Fürs Verschnaufen bleibt kaum Zeit. Gerade erst sind die Olympischen Winterspiele in Südkorea vorüber, und schon stecken die Schweizer Eishockey-Herren mitten in den Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft. Vom 4. bis 20. Mai treten in Kopenhagen und Herning in Dänemark 16 Nationalmannschaften gegeneinander an. Zum ersten Mal dabei ist Südkorea.
Die Schweizer Herren finden sich in der Gruppe A wieder – gemeinsam mit Olympiasieger Russland (hier wieder unter der eigenen Flagge und nicht als unabhängiges Team, wie aufgrund der offiziellen Sperre für Russland in PyeongChang). Silber- und Bronze-Gewinner Deutschland und Kanada treten in Gruppe B an.
In fast einem Jahrhundert haben die Schweizer diverse WM-Medaillen mit nach Hause gebracht. Gold allerdings ist ihnen bisher verwehrt geblieben. Silber gab es 1935 und 2013, Bronze in den Jahren 1928, 1930, 1937, 1939, 1948, 1950, 1951 und 1953. Eishockeywetten auf den diesjährigen Gewinner können bereits abgeschlossen werden, dabei hoffen die Fans der Schweizer Nationalmannschaft natürlich, dass ihr Team endlich auch mal die Goldmedaille mitnimmt.
Endlich einmal ganz oben auf dem Siegertreppchen zu landen, ist auch diesmal wieder die Hoffnung von Fans und Spielern. Allzu wahrscheinlich ist das allerdings nach den Ergebnissen der Olympischen Winterspiele nicht. Das Team unter Trainer Patrick Fischer landete abgeschlagen auf Platz zehn.
Hoffnungsträger ist und bleibt Torhüter Jonas Hiller, der bei der Olympiade als bester Mann im Tor brillierte. Seine Fangquote lag mit 95,6 Prozent an der Spitze, und in vier Spielen auf dem Eis ließ er nur vier Gegentore durch.
Auch Verteidiger Roman Josi überzeigte in seinen acht Spielen, in denen er zweimal den Puck ins Tor brachte.
Julian Walker, Leo Genoni, Matthias Bieber, Andres Ambühl und Simon Bodenmann gehörten ebenfalls zu den Stars im Schweizer Team.
Den Auftakt macht die Nationalmannschaft in Dänemark mit einem Spiel gegen Nachbarland Österreich am 5. Mai. Bereits am nächsten Tag geht es dann gegen die Slovakei, am 8. Mai gegen die Tschechen und am 9. Mai gegen Weißrussland.
Am 12. Mai ist das Spiel gegen Russland, am 13. gegen Schweden und am 15. Mai gegen Frankreich.
Das Viertelfinale mit den jeweils vier besten Teams aus Gruppe A und B wird am 17. Mai ausgetragen, gefolgt vom Halbfinale am 19. Mai. Um die Medaillen geht es am darauffolgenden Schlusstag.
Bis dahin gibt es für die Mannschaft noch jede Menge Training, und für die Fans eine Zitterpartie während der Wartezeit auf die WM. Wer sich diese verkürzen möchte, kann sich entweder selbst aufs Eis begeben oder ein normales Spiel besuchen. Dabei geht es zwar nicht um Medaillen, aber die Spielfreude bleibt trotzdem erhalten, und das ohne Verletzungsgefahr für den Spieler. Wie schnell und schmerzhaft Hoffnungen auf dem Eis enden können, haben die Fans gerade erst wieder in Südkorea gesehen, als Dean Kukan und Felicien Du Bois zu den Opfern gehörten.
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