Steelers erhalten keine DEL2-Lizenz und gehen gegen Entscheidung vor
(DEL2) Die Bietigheim Steelers haben nach Abschluß des Lizenzierungsverfahren als einziger Bewerber keine Lizenz für die neue DEL2-Saison erhalten. Die gemäß Lizenzordnung geforderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit konnte bis zum Abschluss und innerhalb der vorgegeben Fristen des Lizenzprüfungsverfahrens durch den Club nicht nachgewiesen werden, hiess es dazu von Seiten der Lige-Leitung.
Die Bietigheim Steelers haben bereits angekündigt wegen dieser Entscheidung den Rechtsweg vor das DEL-Schiedsgericht zu gehen. Bei einer negativen Entscheidung würde die DEL2 ein langjähriges sportliches Aushängeschild verlieren und müsste mit nur 13 Teilnehmern in die neue Spielzeit gehen.
Die Verantwortlichen der Steelers haben sich mittlerweile ebenfalls zur Entscheidung des DEL2-Aufsichtsrats geäussert. Die Altlasten, die einst bei über einer Million Euro lagen, konnten in den letzten Jahren auf etwa 650.000 Euro reduziert werden, belasten den Verein aber weiterhin stark.
Für die Lizenzierung sind Patronatserklärungen und Bürgschaften notwendig, die auch erbracht werden konnten. Allerdings fehlt der Nachweis an neuem Kapital oder Darlehen in Höhe von 200.000 Euro. Ein Sponsor hatte sich dafür bereit erklärt, jedoch seine Entscheidung bis zum Ablauf der Frist noch nicht mitteilen können. Das Unternehmen wollte Anfang Juli darüber entscheiden. Eine Fristverlängerung seitens der DEL2 gab es nicht.
Die Verweigerung der Lizenz trifft nicht nur Bietigheim Steelers selbst und die gesamte DEL2, sondern letztendlich auch die DEL, denn bekanntlich waren die Steelers einer der drei Bewerber für die DEL 2021/22, wenn der Auf-und Abstieg wieder eingeführt wird.
| Mittwoch 1.Juli 2020 | www.icehockeypage.de | ||
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