Schweinfurt Mighty DogsFischer bleibt am Main - Beide Topscorer und Ostertag verlassen den ERV
(BYL) Ursprünglich hatte Sean Fischer seine Karriere mit Ende der Saison 21/22 in Erfurt bei den Black Dragons für beendet erklärt. Nach guten Gesprächen mit den Verantwortlichen in Schweinfurt schnürte der 37-jährige Defensivspezialist in der vergangenen Saison wieder seine Schlittschuhe. Aufgrund eines privaten Vorfalls konnte Sean Fischer einige Spieler in der Hauptrunde nicht mitwirken, kam aber immerhin auf 23 Saisonspiele, in denen er 21 Punkte auf seinen Konto verbuchen konnte. Der 1,89 cm große Verteidiger kann auf eine starke Karriere zurückblicken. So stand er bei den Eisbären Berlin unter Vertrag oder lief insgesamt 243 mal in der DEL2 (Lausitzer Füchse & SC Riessersee) auf. Auf insgesamt 361 Spiele kommt Fischer in der Oberliga und wusste da oftmals auch als Torschütze zu überzeugen.
Das Sean Fischer ein weiteres Jahr für den ERV auflaufen wird, dürfte sicherlich nicht nur die Fans erfreuen, sondern erfreut auch den sportlichen Leiter Gerald Zettner:
„Sean war als Führungsspieler und vielleicht bester Verteidiger letzte Saison enorm wichtig. Sein Umzug in die Nähe von Crimmitschau machte es für uns nicht leichter, ihn wieder für uns zu gewinnen. Umso mehr freuen wir uns, dass er trotz der geografischen Widrigkeiten wieder für uns spielen wird und wir damit einen Eckpfeiler unserer Verteidigung halten konnten.“
Die Hoffnung existierte bis zuletzt bei den Fans und den Verantwortlichen, dass die beiden Nordamerikaner Joey Sides und Dylan Hood ihre Verträge um mindestens ein Jahr verlängern und auch in der kommenden für den ERV Schweinfurt auflaufen würden. Bereits während der laufenden Saison 2022/2023 wurde mit beiden Kontingentspielern die ersten Gespräche geführt, die letztendlich nun doch gescheitert sind.
Dylan Hood kam zur Corona-Saison 20/21 und viele Fans und Sponsoren machten diesen Vertragsabschluss erst durch eine Crowdfundingaktion möglich. In den letzten beiden Jahren lief der beliebte Kanadier insgesamt in 68 Bayernligaspiele auf und kam dabei auf 150 Punkte – aufgeteilt in 69 Tore und 81 Assists! Eine beeindruckende Statistik, wenn man zugleich bedenkt, dass Dylan Hood auch im Bereich der Strafbank ein „Topscorer“ war. Insgesamt 180 Strafminuten sammelte Hood in seiner Zeit in Schweinfurt.
Joey Sides kam zur letzten Saison an den Main. Dylan Hood äußerte den Wunsch, eine Saison mit seinem Kumpel spielen zu wollen und die Verantwortlichen konnten diesen Wunsch erfüllen. In 38 Spielen legte der US-Amerikaner sagenhafte 49 Tore auf und erzielte selbst 37! Ein Schnitt von 2,26 Punkten pro Spiel! Die beiden Stürmer begeisterten nicht nur die eigenen Fans, auch von anderen Fans war immer wieder zu hören/lesen, dass beide auf dem Eis eine Augenweide sind. Sei es durch ihr Passspiel, Stock- und Treffsicherheit oder auch ihr Auge für den Nebenmann.
Gerald Zettner zum Abgang der beiden Topscorer:
„Leider hat eine Verlängerung mit unseren beiden Top-Scorern der letzten Saison nicht mehr geklappt. Nach den ersten Gesprächen noch im Laufe der letzten Saison sah es noch sehr gut aus, aber sie wollten zum damaligen Zeitpunkt noch keine finale Entscheidung treffen, weshalb wir uns nach Alternativen umschauen mussten. Zudem konnten wir die Vorstellungen der Beiden nicht erfüllen, weshalb letztlich eine Weiterverpflichtung gescheitert ist. Wir wünschen den beiden privat uns sportlich alles erdenklich Gute und werden sie als tolle Eishockeyspieler in Erinnerung behalten.“
Sicherlich eine große Lücke, die die beiden hinterlassen. Die Verantwortlichen arbeiten derzeit im Hintergrund daran, zwei ebenso Starke Stürmer zu finden. Hier hält man nicht nur auf dem Nord-Amerikanischen Raum Ausschau.
Neben Hood und Sides, verlässt auch ein Allrounder den Verein. Aus der U20 des Iserlohner EC gemeinsam mit Asmus und Melchior an den Main gekommen, wird Dennis Ostertag nach zwei Jahren im Trikot des ERV Schweinfurt nicht mehr auflaufen. 72 Spiele absolvierte der vielseitig einsetzbare 22-jährige für die Mighty Dogs und kam somit auf 27 Scorerpunkte.
Die sportliche Leitung mit dem Statement zu Dennis Ostertag:
„Von Dennis hatten wir uns aufgrund seines großen Potentials letzte Saison viel versprochen. Leider konnte er unsere Erwartungen nicht erfüllen, weshalb wir ihm kein neues Angebot unterbreitet haben. Wir wünschen ihm für seine private und sportliche Zukunft alles Gute.“
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