben die passende sportliche Antwort auf die letzten Wochen, auf dem Eis. Entschieden wurde die Partie in den Spezial-Teams. Drei Überzahl- und ein Unterzahltor der Hausherren wurden bejubelt. Hinzu kam, dass die Weiß-Blauen ein grandioses Unterzahlspiel aufzogen und hier dem Gegner den Zahn zogen. Gestützt auf einem sehr sicher wirkenden Bryan Hogan und einer geschlossenen Mannschaftsleistung, agierte das Team von Toni Krinner über 60 Minuten mit einem tadellosen Willen und Einsatz. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wenn man in sechs Begegnungen gegen Rosenheim viermal sportlich als Sieger vom Eis geht, dann ist das für uns schon sensationell“, so der Trainer.
Über 3000 einheimische Zuschauer sorgten für tolle Rahmenbedingungen. „Dieses Spiel war auch für unsere Fans und die Stimmung eine Art Neuanfang. Ich glaube wir sind alle zusammen auf einem sehr guten Weg“, so Geschäftsführer Ralph Bader.
Das nächste Auswärtsspiel bestreitet der SCR am Sonntag in Kaufbeuren. „Dieses Spiel wird für uns sehr schwer, denn die Allgäuer haben in den letzten Wochen sehr gut gespielt und sind gerade auf eigenem Eis eine Macht geworden. Wir müssen versuchen, nach dem emotionalen Höhepunkt, die richtige Bereitschaft und Einstellung abzuliefern, denn in der Tabelle ist noch alles möglich, selbst für Kaufbeuren“, so Toni Krinner. Weiterhin verzichten muss der Trainer auf Sebastian Eickmann und Jaro Krazik.
VER Selb: Das Halbfinale rückt näher(OLS) Der VER Selb setzt sich in der ersten Play-off-Runde der Eishockey-Oberliga Süd in Erding mit 3:2 durch. Nun fehlen nur noch zwei Siege zum Weiterkommen.
TSV Erding – VER Selb (0:1, 1:0, 1:2)
VER Selb: Suvelo (Kümpel) – Schadewaldt, Martell, Meier, T. Schneider, Schütt, Roos, Nägele – Mudryk, Geisberger, Piwowarczyk, Moosberger, Hördler, Fiedler, Schiener, Heilman, Hendrikson, Neumann.
Schiedsrichter: Schütz (EHC Bad Aibling; Zuschauer: 1131; Tore: 2. Min. Fiedler (Moosberger, Hördler) 0:1, 31. Min. Brenninger 1:1, 50. Min. Scharpf (Penalty) 2:1, 52. Min. Piwowarczyk (Geisberger, Mudryk) 2:2, 56. Heilman (Schiener) 2:3; Strafminuten: Erding 10, Selb 12.
Die „Wölfe“ erwischten, unterstützt von gut 400 mitgereisten Anhängern, einen Start nach Maß. Zwar musste VER-Torwart Suvelo zunächst zwei gute Chancen der Hausherren vereiteln, nach 95 Sekunden klingelte es dann aber im Kasten der Erdinger. Einen Angriff wie aus dem Bilderbuch über Hördler und Moosberger schloss Fiedler eiskalt ab zur Führung. In der dritten Minute hatten die Selber Glück, dass Jirik sein Visier nicht richtig eingestellt hatte, als er nach einer feinen Einzelleistung alleine vor Suvelo aufgetaucht war. Zwei Minuten später hatte Heilman den zweiten Treffer für die Gäste auf dem Schläger, bekam die Scheibe aber nicht unter Kontrolle.
Die Selber Führung geriet in der Folge mehrfach in Gefahr. Spätestens nach einer doppelten Überzahl in der siebten Minute waren die Erdinger im Spiel und heizten dem Hauptrunden-Meister mächtig ein. Suvelo parierte gegen Jirik und Scharpf glänzend. Und als der VER-Keeper doch einmal geschlagen war, rettete das Torgestänge für die „Wölfe“.
Im zweiten Drittel bekamen die Holden-Schützlinge früh die Möglichkeit, im Powerplay ihre Führung auszubauen. Fiedler und Tim Schneider scheiterten aber am Erdinger Keeper Ewert. Kurz darauf musste auf der Gegenseite Suvelo einmal mehr sein ganzes Können aufbieten. In der Folge waren zunächst die „Wölfe“ wieder das etwas aktivere Team. Pech hatte Geisberger, der im letzten Moment fair gestoppt wurde. Zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend fiel in der 31. Minute der Ausgleich. Einen schönen Angriff der Hausherren schloss Brenninger unhaltbar ab. Nun waren die „Gladiators“ wieder am Drücker. Sie profitierten auch von einer fragwürdigen Strafzeit gegen Mudryk und einigen leichtfertigen Puckverlusten der Selber. Die durften sich vor allem bei ihrem Torwart Suvelo bedanken, dass es mit dem 1:1 in die zweite Pause ging.
Im Schlussabschnitt kämpften beide Teams verbissen um jeden Puck. Die Hausherren wussten, dass für sie bei einer erneuten Niederlage schon nach dem vierten Spiel am Aschermittwoch alles vorbei sein könnte. Und genau das wollen die „Wölfe“, die nun wieder etwas mehr Druck ausübten. Die ganz zwingenden Chancen blieben aber aus. Ganz anders die „Gladiators“. Sie lauerten auf Konter – mit Erfolg. In der 50. Minute tauchte Scharpf alleine vor dem Selber Tor auf, umkurvte Suvelo und wurde vom VER-Keeper von den Beinen geholt. Penalty. Scharpf ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen. Doch die „Wölfe“ bewiesen Moral und schlugen schnell zurück. Zunächst durch Topscorer Piwowarczyk, dann durch „Oldie“ Heilman. Selb führte wieder und brachte das 3:2 trotz eines weiteren Unterzahlspiels mit letztem Einsatz über die Zeit. Den nächsten Schritt zum Halbfinale können die Selber nun am Sonntag (18 Uhr) in der Netzsch-Arena machen.
Horst Mähner
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