Neusser EVNEV startet in die Regionalliga-Saison 2026/2027
(RLW) Mit Auswärtsspielen in Lauterbach (Samstag, 19 Uhr) und Dortmund (Sonntag, 19 Uhr) beginnt für die erste Mannschaft des Neusser EV die neue Eishockey-Saison. Das Team des Trainergespanns Sebastian Geisler/Carsten Ackers geht erneut als einer der Außenseiter ins Rennen, hat aber dennoch Ambitionen.
Vielversprechende Neuzugänge, aber auch schmerzhafte Abgänge
Im Kader des NEV gab es einige Veränderungen. „Urgestein“ Dominick Thum schloss sich den Dinslakener Kobras an, Alexander Chodorowski zog es studiumsbedingt nach Hamburg, darüber hinaus wechselte ein Trio (Vincent Robach, Jordi Cuena Pazos, Max Falk) zur Grefrather EG. Zudem steht bei einigen Spielern, die parallel beim Skaterhockey aktiv sind, noch nicht final fest, ob es zu einer Rückkehr aufs Eis kommen wird. Mit den Verteidigern Philipp Seckel und Stefan Bronischewski sowie den Stürmern Sebastian Brockelt und Giovanni Schönfeld konnten auf der anderen Seite erfahrene Akteure für den NEV gewonnen werden, die die zahlreichen jungen Spieler anführen sollen. „Wir mussten schmerzhafte Abgänge hinnehmen, haben aber auch Jungs dazu bekommen, die uns guttun werden“, sieht Cheftrainer Sebastian Geisler die Transferbilanz als ausgeglichen an. Mit Lars Bröhl (26, EC Bergisch Land) konnte in der vergangenen Woche ein zusätzlicher Verteidiger in den Kader aufgenommen werden. Bei einem reinen Amateurverein wie dem NEV muss davon ausgegangen werden, dass immer wieder Spieler aus beruflichen, privaten und Verletzungsgründen ausfallen werden, was es bestmöglich zu kompensieren gilt. Dies ist auch eine Chance für eigene Talente aus der U20 und der 2. Mannschaft, die gemäß dem Nachwuchs-Konzept des Vereins unverändert die Möglichkeit haben, sich für das Regionalliga-Team zu empfehlen.
Vorbereitung mit mehr Schatten als Licht
Auf die Saisonvorbereitung blickt das Neusser Trainer-Duo mit gemischten Gefühlen zurück. „Im Vergleich zu dem Großteil der Liga-Konkurrenz müssen wir bezüglich Trainingseinheiten und Testspielen einen Rückstand aufholen, da wir nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, in vergleichbarem Umfang frühzeitiges Eis an anderen Standorten anzumieten. Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis wir in unseren Rhythmus kommen“, resümiert Geisler die vergangenen Wochen. „Ein Vorbereitungsspiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe hätte es uns erleichtert, einzuschätzen, wo wir stehen“, ergänzt Co-Trainer Carsten Ackers. Die beiden Testspiele gegen die RealStars aus Bergisch Gladbach, einen der Favoriten der Liga, wurden deutlich verloren (2:13, 0:11). Unterkriegen lässt man sich laut Geisler davon jedoch nicht: „Die Stimmung und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sind gut.“
Stress-Test direkt zu Beginn
Mit zwei Auswärtsspielen innerhalb von 24 Stunden beginnt die neue Saison mit einer großen Herausforderung. Geisler: „Lauterbach ist aufgrund des veränderten Kaders schwer einzuschätzen, in der Vergangenheit haben sie aber zumeist einen Playoff-Rang erreicht. Dortmund ist wie auch schon in den letzten drei Jahren einer der Top-Favoriten, bei dem es zunächst mal darum gehen wird, sich gut zu verkaufen.“ Am Wochenende fallen Frank Buchwald, Samuel Hasenpusch und Felix Kessinger aus, samstags darüber hinaus auch Mitchel Herder und Luke Schrills. Ziel ist es dennoch, drei Reihen aufs Eis zu bringen.
Regionalliga öffnet sich weiter
Das Gesicht der höchsten Liga auf Landesverbandsebene hat sich im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich verändert. Für den Meister Eagles Essen-West ging es statt in die Oberliga zum Amtsgericht, aufgrund der dritten Insolvenz innerhalb rund eines Jahres. Wieder aufgenommen wurden hingegen die Hessen aus Lauterbach, die nach drei Jahren in der Ost-Staffel zurück in der Regionalliga West sind. Sebastian Geisler sieht seine Mannschaft wie schon im Vorjahr in der Außenseiterrolle, da die Schere der wirtschaftlichen Möglichkeiten innerhalb der Liga sehr weit auseinanderklafft: „Dennoch beginnt jedes Spiel bei 0:0 und als Sportler möchten wir möglichst viele Spiele gewinnen. Zudem ist es das Ziel eines jeden Eishockey-Spielers, Playoffs zu erreichen. Das wird mit Blick auf das Teilnehmerfeld und die Transfer-Aktivitäten in der Regionalliga West ohne Frage eine große Herausforderung, die wir aber annehmen.“ Nach einer Einfachrunde mit jeweils einem Heim- und Auswärtsspiel gegen jeden Gegner erreichen die besten acht Teams die Playoffs, während die Mannschaften auf den Plätzen 9-11 in einer weiteren Einfachrunde einen Absteiger ermitteln.
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