Wie geht es im deutschen Eishockey weiter?
(DEL) Die Coronakrise legt den Sport lahm. Nach den Absagen der Play-Offs und dem vorzeitigen Saisonabbruch Mitte März in allen deutschen Eishockey-Ligen fragen sich nun die Eishockeyfans wie es künftig weitergeht. Löcher in den Kassen durch die Spielausfälle, viele Fragezeichen und schwere Planungen belasten derzeit die Vereine.
Zahlreiche Vereine beklagen die fehlenden Zuschauereinnahmen, welche fest im Etat eingeplant waren. Für viele könnte dies existenzbedrohend sein, so hörte man bereits von hohen fünfstelligen und auch sechsstelligen Beträgen.
Auch die Etatplanung für die neue Spielzeit gestaltet sich an den meisten Standorten schwierig, da niemand genau weiss, welche Sponsoren nach der Krise noch bereit sind Gelder zu geben, bzw. es überhaupt noch können.
Trotz dieser Umstände müssen die Planungen aber dennoch vorangetrieben werden. In der DEL und DEL2 haben die Lizenzierungsverfahren bereits begonnen. Und auch der DEB, der für den Spielbetrieb der Oberligen zuständig ist, plant zunächst ganz normal weiter.
Apropos Oberligen, hier haben sich die Teilnehmer zunächst auf einen Transferstop bis Ende April verständigt. Bis dahin sollen keinerlei Vertragsgespräche mit Spielern geführt werden um sich zunächst auf die wirtschaftlichen Probleme und Planungen konzentrieren zu können.
In der DEL und DEL2 laufen ungeachtet der derzeitigen Situation auch die Personalplanungen weiter. Und auch in der Oberliga wird sicher der ein oder andere Verein hinter verschlossenen Türen weiter auch die sportlichen Planungen vorantreiben und dann im Mai bekannt geben, wie sich immer wieder schon andeutet.
Unklar ist derzeit ob es einen regulären Start in die neue Saison 2020/2021 überhaupt geben kann. Abhängig ist dies davon, ob bis September schon wieder Großveranstaltungen erlaubt sein werden. Diverse Experten zweifeln dies momentan stark an.
Fest steht allerdings auch, dass es im deutschen Eishockey, anders als beim Profi-Fußball keine sogenannten Geisterspiele ohne Publikum geben kann und wird, da die Zuschauer einen wichtigen und großen Teil der Einnahmen darstellen, ohne den Eishockey nicht finanziert werden kann.
Verschiedene Szenarien sind momentan denkbar. Im bestmöglichsten Fall würde die Saison regulär starten. In der DEL und DEL2 wäre dies bereits im September, in den Oberligen im Oktober.
Möglich wäre aber auch eine verkürzte Saison, die erst im November oder Dezember beginnen würde. Allerdings erscheint unklar welche Vereine, zumindest in der DEL, längere Zeit ohne Spielbetrieb überhaupt finanziell verkraften könnten. Diversen Medienberichten zufolge könnten möglicherweise lediglich 5 der insgesamt 14 Erstligisten mehrere Wochen überstehen, wenn es nicht im September wieder losgehen kann.
Das schlimmste Szenario wäre der Ausfall der kompletten Saison 2020/2021. Die Folgen und Tragweite dieser Möglichkeit ist derzeit nicht abzuschätzen.
Panik sollte aber momentan noch nicht aufkommen. Wie aus der DEL und DEL2 zu hören ist wird zunächst von einem regulären Saisonbeginn ausgegangen und sämtliche Planungen richten sich danach derzeit aus.
Allerdings werden sich alle Ligen und Verbände im Hintergrund auch einen Plan-B zurechtlegen um auf jedes Szenario bestmöglichst vorbereitet zu sein.
Auch aus der Politik gibt es vorsichtige Andeutungen, dass es wohl nicht ganz ausgeschlossen ist, dass es im Herbst wieder größere Sportveranstaltungen geben könnte, sofern es die gesundheitliche Situation zulassen wird. Bis Ende August gilt allerdings ein prinzipielles Verbot von Großveranstaltungen. Damit werden auch Sportveranstaltungen zunächst nicht stattfinden können.
| Dienstag 14.April 2020 | www.icehockeypage.de | ||
|
- Kaderlisten 2020/2021 - |
.












